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Roadtrip „Inseln des Nordens“ – Herbst im Norden von Norwegen (Teil 2: Unterwegs auf den Lofoten)

Roadtrip mit dem Kastenwagen auf die Lofoten in Norwegen.
ALLE TEILE UNSERES ROADTRIPS INSELN DES NORDENS
Teil 1: Roadtrip „Inseln des Nordens“ (Anreise durch Schweden und die ersten Tage auf den Lofoten)
Teil 2: Roadtrip „Inseln des Nordens“ (Unterwegs auf den mittleren Lofoten)

Auf nach Fredvang (Moskenes Kommune / Lofoten)

Nach der Fotosession im tollen und dramatischen Licht am Morgen auf Hamnøy geht es für uns weiter in nordöstlicher Richtung nach Fredvang. Die Region um Ramberg und Fredvang bietet einige spektakuläre Aussichten und auch Möglichkeiten für imposante als auch populäre Wanderungen. Diese führen dich zum Beispiel in die „einsame“ Bucht Kvalvika, die nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar ist, oder auf den Gipfel des Ryten. Von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf die Strände und Buchten der Umgebung. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Die Sonne zeigt sich öfter, aber der Wind nimmt schon wieder bedrohlich zu und für die Nacht gibt es eine Sturmwarnung. Als wir in Ramberg, einem größeren Ort bei Fredvang, ankommen, gibt es schon wieder die ersten beeindruckenden Wellen am Strand.

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Die Brandung am Strand von Ramberg ist imposant

Wir schauen, aus welcher Richtung der Sturm kommen wird. Er ist in der Spitze mit etwa 20 Metern / Sekunde aus nordwestlicher Richtung angekündigt. Nach den ersten Erfahrungen in dieser Hinsicht auf den Lofoten, überqueren wir recht zügig die Brücken nach Fredvang. Einerseits macht es wenig Spaß, wenn der Kastenwagen wie ein Fischkutter schaukelt und andererseits könnten die Brücken auch gesperrt werden. Im Windschatten des Bergmassivs vom Ryten suchen wir uns heute frühzeitig einen Stellplatz, um gut und sicher zu stehen, wenn es in der kommenden Nacht stürmt. Nach einer kurzen Fahrt durch Fredvang und immer der Straße FV 808 folgend, geht es bis zu einer Bucht bei Kroa. Dort finden wir den perfekten Platz für die Sturmnacht. Diese überstehen wir dort bestens und am nächsten Morgen ist das perfekte Wetter – als wäre nichts gewesen…

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Unser Stellplatz rechts unten in der Bildecke – am nächsten Morgen mit der Drohne aufgenommen

Perfekte Voraussetzungen für unsere geplante Wanderung zur Bucht Kvalvika. Wir überlegen noch kurz, ob wir die größere Rundtour zum Strand von Kvalvika und über den Gipfel des Ryten gehen sollen. Durch die massiven Niederschläge der letzten Tage sind alle Wege matschig und es ist ohnehin eine „Materialschlacht“ zu erwarten. Also – doch nur die kurze Tour direkt zur Bucht. Wir fahren von unserem Stellplatz etwa drei Kilometer bis zum Parkplatz, von dem aus die Wanderung offiziell beginnt. Da dieser kleine Platz bereits überfüllt ist, geht es noch einmal ein Stück zurück. Wir finden einen Parkplatz für uns, etwa 300 Meter abseits und laufen zum Ausgangspunkt der Tour. Dort beginnen wir unsere Wanderung durch die traumhafte Natur und erreichen nach etwa einer Stunde den sagenhaft schönen Strand der Kvalvika. (Alle Details zu dieser extrem schönen Wanderung findest du demnächst in einem separaten Beitrag hier auf unserem Blog.)

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Die Bucht von Kvalvika mit dem legendären Strand liegt nach einer knappen Stunde vor uns…

Die Bucht Kvalvika mit dem Paradiesstrand

Die Bucht ist tatsächlich ein kleines Paradies. Wir suchen uns einen windgeschützten Platz und essen unser „Matpakke“ (zu gut deutsch „Proviantpaket“). Die Wellen des Meeres rollen unentwegt mit unbeschreiblicher Kraft heran – ein Surfer-Paradies. So in etwa stellen wir uns Hawai vor – nur einige Grad wärmer. Wir wollen an den Klippen entlang noch in die Nachbarbucht neben der Kvalvika klettern, müssen das Vorhaben aber nach kurzer Zeit aufgeben, da die Wellen zu hoch sind und unser Plan daher zu gefährlich ist.

Jetzt ist es an der Zeit ein weiteres Highlight in dieser Bucht zu suchen: Zwei norwegische Surfer haben sich hier vor einigen Jahren aus Müll und Strandgut eine Hütte zwischen den Felsen errichtet und als Aussteiger 9 Monate im Winter hier gelebt. Diese kleine Hütte, eine Art Hobbit-Höhle, von Inge Wegge und Jørn Nyseth Ranum, findet man heute noch am Strand und kann sie sogar nutzen. Die Beiden haben aus Dankbarkeit an die tolle Zeit in der Bucht, fernab der Zivilisation, ihre Hütte so zurückgelassen, dass sie jederzeit als Schutzhütte oder von Aussteigern genutzt werden kann. Ihre Abenteuer aus dieser Zeit sind inzwischen in dem erfolgreichen Werk „North oft the sun“ verfilmt. Hier könnt ihr den Trailer zum Film sehen:

North of the sun teaser from Weggefilms on Vimeo.

Wir finden die Hütte, gut versteckt, zwischen einigen Felsen am Strand und sind fasziniert. Kennt ihr den Film „Into the Wild“ (Hier geht es zur Blu-Ray / DVD auf Amazon / *Affiliate Link – mehr dazu im Impressum) ? Sofort sind fühlen wir uns an den Film erinnert, in dem ein junger Mann aus unserer Zivilisation ausbricht, um fernab in der Wildnis zu (über)leben. Und wir stehen jetzt hier – an einer Hütte, in der zwei junge Menschen ganz allein einen langen harten Winter auf den Lofoten verbracht haben. Im Innenraum der Hütte herrscht ein Feeling in einer Mischung aus Flower-Power, Surfer-Romantik und Robinson Crusoe. Wir hängen unseren Gedanken nach und versuchen uns vorzustellen, wie die Beiden hier gelebt haben. Unglaublich !! In einer Mischung aus Faszination und einer Art Betroffenheit machen wir uns auf dem Heimweg, denn langsam werden die Schatten länger.

Hütte auf den Lofoten in der Bucht Kvalvika
In der Hütte der beiden Surfer in der Bucht Kvalvika auf den Lofoten
In der Bucht von Kvalvika auf den Lofoten (Norwegen).
Blick auf den Gipfel des Ryten – dem Berg im Hintergrund

Auf dem letzten Teil unseres Rückweges werden wir mit atemberaubenden Aussichten über den Torsfjorden belohnt. Dieser liegt inzwischen wie ein Spiegel vor uns und die umliegenden Berge bilden dazu eine magische Kulisse. Na endlich – so haben wir die Lofoten im Herbst erwartet… 🙂 Wir fotografieren sehr viel, bevor wir an unserem Auto ankommen. Schnell noch die Wanderschuhe aus und auf zum nächsten Stellplatz. Die kommende Nacht möchten wir in der Nähe von Myrland verbringen. Dort kennen wir bereits von einigen früheren Touren fantastische Strände, wo es sicherlich auch den ein oder anderen Stellplatz für uns geben kann.

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Spiegelungen in der klaren Herbstluft auf dem Torsfjorden

Eine Nacht am Strand von Storsandnes

Nach einer kurzen Fahrt in Richtung Myrland kommen wir vorab durch die kleine Siedlung Storsandnes mit dem gleichnamigen Strand Storsandnes Beach. Dort finden wir auch einen der Stellplätze aus der Kategorie „Unbezahlbares Paradies“… Allein am Strand, mit einem Blick, der einfach unglaublich ist. Nach einer ausgiebigen Fotosession am Strand planen wir bereits den nächsten Tag: Wir wollen in jedem Fall, jetzt wo das Wetter immer besser wird, in das Fischerdorf Nusfjord. Nach einer Nacht auf dem Stellplatz am Strand Storsandnes werden am nächsten Morgen die schneebedeckten Gipfel der Umgebung angestrahlt und während Conny Frühstück macht, beginnt für Sirko der neue Tag zwangsläufig mit einer weiteren Fotosession.

Minigalerie Storsandnes Beach

Anschließend brechen wir recht zügig nach Nusfjord auf. Für heute ist das perfekte Fotowetter angekündigt: Regen, Sonne und Wolken im Wechsel – also ideale Bedingungen für die geplante Tour. Vom Stellplatz in Storsandnes brauchen wir nur knapp eine halbe Stunde bis zum Ziel. Auf dem Weg dorthin müssen wir kurz anhalten, um eines der populären „Roadtrip-Motive“ zu fotografieren: Die Straße die auf das Massiv um den 800 Meter hohen Berg Bjørntinden zuführt. Leider ist das Licht nicht gerade sensationell – aber der Blick tatsächlich grandios:

Roadtrip Lofoten Nordlandblog
Der Weg ist das Ziel – wie so oft auf den Lofoten

Nusfjord – ein Fischerdorf aus dem Bilderbuch

In Nusfjord parken wir im Dorf etwas oberhalb der Häuser auf einem recht großen Parkplatz. Die bunten Holzhäuser des Dorfes leuchten im Schein der Herbstsonne. Es ist einfach zu perfekt, um wahr zu sein. Schnell machen wir uns auf die Suche nach einem perfekten Platz, um dieses Panorama einzufangen. Wir klettern auf den verschiedenen Hügeln am und im Ort herum, bis wir den besten Blick über diese Idylle haben.

Lofoten Nusfjord Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch (Nordlandblog)
Nusfjord – ein Fischerdorf auf den Lofoten wie aus dem Bilderbuch

Anschließend gehen wir durch den Ort, der, wie viele Andere auf den Lofoten, an ein mächtiges Freiluftmuseum erinnert. Nach einem leckeren Kaffee im Restaurant „Karoline“ genießen wir einfach noch die Atmosphäre und die Sonne, bevor es weitergeht. Nach einem kurzen Rundflug unserer Drohne über dem Meer fahren wir zurück zur Europastraße E 10 und dort weiter auf unserem Roadtrip.

Drohne Nusfjord auf den Lofoten Nordlandblog
Blick mit der Drohne vom Meer auf diesen traumhaften Ort

Ein weiteres Ziel haben wir uns für diesen Tag noch vorgenommen: Vikten – ein kleines Dorf auf der Nordseite der Lofoten direkt am Meer gelegen. Der Ort ist bekannt für seine lokale Glasbläserei. Vielleicht entdecken wir ja ein nettes Souvenir? Die Fahrt dorthin ist alleine schon (wieder) ein Erlebnis und so hält sich die Enttäuschung in Grenzen, als wir vor verschlossenen Türen stehen. Die Glasbläserei mit dem Ladengeschäft hat in der Nebensaison nur wenige Stunden täglich geöffnet und wir sind einfach zu spät. So fahren wir weiter bis zum Tunnel Nappstraumentunnelen und dort am Nappholmen auf einen schön gelegenen Stellplatz, um die Nacht zu verbringen. (Über diesen Link kommt ihr direkt zu diesem Stellplatz mit allen Details sowie der genauen Lage)

Auf dem Weg in das Dorf Vikten an der Nordseite der Lofoten
Auf dem Weg in das Dorf Vikten an der Nordseite der Lofoten

Auf der Lofoten-Insel Vestvågøy

Nach dem Frühstück geht es am nächsten Morgen gleich weiter – auf der E 10 durch den Tunnel auf die Lofoten-Insel Vestvågøy. Dort findet gerade in der Bucht von Unstad der nördlichste Surfwettbewerb der Welt statt. Wir haben bereits von diesem fantastischen Hotspot gehört und jetzt noch eine Meisterschaft im Polarmeer – da müssen wir hin… Die „Lofoten Masters“ gibt es seit 2007 und seitdem treffen sich hier jährlich Surfer aus der ganzen Welt. Einige Tunnel und Kilometer später sind wir am Strand von Unstad. Dort ist für norwegische Verhältnisse so einiges los und nachdem wir zwischen den vielen Vans aus aller Welt endlich einen Parkplatz gefunden haben, stürzen wir uns – natürlich nur als Zuschauer – ins Getümmel.

Minigalerie Lofoten Masters Unstad 2018

Nach einer Bratwurst vom Grill fahren wir weiter: Borgvåg ist unser nächstes Ziel. Nach unseren Recherchen im Vorfeld dieses Roadtrips gibt es dort einige alte und verfallene Häuser mit dem Hauch von „Lost Places“. Als wir ankommen, stellen wir fest, dass es faktisch richtig ist, aber solche Häuser eben auch tatsächlich immer weiter verfallen. Insofern sind es eher noch einige Reste und Ruinen, die wir im passenden, düsteren Licht fotografieren. Anschließend geht es noch auf den nächsten Parkplatz auf der Europastraße E 10, denn dort kann man sein Wohnmobil sensationell entsorgen und versorgen. An einem kostenlosen Automaten wird die Toilette entsorgt und zugleich gereinigt – ein Traum für Camper…  So vorbereitet, fahren wir gut gelaunt nach Eggum. Dieses Dorf liegt nicht weit entfernt ebenfalls an der Nordküste und soll in gleicher Weise schöne Strände, eine sehr populäre Skulptur, tolle Wanderwege und einen fantastischen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz bieten.

Minigalerie „Lost Places“ in Borgvåg

Eggum ist tatsächlich ein Traum. Das Dorf hat sich trotz der vielen Touristen seine Ursprünglichkeit bewahrt. Am Ende des Dorfes beginnt ein kostenpflichtiger Mautweg, der zu den Stränden, einem Kaffee und schlussendlich auch zum Stellplatz führt. Wir werfen die 30 NOK (etwa 3 Euro) in die Box und passieren dieses Tor. In der Hauptsaison sind für die Übernachtung weitere 100 NOK (etwa 10 Euro) für die Übernachtung zu entrichten. Dafür gibt es Frischwasser, Toiletten und einen fantastischen Stellplatz. Wir richten uns für die kommende Nacht ein und dürfen einen unglaublichen Sonnenuntergang am Strand genießen.

Die Sonne geht am Strand von Eggum (Lofoten / Norwegen)
Sonnenuntergang am Strand von Eggum

Etwas später sitzen wir in unserem Kastenwagen, entwickeln die Bilder des Tages und bearbeiten unseren Facebook-Account. Der Himmel ist seit Tagen erstmals aufgezogen und wir checken unsere Vorhersagetools für die Nordlichter. Sollten wir etwa Glück haben…? Eigentlich sollen ab 22.00 Uhr Aktivitäten auf den Lofoten zu erwarten sein. Conny schaut regelmäßig durch das Dachfenster über unserem Bett, welches an solchen Tagen immer zum „Ausguck“ mutiert. Plötzlich der Ruf: „Nordlicht-Alarm“ und damit beginnt für Sirko eine bekannte Routine: Der geübte Griff zum Stativ, zur Stirnlampe, Kamera und auf geht’s…

Nordlichter am Strand von Eggum (Lofoten)
Die „Lady Aurora“ tanzt über dem Strand von Eggum

Wir genießen die tanzenden Nordlichter bis spät in die Nacht, filmen dieses Phänomen und können wieder einmal nicht genug davon bekommen. Jetzt schlafen gehen? Unmöglich! Wir erkennen uns bekannte Figuren im tanzenden Nordlicht wieder, sehen aber auch vollkommen neue Formationen, Farben und Bewegungen. Es ist unglaublich schön und wir sind fast süchtig danach. In einer stillen klaren Winternacht in den Bergen kann man die Nordlichter sogar ganz leise hören, was aber hier von der Brandung übertönt wird. Erst sehr spät fallen wir todmüde, aber glücklich, ins Bett. Am nächsten Morgen hat es sich bereits wieder zugezogen, aber dennoch gehen wir ein Stück den bekannten Küstenweg, der die Buchten von Eggum und Unstad (dem Surferparadies) verbindet.

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Der Küstenweg zwischen Unstad und Eggum

An diesem Weg steht auch die bekannte Skulptur mit dem Frauenkopf, der auf die endlose Weite des Polarmeeres hinausschaut. Diese wurde 1992 vom Schweizer Künstler Markus Raetz erschaffen und ist ein beliebtes Fotomotiv. Nach knapp zwei Stunden kehren wir zu unserem Wohnmobil zurück. Das Wetter wird besser und wir fahren einfach noch etwas über die Insel, um an den schönsten Plätzen für einige Bilder anzuhalten oder einfach die Aussicht zu genießen.

Minigalerie „Herbsttag auf den Lofoten“ (Insel Vestvågøy und Umgebung)

Schlussendlich schauen wir uns an diesem Tag noch Ballstad an. Die Kirche von Ballstad „Buksnes Kirke“ ist aufgrund ihrer Architektur sehr populär und so haben wir diesen Abstecher dorthin bewusst eingeplant. Der Ort selbst hat zumindest um diese Jahreszeit wenig zu bieten und für uns auch kaum ein besonderes Flair. Die Fischerei ist hier offensichtlich stark industrialisiert und damit prägen viele entsprechende Gebäude die Küstenlinie. Nach einem Fotostopp an der Kirche fahren wir zielgerichtet auf der Straße 815 in Richtung Valberg. Die Europastraße E 10 meiden wir dabei bewusst, um an der Südküste der Lofoten neue Aus- und Einsichten zu gewinnen…

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Die Kirche Buksnes bei Ballstad in der typischen Drachen-Architektur

Die Nacht verbringen wir auf einem schönen Stellplatz unweit der Straße 815 direkt am Meer. Von dort aus ist es am nächsten Tag auch nicht mehr weit, bis zum nächsten Ziel: Henningsvær. Wir wollen unbedingt noch einmal dorthin, da das Wetter bei unserem ersten Aufenthalt vor einigen Tagen nicht so optimal war. Da das Fischerdorf ohnehin auf dem Weg liegt und für uns zu den schönsten Orten der Lofoten zählt, ist es also naheliegend, dort noch einmal anzuhalten.

Und noch einmal Henningsvær…

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Blick auf das „Venedig des Nordens“ Henningsvær

Wir parken wie beim letzten Mal auf dem großen Parkplatz am Ortseingang und laufen von dort aus durch die Gassen. Es muss im Ort noch einige Streetart-Bilder geben, die wir unter anderem gern finden möchten. An einem Speicher in einem Fischereibetrieb entdecken wir etwas später auch eines der populären Motive. Allerdings sind durch die vielen Renovierungsarbeiten und Umbauten im Dorf offensichtlich einige der wirklich gut gemachten Bilder tatsächlich nicht mehr auffindbar. Nachdem wir uns im Café gestärkt haben, ist es an der Zeit, unsere geplante Wanderung auf den „Stadtberg“ von Henningsvær, den Heia, zu beginnen. Die Sonne geht inzwischen zeitig unter und diesen Moment möchten wir gern vom Gipfel aus genießen.

Minigalerie „Henningsvær – das Venedig des Nordens“

Wir parken etwas außerhalb von Henningsvær in einer Parkbucht und beginnen von dort aus unseren Aufstieg. Der Weg ist nicht zu verfehlen und nach nicht einmal einer Stunde stehen wir auf dem Gipfel des Nipen – der etwas vorgelagert einen noch besseren Blick über die Bucht und die ganzen Lofoten bietet. Der Heia liegt etwa 50 Meter neben uns und man kann sich hier oben gut und frei bewegen – je nachdem, in welche Richtung man schauen möchte. (Alle Details zu dieser Tour findest du in Kürze in diesem separaten Artikel dazu). Leider verdecken mächtige Regenwolken die Sonne. Sonnenuntergang? Fehlanzeige. Doch wie so oft haben wir im letzten Augenblick noch Glück. Vielleicht ist es der Lohn, dass wir gewartet und nicht aufgegeben haben? Mit Gänsehaut auf den Armen genießen wir diesen Augenblick und auch diesen Ausblick…

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Blick vom Nipen im Sonnenuntergang

Im letzten Licht des Tages beginnen wir den Abstieg zurück zu unserem Wohnmobil. In der einrechenden Dunkelheit fahren wir noch bis zum Parkplatz des Aussichtspunktes an der Kirche von Sildpollnes. Dort werden wir über Nacht bleiben, um gleich morgen das frühe Licht für einige Bilder zu nutzen. Ohnehin gehört die Sildpollnes Kirke offensichtlich zu den meist fotografierten Kirchen auf den Lofoten, da das Motiv wirklich beeindruckend ist. Tatsächlich haben wir am nächsten Morgen eine traumhafte Kulisse: Schnee auf den Bergspitzen, Herbstfarben an den Hängen und dazu ein warmes Sonnenlicht. Zuerst nehmen wir das bekannte Motiv vom Aussichtspunkt auf:

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Blick auf die Kirche von Sildpollnes (Lofoten)

Insider-Tipp von uns: Unterhalb des Aussichtspunktes und nur über die Straße E 10 zu erreichen liegt ein altes Schiffswrack. Von dort aus bietet sich ein weiteres tolles Panorama und damit auch ein einzigartiges Fotomotiv. Man kann den Hafen und / oder das Wrack perfekt in dieser Kulisse ablichten.

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Das Wrack des alten Fischkutters lieg etwas versteckt unterhalb der Europastraße

Das Wetter ist perfekt und daher halten wir uns nicht lange hier auf, denn wir haben ein weiteres spannendes Ziel vor uns: Die sogenannte „Kaiserroute“ nach Digermulen. Die Fahrt dorthin führt durch den imposanten Raftsund, wo auch die markanten Schiffe der Hurtigruten entlang fahren. In jedem Fall sollte man eine Reise auf oder über die Lofoten mit einem Abstecher dorthin verbinden, auch wenn diese Region offiziell schon zur benachbarten Inselgruppe der Vesterålen zählt. Und dorthin geht es jetzt – im dritten Teil der Beitragsserie von diesem Roadtrip. Folgt einfach dem Link im folgenden Inhaltsverzeichnis:

ALLE TEILE UNSERES ROADTRIPS INSELN DES NORDENS
Teil 1: Roadtrip „Inseln des Nordens“ (Anreise durch Schweden und die ersten Tage auf den Lofoten)
Teil 2: Roadtrip „Inseln des Nordens“ (Unterwegs auf den mittleren Lofoten)

Auf der folgenden Landkarte seht ihr, wo wir uns in diesem Beitrag grösstenteils aufgehalten haben:

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Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

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