Norwegen Ratgeber

Beste Reisezeit Lofoten: Tipps und Erfahrungen von der Mitternachtssonne bis zu den Nordlichtern

Titelbild Beste Reisezeit Lofoten

Die beste Reisezeit für die Lofoten – ein Überblick über alle Jahreszeiten

Wann ist eigentlich die beste Reisezeit für die Lofoten? Da uns diese Frage zunehmend öfter erreicht, möchten wir versuchen, euch einige Empfehlungen für die Planung eurer Reise zu geben. Um es aber vorwegzunehmen: DIE beste Reisezeit für die Lofoten gibt es in dem Sinn eigentlich nicht. Aber es gibt sicherlich durchaus empfehlenswerte Zeiten, um auf die Lofoten zu reisen – wobei das zumeist nicht nur vom Wetter abhängig ist. Vielmehr geht es darum, was man auf den Inseln in Nordnorwegen sehen, erleben und unternehmen möchte.

Möchtet ihr zelten und die sagenhafte Natur bei unvergesslichen Wanderungen auf den Lofoten erkunden? Wollt ihr unbedingt einmal die Mitternachtssonne erleben? Sollen die Nordlichter für euch über dem Horizont magisch leuchten? Oder möchtet ihr einfach nur traumhafte Bilder von schneebedeckten Bergen machen? Sucht ihr das echte Winterfeeling nördlich vom Polarkreis, wenn die Berge im Zweilicht der Polarnacht rosa leuchten?

Wir möchten euch anhand verschiedener Fakten, Wetterdaten sowie unserer eigenen Erfahrungen nachfolgend einige Tipps für die Beantwortung dieser Fragen geben. Dazu schauen wir uns einige Besonderheiten der einzelnen Jahreszeiten im Norden Norwegens an. Ebenso verraten wir euch, wann die meisten Touristen auf den Lofoten unterwegs sind und wann es hingegen etwas ruhiger wird…

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbe- / Provisionslinks, die mit einem (*) gekennzeichnet sind. Mehr dazu im Impressum.

Wetterdaten und Fakten zur besten Reisezeit für die Lofoten

Die Inselkette der Lofoten liegt vor der norwegischen Küste inmitten des Golfstroms. Dieser prägt maßgeblich das maritime Klima der Lofoten mit relativ milden Wintern und meistens durchweg wechselhaften Wetterlagen. Die Durchschnittstemperatur liegt etwa 20 °C über dem Schnitt dieser geographischen Breite und ist somit nahezu untypisch für die Regionen nördlich des Polarkreises. Dazu peitschen im Herbst und im Winter wuchtige Stürme mit Orkanböen über die Lofoten.

Bei allen nachfolgenden Statistiken und Einschätzungen muss noch erwähnt werden, dass gerade auf den Lofoten jederzeit mit einigen Wetterextremen zu rechnen ist. So kann es auch im Mai noch einmal heftig schneien und am nächsten Tag hochsommerliches Wetter zum ersten Bad einladen. Dennoch gibt es einige erkennbare Trends, an denen man sich orientieren kann.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 13 °C ist der Juli der wärmste Monat auf den Lofoten. Der “nasseste” Monat auf den Lofoten ist im Mittelwert von 2005 – 2015 der Oktober mit immerhin 73,8 mm Niederschlag, bei einem jährlichen Niederschlagsaufkommen von 571,8 mm. Der Februar gilt mit einem Durchschnittswert von -1 °C als kältester Monat, während der Dezember statistisch der windreichste Monat ist. Hier bläst es im Schnitt mit 5 m/s – eher ungeeignet für die Drohnenfotografie.

Übersichtstabelle Durchschnittswerte Wetter / Klima für die beste Reisezeit auf den Lofoten

MonatTemperaturenRegentageTrockene TageSchneefalltageNiederschlagsmenge
Januar 2° / -2°20111049,3 mm
Februar1° / -2°1991154,7 mm
März2° / -2°2291163,5 mm
April5° / 1°1812544,3 mm
Mai8° / 6°1615226,6 mm
Juni10° / 8°1416020,4 mm
Juli13° / 11°1417029,5 mm
August15° / 12°1615026,6 mm
September12° / 8°1911055,8 mm
Oktober8° / 5°1912273,8 mm
November 4° / 1°228463,5 mm
Dezember 2° / -1°238963,9 mm

(Quelle: vaeret1.com / Regentage beinhalten im Winter die Schneefalltage / Temperaturen sind die im Durchschnitt erreichten Höchst- und Tiefstwerte)

In welchem Bereich sich die tatsächlichen Temperaturen dennoch bewegen können, zeigt sehr schön die nachfolgende Übersicht mit einigen Jahreshöchstwerten und Tiefstwerten an der Messstation in Leknes:

  • 2011 – Höchstwert: 27,4 °C (9. Juni) – Tiefstwert: -13,2 °C (11. Februar)
  • 2012 – Höchstwert: 20,5 °C (13. Juli) – Tiefstwert: -10,7 °C (6. Februar)
  • 2013 – Höchstwert: 26,3 °C (1. Juni) – Tiefstwert: -15,1 °C (9. März)
  • 2014 – Höchstwert: 28,6 °C (14. Juli) – Tiefstwert: -12 °C (15. Januar)
  • 2015 – Höchstwert: 22,6 °C (21. August) – Tiefstwert: -9,7 °C (22. November)

In jedem Fall solltet ihr während eurer Tour auf den Lofoten die Wetterprognosen immer wieder prüfen, denn nur so könnt ihr euch zum Beispiel vor einem schweren Sturm rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ebenso erkennt ihr dann auf Anhieb für eure Planung, in welcher Region die optimalen Wetterbedingungen herrschen.

  • Gute Vorhersage für jeden Ort und Uhrzeit sowie wichtige Warnungen für extreme Wetterlagen (Norwegisch und Englisch): Norwegischer Wetterdienst YR
  • Frühzeitige Erkennbarkeit von extremen Wetterlagen und den langfristigen Entwicklungen sowie gut eingebundene Webcams (Deutsch): Kostenfreie Version von WINDY
  • Übersichtliche norwegische Wetterseite mit 10-Jahres-Durchschnitt (Regentage und Temperaturen) für einige Orte und einem direkten Vergleich der Prognosen zwischen YR und STORM (nutzen wir im Vorfeld längerer Wanderungen, um sicherzugehen): Storm

Nach diesen einleitenden Punkten nun aber zu den Vor- und Nachteilen sowie den Besonderheiten der einzelnen Jahreszeiten auf den Lofoten. Beginnen wollen wir in der Hochsaison für die Fotografen – dem Winter.


Traumhaftes Farbenspiel: Winter auf den Lofoten

November – März

Farbenzeit Polarnacht auf den Lofoten - Beste Reisezeit Lofoten

Der Winter auf den Lofoten ist ziemlich sicher die beste Reisezeit für Fotografen und Naturfreunde. Vom 9. Dezember bis zum 4. Januar bestimmt die Polarnacht den Alltag, da die Sonne es dann nicht mehr über den Horizont schafft. Dafür lässt sie die zumeist leicht vom Schnee gezuckerte Berglandschaft in einem unbeschreiblichen Zwielicht und dadurch in unvorstellbaren Farben leuchten. Daher nennen die Norweger diese Dunkelzeit auch gern “Fargetid” (zu deutsch “Farbenzeit”). Eine wunderbare Saison, um den ganz speziellen Reiz der Lofoten zu genießen und festzuhalten.

Wer den Winter von seinen schönsten Seiten erleben und mit hoher Wahrscheinlichkeit Nordlichter beobachten möchte, sollte definitiv von etwa Mitte Januar bis Ende März auf die Lofoten reisen. Zu dieser Zeit hat man fast durchweg relativ stabile Winterbedingungen und einige klare, kalte Nächte. Perfekt, um die Nordlichter zu sehen und zu fotografieren. Zudem gibt es besonders im Januar und Februar dieses seltene, einzigartige Licht, wie man es eben nur in den nördlichen Gefilden findet.

Während es Anfang Januar durch die Polarnacht noch dunkel ist, werden die Tage in kürzester Zeit immer länger. Zunächst hat man lediglich 2 bis 4 Stunden Tageslicht, welches an einen kontinuierlichen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang erinnert. Das Beste daran: Man kann trotzdem lange schlafen und dann in Ruhe diese Bedingungen auskosten.

Die Tage werden aber schnell länger und die Sonne geht wöchentlich etwa 30 Minuten früher auf. Bereits am 20. März ist die Tag/Nacht-Gleiche erreicht und die Tageszeit entspricht der Nacht. Perfekte Voraussetzungen für viele Aktivitäten am Tag und dennoch gute Chancen auf Nordlichter in der Nacht, sowie eine winterliche Atmosphäre auf den Lofoten. Die längere Tageszeit kann man zudem sehr gut Schneeschuh-Wanderungen oder Ski-Touren nutzen.

Hier einige Beispiele für den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang:
  • 1. Januar: Kein Sonnenaufgang / Sonnenuntergang
  • 15. Januar: 10:45 – 13:45 Uhr
  • 1. Februar: 9:27 – 15:12 Uhr
  • 15. Februar: 8:27 – 16:14
  • 1. März: 7:24 – 17:13
  • 15. März: 6:25 – 18:06

Generell sind wir mit Empfehlungen für die beste Reisezeit eher zurückhaltend. Allerdings ist die Zeit von Mitte / Ende Oktober bis Anfang Januar denkbar ungeeignet für eine Tour in die Region. Gerade im November ist es meistens nasskalt, dunkel und oft einfach nur grau. Das schlechte Wetter überwiegt in dieser Zeit ganz eindeutig. Die massiven Stürme peitschen ständige Regen- oder die ersten Schneeschauer über die Inseln.

Durch die damit einhergehende Bewölkung sind die Nordlichter auch nur selten zu sehen. Will man hingegen fast allein auf den Lofoten unterwegs sein, bietet sich diese absolut unwirtliche Saison aber vielleicht dennoch an…

Im Übrigen machen zu dieser Zeit auch viele touristische Betriebe Urlaub und man steht bei fast allen Einrichtungen, vielen Campingplätzen oder Restaurants vor verschlossenen Türen. Es kann durchaus zur echten Herausforderung werden, ein geöffnetes Café zu finden, um sich aufzuwärmen. Durch die gestiegene Nachfrage zur “Nordlicht-Saison” von Januar bis März öffnen viele Anbieter inzwischen für diese kurze Wintersaison, bevor sie in der Regel im April und teilweise auch im Mai noch einmal schließen.

Camping in dieser Saison:

Ebenso sind viele öffentliche Toiletten, Entsorgungsstationen und Wasserstellen im Winter geschlossen. Daher sollte eine Campingreise zu dieser Zeit auch entsprechend sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Unsere generelle Tipps zum Camping im Winter in Skandinavien haben wir übrigens in diesem separaten, verlinkten Beitrag zusammengefasst. Bereitet euch in jedem Fall auf glatte, schneebedeckte Straßen, winterliche Verhältnisse und extreme Bedingungen vor.

Generell wirken die Lofoten gerade aus Bildern fast durchweg kälter, als es im Winter tatsächlich wird. Durch den bereits erwähnten Golfstrom halten sich die Minusgrade, bis auf wenige Ausnahmen, im Rahmen. Man sollte sich grundsätzlich auf Temperaturen bis minus zehn Grad vorbereiten, denn meistens erscheinen die Temperaturen durch den oft eisigen Wind etwas kälter. Daher solltet ihr unbedingt warme und winddichte Kleidung einpacken. Gerade beim Warten auf die Nordlichter kann es sonst schnell empfindlich kalt werden.

Unsere klare Empfehlung für den besten Reisemonat im Winter: März

Frühling auf den Lofoten

April – Mai

April Frühjahr auf den Lofoten - Beste Reisezeit Lofoten

Um es kurz zu machen: Je nördlicher man unterwegs ist, umso kürzer ist der Frühling. Mitunter verdrängt der Sommer in lediglich zwei Wochen den langen Winter. Einen klassischen, romantischen Frühling mit einer langen Blütezeit gibt es in dieser Form also nicht. Mit dem zumeist letzten Schnee des Jahres und einem graubraunen, verfilzten Gras, durchweg kalten Temperaturen sowie noch kahlen Bäumen, zählt der April auf gar keinen Fall zu den Favoriten für eine Reise auf die Lofoten.

Allerdings ist ab Ende April und besonders im Mai bereits die Mitternachtssonne zu erahnen. Die Nächte werden kaum noch richtig dunkel und es hält sich ein faszinierendes Dämmerlicht, welches perfekte Bedingungen für Fotografen bietet. Ab dem 26. Mai geht die Sonne nicht mehr unter und man kann die Mitternachtssonne auf den Lofoten erleben. Die Tage im Mai sind daher durchaus eine reizvolle Zeit, um einige Kontraste auf den Lofoten zu erleben. Auf den Berggipfeln liegt zumeist noch etwas Schnee, das Licht ist perfekt und man ist zumeist noch ziemlich allein auf den Lofoten unterwegs.

Der Preis dafür: Viele Anbieter von Aktivitäten und auch die meisten touristischen Betriebe haben aufgrund der geringen Nachfrage bis Mitte / Ende Mai noch geschlossen. Ebenso ist diese Zeit für Wanderungen denkbar ungeeignet. Im Inneren der Inseln versperren meist noch die Schneereste des Winters die Wege. An der Küste weicht hingegen das Schmelzwasser die Wege auf und macht sie fast durchweg schwer passierbar.

Camping in dieser Saison

Zudem ist in dieser Zeit daher auch das Risiko für Steinschläge und Lawinen überdurchschnittlich groß. Selbst die Europastraße E10 bei Flakstad war im April und Mai 2016 davon betroffen. Daher sollte man entsprechend vorsichtig sein und diese Unwägbarkeiten bei seiner Reiseplanung als auch Stellplatz-Auswahl berücksichtigen.

Frühjahr auf den Lofoten - Beste Reisezeit Lofoten

Ab 1. Mai öffnen die meisten kommunalen Entsorgungs- und Versorgungsstationen, sodass man mit dem Wohnmobil ohne weitere Probleme über die Lofoten reisen kann – auch wenn noch nicht alle Campingplätze wieder geöffnet sind. Die Straßenverhältnisse sind zudem in der Regel normal, bis auf wenige, unwetterartige Wintereinbrüche, die es bis in den Mai geben kann. Dann muss und sollte man eben mal einen Tag auf seinem Stellplatz verbringen.

Unsere klare Empfehlung für den besten Reisemonat im Frühjahr: Mai

Sommer und die Mitternachtssonne auf den Lofoten

Juni – August

Wanderung auf den Sukkertoppen (Zuckerhut) auf der Insel Senja (Norwegen)

Ohne Wenn und Aber ist der Sommer sicherlich die beste Reisezeit, wenn man die Lofoten intensiv genießen und alle Möglichkeiten nutzen möchte. Die Sonne geht fast zwei Monate (Mitternachtssonne vom 26. Mai – 17. Juli) nicht unter und so kann man die Lofoten jeden Tag 24 Stunden erkunden. Es wird einfach nicht dunkel und man muss sich zwingen, überhaupt zu schlafen. Zu verlockend ist es, nachts um 2.00 Uhr im goldenen Licht der tief stehenden Sonne auf einem Berggipfel zu stehen.

Nach einem quasi nicht vorhandenen Frühling leuchtet die Landschaft spätestens im Juli in den sattesten Farben und das saftige Grün der Landschaft wird man wohl nie wieder vergessen. Dazu kann man die langen, endlosen Tage perfekt für alle Aktivitäten auf den Lofoten nutzen: Kajakfahren, Radfahren, Angeln, Wandern und sogar auch zum Sonnen an einem der Traumstrände auf den Lofoten. Wenn man dann um 3.00 Uhr morgens immer noch am wärmenden Lagerfeuer unter blauem Himmel sitzt, ist das Urlaubsfeeling einfach perfekt.

Aber – natürlich habt ihr in der Regel diesen Wunsch nicht alleine. Daher muss man auch erwähnen, dass im Sommer die Lofoten aufgrund ihrer Attraktivität inzwischen von Touristen förmlich überrannt werden. Insofern wird es an vielen Stellen schwierig, freie Plätze zu erhalten, Campingplätze spontan bzw. spät am Tag anzusteuern oder auch auf einer der Fähren vom Festland sofort eine Überfahrt zu bekommen. Jegliche Spontanität wird dadurch natürlich stark eingeschränkt.

Camping und Reisen in dieser Saison

Quartiere in Hotels oder Rorbuern (Fischerhütten) sowie auch in einigen Campinghütten muss man daher sehr langfristig im Voraus buchen. Ebenso sollte man seine eventuell geplante Fährüberfahrt zumindest einen Tag im Voraus reservieren, um seine Anreise auf die Lofoten nicht in Stress ausarten zu lassen. Der Höhepunkt dieser sommerlichen Hauptsaison liegt dabei ganz besonders zwischen Mitte Juli und Mitte August (“Fellesferie” in Norwegen – Urlaubszeit für fast alle Norweger). Versucht, wenn möglich, diese Zeit zu meiden. Die norwegischen Medien berichten inzwischen über teilweise chaotische Zustände in diesem Zeitraum, wie auch in diesem Artikel.

Eine gute Alternative bietet sich daher quasi im Frühsommer, also im Juni oder eben dann etwas später, ab Mitte August an. Im Juni kann man die Mitternachtssonne in vollen Zügen genießen. Allerdings sind die Bedingungen für Wanderungen mitunter immer noch schwierig, weil die Wege vom Schmelzwasser nicht komplett abgetrocknet sind. Der August ist hingegen der perfekte Sommermonat für Wanderungen und ab Mitte des Monats wird es eben bereist deutlich ruhiger auf den Lofoten. Mit viel Glück kann man im Dämmerlicht der Nacht zum Monatsende die ersten Nordlichter tanzen sehen.

Die Campingplätze und alle anderen Einrichtungen auf den Lofoten sind jetzt in der Regel (meist von Anfang Juni – Anfang September) geöffnet. Allerdings zahlt man in der Hauptsaison auch die höchsten Preise. Ebenso ist es zudem schwer, ohne Reservierung eines der Angebote (Aktivitäten, Restaurants, Hotels, Campingplätze) zu nutzen.

Unsere klare Empfehlung für den besten Reisemonat im Sommer: Juni oder zweite Hälfte August

Beste Reisezeit auf den Lofoten: Der Herbst mit den ersten Nordlichtern

September – Oktober

Herbst auf den Lofoten- Boot im See - Beste Reisezeit Lofoten

Um den Touristenmassen im Hochsommer zu entgehen, sind wir bereits vor geraumer Zeit erstmals Anfang September für einige Wochen auf die Lofoten gefahren. Seitdem haben wir die Inselkette im Norden von Norwegen mehrmals im Zeitraum September – Mitte Oktober besucht und können festhalten: Für uns (!!) ist es die beste Reisezeit auf den Lofoten. Nachdem die Hochsaison vorbei ist, wird es deutlich ruhiger und entspannter auf den Inseln. Dazu ist die Luft klar, das Licht fast immer perfekt und die beginnende Herbstfärbung einfach unbeschreiblich.

An den Abenden kann man ab Ende August / Anfang September mit hoher Wahrscheinlichkeit die ersten Nordlichter des Jahres beobachten. Die Dämmerung nach dem Sonnenuntergang hält noch relativ lange an, sodass man nach einer Gipfelwanderung im Sonnenuntergang gut zurückfindet. Die meisten Betriebe und Anbieter im touristischen Bereich haben im September, bis auf wenige Ausnahmen, oft noch geöffnet oder zumindest nur leicht eingeschränkte Öffnungszeiten.

Die ersten Herbststürme schaffen zudem etwas Abwechslung und dramatische Wetterstimmungen. In der “Zeit der Regenbögen” lassen sich daher fast immer perfekte Bilder aufnehmen. Zudem sind – mit etwas Glück – die Berggipfel bereits mit dem ersten Neuschnee des Jahres gezuckert. Darüber hinaus explodieren im Herbst die Farben auf den Lofoten förmlich.

Herbst in Nordnorwegen Beste Reisezeit Lofoten
TIPP für eine perfekte Herbsttour: Im Abisko Nationalpark (Schweden) erreicht die Herbstfärbung aufgrund des dort herrschenden Kontinentalklimas deutlich früher ihren Höhepunkt. Insofern könnt und solltet ihr eure Anreise auf die Lofoten über Schweden (Kiruna und Abisko) planen, um dann der Herbstfärbung in Richtung Westen bis ans Ende der Lofoten zu folgen. So steigt die Wahrscheinlichkeit auf perfekte Herbstbilder mit unbeschreiblichen Farben und im besten Licht.

Camping im Herbst auf den Lofoten

Die meisten Campingplätze sind jetzt frei und gut verfügbar – ebenso wie die kommunalen Stellplätze in Reine oder Svolvær. Auch in den populären Spots zum Zelten an den Stränden finden sich jetzt viele freie Plätze und in abgelegenen Bereichen kann man ganz allein die gewaltige Natur genießen. Die Zeit ist daher auch perfekt, um im gefärbten Fjell zu wandern und Beeren oder Pilze zu sammeln. Dabei sollte und muss man aber berücksichtigen, dass im September die Jagdsaison in Norwegen beginnt. Daher immer helle Kleidung oder eine Warnweste tragen, um tödliche Verwechslungen zu vermeiden.

Spätestens, wenn ihr dieses Schild “Achtung Jagd” seht, wird es Zeit, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen:

Herbst auf den Lofoten Elch-Jagd - Beste Reisezeit Lofoten

Die Straßen sind durchweg gut zu nutzen und passierbar. Lediglich ein frühzeitiger, eher seltener Wintereinbruch kann für erschwerte Bedingungen sorgen. Nicht zu unterschätzen sind hingegen die Herbststürme auf den Lofoten, die zu dieser Zeit immer wieder einmal heftig über die Inseln fegen. Dann werden mitunter sogar die Brücken zwischen den Inseln gesperrt. Schaut daher immer in die Eingang genannten Wetterdienste und sucht euch frühzeitig einen geschützten Stellplatz – idealerweise nicht gerade am offenen Meer.

Solltet ihr nach der Tour über die Lofoten dann weiter in Richtung Nordkap reisen, sind hingegen auch bereits Schneeketten und eine weitere entsprechende Ausrüstung zu empfehlen.

Unsere klare Empfehlung für den besten Reisemonat im Herbst: Mitte September bis Mitte Oktober

Zusammenfassung und Fazit zur besten Reisezeit für die Lofoten

Wir hoffen, dass wir euch mit einigen statistischen Werten als auch unseren Erfahrungen und Empfehlungen bei eurer Entscheidung und Planung etwas unterstützen können. Fakt ist, dass es zu jeder Jahreszeit sehr empfehlenswerte Zeiträume für eine Reise auf die Lofoten gibt. Letzten Endes wird es immer darum gehen, was ihr zu dieser Zeit erwartet, plant und vorhabt. Noch deutlicher ist hingegen eigentlich nur, dass es in der Regel keine so gute Idee ist, im April oder von Ende Oktober bis zum Jahresende auf die Lofoten zu reisen.

Ansonsten gilt wie immer und überall: Wetter ist immer und eigentlich muss man sich nur richtig darauf vorbereiten. Gerade auf den Lofoten ist der nächste sonnige Platz oder Ort entweder nur einen Tunnel oder eine kurze Fahrt entfernt. Versucht also flexibel zu bleiben und eure Route über die Lofoten auch immer etwas abhängig von der Prognose der eingangs erwähnten Wetterdienste zu fahren. Oft genug wurde bei uns auf diese Weise aus einer ursprünglich geplanten Ost<>West Durchquerung dann doch eine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung – immer mit dem schönen Wetter im Rücken…

Und sollte der nächste Regenschauer selbst in der besten Reisezeit auf den Lofoten unausweichlich sein: Hier haben wir für euch gleich noch einige Tipps für Unternehmungen bei schlechtem Wetter auf den Lofoten zusammengestellt.

Nordlichter auf den Lofoten - Beste Reisezeit Lofoten
Nordlichter im September

Habt ihr noch Fragen oder weitere, andere Tipps für unsere Leser…? Oder wollt ihr uns einfach ein Feedback zu unserem Beitrag “Beste Reisezeit Lofoten” geben…? In jedem Fall freuen wir uns jederzeit über eure Kommentare und Feedbacks unter diesem Beitrag.

Alle erschienen Beiträge über die Lofoten haben wir übrigens im nebenstehenden PDF Guide für euch zusammengefasst. Dieser kann im Shop erworben werden.

Literaturtipps für deine Lofoten-Reise

Reiseführer InselTrip Lofoten

Reise Know-How – Auflage 2019

Der Reiseführer für Norwegen

Lonely Planet – Auflage 2018

50 Outdoor – Highlights Lofoten

Thomas Kettler – Auflage 2019

Lofoten 60 Touren

Rother Bergverlag – Auflage 2019

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Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren inzwischen über dreißig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Unseren Reiseblog Nordlandblog entwickeln und schreiben wir mit viel Liebe und Herzblut, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich ebenfalls dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

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