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Insider-Tipps für deine (erste) Reise – Auto / Verkehr / Maut in Norwegen

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Zur Planung einer Reise nach Norwegen gehören natürlich auch die Fragen: Was gibt es im Land zu beachten, wenn ich mit dem Auto/ Van/ Wohnmobil oder mit einem Gespann unterwegs bin? Wie ist das mit der Maut? Wie sind die Straßenverhältnisse? Die Antworten darauf und viele weitere Informationen findet ihr in diesem Beitrag, den wir in diese drei Abschnitte unterteilt haben:

Auf den Straßen von Norwegen unterwegs

Die Besonderheiten in Norwegen

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Schild „Ausweichbucht“

Fernab der Europastraßen, gerade an der Küsten und an den Fjorden, können die norwegischen Straßen recht schmal und kurvenreich sein. Wenn dann zwei größere Fahrzeuge aufeinander treffen, kann es schon einmal sehr eng werden (wie auf unserem Bild vom berühmt berüchtigten Trollstigen zu sehen).
In diesen Situationen kann es schon einmal die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn geben. Zum Glück gibt es auf den engen Strassen immer wieder Haltebuchten, die meistens mit einem weißen M auf einem blauen Verkehrsschild gekennzeichnet sind.

Fahrzeiten

Grundsätzlich ist man auf Norwegens Straßen wesentlich langsamer unterwegs als zum Beispiel in Deutschland. Die Höchstgeschwindigkeiten, die kurvenreichen Strecken und auch die oftmals gegebenen Bedingungen lassen schnellere Fahrten meist nicht zu. Eine Entschleunigung beginnt dadurch zwangsläufig schon auf den ersten Metern im Land… Berücksichtigt bei eurer realistischen Planung daher, dass man in Norwegen für 100 Kilometer Fahrstrecke mit zwei Stunden kalkuliert.

Aus eigener Erfahrung möchten wir euch darauf hinweisen, dass bei längeren Strecken an der Küste mit vielen Fährverbindungen sehr viel zusätzliche Zeit einzuplanen ist. Gerade wenn man eine der Fähren zurück nach Dänemark oder Deutschland zu einer festen Zeit erreichen muss, sollte man immer einen ausreichenden Zeitpuffer auf dieser Tour haben. Google Maps als auch eure Navigation können nicht mit den Abfahrtzeiten der Fähren im Inland kalkulieren. Das bedeutet, dass die angezeigte Ankunftszeit sehr oft nicht stimmt. Auf diese Weise durften wir bereits einmal einer gebuchten Fjordline-Fähre in Stavanger nur noch hinterher winken. Passiert uns garantiert nicht noch einmal… 🙂

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Ein Bus und ein Wohnmobil auf dem Trollstigen – schon geht nichts mehr

Tunnel

Norwegen ist aufgrund seiner Landschaft das Land der Tunnel. Über 900 Verkehrstunnel, darunter der längste Straßentunnel der Welt, verbinden die Orte im Land. Dabei findet man vom unglaublichen Hightech-Tunnel unter dem Meer bis zum einfachen Felstunnel alle Varianten. Die älteren, ganz einfachen Tunnel können teilweise noch ohne Beleuchtung und einspurig sein.

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Mitunter findet man in den Tunneln sogar Kreisverkehre oder unterirdische Parkhäuser. Vor jedem Tunnel befindet sich ein Hinweisschild, wie lang dieser ist. Über eine Ampel wird meist signalisiert, ob man in den Tunnel hineinfahren darf, oder dieser gerade gesperrt ist.

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Brücken

Dort, wo weder Tunnel noch Fähre vorhanden sind, verbinden oft riesige, beindruckende Brücken die Ortschaften. Diese überqueren teilweise ganze Meeresarme oder Fjorde und sind bei starkem Sturm auch schon mal gesperrt. Über eine Ampel wird angezeigt ob das Befahren derzeit möglich bzw. erlaubt ist. Wir standen aber auch bereits vor geschlossenen Brücken, die in der Nacht einfach nur aufgrund von Bauarbeiten gesperrt waren.

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Imposante Brücken findet man im ganzen Land

Bergpässe

Steile Gebirgspässe stellen in Norwegen sowohl für die Fahrer als auch die Fahrzeuge oftmals eine besondere Herausforderung dar, da diese Passagen sehr häufig ein starkes Gefälle haben und dazu sehr kurvenreich sind. Bergpässe können aufgrund der Wetterverhältnisse sporadisch geschlossen werden, vor allem bei starkem Schneefall oder Wind. Informationen dazu findest du hier: Verkehrsmeldungen – übersichtlich in einer Karte. Bitte beachte dabei, dass Schnee und Frost in höheren Lagen selbst dann auftreten, wenn im Tiefland sommerliche Temperaturen herrschen – das gilt vor allem für April und Anfang Mai sowie für September bis Oktober.

In unserem Beitrag zum Wintercamping in Norwegen, findest du dazu weiterführende Informationen, wenn es um die speziellen Bedingungen im Winter geht.

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Bei langen Abfahrten auf den Pässen können deine Bremsen leicht überhitzen. Wähle daher immer einen niedrigen Gang (denselben Gang, den du bei der Fahrt bergauf verwenden würdest). Dadurch mußt du seltener und nicht so hart bremsen.

Wundert euch im Übrigen nicht, wenn ihr im Winter mithilfe von Google Maps eure Sommertour planen möchtet. Oft werdet ihr offensichtlich über Umwege geschickt. Das liegt daran, dass Google Maps im Winter die zu dieser Zeit gesperrten Pässe berücksichtig und nicht wissen kann, dass ihr bereits für den nächsten Sommer schaut… (Allerdings könnt ihr dann tatsächlich das Datum bei Google Maps auf die Zeit eurer geplanten Reise anpassen und damit alle Straßen und Pässe mit in die Planung einbeziehen. Vielen Dank für den / Kommentar Hinweis an Roland aus der Schweiz)

Baustellen

In Norwegen wird viel und oft gebaut. Bestehende Straßen, Tunnel und Brücken werden instand gehalten oder neue Verbindungen geschaffen. Daher solltest du immer und jederzeit mit Einschränkungen oder gerade auch in der Nacht mit Vollsperrungen rechnen. Diese werden meist auf großen neongelben Schildern am Straßenrand oder vor den Bauwerken angekündigt. Die Angabe von Datum und Uhrzeit sowie das norwegische Wort „stengt“ (sinngemäß „geschlossen“) lassen drauf schließen, dass hier zur angegebenen Zeit gesperrt sein wird. Das ist besonders wichtig, wenn du durch Tunnel oder Brücken auf entlegene Inseln fährst oder eine Fähre bzw. deinen Flieger erreichen musst. Im Zweifelsfall gibt es dann kein Durchkommen.

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„Stop – warte auf das Leitfahrzeug“ vor einem Tunnel im Gebirge

Eine weitere Besonderheit ist das Management der Baustellen in Norwegen. Es gibt dabei die bekannte Ampelregulierung, mit der man den Verkehr einspurig durch die Baustelle leitet. Eine weitere, weniger bekannte Variante ist das reguläre Baustellenschild mit dem Zusatz: „Manuell trafikk-dirigering“. In diesem Fall wird der Verkehr manuell geregelt und man tut gut daran zu warten, bis man aufgefordert wird weiterzufahren.

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Diesem Leitfahrzeug folgen wir nunmehr in einer Kolonne durch den Tunnel

Sehr oft trifft man auf eine spezielle norwegische Variante: Die Fahrt in Kolonne mit einem „Ledebil“ („Leitauto“ zu gut deutsch). Diese wird nicht nur für Baustellen sondern auch im Winter für verschneite Pässe und gefährliche Straßen genutzt. Die Straße ist in der Regel vorerst gesperrt (durch Schild, Ampel oder einen Mitarbeiter vom Straßendienst) und ein Schild „STOPP Vet på ledebil“ weißt daraufhin, dass man auf das „Ledebil“ warten muss. Dieses „Ledebil“ wird dann die Kolonne als erstes Fahrzeug anführen und alle sicher durch den entsprechenden Abschnitt bringen.

Tiere

Auf Tiere sollte man auf Norwegens Strassen besonders achten und auch jederzeit damit rechnen. Schafe, Ziegen, Rentiere und auch Elche kreuzen oft unerwartet die Straße. So schön das oft ist, so kann es doch zu der einen oder anderen Schrecksekunde führen.

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Selbst auf der Europastraße trifft man auf Ziegenherden

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Sehenswürdigkeiten

Norwegen ist zweifelsohne wunderschön und daher oft der Weg auch das Ziel. Hinter jeder Kurve bieten sich neue Ausblicke, Überraschungen und Fotomotive. Ein weiterer Grund, warum man so langsam vorankommt. Dennoch gibt es darüber hinaus noch besondere Routen und Strecken durch einzigartige Landschaften sowie Schilder, die auf besondere Attraktionen hinweisen.

Ein besonderes Highlight sind dabei die 18 wunderschönen Landschaftsrouten in Norwegen. Das sind besonders ausgebaute Straßen mit guten Rastplätzen, Aussichtspunkten und Attraktionen, die durch atemberaubende Landschaften führen. Bei einer Rundreise solltest du daher unbedingt versuchen, einige dieser Routen einzuplanen. Es lohnt sich in jedem Fall. Auf der deutschsprachigen Homepage dieses Projektes findest du alle weiteren Details und Sehenswürdigkeiten entlang dieser Strecken.

Unabhängig davon gibt es auch auf fast allen anderen Wegen und Straßen jede Menge zu entdecken. Immer wenn ihr dieses Symbol am Straßenrand seht, ist die nächste Sehenswürdigkeit nicht mehr weit.

Insider-Tipps für deine (erste) Reise - Auto / Verkehr / Maut in Norwegen - Wohnmobil, Van, Perfekte Reise, Maut, Auto - norwegen-ratgeber -Das kann ein Wasserfall, eine alte Farm oder eine Stabkirche sein. Es lohnt sich oftmals, dem Schild zu folgen und zu schauen, was sich genau hier hinter diesem Symbol verbirgt. Wir haben auf diesem Weg schon viele Sehenswürdigkeiten entdeckt, die nicht in jedem Reiseführer stehen oder an denen wir sonst vorbei gefahren wären.

Die Norweger sind eigentlich ganz entspannte Autofahrer und damit das auch so bleibt, sollten wir Touristen uns so rücksichtsvoll wie möglich im Land fortbewegen. Auf Norwegens Straßen wird in der Regel nach dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme gefahren. Bin ich als langsamer als die Anderen unterwegs, lasse ich also den oder die Schnelleren vorbei (da es oft nur wenige Überholmöglichkeiten gibt). Zum Fotografieren sucht man sich daher auch eine geeignete Haltebucht, um Niemanden unnötig zu behindern.

Wir lassen schnellere Autofahrer grundsätzlich vorbei, denn so läßt sich die Schönheit des Land viel besser und ganz entspannt genießen.

Parken

Besonders das Parken in den Städten kann mittlerweile zur Herausforderung werden, vor allem für größere Wohnmobile. Auch in Norwegen fallen inzwischen auf den meisten Parkplätzen in den Städten Parkgebühren an. Grundsätzlich gilt: Je näher man am Zentrum parkt, umso teurer wird der Platz. Mit großen Fahrzeugen kann man es in Hafenstädten am besten in Hafennähe probieren. Oftmals steht dort ein größerer Parkplatz zur Verfügung. Auf vielen Plätzen findet man den Hinweis: „Max. 2 times“. Das bedeutet, dass die maximale Parkdauer hier zwei Stunden beträgt.

Falschparken solltet du vermeiden, da dafür ebenfalls hohe Bußgelder fällig werden und das Auto mitunter sogar kostenpflichtig abgeschleppt wird. Auch in Norwegen sollten Wertgegenstände nicht mehr offen sichtbar im Auto oder Wohnmobil herum liegen.

Spartipp: Mit einer der in Norwegen weit verbreiteten Park-Apps läßt sich minutengenau die Parkzeit bestimmen bzw. nutzen und so bares Geld sparen: Mehr Infos dazu demnächst in unserem Beitrag mit allen Spartipis für Norwegen.

Camping und Autogas / LPG

Zu diesen Themen haben wir aufgrund der umfangreichen Informationen einen separaten Beitrag verfasst, den du hier findest: Insider-Tipps für deine (erste) Reise – Teil 5: Wohnmobil / Camping in Norwegen

Norwegen und die Maut…

Das Mautsystem in Norwegen (Stand Anfang 2019)

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Wie läuft das mit der Maut in Norwegen? Wer muss sie zahlen? Was muss man beachten?  Fragen mit denen wir uns zwangsläufig schon oft beschäftigt haben. Um es vorwegzunehmen: Wenn du mit deinem privaten Fahrzeug nach Norwegen fährst, musst du rein formal eigentlich gar nichts unternehmen. Die automatischen Mautstationen kann man einfach durchfahren und man muss keine Angst haben, eine Strafe oder zusätzliche Gebühren zu kassieren. Hat man eine Mautstation passiert, bekommt man nach einiger Zeit (kann bis zu sechs Monate dauern) eine Rechnung vom britischen Dienstleister EPC PLC nach Hause geschickt. Allerdings sollte man die Rechnung dann schnellstmöglich überweisen, da nach Ablauf der Fälligkeit hohe Mahngebühren zu zahlen sind.

Es empfiehlt sich dennoch aus verschiedenen Gründen, sein Fahrzeug vor der Reise zu registrieren oder eine Chip zu bestellen, auch wenn es für private Fahrzeuge tatsächlich nicht verpflichtend ist. Auf die Gründe, die dafür sprechen, werden wir gleich noch eingehen. Für gewerblich genutzte Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, also auch entsprechende Wohnmobile die auf die jeweilige Vermietungsfirma zugelassen sind, gibt es allerdings eine Chippflicht, die wir hier ebenfalls noch erläutern.

In Norwegen herrscht keine generelle und durchgängige Maut- oder Vignettenpflicht. Es sind hauptsächlich neue Bauprojekte, wie Autobahnen, Tunnel, Brücken oder auch anspruchsvolle Straßenprojekte, die gebührenpflichtig sind. Momentan gibt es etwa 230 Mautstellen, die im ganzen Land verteilt sind.

Auf unseren ersten Norwegen Reisen gab es noch manuelle Mautstationen. Doch mittlerweile wird auf fast allen Straßen die anfallende Maut für das jeweilige Fahrzeug elektronisch erfasst und anschließend automatisch abgerechnet. Also wenn ihr ein Schild seht mit der Aufschrift „Automatisk bomstasjon“ oder „Automatic toll“ ist das der Hinweis, dass auf diesem Streckenabschnitt, im Tunnel oder auf der Brücke eine Abgabe fällig wird. Sobald allerdings die Kosten für das jeweilige Bauprojekt nach einige Jahren wieder eingenommen sind, wird in vielen Fällen die Maut an dieser Stelle wieder abgeschafft. In den Städten verhält es sich allerdings oft anders, da hier inzwischen auch Umweltthemen und von der Tageszeit abhängige Durchfahrten eine Rolle spielen.

Es gibt verschiedene und voneinander unabhängige Abrechnungssysteme bzw. Möglichkeiten, um sich für das Mautsystem in Norwegen zu registrieren, Rabatte zu erhalten und die Abrechnung automatisch erledigen zu lassen:

Registrierung und Abrechnung über EPC PLC

Vor Reiseantritt kann man sich bei EPC PLC registrieren. So hat man eine bessere Übersichtlichkeit und man erhält nicht für jede Mautstation eine gesonderte Rechnung. Den Rechnungsbetrag kann man dann bequem überweisen oder man läßt den fälligen Betrag einfach von seiner Kreditkarte abbuchen, deren Daten man bei EPC PLC hinterlegen kann. Das hat unter anderem den Vorteil, dass man als Fahrer seine Daten angeben und und hinterlegen kann, so dass man selbst und nicht (erst) der Fahrzeughalter die Post / Rechnungen bekommt. Das ist oft bei Firmenwagen und in Deutschland gemieteten Fahrzeugen sinnvoll oder sogar notwendig.

Ein weiterer Punkt, der für eine Registrierung spricht, ist die Tatsache, dass Oslo seit Oktober letzten Jahres eine Umweltdifferenzierung eingeführt hat. Ist man nicht mit seinen korrekten Fahrzeugdaten (Hubraum / Gewicht) registriert, zahlt man automatisch den Höchstbetrag und damit mehr als notwendig. Das System weiß ja nicht, ob dein Wohnmobil leichter als 3,5 Tonnen ist und berechnet daher den Höchstbetrag, wenn du nicht vorher die korrekten Daten registriert hast. Registrieren kann du dich hier: Mit EPC Registrieren.

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Der Weg ist in Norwegen das Ziel

 Registrierung und Abrechnung mit dem Chip von AutoPass

AutoPass ist das norwegische staatliche System der automatischen Maurerhebung und damit eine Alternative zu EPC PLC. Du musst und solltest dich daher für EINE von beiden Varianten entscheiden. Vorteil vom AutoPass-System: Der kleine Chip kann im Rahmen des europäischen EasyGo-Verbundes ebenso im benachbarten Schweden sowie in Dänemark zur Mautabrechnung genutzt werden. Du bewegst dich also mit diesem Transponder sehr frei in ganz Skandinavien. In Zukunft sind noch weitere Funktionalitäten für den Chip geplant, wie eine Verknüpfung mit der neuen Ferjekort. Mehr Informationen dazu findest du in unserem Beitrag zum Thema Fähren in Norwegen.

Ist man aber eigentlich verpflichtet, einen Chip zur automatischen Erfassung an Bord zu haben?

Nein!! ABER nutzt man ein Fahrzeug, dass laut Zulassung über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht hat, auch gewerblich, so ist der Chip vorgeschrieben (auch für Touristen). Daher benötigst du auch einen Chip, wenn du mit einem Mietwohnmobil (über 3,5 Tonnen) unterwegs bist, welches auf die Firma des Vermieters zugelassen ist. Bei Nichtbeachtung wird eine Strafe von 8000 NOK fällig. Hast du das Fahrzeug / Wohnmobil von einer Privatperson gemietet, gilt diese Vorschrift also nicht.

Um an den AutoPass Chip zu kommen, muss man einen Vertrag mit dieser Behörde abschließen. Die kleine Box wird dann per Post, mit einer Anleitung wie der Chip im Auto angebracht werden muss, zugesandt. Für den Chip wird eine Kaution von 200 NOK (etwa 20 Euro) fällig. Diese Leihgebühr wird erstattet, sobald der Vertrag gekündigt ist und der Chip zurückgeschickt wurde.

Die Mautbebühr wird in zwei Tarifgruppen eingeteilt:

Tarifgruppe 1 – Alle Fahrzeuge bis 3,5 t und Fahrzeuge mit der Klasse M1. Wohnmobile und große Pkws gehören auch zur Klasse M1.
Tarifgruppe 2 – Fahrzeuge über 3,5 t, außer sie gehören zur Klasse M1.

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Die Gebühren sind regional in ganz Norwegen recht unterschiedlich und können in der Tarifgruppe 1 zwischen 10 NOK und 150 NOK sowie in der Tarifgruppe 2 zwischen 10 NOK und 595 NOK variieren. In der Regel wird aber eine Abgabe zwischen 20 bis 40 NOK fällig (für die Tarifgruppe 1), was in etwa 2,- bis 4,- € entspricht.

Hat man einen Vertrag mit AutoPass geschlossen und den Chip ordnungsgemäß angebracht, erhält man teilweise Rabatte von den regionalen Mautgesellschaften. Zusätzlich erhält man oft einen Chiprabatt von bis zu 10 % an den meisten Stationen: Straßen und Mautgesellschaften – Übersicht über Tarife und Rabatte

Auch Wohnmobilfahrer sollten über den AutoPass nachdenken. Denn nur so zahlt man trotz eines Gewichtes von über 3,5 Tonnen lediglich die Gebühr, die auch ein PKW zahlt.

 Abrechnung über den dänischen Chip von BroBizz

BroBizz ist ein weiteres skandinavisches Abrechnungssystem aus Dänemark. Auch hier kann man sich vorab registrieren und einen Chip bestellen. Man erhält für 200 DKK Kaution (etwa 30 Euro) einen Chip, den man ebenfalls an der Frontscheibe anbringen muss. Genau wie mit dem AutoPass kann man mit dem BroBizz einige Mautermäßigungen erhalten, die aber auch hier der jeweilige Betreiber festlegt. Die Überfahrt einiger Fährstrecken und Brücken ist ebenfalls günstiger. Überquert man zum Beispiel die Öresundbrücke erhält man 8% Ermäßigung. Mit einem entsprechenden Zusatzvertrag von BroPas kann man dabei aber noch wesentlich mehr sparen. Insofern ist die Kombination BroBizz und BroPas besonders und eigentlich auch nur dann sinnvoll, wenn man ohnehin über den Landweg und damit über die Brücken nach Norwegen fahren möchte. Mehr dazu in unserem Artikel: Insider-Tipps für deine (erste) Reise nach Norwegen – Teil 1: Die Anreise

Hat man ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen, sollte man in jedem Fall über dieses System oder eben den AutoPass nachdenken, da man so nur die Preise wie ein PKW bezahlt. Um bei dem BroBizz in diesen Genuss zu kommen, muss man eine Kopie des Fahrzeugscheins per E-Mail an kundeservice@brobizz.com schicken. Erst dann wird zukünftig der korrekte Gebührensatz in Abzug gebracht.

BroBizz EasyGo+ Privat ist eine Weiterentwicklung vom normalen BroBizz. Der Chip kann außerdem in Österreich genutzt werden und berechnet selbständig den zuzahlenden Preis nach Gewicht, Land und Umweltzone. Mehr dazu hier.

Weitere Informationen und Wissenswertes zu diesem Thema

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Der Atlanterhavsveien (Atlantikstraße) – eine der schönsten Straßen in Norwegen

Insider-Tipp:

Vor Reiseantritt nach Norwegen solltet du unbedingt das Kartenmaterial deines Navigationsgerätes aktualisieren. Wenn du dann bei den Routenkriterien „Mautstrassen umfahren“ aktivierst, lassen sich so unter Umständen einige Kronen sparen. Vielleicht ist aber auch ein Straßenbau-Projekt bereits refinanziert und die Maut wurde abgeschafft. So sparst du dir mit aktuellem Kartenmaterial den Umweg. Doch manchmal gibt es aber leider keine sinnvolle Alternative, oder der Umweg ist so groß, dass es sich einfach nicht lohnt.

Motorradfahrer:

Für Motorräder besteht keine Mautpflicht in Norwegen. Ausnahmen davon: Die Durchfahrt durch den Atlanterhavstunnel bei Kristiansund und natürlich die Fähren im Land.

Mietwagen:

Man kann Norwegen natürlich auch mit einen Leihwagen erkunden. Gerade wenn man im „Hohen Norden“ unterwegs ist, kann das eine lohnenswerte Alternative sein. Man spart die lange Anreise und damit viel Geld und vor allem Zeit. Autovermietungen findest du hauptsächlich in Flughafennähe. Hier gilt einmal mehr: Lieber früher als zu spät buchen. Gerade in der Hauptsaison sind oft nur noch sehr große und teure Modelle vorhanden. Ebenso solltest du darauf achten, den Leihwagen an der selben Station zurückzugeben. Die Einweg-Miete ist in Norwegen sehr, sehr kostenintensiv (wie wir am eigenen Leib erfahren durften).

Tipp: Alle Mietwagen haben einen Chip von AutoPass im Leihwagen. Damit solltest du lediglich nur noch klären ob die Mautkosten im Preis inkludiert sind. Mietwagen findest du zum Beispiel hier.*  (* Affiliate Link / mehr dazu im Impressum)

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Was wird meine Reise kosten? Der Bompenger Kalkulator:

Falls du dir im Vorfeld einen Überblick über die Mautkosten auf der geplanten Strecke verschaffen möchtest, kann dir dieses Tool von vegamot.no dabei extrem behilflich sein. Du gibst einfach deine Route ein und kannst alle Gebühren bzw. die Maut dafür berechnen lassen. Die Seite ist in norwegisch und englisch verfügbar.

Bomveg

Eine Gebühr kann in Norwegen auch für Privatstraßen erhoben werden. Dort wo der Mastweg (Bomveg) beginnt, findest man meist einen kleinen Unterstand. Manchmal gibt es aber auch nur einen Metallkasten oder Schüler kassieren in der Hochsaison. In jedem Fall kann man sich vorab über die Nutzungskosten informieren. Möchte man den Weg benutzen, füllt man ein Formular mit Namen, KFZ-Kennzeichen und Datum aus. Der Durchschlag wird gut sichtbar auf das Armaturenbrett platziert. Das Geld mit dem Formular wirft man in einem Briefumschlag in die dafür vorgesehene Kassette. Deshalb ist es sinnvoll, immer etwas Bargeld dabei zu haben, auch wenn man sonst in Norwegen fast alles mit Kreditkarten bezahlen kann.

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Vorschriften in Norwegen

Reifen

Nicht nur bei Kälte oder rutschigen Straßen: Abgefahrene Reifen stellen immer ein Sicherheitsrisiko dar, selbst auf trockenen Straßen. Im Sommer muss das Reifenprofil mindestens 1,6 Millimeter betragen, im Winter mindestens 3 Millimeter. Die Nutzung von Spikereifen ist in Norwegen zwischen dem 1. November und dem ersten Sonntag nach dem Ostersonntag erlaubt. In den Regionen Nordland, Troms und Finnmark im Norden des Landes sind Spikereifen noch länger, nämlich im Zeitraum vom 15. Oktober bis 1. Mai zugelassen. Spikereifen dürfen auch außerhalb dieser Fristen genutzt werden, wenn die Wetter- und Straßenbedingungen es erfordern.

Wenn du für ein Auto unter 3,5 Tonnen Spikereifen verwendest, müssen diese auf allen Rädern angebracht werden. Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen oder mehr, müssen bei erwarteter Eisbildung oder Schneefall zumindest mit Schneeketten ausgestattet sein. Die Schneeketten müssen den Reifen entsprechend angepasst sein. Spikereifen können in Skandinavien auch gemietet werden.

Zur Information: In Oslo und Trondheim wird für das Fahren mit Spikes (Piggdekk) im Stadtgebiet eine Gebühr verlangt.

Geschwindigkeit

Insider-Tipps für deine (erste) Reise - Auto / Verkehr / Maut in Norwegen - Wohnmobil, Van, Perfekte Reise, Maut, Auto - norwegen-ratgeber -Das Tempolimit liegt außerorts bei 80 Kilometer pro Stunde. Innerorts sind wie in Deutschland 50 km/h erlaubt (solange keine andere Geschwindigkeit angegeben ist). Auf einigen Schnellstraßen und Autobahnen kann auch schon mal eine Geschwindigkeit von 110 km/h erlaubt sein. Schwere Fahrzeuge und Autos mit Wohnwagen oder Anhängern dürfen eine Geschwindigkeit von 80 km/h nicht überschreiten, unabhängig vom jeweils geltenden Tempolimit. Hat der Wohnwagen oder Anhänger keine Bremsen, reduziert sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit sogar auf 60 km/h.

Lichtpflicht

Das Fahren mit Abblendlicht – auch am Tag – ist für alle Verkehrsteilnehmer gesetzlich vorgeschrieben.

Warnwesten

Anders als in Deutschland gibt es in Norwegen eine Warnwestenpflicht. Wenn du nach einem Unfall oder einer Panne dein Auto verläßt, musst du eine Warnweste* tragen. (* Affiliate Link / mehr dazu im Impressum)

Alkohol

In Norwegen liegt die Grenze bei 0,2 Promille. Ab 0,4 Promille drohen eine drastische Geldstrafe und ein Fahrverbot. Bei 0,5 Promille kann es sogar zu einer Haftstrafe kommen.

VerkehrskontrollenInsider-Tipps für deine (erste) Reise - Auto / Verkehr / Maut in Norwegen - Wohnmobil, Van, Perfekte Reise, Maut, Auto - norwegen-ratgeber -

Die gute Nachricht: Blitzer in Norwegen werden vorher angekündigt, ebenso wie Abschnittskontrollen (Ermittlung der Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer längeren Strecke)

Genau wie in Deutschland wird aber auch im Königreich gelasert. Bei unseren Reisen ist uns aufgefallen, dass diese mobilen und sporadischen Geschwindigkeitskontrollen zunehmen. Vorsicht! Auf manchen Strecken hält man es nicht für möglich, dass hier eine Geschwidigkeitskontrolle stattfindet. Auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt halten die hartgesottenen norwegischen Polizisten nicht davon ab, sich mit der Laserpistole hinter einem Schneehaufen zu verstecken.

Wir haben es uns daher angewöhnt, die Geschwindigkeiten peinlich genau einzuhalten. Warum seht ihr hier:

Auszug aus dem norwegischen Bußgeldkatalog

Vergehen Bußgeld in Euro (Umrechnungskurs 9)

Verkehrsregeln in Norwegen – Der Bußgeldkatalog zu Licht, Maut und Co.

  • 20 km /h zu schnell ab 375 Euro
  • Über 50 km/h zu schnell ab 900 Euro
  • Handy am Steuer 135 Euro
  • Promillegrenze von 0,2 am Steuer überschritten ab 520 Euro
  • Ohne Abblendlicht gefahren ab 250 Euro
  • Rotlichtverstoß 570 Euro
  • Vorfahrt missachtet ab 600 Euro

Quelle: Bußgeldkatalog 2019

Wir hoffen, euch damit einen vollständigen und verständlichen Überblick gegeben zu haben. Haben wir etwas vergessen? Hast du spezielle Fragen zu diesem Thema? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

38 Kommentare

  • Hallo,
    vielen Dank für die tollen Berichte und interresanten Infos auf eurer Site.
    Trotzdem habe auch ich Fragen zu Maut und Fähren:
    Wir fahren im August mit einem Mietcamper (3,5t, 5,99m) via den Brücken und Schweden nach Norwegen.
    d.h. BroBizz mit BroPass wird am sinnvollsten sein, oder?
    Ist es möglich das Fahrzeug erst am Samstag nachmittags zu registrieren und gleich über die Brücken zu fahren, oder dauert dies?
    zu den Fähren/Ferjekort:
    Falls am Camper ein unbenutzter Fahrradträger montiert ist (also länger als 6.01m), wie wird in Norwegen damit umgegangen?
    Bekomme ich eine Ferjekort ohne vorher die Autonummer zu wissen?

    • Hei Arno,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar und das tolle Feedback zu unserem Nordlandblog. Nun aber zu deinen Fragen , die wir gern beantworten wollen. Wenn ihr über die Brücken fahrt, ist eine Kombination aus BroPas und BroBizz für alle Mautabrechnungen (auch in Norwegen) am Sinnvollsten. Allerdings musst du dich deutlich vorher anmelden und registrieren, da du den BroBizz ja zugesendet bekommst und dann als elektronischen Schlüssel auf der Reise mitführen musst. Für die frühzeitige Registrierung verwendest du dein privates Autokennzeichen und änderst kurz vor der Fahrt dieses in deinem BroPas Kundenkonto auf das Kennzeichen vom Mietwagen, sobald du dieses hast. Bei der Ferjekort verhält es sich ähnlich und hier hast du auch nur eine Chance, die Karte vor der Reise im Briefkasten zu haben, wenn du wenigstens (!!) 14 Tage vorher beantragst, denn hier musst du ja auch noch vorab die 3500 NOK zum Aufladen der Karte überweisen. Auch hier hast du dann einen Kundenaccount, in dem du deine Daten und das Profil pflegen und bearbeiten kannst.
      Die Länge vom Wohnmobil sollte und wird in Norwegen kein Problem sein. Die Jungs sind dort entspannt und wir haben mit genutztem Fahrradträger bisher lediglich bei etwa 20 Fähren einmal Überlängen-Aufschlag gezahlt. Also insofern ist alles gut. Wo du aufpassen musst, sind die Brücken, da dort für die Maut automatisch / elektronisch gemessen wird und diese Messungen ohnehin oft nicht ganz stimmen. Wir kenne viele, die sich das Geld dann wiederholen mussten und konnten. Dazu schaust du dann aber in dein BroPas Konto und siehst dort, was berechnet wurde 😉
      Wir hoffen, das hilft fürs Erste…
      Liebe Grüße aus (derzeit) Dänemark,
      Conny und Sirko

  • Hallo in die Runde,
    wir haben uns vorhin bei dem AutoPass regestriert. Wir haben ein Wohnmobil, welches leichter als 3,5t ist. Dementsprechend haben wir bei der Registrierung M1 ausgewählt. Auf der AutoPass My Page ist nun unter Vehicle weight class „Light Vehicle“ eingetragen!? Kann das sein oder ist das ein Fehler? Muss das geändert werden?
    Schonmal danke im Voraus…

    LG Nadine & Johnny

    • Hei ihr Beiden,

      bei der Beantwortung der Kommentare sehen wir gerade, dass ihr ja quasi schon vollendete Tatsachen geschaffen habt… 🙂 In jedem Fall ist „Light Vehicle“ richtig, denn es ist ja M1 und erfüllt damit genau den Zweck – nämlich nicht mehr als nötig zu bezahlen.

      Liebe Grüße,
      Conny und Sirko

  • Hallo Conny und Sirko,

    zunächst einmal vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung…
    Wir haben nun Einiges gelesen und auch die Kommentare studiert
    und würden gerne wissen wollen,
    ob wir es richtig verstanden haben, bevor wir uns bei den verschiedenen Gesellschaften anmelden.

    Wir möchten ca. 2 – 3 Monate mit unserem WoMo (5,99 Meter und unter 3,5 Tonnen) in Dänemark, Schweden, Finnland und vor allem Norwegen unterwegs sein.
    Über die Anreise haben wir noch nicht final entschieden,
    aber aufgrund der langen Reisezeit würde es sich aus unserer Sicht schon anbieten,
    die Brückenkombi zu nehmen.

    Ist es alos richtig, sich hierzu am Besten über Brobizz mit Kombivertrag für die Brücken anzumelden, da

    Vorteil Brobizz:
    – Chibabrechung der Maut in allen Ländern möglich
    – Kreditkarten einzug möglicg

    Vorteil Brückenkombi:
    – höchst möglicher Rabatt für die Brückenüberquerung, jedoch keine regionale Rabattierung der Mautstrassen in Norwegen

    Hier aber unsere Frage, deren Antwort wir bis dato nicht finden konnten:
    Ist eine Anmeldung bei der AutoPassferjekort dann überhaupt möglich, wenn man über Brobizz registriert ist.
    Wir lesen immer, dass man für die Anmeldung bei Autopassferjekort einen Tag braucht … bekommen wir den dann auch bei Brobizz?
    Wenn ja, kann man beide Dinge zeitgleich (also unter Nachtrag der Tag) beantragen? Wir sind nämlich iemlich spät dran … wollen in der kommenden Woche eigentlich los…
    Eine andere Möglichkeit – also Chip und Karte vor Ort beantragen und bekommen – gibt es nicht? Wäre echt ärgerlich, wenn wir noch 14 Tage auf die Sachen warten müssten …

    Über eine kurze Rückmeldung freuen wir uns.
    Viele Grüße
    Nadine und Johnny

    PS: Sorry für die Rechtschreibfehler … merke beim Überfliegen des Textes jetzt erst, dass es keine Korrekturmöglichkeit gibt ohne alles neu schreiben zu müssen 😉

    • Hei ihr Beiden,

      dann wollen und müssen wir mal schnell auf euren Kommentar antworten, was hier in Island gar nicht immer so einfach ist… 😉 🙂
      Um es kurz zu machen: In der Tat könnte man derzeit noch (!!!) – eben in der Anfangsphase – die Ferjekort losgelöst vom eigentlichen AutoPass Chip ordern und somit für die Maut den BroBizz oder andere Systeme, wie die Abrechnung über EPC PLC, nutzen. In eurem Fall macht der BroBizz auf alle Fälle Sinn und der sollte euch auch noch bei schneller Bestellung erreichen… Aber leider wird das mit der Ferjekort wohl nichts mehr. Nach den uns vorliegenden Rückmeldungen anderer Leser, Freunde und Bekannter dauert es derzeit mindestens 14 Tage, bevor die Karte im Kasten in Deutschland ist. Im Gegensatz zu früher (bis Ende 2018) lässt die neue Ferjekort sich aber auch nicht mehr auf der Fähre in Norwegen kaufen, so dass ihr auf diese Vergünstigungen leider verzichten müsst. Zumindest fällt uns dazu keine andere, bessere oder schnellere Lösung ein. Wenn ihr in Norwegen jemanden kennt, könntet ihr sie maximal dorthin senden lassen – das wäre noch ein Plan… 🙂
      Wir hoffen, dass wir euch damit trotzdem helfen konnten und senden erst einmal beste Grüße aus Island – verbunden mit den Wünschen für eine tolle Reise, Conny und Sirko

  • kleiner Nachtrag: Ich hab eben noch eine E-Mail von EPC bekommen:
    „Sehr geehrte Damen und Herren,
    Bitte beachten Sie, dass das Hinzufügen eines Fahrzeugs hier nicht bedeutet, dass es Ihrem AutoPASS-Konto hinzugefügt wird. Um dies zu tun, wenden Sie sich bitte an Ihren Mautchip Aussteller.
    Hochachtungsvoll,
    Euro Parking Collection plc“
    Jetzt ist die Verwirrung komplett X(

    • Hallo Andreas, um ehrlich zu sein, verwirrt uns das Ganze auch. Da muss an irgendeiner Stelle etwas schief gelaufen oder missverständlich gewesen sein…? Sicher arbeiten alle Anbieter gut und zwangsläufig miteinander, aber dennoch auf unterschiedlicher Basis und bisher nach unseren Erfahrungen nicht miteinander vernetzt. Wir würden das Thema – wenn für dich in Ordnung und zeitlich noch ausreichend – einmal an einen Freund in Norwegen geben, der sich damit sehr gut auskennt. Letzten Endes gilt nämlich immer noch: Entweder AutoPass (Chip und Vertrag mit einer der regionalen Gesellschaften) ODER EPC PLC mit Anlage eines Benutzerkontos und der Eingabe fahrzeugspezifischer Daten in diesem / deinem Benutzerkonto nach Erstellung. Alles Andere ist uns so noch nicht untergekommen. Wir würden jetzt in deinem Sinn noch einmal recherchieren und melden uns wieder dazu ( dieses Mal auch etwas schneller… Waren nur eben selbst auf der Anreise nach Island).

      Liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Moin zusammen,
    ich bin gerade etwas verwundert. Wir wollen dieses Jahr mit unserem Kastenwagen (zGG 4,25t) nach Helgeland und habe mich nun bei Autopass über einen der regionalen Anbieter angemeldet und das Kennzeichen registriert.
    Bei der Registrierung des Fahrzeugs stand: „To register environmental data please use the following link: http://www.autopass.no/ed„. Unter diesem LINK ist dann aber EPCplc.
    Nach euren Informationen soll ich mich für einen entscheiden (Autopass oder EPCplc). Ich hab das Fahrzeug nun auch bei EPCplc unter Angabe meiner Autopass-Kundennummer registriert und konnte dort unseren Fahrzeugschein hochladen.
    Was ist nun richtig? Bin gerade etwas verunsichert.

  • Hallo nochmal aus Österreich von wiederunterwegs.com – wir haben jetzt alle optionen durch und werden wohl – da mit hund unterwegs, bei hin – und rückfahrt die öresundbrücke benutzen, ev. auf einer route die kurze helsingör/helsingborg variante. wir wollen weder über nacht fähre fahren noch den hund im WOMO lassen auf der fähre.
    also landweg. mir ist der autopass NO irgendwie sympathischer – doch die reduktion für die öresund die gibts nur bei der brobizz/bropass variante, ist das korrekt? für autopass gibts keine reduction auf der öresund? hab nix gefunden.
    danke
    angelika,

    • Hei Angelika,

      sorry erst einmal für die verzögerte Antwort… Wir hatten in der letzten Zeit mit der Vorbereitung und der Anreise zu unserem Island-Roadtrip richtig Stress. Nun sitzen wir gerade auf einem Campingplatz an der Südküste von Island und haben damit die gute Chance, endlich alle Kommentare zu beantworten 😉 🙂
      Wenn ihr auf beiden Strecken über die Öresundbrücke fahrt, lohnt sich der BroBizz mit dem BroPas der Öresundbrücke in jedem Fall mehr. Die Nachlässe in Norwegen mit dem AutoPass können das kaum aufwiegen – es sei denn, ihr würdet nur um und in Oslo oder Bergen herumfahren… 🙂 Abgesehen davon haben wir das Handling mit dem BroBizz bisher auch als deutlich einfacher und entspannter empfunden. In Norwegen macht es dann übrigens keinen Unterschied: Ihr bewegt euch frei im Land und seht diese Fahrten mit auf der Abrechnung in eurem Kundenkonto beim BroBizz.

      Wir hoffen, unsere Antwort hilft so fürs Erste…? Liebe Grüße aus Island, Conny und Sirko

  • Hallo Conny und Sirko,
    zuerst Gratulation zu eurem Blog. Sehr informativ, sehr gut gegliedert und sehr lesbar. Eine Frage hätten wir: Welchen Wagentyp würdet ihr empfehlen, wenn man in der Art wie in Irland oder Schottland reisen möchte: normales Fahrzeug (Kleinwagen, Kompaktklasse) oder SUV oder Geländewagen? Ist diese Art von „freien“ Reisen in Norwegen überhaupt möglich, sprich Übernahme eines Mietwagens und dann einfach drauf los? Gibt es so was ähnliches wie B&Bs in „allen“ Orten – oder muss man Unterkünfte vorbuchen?
    Herzliche Grüße
    Karin & Ingo

    • Hallo Karin und Ingo,

      vielen Dank für euren netten Kommentar und das tolle Feedback sowie zugleich sorry für die etwas verzögerte Antwort. Wir haben die letzten Tage intensiv genutzt und nutzen müssen, um bei der Vielzahl an Themen und allen zukünftigen Beiträgen die Übersicht zu optimieren und einfach mal einen „Frühjahrsputz“ zu machen. Wir hoffen, das ist gelungen und man findet sicher weiterhin gut oder vielleicht noch besser zurecht… 😉 🙂 Nun aber zu euren Fragen: Ihr könnt und solltet in Norwegen im Sommerhalbjahr mit einem ganz regulären Fahrzeug (Kleinwagen oder Kompaktklasse) reisen. Lediglich im Winter und dann vor allen Dingen im Norden oder bei Gebirgspassagen empfiehlt sich ein 4×4 Fahrzeug, da die Straßen nicht wie in Deutschland geräumt werden. Von der Sache her könnt ihr – gerade wenn ihr selbst flexibel und nicht so festgelegt seid – frei reisen und müsst nicht vorab reservieren. Lediglich an den ganz bekannten Hotspots und da in der Hauptsaison (Mitte Juli – Mitte August haben die Norweger zum Großteil Betriebsferien und damit Urlaub !!) bzw. bei einer späten Anreise kann es mal knapp werden. Allerdings sind B & B nicht ganz so weit verbreitet wie in Schottland oder Irland. Dafür werden mehr Hütten auf Campingplätzen genutzt und angeboten – die es damit in fast jedem Dorf gibt und die von Einheimischen gleichermaßen wie von Gästen aus dem Ausland genutzt werden. Dazu haben wir noch weitere Details und Tipps in diesem Artikel veröffentlicht.
      Wir hoffen sehr, dass wir euch mit diesen Informationen hier erst einmal weiter geholfen haben. Sollten noch Fragen bestehen oder auftauchen – dann meldet euch jederzeit gern. Sollten wir nicht mehr von euch lesen / hören, wünschen wir in jedem Fall GOD TUR für euch.
      Liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Hallo Ihr Zwei,
    ich hätte da noch eine Frage zum Thema AutoPass.
    Der ist ja nicht Pflicht, aber wenn ich das richtig verstehe vergünstigt er es ein wenig und man kann es so machen, dass die Gebühren direkt abgebucht werden, oder? (Ob ich das vorher als Prepaid aufladen muss oder ob es direkt von der Kreditkarte abgezogen wird ist mir eigtl egal..) Geht halt darum, dass wir bei unserem 6-monatigen Trip (wir wissen unsere Strecke noch nicht) natürlich Geld sparen wollen, aber eigentlich eher das Problem haben, dass keiner unsere Post liest, sollten die Rechnungen kommen und wir dann eben erst nach X Monaten zahlen könnten und das wollen wir natürlich gern vermeiden.
    Ich habe gestern mal versucht mich für den AutoPass zu registrieren. Ich muss da einen Toll Service Provider auswählen, mir werden 27 verschiedene angezeigt – und seitdem bin ich überfordert. Was sollte ich da am Besten nehmen? Was hat das für Auswirkungen? Warum muss ich mich da überhaupt entscheiden?
    Vielen Dank nochmal für eure Hilfe!
    Liebe Grüße Nora und Matthijs

    • Hei ihr Beiden,
      ja – das ist in der Tat verwirrend und im ersten Moment schwer nachzuvollziehen. In jedem Fall solltet ihr euch wirklich unbedingt aufgrund der langen Reisedauer registrieren. Die Mahngebühren für nicht bezahlt Rechnungen sind extrem!! Wir haben das bereits durch: Mautsumme 1,80 Euro und Mahnkosten über 60,00 Euro…
      Zu den einzelnen Gesellschaften: Norwegen ist in dem Bereich, auch bei den Fährgesellschaften, regional organisiert und die Einwohner einer Region „X“ bekommen somit spezielle Rabatte oder eben Sonderpreise bei „ihrer“ regionalen Mautgesellschaft „X“. Damit man sich aber eben mit dem gleichen Chip und einer Registrierung in ganz Norwegen bewegen kannst, haben sich die Anbieter im System AutoPass zusammengeschlossen. Der Einwohner aus „X“ kann somit im ganzen Land frei fahren und erhält die Mautgebühren automatisch von seinem Konto abgezogen. Seine speziellen Rabatte bekommt er aber nur, wenn er im Gebiet seiner regionalen Gesellschaft „X“ unterwegs ist. Wir hoffen, es wird damit soweit etwas klarer…?
      Das heißt für euch, dass es fast egal ist, welche Gesellschaft ihr wählt. Wir würden immer einen Provider nehmen, der entweder ein großes Straßennetz hat oder eine Region verantwortet, wo es viele Mautstationen gibt oder ihr viel unterwegs seid. Das ist in der Regel im Süden der Fall – dort ist viel neu gebaut und damit mautpflichtig. Wählt also am Besten eine Gesellschaft um Oslo oder eben im Süden an der E 18 aus… Der Rest ist dann damit auch geklärt.
      Liebe Grüße, Conny und Sirko

      • Hei,
        vielen Dank! Die Antwort hat Licht ins Dunkle gebracht! 🙂

        Habe jetzt einen AutoPass bestellt (oder wie auch immer man das ausdrückt, haha) und wollte direkt die Ferjekort hinterherschießen. Um die zu bekommen brauche ich aber erst die Chipnummer vom AutoPass, oder? Oder kann ich die auch nachträglich noch angeben? Wird zumindest direkt am Anfang gefragt ob man schon eine hat….
        Danke nochmals!
        LG Nora und Matthijs

      • Hei Nora,

        super – dieses Thema hat(te) sich ja bereits von selbst geklärt… 🙂 Dann machen wir uns mal an den neuen Fragenblock, der allerdings aufgrund seiner Vielzahl an Themen und Fragen noch bis Ende dieser Woche warten muss, okay ?
        Jetzt erst einmal liebe Grüße und bis später, Conny und Sirko

      • Hey,
        ich habe es heute nochmal versucht mit der FerjeKort und heute hat das Programm erkannt, dass ich schon bei AutoPass registriert bin. Also manchmal ist warten von Vorteil 😉
        Danke nochmals für eure Antwort und eure bisherige Hilfe 🙂
        LG Nora und Matthijs

      • Hallo ihr beiden,
        ein paar Fragen haben sich dann doch noch aufgetan bei uns:
        Haben den AutoPass Chip heute bekommen und werden morgen das Geld für die FerjeKort überweisen, sodass diese dann hoffentlich auch bald ankommt. Für die FerjeKort ist damit jetzt soweit alles geklärt (zumindest für den Moment)

        Aber: Was muss ich tun, damit vom AutoPass Chip das direkt abgebucht wird? Bei EPC hab ich mich auch registriert, allerdings habe ich glaub nirgendwo bisher angeben müssen, was wir überhaupt fahren für ein Womo….. (oder muss das gar nicht?)
        Habe ich das richtig verstanden, dass ich beim AutoPass auch ein PrePaid einrichten kann? Dafür muss ich einen Supplementary Vertrag machen, oder? Und da dann auch wieder Gesellschaft vmtl quasi egal bei uns… und mit der Rabattprozentzahl, kann ich das einfach entscheiden was ich haben will – wenn ich das richtig im Kopf habe, dann richtig sich ja nur die Höhe des PrePaid Betrages danach, oder? (also je mehr ich vorab überweise, desto mehr Rabatt bekomme ich beim Durchfahren)?
        Und, ist es da auch wieder so, dass ich nur auf der Strecke, welche Gesellschaft ich gewählt habe, diese 50% Rabatt bekomme? Oder bekomme ich die dann auf allen Mautstrecken? Reicht ein Supplementary Vertrag? Oder sollte ich mehrere abschließen um an mehr Stellen Rabatte zu bekommen?
        Wird dann alles mit der PrePaid Version gezahlt oder bekomme ich trotzdem von einigen Mautstationen noch Rechnungen, welche ich dann von daheim aus überweisen muss? (Also angenommen ich habe mich für Gesellschaft X entschieden, aber fahre bei Gesellschaft Y und Z durch. Buchen die dann automatisch ab oder bekomme ich ne Rechnung von denen zugeschickt?)
        Fragen über Fragen… sorry, dass ich damit immer zu euch komme, aber ich blicks grad nicht so richtig und die FAQ’s von den Seiten helfen mir gefühlt auch nicht so richtig.

        Vielen vielen Dank euch im Voraus schonmal (wieder)
        Liebe Grüße,
        Nora und Matthijs

      • Hei ihr Beiden, sooooo, nun nehmen wir uns gern die Zeit die vielen neuen Fragen im Detail zu beantworten… 😉 🙂 Da sich viele Fragen erledigen oder besser beantworten, wenn man die komplexe Welt der Mautsystems durchschaut, vorab noch einmal die grundlegende Darstellung: Der Grundsatz ist, dass die Maut in Norwegen elektronisch erfasst und abgerechnet wird. Die Mautststellen in einer Region gehören einer Gesellschaft aus dieser Region. Die bekommen ihr Geld von den erfassten Durchfahrten von Dienstleistern wie EPC ODER (!!) AutoPass ODER (!!) BroBizz mit dem BroPass oder auch noch anderen nicht so relevanten Anbietern. Allerdings kannst du nur mit einer oder verschiedenen regionalen Gesellschaften deinen Vertrag machen, wenn du AutoPass – das norwegische Dienstleistungssystem nutzt. Die Regionalität ist für die Einheimischen gedacht, die auf den Strecken ihrer Region oft fahren und daher dort entsprechende hohe Rabatte bekommen sollen. Im Rest des Landes zahlen die dann auch mit dem AutoPass, aber eben die normalen Preise, da sie quasi in „fremden“ Mautgesellschaften unterwegs sind.

        Insofern braucht ihr EPC nicht wirklich – da dort ja auch nur das abgrechnet werden würde, was AutoPass ohnehin schon mit dir abrechnet…

        Ihr solltet euch EINE Mautgesellschaft aussuchen, wo ihr viel unterwegs seid, oder wir es viele Mautstationen gibt (meist Umfeld der großen Städte) UND die Vorauszahlungen akzeptiert, da ihr ja so lange Zeit unterwegs seid. Nicht das es Ärger mit unbezahlten Rechnungen in der Heimat gibt. Ich würde also nur den Supplementär Vertrag mit eben dieser einen Gesellschaft machen, die den gerade beschriebenen Kriterien entspricht. Eine Abbuchung über Kreditkarte bietet bei AutoPass niemand an. Das ist dort nicht vorgesehen (nur wiederum bei EPC und BroBizz möglich – aber die lohnen sich ja nicht für euch). Hast du ein Guthaben bei denen dann eingezahlt, werden die Durchfahrten dort abgebucht und du kannst regelmäßig in deinem Kundenkonto sehen, wie der Stand ist. Letzten Endes fast wie beim Online-Banking 🙂 Wir hoffen, dass die die Fragen gut (er)klärt. Falls noch andere Fragen auftauchen, dann meldet euch gern wieder. Liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Hallo,

    vielleicht könnt Ihr uns gezielt weiterhelfen. Wir wollen im Mai/Juni zum ersten mal nach Scandinavien. Die Reise soll mit unserem Kastenwagen über Land

    gehen. Das heißt wir wollen keine Fähre für Schweden und auch keine Fähre von Norwegen zurück nach Dänemark. Also die 2 Brücken über den Belt.

    Nun hat unser Kastenwagen ein zGG von 4,25 Tonnen und ist somit ein schweres Mädchen. Ich hab jetzt eure Web – Site durchgearbeitet, bin mir aber immer

    noch nicht ganz schlüssig wegen dem Prozedere bezüglich Bizz (Transponder) oder nur Anmelden in England beim Gebührenabrechner….? Eigentlich wollte ich mir

    den BroBizz besorgen und ein Abo (BroPas) bei der Öresundbrücke abschließen. Diese beiden Verträge lassen sich koppeln. Über den Vertrag bei BroBizz wäre

    ich auch Mitglied im Störtebeck Club und bekäme auch da 15 % Nachlass bei den Überquerungen.

    Jetzt wollte ich bei BroBizz auf der Seite den Vertrag abschließen und den Transponder (Bizz) bestellen. Die haben für „Privatkunden“ zwei Möglichkeiten.

    Erstens den BroBizz Privat und dann noch den EasyGo+ Privat. Mir würde der BroBizz Privat reichen, da ich für Österreich kein Gerät und auch keine zusätzlichen

    Verträge bräuchte. Wenn ich jetzt auf den BroBizz Privat Link drücke, geht nur ein einfaches Formular auf, wo ich weder die Möglichkeit habe mein Gewicht des

    Kastenwagens über 3500kg noch die Schadstoffklasse zu registrieren. Beim durchblättern der Web – Site von BroBizz werde ich auf einen Link geführt mit der

    Bezeichnung „Besonderheiten bei schweren Wohnmobilen“. Da bekomme ich dann aufgezeigt, wo ich alles nicht mit dem Transponder unterwegs sein kann.

    Ich bin jetzt unsicher ob ich den BroBizz Privat abschließen kann, nicht dass ich dann den falschen Transponder in die Scheibe klebe der eigentlich nur für

    PKW und Wohnmobile bis 3500 kg zulässig ist. Bei AutoPass.no sind die Seiten für die Verträge in Englisch oder Norwegisch. Beides Sprachen deren ich nicht wirklich

    mächtig bin.

    Am Ende doch nur über EPC – PLC in England mit den Fahrzeugdaten registrieren und hoffen das die Abrechnung der Maut dann nach M1 erfolgt? Eigentlich müsste ja

    auch noch eine Registrierung der Schadstoffklasse erfolgen. Unser Kastenwagen hat Euro 6.

    Fragen über Fragen..

    Ich hoffe, zumindest bei euch „Nordland Erfahrenden“ ein paar Lösungsansätze zu finden.

    Liebe Grüße

    Jürgen und Heike

    • Hallo Heike und Jürgen,

      vielen Dank für eure Kommentar und die Anfrage. In der Tat ist das Mautsystems mit den verschiedenen Anbietern und Regelungen etwas undurchsichtig und man kann nur hoffen, dass die Systeme bald vereinfacht bzw. vereinheitlicht werden. Nun aber zu eurer konkreten Frage: In Norwegen benötigen laut Gesetz nur gewerblich genutzte oder zugelassene Wohnmobile einen Transponder. Wie Ihr richtig schreibt und es auch vorhabt, sollte man sich dennoch überlegen einen Vertrag abzuschließen, gerade wenn man die Öresund- und / oder die Belt Brücke nutzen will – die Sparmöglichkeiten sind schon nicht ohne. Darüber hinaus ist es richtig und hilft ebenfalls beim Sparen, dass in Norwegen auch schwerere ausländische Wohnmobile einen günstigeren Tarif erhalten, wenn sie einen Chip mitführen und bei der Gesellschaft richtig registriert sind. Das gleiche gilt ebenfalls für die Differenzierung in der Umweltzone Oslo. Ihr solltet für die günstigste Variante eurer geplanten Tour tatsächlich den BroBizz bestellen, diesen mit einem Vertrag der Öresundbrücke (BroPas) verbinden und wie auf der Seite angegeben, unbedingt noch eine Mail mit den zusätzlichen Daten und einer Kopie eurer Zulassung an die angegebene Adresse (siehe den gleich folgenden Link – dort ist die Adresse angegeben) senden. Dann ist sichergestellt, dass eure Touren immer günstig abgerechnet werden. Sollte es dennoch Probleme geben, kann man diese auch noch im Nachhinein korrigieren lassen, da ihr jeder Zeit Zugriff auf eine Übersicht aller Fahrten und Abrechnungen habt / bekommt. Über diesen Link ist das Prozedere eigentlich ganz gut erklärt (das Fenster „Norwegen“ öffnen). Alle grundsätzlichen Daten zu eurem Fahrzeug pflegt ihr in eurem Benutzerkonto, sobald es erstellt wurde.
      Die Einschränkungen für Wohnmobile schwerer als 3,5 Tonnen im Zusammenhang gelten nur auf Fähren und in Parkhäusern, da es dort oft noch um andere Maße geht und daher dort NUR NICHT elektronisch mit dem Chip bezahlt werden kann. Das sollte und dürfte euch auf der geplanten Tour ohnehin nicht betreffen und wenn, ist es kein Problem. Diese Angebote werden dann eben manuell bezahlt.

      Habt ihr dann euren BroBizz könnte ihr bei BroPas den Vertrag für die Brücken abschließen und mit dem BroBizz verbinden. Wir hoffen, wir haben es einigermaßen verständlich erklären können, ansonsten gern nochmal anfragen.

      Seid lieb gegrüßt, eine gute Reise und viel Glück
      Conny und Sirko

      • Hallo Conny, Hallo Sirko
        Diese Information hilft doch schon einmal weiter. Zwei Fragen noch: 1. Der BroBizz wird reichen und ich brauch den EasyGo+ nicht abschließen? (Da ja das Wohnmobil über 3,5t wiegt) 2. Ist eine zusätzliche Registrierung EPC/LPC in London dann trotzdem noch notwendig oder reicht es die Fahrzeugdaten an den Betreiber von BroBizz per Mail zu senden? Vielen Dank für euere Mühe und
        Liebe Grüße von Heike und Jürgen

      • Hallo ihr Beiden,

        den EasyGo+ benötigt ihr tatsächlich nicht. Ebenso müsst ihr euch nicht bei EPC PLC in Großbritannien registrieren, da ihr alles über eure Registrierung und die Hinterlegung der Daten bei BroBizz erledigt / „erschlagen“ habt. Das wäre quasi zu viel des Guten oder eben eine weitere unnötige Registrierung.

        Liebe Grüße und GOD TUR,

        Conny und Sirko

      • Hallo Conny und Sirko, ich danke euch für eure Auskunft. Bin jetzt restlos im „Bild“.. Vielleicht sieht man sich ja einmal unterwegs, dann geht der Kaffee auf jeden Fall auf unsere Rechnung. 😀👍. Ganz liebe Grüße Heike und Jürgen

      • Hallo ihr Beiden,

        alles gut… 🙂 Wir freuen uns, wenn wir ihr euch bei der Vorbereitung der Norwegen-Tour helfen können / konnten. Wenn noch weitere Fragen auftauchen, dann meldet euch gern jederzeit wieder auf diesem Weg. Jetzt notieren wir uns den Kaffee, den wir gut haben 😉 und wünschen euch eine tolle erlebnisreiche Reise. Wäre schön, wenn man sich tatsächlich mal im Norden trifft. Bis dahin liebe Grüße,
        Conny und Sirko
        PS: Vielleicht wollt ihr euch noch für unseren Newsletter anmelden? Dann verpasst ihr keinen der nächsten Beiträge mit weiteren Tipps 🙂

  • Hallo,wollte euch nur mitteilen ,das mein Restguthaben vonmeinemBropassund Bizz nach ca. 4 Wochen auf meinem Konto war.Vielleicht für einige interessant die davor zurückschrecken soviel Geld zu bezahlen!

    • Hallo Anne, vielen Dank für die nette Rückmeldung und die nützliche Information. Auch aus unserer Erfahrung gibt es in der Regel nie Probleme mit diesen Prepaid-Systemen im Norden, wo man vorab ein Guthaben hinterlegt. Die daraus erhältlichen Rabatte sind außerdem meist sehr attraktiv und nicht zu vernachlässigen…. 😉 🙂
      Liebe Grüße und allzeit gute Fahrt, Conny und Sirko

  • Hallo ihr zwei
    vielen Dank für diesen sehr aufschlussreichen Artikel, habe aber eine Frage ihr schreibt Abblendlicht ist Pflicht, darunter aber schreibt ihr : „Ohne Tagfahrlicht gefahren ab 250 Euro“
    Ich nehme an Tagfahrlicht reicht ?

    Dann noch zu Google Maps, das im Winter für die Sommerplanung nicht alle Strassen frei hat „Wundert euch im Übrigen nicht, wenn ihr im Winter mithilfe von Google Maps eure Sommertour planen möchtet. Oft werdet ihr offensichtlich über Umwege geschickt. Das liegt daran, dass Google Maps im Winter die zu dieser Zeit gesperrten Pässe berücksichtig und nicht wissen kann, dass ihr bereits für den nächsten Sommer schaut…“ Dazu möchte ich sagen, wenn man auch im Winter, also zb. heute für den Sommer plant, kann man die Route in Google Maps eingeben und dann steht darunter „Jetzt starten“ genau dort kann man ein Datum eingeben und schon funktioniert die Planung im Winter auch für den Sommer.

    Ja und sonst einfach vielen Dank Eure Seite ist für micht der hauptanflaufs Punkt bei unserer Planung 4 Wochen Lofoten ab Tromsø
    Vielen Herzlichen Dank
    Gruss Roland

    • Hallo Roland, ganz herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die nette Ergänzung zum Thema Reiseplanung mit Google Maps. Diesen Hinweis haben wir gleich noch im Beitrag eingefügt… 😉 Das Thema Tagfahrlicht wurde hier bereits schon einmal angefragt und ist leider aufgrund widersprüchlicher Aussagen und nicht belastbarer Informationen nur vage zu beantworten.Unsere norwegischen Freunde sagen, dass es das Abblendlicht sein muss und das Tagfahrlicht in Norwegen NICHT ausreicht. Wir halten uns (lieber) daran, ebenso wie an diese aktuelle und offensichtlich seriöse Aussage, die es dazu an vielen Stellen – auch bei Automobilclubs – im Internet gibt: „In Skandinavien, mit Ausnahme Norwegens, in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Tschechien, darf tagsüber das Tagfahrlicht verwendet werden. Nur in Estland, Litauen, Norwegen und Ungarn muss grundsätzlich das Abblendlicht eingeschaltet werden.“ Wir hoffen, dass dies zu deiner Orientierung hilft….?! Liebe Grüße in die schöne Schweiz und bis demnächst hier oder irgendwo mal in Europa, Conny und Sirko

      • Hoi zämme

        vielen Dank für die Antwort, ich werde mir das mit dem Licht hinter die Ohren schreiben, bin sowieso nicht so absolut überzeugt vom Tagfahrlicht, ich wäre dafür das man auch hinten am Tag Licht braucht, dann passiert das leidige am „hellen“ Tag im Herbst mit Nebel als blinde Kuh unterwegs zu sein nicht.. Jeder denkt ich habe ja Licht und viele wissen gar nicht das es hinten einfach dunkel ist und man im Nebel dann nichts vom Auto sieht… Ich werde Euer Rat bestimmt befolgen und mit Abblendlicht fahren. Danke Euch für all die Infos die ihr hier zusammen trägt, ich bin so froh Eure Seite gefunden zu haben, denn für uns geht es eben das erste mal nach Norwegen im September und ich plane alles selber, da ist so eine Seite Gold wert

        Vielen herzlichen Dank
        Gruss Roland

  • Hallo,
    vielen Dank für den aufschlussreichen und informativen Artikel. Eine Frage hierzu:
    Ihr schreibt, dass das Fahren mit Abblendlicht Pflicht ist. Ist auch das Fahren nur mit Tagesfahrlicht (ohne Rückleuchten) erlaubt?

    Manfred

    • Hallo Manfred, vielen Dank für das nette Feedback. Zu deiner Frage: Dieses Thema ist bis heute sehr schwammig und in Bezug auf Norwegen auch nicht ganz sicher / seriös zu beantworten, Unsere norwegischen Freunde sagen, dass es das Abblendlicht sein muss und das Tatfahrlicht in Norwegen NICHT ausreicht. Wir halten uns daran, ebenso wie an diese aktuelle Aussage, die es dazu an vielen Stellen im Internet gibt: „In Skandinavien, mit Ausnahme Norwegens, in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Tschechien, darf tagsüber das Tagfahrlicht verwendet werden. Nur in Estland, Litauen, Norwegen und Ungarn muss grundsätzlich das Abblendlicht eingeschaltet werden.“ Wir hoffen, dass dies zu deiner Orientierung hilft….?! Liebe Grüße, Conny und Sirko

      • Hallo Ihr Beiden,
        vielen Dank für eure schnelle und ausführliche Antwort. Natürlich werden wir uns an die geltenden Regeln halten und das Abblendlicht einschalten. Schließlich wollen wir unsere Reise ohne Stress und Ärger genießen.
        Habt nochmals vielen Dank für alle eure Beiträge über Norge. Für uns sehr hilfreich!
        Med vennlig hilsen
        Manfred

  • Schöner Artikel zum Strassenverkehr in Norwegen.
    Ich hätte da noch etwas anzufügen was den einen oder anderen Reisenden ev. noch interessieren könnte.

    Baustellen in weniger stark befahrenen Regionen werden oft mit einem Sicherungsfahrzeug „Ledebil“ durchfahren. In der Regel sind das Baustellen die nur eine Spur haben. Da steht dann am Anfang zur Baustelle ein Hinweisschild „Stop Ledebil“ oder „Stop vent pa ledebil“. Was soviel bedeutet dass man auf das Sicherungsfahrzeug warten soll.
    Diese Art der Verkehrsführung kann es aber auch noch an anderen Stellen geben. z.B. im Winter bei Abschnitten die durch Lawinen gefärdet sind.

    Parkhäuser haben oft eine Schranke die nur eine halbe Fahrbahn abdecken. Somit kann man mit dem Motorrad daran vorbei fahren und gratis parken. Meistens gibt es eigene Bereiche für 2-Rad Fahrzeuge. In Oslo hab ich schon Tiefgaragen gesehen, da sind ganze Parkebenen für Motorräder vorbehalten.

    • Hallo Marco, vielen, vielen Dank für den netten Kommentar und die hilfreiche Ergänzung. Da hätten wir auch wirklich selbst noch mit dran denken können…. 😉 🙂 Zumal wir tatsächlich einigermaßen brauchbare Bilder davon haben. Dank deiner Anregung haben wir den Beitrag gleich noch um diesen Punkt erweitert und aktualisiert. Das Motorrad-Thema würden wir etwas später generell noch erweitern und ausbauen. Sehr wahrscheinlich gibt es dazu noch viele andere / weitere Punkte. Hab vielen Dank und sei herzlich gegrüßt, Conny und Sirko

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