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Norwegen Ratgeber

Hilfe!!?? AutoPass, Ferjekort, EPC, BroBizz, BroPas und die Maut in Norwegen / Skandinavien

Da uns nach wie vor und immer wieder berechtigte Fragen zu dem komplexen Themen der Maut und zu den Begriffen EPC, AutoPass, BroBizz sowie Fergekort / Ferjekort erreichen, haben wir diesen umfassenden Beitrag neu verfasst. Wir möchten euch nachfolgend eine komplette Übersicht zu diesem Thema ermöglichen sowie unsere persönlichen Empfehlungen zu den jeweils günstigsten Kombinationen geben. Da es gerade in Norwegen ständig Veränderungen im System von Maut und Ferjekort / Fergekort gibt, werden wir diesen Beitrag natürlich immer wieder für euch aktualisieren.

Die gute Nachricht vorab: Wenn du lediglich nur einmal oder für einen kurzen Trip in den Norden reist oder generell kein Problem damit hast, immer die höchsten Tarife / Preise auf deinen Touren zu bezahlen, kannst du hier aufhören zu lesen. Denn im Prinzip kannst du mit einem EIGENEN Fahrzeug einfach losfahren und musst dich um nichts weiter kümmern. Leihst du dir hingegen ein Wohnmobil aus, sieht es schon anders aus. Denn hier gibt es gewisse Vorschriften, auf die wir im Abschnitt “Maut in Norwegen” gleich noch eingehen.

Hinweis für die Begriffe in diesem Artikel: Wir nutzen bei einigen Bezeichnungen bewusst die unterschiedlichen Begriffe, die dazu immer wieder im Netz auftauchen, aber letzen Endes immer das Gleiche meinen. Beispiel: AutoPass Brikke / Chip / Transponder / OBE – meint immer das kleine Gerät von AutoPass, welches man nach einer Registrierung erhält

Springe schnell zu dem Bereich, der dich interessiert:

Grundsätzliches zur Maut in Skandinavien
(Maut in Norwegen, Island, Schweden, Finnland, Dänemark)
EPC PLC
(Registrierung bei EPC PLC, Vorteile, Empfehlungen)
OBE / Transponder
(BroBizz, AutoPass Brikke, ÖresundBizz)
Rabattverträge / Avtale
(BroPas, Ferjekort / Fergekort, Mautgesellschaften in Norwegen)

Grundsätzliches zur Maut in Skandinavien / Nordeuropa

1.0 Maut in Skandinavien / Nordeuropa

Zum besseren Verständnis für alle folgenden Punkte wollen wir hier noch einmal einige Grundsätze zu den nordeuropäischen Systemen der Erfassung und Abrechnung von Mautgebühren erläutern.

  1. Es gibt in keinem Land eine generelle Vignette oder ein grundsätzlich einheitliches System der Mautabrechnung über das ganze Land oder Straßennetz. Es wird lediglich für einzelne Abschnitte, Objekte, Städte, Regionen oder zu bestimmten Zeiten eine Maut erhoben.
  2. Das System der Erfassung und Abrechnung ist in erster Linie für die Einheimischen ausgelegt und bietet diesen eben gewisse Vorteile in ihrer Heimatregion oder wenn sie als Pendler öfter eine Brücke oder eine bestimmte Fähre nutzen müssen. Daher lassen sich in ganz Skandinavien und Nordeuropa die zumeist einheitlichen technischen Systeme der Erfassung und Abrechnung (OBE, Transponder, Brikke, Bizz, Chip) generell mit verschiedenen, sogenannten “Avtale” (Rabattverträgen, Rabattkarten oder anderen Vergünstigungen) koppeln. Genau dieser Punkt verwirrt viele Reisende – da es diese Varianten in dieser Form nur im Norden Europas gibt.
  3. Weiterhin muss und sollte man vorab berücksichtigen, dass die Gebühren für die Nutzung von Straßen, also die klassische Maut, grundsätzlich nach Gewichtsklassen sowie teilweise nach Umweltkriterien (EURO Norm, Diesel, Uhrzeit etc.) der Fahrzeuge abgerechnet werden. Die Nutzung von Fähren wird hingegen nach der Größe als auch dem Platzbedarf abgerechnet und daher spielt hier eben die Länge des Fahrzeugs / Gespanns genauso eine Rolle, wie die Frage, ob man einen Hänger mitführt oder nicht. Eine Ausnahme bildet hier nur der Atlanterhavstunnelen (Atlantikstraße – Kristiansund), bei dessen Nutzung Gespanne über 6 Meter ebenfalls eine höhere Maut entrichten müssen.

1.1.0 Maut in Finnland, Schweden, Island und Dänemark

Finnland:

In Finnland werden generell keine Mautgebühren erhoben. Somit kann man die Autobahnen sowie die weitere Verkehrsinfrastruktur (Tunnel und Brücken) kostenfrei nutzen. Übrigens gilt das auch für die als “Lossi” bezeichneten Kurzfähren im Land. Sie gelten in Finnland als Teil des Straßennetzes und werden vom Staat bezahlt.

Schweden:

Schweden erhebt keine grundsätzliche Maut für die Nutzung des Straßennetzes im Land. Allerdings werden objektbezogene Gebühren (Infrastrukturabgaben) für die Nutzung der großen Brücken in Sundsvall und Motala erhoben. Diese liegen für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen unter 10 SEK und sind damit fast zu vernachlässigen. Motorräder sind hiervon ausgenommen. Ebenso fällt zu einigen Zeiten für alle Fahrzeuge außer Motorrädern eine Citymaut für Göteborg und Stockholm an. Alle hier genannten Abgaben / Citymautgebühren werden automatisch erfasst, ermittelt und per Rechnung (kommt einige Wochen später per Post) an den Fahrzeughalter über den Dienstleister EPASS 24 abgerechnet. Weitere Details dazu findet ihr bei Interesse auf der Webseite des ADAC.

Island:

Grundsätzlich muss in Island keine Maut für die Nutzung der Straßen entrichtet werden. Allerdings ist der neue Vaðlaheiðargöng Tunnel (Nordisland) seit seiner Eröffnung 2018 mautpflichtig. Alle Fahrzeuge (ausgenommen Motorräder) müssen abhängig vom Gewicht vor Ort vor oder kurz nach der Nutzung eine entsprechende Gebühr online entrichten. Die Tarife und weitere Details dazu findet ihr ebenfalls auf dieser Seite des ADAC.

Maut Tunnel Island Ringstraße 1 (Nordlandblog)
Hinweis auf einen mautpflichtigen Tunnel im Norden von Island

Dänemark:

Auch in Dänemark ist die Nutzung des Straßennetzes grundsätzlich ohne weitere Kosten, Gebühren oder eine Maut möglich. Lediglich die Passage über die beiden größten Brücken des Landes, die Storebaeltbrücke sowie die Öresundbrücke ist in jedem Fall kostenpflichtig und auch recht teuer. Darauf und auf einige Sparmöglichkeiten gehen wir etwas später genauer ein.

1.2.0 Maut in Norwegen

In Norwegen gibt es eine Vielzahl verschiedener Mauterhebungen und daher sind folgende Punkte / Nutzungen grundsätzlich kostenpflichtig:

  • Verschiedene Streckenabschnitte des Straßennetzes (derzeit etwa 200 Mautstationen, besonders an Europastraßen)
  • Umweltzonen in den größeren Städten und deren Umgebung (Oslo, Bergen, Trondheim)
  • einige spezielle Bauwerke wie Brücken oder Tunnel
  • Private Wege mit der Bezeichnung “Bomvei” oder “Bomveg” (Bezahlung erfolgt vor Ort zumeist bar an einer Kasse des Vertrauens)

Grundsätzlich gilt: Alle Verkehrsteilnehmer in Norwegen müssen unabhängig ihrer Nationalität, eine Straßenmaut entrichten. Halter und Fahrzeugführer sind gleichermaßen in der Verantwortung. Das Fahrzeugkennzeichen und / oder die gültigen Mautchips / Transponder / Bizz / Brikke / OBE werden daher an den einzelnen Mautstationen über eine Kamera erfasst und die entsprechende Maut wird im Nachhinein auf unterschiedlichen Wegen in Rechnung gestellt.

Um es noch einmal vorwegzunehmen: Wenn du mit deinem PRIVATEN Fahrzeug nach Norwegen fährst, musst du rein formal eigentlich gar nichts unternehmen. Die automatischen Mautstationen können einfach durchfahren werden und man muss keine Angst haben, eine Strafe oder zusätzliche Gebühren zu kassieren. Hat man eine Mautstation passiert, bekommt man nach einiger Zeit (kann bis zu sechs Monate dauern) eine Rechnung vom britischen Dienstleister EPC PLC nach Hause geschickt. Allerdings sollte man die Rechnung dann schnellstmöglich überweisen, da nach Ablauf der Fälligkeit hohe Mahngebühren zu zahlen sind.

FAZIT: Reise ich also mit meinem EIGENEN Fahrzeug durch Norwegen, bin ich nicht gezwungen mich irgendwo zu registrieren – man kann einfach drauflosfahren. Die Rechnung wird nach einiger Zeit an die Heimatadresse zugestellt.

NACHTEIL: Ich zahle immer den höchsten Mautpreis und bekomme keine Vergünstigungen wie zum Beispiel bei der Umweltmaut in den Städten. Darüber hinaus ist seit dem Jahr 2020 auch kaum noch eine Vergünstigung auf den Fähren im Land möglich, da seit diesem Zeitpunkt die hohen Rabatte der Ferjekort / Fergekort auf vielen Linien nur noch in Verbindung mit einem entsprechenden Chip / OBE / Transponder / Brikke / Bizz möglich ist.

SERVICE: Wenn du eine schnelle Übersicht über die zu erwartenden Mautkosten auf deiner Strecke sowie die Mautstationen in Norwegen erhalten möchtest, dann empfehlen wir dir diese neue Online-Tool von Statens Vegvesen, welches wir hier näher vorstellen.

1.2.1 Maut für Motoradfahrer

Für Motorräder ist und bleibt Norwegen ein Eldorado, denn sie sind weiterhin von der Mautpflicht befreit. Ausnahme: Die Durchfahrt durch den Atlanterhavstunnel ist auch für Motorradfahrer kostenpflichtig.

1.2.2 Gewerblich genutzte Fahrzeuge über 3,5t

Gewerblich genutzte und / oder auf einen gewerblichen Anbieter registrierte Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 3,5 Tonnen müssen mit einem elektronischen System (Bizz / Brikke / Chip / Transponder / OBE) zur automatischen Erfassung der Maut ausgestattet sein. Große Überraschung: Die Regelung trifft leider auch auf Wohnmobile über 3,5 Tonnen zu, die man von einem gewerblichen Anbieter gemietet hat. Ob man dabei das norwegische System Autopass mit dem entsprechenden Transponder (Brikke) oder auf den dänischen Anbieter BroBizz setzt, bleibt Jedem selbst überlassen. Die Vor- und Nachteile haben wir nachfolgend in diesem Beitrag beim jeweiligen Anbieter aufgeschlüsselt. Bei Nichtbeachtung wird eine Strafe von 8000 NOK fällig. Hast du das Fahrzeug / Wohnmobil von einer Privatperson gemietet, oder gehört es dir, so gilt diese Vorschrift also nicht – zumindest solange du es nicht für gewerbliche Zwecke nutzt.


Alle Möglichkeiten der Registrierung und zum Sparen im Überblick

2.0 EPC PLC

Hierbei gibt es immer wieder die meisten Irritationen, da die britische Firma EPC PLC ohnehin der Dienstleister für den norwegischen Staat ist, um angefallene Mautkosten bei ausländischen Fahrzeughaltern “einzutreiben”. Registrierst du dich also nicht bei EPC PLC oder anderweitig für eines der elektronischen Abrechnungssysteme, auf die wir unter dem Punkt 3.0 OBE noch näher eingehen, bekommst du als Fahrzeughalter ohnehin deine Rechnung für die Nutzung mautpflichtiger Straßenabschnitte von EPC PLC. Du musst den Betrag nur überweisen und alles ist erledigt.

Man kann (!!) sich aber auch bei EPC PLC registrieren und dort ein Kundenkonto anlegen. Das ist die erste Stufe bzw. die einfachste Form, um zumindest schon einmal einige Vorteile zu haben. In jedem Fall reduziert diese Registrierung die Gefahr sehr teurer Mahnungen, von denen Leser immer wieder berichten, da sie die ursprüngliche Rechnung von EPC PLC wohl nie erreicht hat.

Auf diese Registrierung gehen wir nun näher ein:

2.1.0 Registrierung bei EPC (Euro Parking Collection)

Wann sollte man sich bei EPC registrieren? Wir empfehlen eine Registrierung und somit die Anlage eines persönlichen Kontos, wenn du

  1. längere Zeit in Norwegen unterwegs bist oder häufiger in Norwegen Urlaub machst
  2. eine automatische Abbuchung deiner Mautkosten von deiner hinterlegten Kreditkarte wünschst
  3. viel bzw. öfter in den norwegischen Städten mit einer Umweltmaut unterwegs bist / Ausnahme: Für Mietfahrzeuge ist die Registrierung durch den Fahrer nicht möglich
  4. ohnehin vorhast, dich auch noch für den elektronischen, norwegischen AutoPass Brikke / Chip / Transponder zu registrieren und dir diesen zu bestellen

Vorteile


  • Rechnungen können automatisch von hinterlegter Kreditkarte abgebucht werden
  • alle Daten, Details sowie Lichtbilder der Passagen einzelner Mautstationen sind im Kundenkonto einsehbar (somit sind auch Reklamationen möglich)
  • einfache Übermittlung der Fahrzeugdetails (Euro Norm etc.) für die richtige Abrechnung der Umweltmaut in den Umweltzonen (Nachweis durch Hochladen einer Bilddatei vom Fahrzeugschein)
  • lässt sich automatisch und ohne Probleme mit AutoPass Vertrag koppeln, so dass dort ebenfalls die Fahrzeugdetails für die Umweltzonen übernommen werden
  • ist bei Dienstwagen geeignet, um die Abrechnungen persönlich zu erhalten und nicht an den Arbeitgeber gehen zu lassen
  • Kundenkonto, Webseite und auch Kommunikation auf deutsch möglich

Nachteile


  • kein Rabatt an den Mautstationen in Norwegen (außer Umweltmaut) – man bezahlt überall den regulären Tarif
  • keine Verknüpfung mit der Ferjekort oder dem Rabattvertrag BroPas für die Öresundbrücke möglich
  • nicht geeignet, um bei gemieteten Fahrzeugen die Mautabrechnungen persönlich zu erhalten und damit die Abrechnung über den Vermieter zu umgehen

Wen also die Überweisungen der Mautgebühren nerven, der registriert sich einfach bei EPC PLC und hinterlegt seine Kreditkarte dort. Bei diesem System werden alle durchfahrenen Mautstationen erfasst und es wird zu einem späteren Zeitpunkt eine Sammelrechnung per E-Mail verschickt. Die Abbuchung erfolgt problemlos über die hinterlegte Kreditkarte, so dass man keine Abrechnungen mehr verpassen kann und das Risiko hoher Mahngebühren fast ausschliesst.

2.2.0 Sparen mit EPC PLC in den Umweltzonen von Norwegen

Die Registrierung bei EPC PLC ist ebenfalls sinnvoll, um auf diese Weise schon einmal in den Umweltzonen der norwegischen Städte zu sparen. Macht man das nicht, gehen die Norweger als auch EPC PLC berechtigterweise immer vom schlechtesten Umweltwert und damit vom höchsten Preis aus. Woher sollen sie sonst auch wissen, was ihr für einen Motor im Fahrzeug habt und welche Norm euer Auto erfüllt.

In den Städten Bergen, Trondheim und Oslo wird bereits eine Umweltmaut erhoben und es ist anzunehmen, dass dieses System in Norwegen noch weiter ausgebaut wird. Um hier den jeweils richtigen Tarif für euer Fahrzeug zu bezahlen, müsst ihr die Daten für die “Umweltdifferenzierung” (der Begriff bei EPC PLC) nach erfolgter Registrierung bei EPC PLC in euerem Kundenkonto hinterlegen. Dort soll die Euroklasse angegeben und dafür ein Nachweis erbracht werden. Dazu muss ein Bild vom Fahrzeugschein erfasst / hochgeladen werden. Nach der Prüfung erfolgt die korrekte Einstufung der Schadstoffklasse für die norwegischen Umweltzonen.

Wenn du sehen möchtest, ob sich das für dich lohnt bzw. um welche Preise / Tarife es dabei geht, dann klappe gern die nachfolgenden Felder für dich auf:

Aufklappen für ein Beispiel zur Preisgestaltung der Umweltmaut in Oslo

Tarifgruppe 1 

Diese Tarifgruppe beinhaltet Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3.500 kg, und Kategorie M1 Fahrzeuge (Wohnmobile) mit einem AutoPASS Konto. Bitte bedenke, dass du ohne Registrierung immer den höchsten Preis bezahlst.

Innerer Ring Oslo

Zwei-Wege-
Berechnung
Benzin / HybridDieselE -Auto
Außerhalb der HVZ* 17 kr19 kr4 kr
Innerhalb der HVZ* 21 kr23 kr8 kr

Osloringen

Zwei-Wege-
Berechnung
Benzin / HybridDieselE-Auto
Außerhalb der HVZ* 21 kr25 kr5 kr
Innerhalb der HVZ*28 kr31 kr10 kr

   * =  Hauptverkehrszeit

Tarifgruppe 2 

Diese Tarifgruppe beinhaltet Fahrzeuge ab ein Gewicht von 3.501 kg, ausgenommen Fahrzeuge der Kategorie M1 (Wohnmobile) mit einem AutoPASS Konto. Bitte bedenke, dass du ohne Registrierung immer den höchsten Preis bezahlst.

Innerer Ring Oslo

Zwei-Wege-
Berechnung
älter-Euro V Euro-VIEmission
frei
Außerhalb der HVZ*86 kr53 kr0 kr
Innerhalb der HVZ*101kr69 kr0 kr

Osloringen

Zwei-Wege-
Berechnung
älter-Euro V Euro-VlEmission
frei
Außerhalb der HVZ*86 kr53 kr0 kr
Innerhalb der HVZ*101 kr69 kr0 kr

   * =  Hauptverkehrszeit

Die Hauptverkehrszeit in Oslo ist zwischen 06.30 – 09.00 Uhr und 15.00 – 17.00 Uhr.

ACHTUNG: Leider ist es nicht möglich ein gemietetes Fahrzeug für die Umweltzonen zu registrieren. Das kann nur der Vermieter tun. Alternativ könnt ihr aber einen BroBizz nutzen. Dazu mehr im nächsten Kapitel.

Abschließend lässt sich zur Registrierung bei EPC/PLC sagen: Die Registrierung bei EPC geht schnell, ist einfach und hat den Vorteil der gebündelten Rechnung sowie der einmaligen Abbuchung aufgelaufener Mautgebühren der einzelnen Stationen von der hinterlegten Kreditkarte. Ist man allerdings nicht oder nur wenig in den norwegischen Städten mit einer Umweltzone unterwegs, ist es fraglich, ob sich der Aufwand einer Registrierung für die Umweltmaut überhaupt lohnt.


3.0 OBE / Transponder / Brikke / Chip / Bizz

© EasyGo

Ein OBE (On-Board Equipment) ist ein elektronisches Erfassungsgerät, welches von einem Vertragsanbieter zur Erfassung deiner Fahrten auf mautpflichtigen Abschnitten zur Verfügung gestellt wird. Wird das Fahrzeug mit dem angebrachten Transponder (OBE) an der Mautstelle registriert, erfolgt die Abrechnung der Mautgebühr gemäß dem Vertrag, der mit dem Serviceanbieter geschlossen wurde. Um ein Erfassungsgerät (OBE) zu erhalten, muss man sich in der Regel bei einem der Anbieter registrieren, ein Kundenkonto einrichten und einen Vertrag mit dem Serviceanbieter abschliessen. Der Transponder (OBE) muss nach Erhalt entsprechend den Montage-Bestimmungen des jeweiligen Serviceanbieters angebracht werden.

Die Bezeichnungen für diese Transponder werden unterschiedlich gebraucht und man trifft auf die Begriffe OBE, Brikke, Chip, Bizz oder eben Transponder, die immer das Gleiche meinen. Das Geräte / Kundenkonto ist an eine natürliche (Privatperson) oder juristische (Firma) Person gebunden und die Fahrzeuge sowie ihre Kennzeichen können beliebig zugeordnet bzw. jederzeit geändert werden.

TIPP: Wenn ihr euch ein Wohnmobil in Deutschland mietet und sich der Vermieter nicht bereits selbst um diese Themen kümmert, dann registriert euch bei den nachfolgenden Anbietern vorerst mit den Daten eures privaten Fahrzeuges und ändert dann kurzfristig vor der Reise die Angaben auf das gemietete Wohnmobil, sobald euch diese Fakten dann bekannt sind. Wichtig: Gleich nach der Rückreise das Zurückwechseln nicht vergessen, da ihr sonst Gefahr lauft, für einen eventuellen Nachmieter auch gleich die Maut zu bezahlen.

Die folgende Transponder (OBE) können derzeit in Norwegen bzw. Dänemark (Brückenüberfahrten) genutzt werden:

3.1.0 BroBizz – das dänische Abrechnungssystem

Wann lohnt sich der dänische BroBizz? Wenn du

© BroBizz
  1. einen längeren Trip durch Norwegen planst und damit zwangsläufig viele Mautstationen in Anspruch nehmen wirst
  2. dich in den Städten aufhältst (Umweltmaut)
  3. die Ferjekort (50% auf Fährüberfahrten der teilnehmenden Fähren) verwenden möchtest, weil du einen Roadtrip an der Küste Norwegens oder in Fjordnorwegen planst
  4. über den Landweg (Dänemark / Schweden) nach Norwegen fahren möchstest (BroPas Vertrag für die Öresundbrücke)
  5. neben Skandinavien auch viel in Österreich unterwegs bist (dann kannst du die Sondervariante BroBizz Easy Go + nutzen)

Vorteile


  • Umweltmaut für Norwegen wird direkt über dein BroBizz Kundenkonto geklärt und berücksichtigt. Somit entfällt eine zusätzliche Registrierung bei EPC PLC
  • Kreditkartenzahlung / Hinterlegung einer Kreditkarte ist möglich
  • Verbindung mit der norwegischen Rabattkarte Ferjekort / Fergekort ist möglich
  • Verbindung zum Rabattvertrag BroPas (Öresundbrücke) ist möglich
  • deutschsprachige Homepage
  • Wohnmobil über 3,5 Tonnen fahren zum PKW-Preis
  • Vergünstigungen auf einigen Fährpassagen in Dänemark und bei Scandlines (Rødby-Puttgarden und Gedser-Rostock)
  • Ermäßigungen an fast allen Mautstationen in Norwegen
  • Erweiterbar auf den BroBizz Easy Go + (gilt zusätzlich auch gleich in Österreich)
  • keine Gebühren (außer einer geringen Kaution, die man zurückerhält, wenn man den Bizz zurücksendet)

Nachteile


  • derzeit keine genaue Auflistung der Rabatte an den norwegischen Mautstationen erhältlich
  • bei eventuellen Reklamationen einzelner Postionen von Fahrten in / durch Norwegen unklare Zuständigkeit
© BroBizz

BroBizz ist ein weit verbreiteter Transponder / OBE / Chip / Bizz aus Dänemark. Man richtet sich ein Kundenkonto bei BroBizz ein, in dem man sich registriert und somit einen Vertrag mit BroBizz eingeht. Den Transponder bekommt man zugeschickt und bezahlt lediglich eine einmalige Kaution von 200 DKK (etwa 27 Euro). Den BroBizz bringt man nach Erhalt gemäß der beiliegenden Anleitung im Auto an. Durch den angebrachten BroBizz wird die Durchfahrt der Mautstationen und der neuen Erfassungsstellen an einigen Fährverbindungen in Norwegen erfasst und rabattiert. Die Höhe des Rabattes legt der jeweilige Betreiber fest. Nach Angaben von BroBizz erhält man derzeit immer den besten Preis – also die höchstmöglichen Rabatte – für seine Durchfahrten.

Die Überfahrt auf einigen dänischen Fährstrecken und Brücken ist ebenfalls günstiger. (Übersicht der Fähren bei denen man eine Ermäßigung erhält). Bestellt man den BroBizz ist man automatisch Mitglied im Club Storebælt (ohne Zusatzkosten). Nutzt man die Stroebaeltbrücke, erhält man dadurch automatisch den günstigsten Preis, der möglich ist. Derzeit gibt es auf dieser Strecke immerhin 5 % Bizz-Ermäßigung und 15 % Preisnachlass auf die Gebühren für die Nutzung der Brücke.

Überquert man die Öresundbrücke mit dem BroBizz erhält man ebenso 8 % Ermäßigung. Wesentlich mehr läßt sich dort allerdings sparen, wenn man zusätzlich einen BroPas Vertrag abschließt und diesen mit seinem BroBizz verbindet. Dazu später im Bereich BroPas mehr.

Hat man ein Wohnmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen, sollte man in jedem Fall über die Bestellung eines Transponders nachdenken, denn so zahlt man nur die geringeren Mautgebühren, die auch ein PKW zahlen muß. In diesem Fall ist es notwendig, die Kopie bzw. ein Bild des Fahrzeugscheins per E-Mail an kundeservice@brobizz.com zu schicken. Erst dann wird zukünftig der korrekte Gebührensatz in Abzug gebracht.

3.1.1 BroBizz EasyGo+ Privat

Dieses System ist eine Weiterentwicklung vom normalen BroBizz. Der dazugehörige Chip kann zusätzlich auch in Österreich genutzt werden. Ist man bereits BroBizz Kunde, muss man einen Zusatzvertrag unterzeichnen. Man erhält dann einen neuen Transponder, der auch für Österreich freigeschalten ist. Hat man diesen erhalten, muss im Anschluss noch die hinterlegte Kreditkarte aktualisiert werden. Mehr dazu hier.

3.2.0 AutoPass Brikke – das staatliche norwegische System

Wann lohnt sich der AutoPass? Wenn man….

Logo Autopass Norwegen Maut
©AutoPass
  1. für längere Zeit oder häufiger in Norwegen unterwegs ist
  2. zusätzlich die Ferjekort / Fergekort verwenden möchte (Rabattkarte für teilnehmende Inlandsfähren von 50 %)
  3. viel in den norwegischen Städten umit Umweltzone nterwegs ist (Umweltmaut in Verbindung mit dem EPC PLC Konto)
  4. in der Regel mit der Fähre direkt nach Norwegen reist und nicht den Landweg nutzen wird
  5. man hauptsächlich in Norwegen und zum Beispiel nicht oder nur selten in Österreich oder Dänemark unterwegs ist

Vorteile


  • gute Kombination mit einer Registrierung bei EPC PLC für die richtige / günstige Abrechnung der Umweltmaut
  • Einfache Kopplung mit der Ferjekort / Fergekort (Rabattkarte für Inlandfähren in Norwegen)
  • Verbindung mit dem Rabattvertrag BroPas möglich (Öresundbrücke)
  • Mautrabatt bis zu 20% an den meisten norwegischen Mautstationen
  • Wohnmobile über 3,5 Tonnen fahren zum PKW -Preis
  • der Chip ist in ganz Skandinavien einsetzbar

Nachteile


  • Benutzerfreundlichkeit der Homepage
  • die Vertragsseite ist nicht in deutsch verfügbar
  • um den Bizz nutzen zu können, muss zusätzlich ein weiterer Vertrag mit einer Mautgesellschaft geschlossen werden
  • keine Kreditkartenzahlung möglich
  • Rechnungen müssen manuell überwiesen werden

Um an den AutoPass Chip / Brikke zu kommen, muss man einen Vertrag mit einer norwegischen Mautgesellschaft abschließen. Das geschieht quasi automatisch im Rahmen des Bestellvorgangs bzw. der Registrierung bei AutoPass. Für uns als Ausländer ist es quasi fast egal, für welche Gesellschaft wir uns entscheiden. Die marginalen Unterschiede im Servicelevel und bei möglichen Rabatten an den Mautstationen im ganzen Land sind eher für die Einheimischen relevant, die jeden Tag auf einer Strecke pendeln.

Die kleine AuoPass Box (Brikke / Chip) wird nach einer erfolgreichen Registrierung / Bestellung per Post inklusive einer Anleitung, wie der Chip im Auto angebracht werden muss, zugesandt. Für den Chip wird eine Kaution von 200 NOK (etwa 18 Euro) fällig. Diese Leihgebühr wird erstattet, sobald der Vertrag gekündigt und der Chip zurückgeschickt wurde. Eine genaue Schritt für Schritt Anleitung mit den Bildschirmbildern des Bestellvorgangs findest du in diesem Beitrag von uns.

Die Mautgebühren in Norwegen werden in zwei Tarifgruppen eingeteilt:

Tarifgruppe 1 – Alle Fahrzeuge bis 3,5 t und Fahrzeuge mit der Klasse M1. Wohnmobile und große Pkws gehören auch zur Klasse M1.
Tarifgruppe 2 – Fahrzeuge über 3,5 t, außer sie gehören zur Klasse M1.

Die Gebühren sind regional in ganz Norwegen recht unterschiedlich und können in der Tarifgruppe 1 zwischen 10 NOK und 150 NOK sowie in der Tarifgruppe 2 zwischen 10 NOK und 595 NOK variieren. In der Regel wird aber eine Abgabe zwischen 20 bis 50 NOK fällig (für die Tarifgruppe 1), was in etwa 2,- bis 5,- € entspricht.

Hat man einen Vertrag mit einer der norwegischen Mautgesellschaften geschlossen und den AutoPass Chip ordnungsgemäß angebracht, erhält man teilweise Rabatte von diesen regionalen Mautgesellschaften. Zusätzlich erhält man oft einen Chiprabatt von bis zu 20 % an vielen Stationen: Straßen und Mautgesellschaften – Übersicht über Tarife und Rabatte

Wohnmobilfahrer die einen längeren Trip nach Norwegen planen, sollten über den AutoPass nachdenken. Denn nur so zahlt man trotz eines Gewichtes von über 3,5 Tonnen lediglich die Gebühr, die auch ein PKW zahlt.

3.3.0 ØresundBizz

© ØresundBizz

Dieser Bizz / Transponder / Chip / OBE ist relativ wenig verbreitet und wir möchten ihn nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Er ist ebenfalls in ganz Skandinavien zur Erfassung und Bezahlung einsetzbar und auch akzeptiert. Ob man auch Vergünstigungen bei den Umweltmautstationen erhält ist allerdings unwahrscheinlich, da die Daten den Fahrzeugscheins nicht erfasst werden.

Der Bizz ist ein Chip, den die Brückengesellschaft bzw. das Konsortium der Öresundbrücke ausgibt. Will man auf dem Landweg nach Skandinavien reisen, passiert man unweigerlich die Øresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet. Um für die Überfahrt einen entsprechenden Rabatt zu bekommen, muss ein Bro Pas Vertrag geschlossen werden (siehe BroPas). Besitzt man noch keinen Mautchip und möchte seine Überfahrt aber auf diese Weise bezahlen, bekommt man auf Wunsch den kostenlosen ØresundBizz zugeschickt. Dieser gilt durch den Anschluss an den EasyGo Verbund auch für die anderen Stationen in Dänemark (Storebaeltbrücke) und Norwegen.


4.0 Rabattverträge (Avtale) als Kombination zu den OBE / Transpondern / Bizz / Brikke / Chip

Das besondere an den skandinavischen Systemen sind die eigentlich vielfachen Kombinationsmöglichkeiten aus verschiedenen Rabattsystemen (auch “Avtale” – norwegisch für “Absprache” – genannt) und den soeben behandelten Transpondern / OBE. Diese Transponder / OBE erfassen in der Regel nur die Fahrten und Passagen durch die Mautstationen und übernehmen die Abrechnung. Dafür gibt es zwar in der Regel auch schon Vergünstigungen, wie eben die Abrechnung zu günstigeren Tarifen (zum Beispiel für schwere Wohnmobile) oder den sogenannten Brikke-Rabatt, der zumeist – je nach Anwendung – zwischen 5 % und 20 % ausmacht.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn man nun gut überlegt die richtige “Avtale” – also den entsprechenden Rabattvertrag – damit kombiniert. Das geht zumeist ganz einfach, da jeder OBE / Transponder / Chip / Brikke / Bizz eine Seriennummer besitzt, die dem Benutzer zugeordnet ist. Diese kann man in der Regel in ein weiteres Benutzerkonto eines Rabattvertrages eintragen, wie zum Beispiel bei der Ferjekort / Fergekort.

So kann man zum Beispiel mit dem BroPas auf der Öresundrbücke fast 50 % der Maut sparen und auf vielen norwegischen Fähren mit der Fergekort / Ferjekort 50 % Rabatt auf den Preis einer Überfahrt erhalten. Allerdings ist dafür immer eine Gegenleistung notwendig. So muss man entweder ein Guthaben vorab einzahlen oder eine Gebühr für einen Jahresvertrag entrichten. Wie und ob sich das rechnet – dazu kommen wir jetzt:

4.1.0 BroPas

Mit dem Zusatzvertrag BroPas erhält man auf der Öresundbrücke einen recht hohen Rabatt auf die ziemlich teure Maut. Demzufolge ist eine Kombination aus ØresundBizz oder BroBizz oder AutoPass und BroPas besonders sinnvoll, wenn man ohnehin über den Landweg und damit über die Brücken nach Schweden bzw. Norwegen fahren möchte. Der BroPas Vertrag ist ein Jahresabonnement, dass derzeit etwa 43 EUR pro Jahr (Stand 2020) kostet. Allerdings amortisieren sich die Kosten des Abonnements bereits ab der zweiten Überfahrt. Habt ihr also auch die Rückfahrt über den Landweg und somit über die Öresundbrücke geplant, dann macht der BroPas durchaus Sinn.

Ihr könnt die BroPas Rabattvereinbarung mit allen oben aufgeführten Transpondern / OBE / Brikke / Bizz / Chips verbinden und auf diese Weise auch gleich eure Überfahrt damit erfassen und abrechnen. Alternativ kann man aber auch den BroPas ohne diese Verbindung nutzen und auf andere Weise die Überfahrt bezahlen. Den Rabatt bekommt man trotzdem – mehr dazu hier auf der Homepage der Öresundbrücke.

Aufklappen für eine Übersicht der Preisgestaltung der Öresundbrücke
Preis für die Einfache FahrtBroPas*
Pkw (max. 6 m) 23,00
Pkw (max. 6 m) mit Anhänger/max. 15 m
Wohnmobil 6-10 m
Lieferwagen 6-9 m
46,00
Motorrad11,00

Preis ohne gültigen Vertrag

Preis für die Einfache FahrtOnline 
ticket
Bezahl-
station
Pkw (max. 6 m)4954
Pkw (max. 6 m) mit Anhänger/max. 15 m
Wohnmobil 6-10 m
Lieferwagen 6-9 m
98108
Motorrad2729

* Preis mit gültigen Jahresabonnement. Die Preise sind in Euro (EUR) angegeben und schließen die Mehrwertsteuer von 25 % ein. 

4.2.0 Vertrag mit einer Mautgesellschaft für den AutoPass Chip

Um den AutoPass Chip / Brikke / Transponder benutzen zu können, muss man gleichzeitig einen Vertrag mit einer der norwegischen Mautgesellschaften schließen. Für uns Ausländer ist es dabei nebensächlich, welche Gesellschaft wir wählen. Wichtig ist nur zu wissen, dass ohne Vertrag der Mautchip nutzlos ist. Denn die eigentlichen Mautgebühren als auch die Rabatte werden im Grunde genommen über die gewählte Mautgesellschaft abgerechnet – nicht über AutoPass. AutoPass ist eben auch nur ein Dienstleister, führt die Kundenkonten, verschickt die Chips / Brikke / Transponder und erfasst eure Fahrten sowie einige Fährüberfahrten in Norwegen.

Nur mit einem gültigen Vertrag erhält man an den Mautstationen bis zu 20 % Rabatt und Wohnmobile über 3,5 Tonnen fahren zum PKW Preis. Hier geht es zur Liste der möglichen Mautstationen. Wir persönlich haben uns für die Ferde AS – Bomringen Bergen entschieden, da wir oft dort unterwegs sind / waren.

Durch die derzeitigen Veränderungen und Anpassungen im norwegischen Mautsystem, werden nun auch langsam die Webseiten der Mautgesellschaften benutzerfreundlicher und so kann man den Chip / Brikke / Transponder durchaus auch schon direkt bei der ein oder anderen Gesellschaft bestellen.

4.3.0 AutoPASS Ferjekort / Fergekort

Eine weitere und sehr wichtige Sparmöglichkeit ist die Nutzung einer Rabattkarte für die Inlandsfähren. Hierfür muss im Vorfeld ein Vertrag geschlossen bzw. eine entsprechendes Kundenkonto eingerichtet und eine Registrierung durchgeführt werden, um bis zu 50% Rabatt für die Überfahrten zu bekommen. Im Übrigen ergeben sich die unterschiedlichen Bezeichnungen Ferjekort und Fergekort lediglich aus den beiden norwegischen Sprachvarianten Nynorsk und Bokmål – meinen aber Beide die gleiche Karte.

Was man mit der Nutzung dieser Karte tatsächlich während einer Reise in Norwegen sparen kann, sieht man auf diesem Bildschirmausdruck unseres Kundenkontos, welcher die regulären Preise (Fullpris) und die Preise (Betalt beløp) mit der Ferjekort schön im Vergleich zeigt:

Screenshot Ferjekort AutoPass Norwegen Anleitung Nordlandblog

Die Karte funktioniert wie eine Prepaid Karte, die den folgenden Beträgen vorher “aufgeladen” werden muss bevor man diese zugeschickt bekommt und entsprechende Rabatte erhält. Die Karte selbst kostet derzeit 50 NOK, also gerade einmal knapp 5 Euro.

Vorauszahlungsklassen ab 01.01.2020:

  • Klasse 1 (kjøretøy fra 0 – 8 meter) 3600 NOK entspricht etwa 332 Euro
  • Klasse 2 (kjøretøy fra 8,01 – 17,50 meter) 14300 NOK entspricht etwa 1318 Euro
  • Klasse 3 (kjøretøy over 17,51 meter) 27100 NOK entspricht etwa 2498 Euro

Da nun auch die Bezahlung auf den Inlandfähren in Norwegen automatisiert wird, benötigt man auf einigen Fährverbindungen inzwischen zusätzlich einen der oben erklärten Chips / Transponder / Bizz / Brikke von BroBizz oder AutoPass. Dieser wird auf der Fähre gescannt und der fällige Betrag mit dem entsprechenden Rabatt (in der Regel 50 %) von deinem Guthaben auf deinem Ferjekort / Fergekort Konto abgezogen. Dafür muss allerdings die Seriennummer / Chipnummer von deinem AutoPass oder BroBizz im Vertragkonto der Ferjekort eingetragen werden.

Benutzt du die Fähren, die bereits auf automatische Abrechnung umgestellt sind, nur mit dem Chip / Brikke / Transponder / Bizz / OBE und hast du kein aktives oder verbundenes Ferjekort / Fergekort Konto bekommst du nur 10 % Rabatt. Auf allen Fähren, auf denen die Abrechnung noch nicht automatisiert ist und die die Ferjekort / Fergekort akzeptieren, wird ganz normal mit der Ferjekort bezahlt. Diese bekommst du nach Einzahlung des Guthabens und Gutschrift der Summe in deinem Ferjekort / Fergekort Konto zugesandt.

ACHTUNG: Auf einigen Fährverbindungen wird die Ferjekort leider (noch) nicht akzeptiert. Eine Liste der teilnehmenden Fährgesellschaften findest du hier.

Um dir die Möglichkeit zu geben, mit der Ferjekort / Fergekort viel Geld zu sparen, haben wir hier in unserem Beitrag zur Bestellung der Ferjekort / Fergekort diesen Vorgang mit allen Details und Bildschirmausdrucken erklärt.

4.3.1 Motorradfahrer und die Ferjekort / Fergekort

Motorradfahrer sind von der Strassenmaut befreit, müssen aber für die Nutzung der Fähren in Norwegen ganz regulär bezahlen. Deshalb kann es unter anderem nützlich sein, sich die Ferjekort zuzulegen. Allerdings ist die Zahlung damit eben nur noch auf den Fähren möglich, die noch nicht auf eine automatische Abrechnung umgestellt wurden. Auf allen anderen Fähren zahlen Motorräder den vollen Preis. Momentan werden immer mehr Fähren auf die Abrechnung über AutoPass umgestellt und daher sollte man genau schauen bzw. überlegen, ob sich die Bestellung tatsächlich überhaupt noch lohnt.

4.3.2 PKW mit Hänger und die Ferjekort / Fergekort

PKW unter 6 Metern und 3501 Kilogramm:
Ein Personenkraftwagen unter 6 Metern und 3501 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht wird in der Klasse 1 registriert, auch wenn man dann auf seiner Überfahrt einen Anhänger oder Wohnwagen dabei hat. Fährt man mit einem Anhänger oder Wohnwagen auf eine Fähre, wird die tatsächliche Länge gemessen als auch berechnet und der entsprechende Rabatt abgezogen, wenn man ein aktives Ferjekort / Fergekort Konto besitzt.

Die Klassen staffeln sich wie folgt:

  • Pkw mit Anhänger, Gesamtlänge gerade 6 Meter: Pkw-Tarif X 1
  • Pkw mit Anhänger, Gesamtlänge gerade 10 Meter: Pkw-Tarif X 2
  • Pkw mit Anhänger, Gesamtlänge f.o.m. 10,01 Meter: Pkw-Tarif X 3

Dies gilt auch für Elektroautos. In dem Fall heißen die Tarife Elektroauto X 1, 2 oder 3.

© Atlanterhavstunnelen

4.4.0 Atlanterhavstunnel

Nur der Vollständigkeit halber sei auch diese spezielle Mautstation erwähnt. Hier gibt es keinen der entsprechenden Rabatte und auch Motorradfahrer müssen hier eine Maut entrichten. Entweder man zahlt den vollen Preis oder man schließt einen extra Vertrag für diesen Tunnel ab oder man meidet ihn einfach. Alle Informationen dazu findest du auf der Homepage, die auch in englisch verfügbar ist.

Mit der Ferjekort / Fergekort von AutoPass Norge lassen sich 50 % sparen

Fazit / Unsere Empfehlung

Wie bereits eingangs beschrieben, musst du eigentlich gar nichts unternehmen, wenn du mit dem eigenen Fahrzeug nach Skandinavien reist. Ebenso solltest du gut abwägen, ob es sich lohnt und sinnvoll ist, für eine einmalige oder kurze Reise den möglichen Aufwand für die entsprechenden Registrierungen und Bestellungen zu betreiben.

Planst du allerdings eine längere Reise nach / durch Norwegen, wirst du öfter dort unterwegs sein, fährst du über den Landweg (Dänemark – Schweden) dorthin oder wirst du viele Fähren in Norwegen nutzen, dann solltest du dich damit auseinandersetzen. Schnell sind mit dem Aufwand von nicht mal einer Stunde 200 – 400 Euro gespart. Ein guter Stundensatz, oder…?

UNSERE TIPPS: Ihr fahrt öfter mit eurem Wohnmobil in den Norden, aber auch nach Österreich, wollt noch viel entdecken und euch in Norwegen treiben lassen…? Ihr habt dort auch einige Fähren auf der Route…? Ihr wisst noch nicht, wie ihr in nächster Zeit nach Norwegen reist – über den Landweg oder direkt mit einer der Fährlinien….? Dann solltet ihr Folgendes machen:

  1. Sobald als möglich BroBizz Easy Go + bestellen und abwarten, bis ihr diesen erhaltet bzw. die Seriennummer nach einigen Tagen in eurem Kundenkonto sichtbar ist
  2. Danach – aber spätestens 6 Wochen vor der Reise – die Ferjekort bestellen, entsprechendes Guthaben einzahlen und euren BroBizz mit diesem Ferjekort Konto verbinden

Ihr fahrt öfter und hauptsächlich mit eurem Wohnmobil in den Norden, wollt noch viel entdecken und euch in Norwegen treiben lassen…? Ihr habt dort auch einige Fähren auf der Route…? Ihr wisst noch nicht, wie ihr in nächster Zeit nach Norwegen reist – über den Landweg oder direkt mit einer der Fährlinien….? Dann solltet ihr Folgendes machen:

  1. Sobald als möglich BroBizz bestellen und abwarten, bis ihr diesen erhaltet bzw. die Seriennummer nach einigen Tagen in eurem Kundenkonto sichtbar ist
  2. Danach – aber spätestens 6 Wochen vor der Reise – die Ferjekort bestellen, entsprechendes Guthaben einzahlen und euren BroBizz mit diesem Ferjekort Konto verbinden

Ihr fahrt hauptsächlich und oft nach Norwegen…? Für die Anreise nutzt ihr hauptsächlich eine der bekannten Fährlinien….? Ihr habt dort regelmäßig auch einige Fähren auf der Route…? Dann solltet ihr Folgendes machen:

  1. Sobald als möglich bei EPC PLC registrieren und die Details für die Umweltdifferenzierung ausfüllen (Fahrzeugschein Kopie oder Bild hochladen)
  2. Sobald als möglich für den AutoPass Brikke / Chip registrieren und abwarten, bis ihr diesen erhaltet bzw. die Seriennummer nach einigen Tagen in eurem Kundenkonto sichtbar ist
  3. Danach – aber spätestens 6 Wochen vor der Reise – die Ferjekort bestellen, entsprechendes Guthaben einzahlen und euren BroBizz mit diesem Ferjekort Konto verbinden

So, nun hoffen wir, euch einen kompletten und hilfreichen Überblick über die verschiedenen Systeme und Möglichkeiten für eure perfekte Tour in den Norden Europas gegeben zu haben. Haben wir etwas vergessen? Hat sich etwas verändert? Fehlen euch Informationen? Habt ihr noch individuelle Fragen zu diesem Thema? Wie auch immer – wir freuen uns auf eure Kommentare 🙂

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Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

4 Kommentare

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  • Hallo zusammen,

    herzlichen Dank für die fantastische Aufarbeitung und Zusammenfassung dieses Themas! Da habt ihr gut Arbeiten reingesteckt um es verständlich aufzubereiten.

    Ein Update für alle Interessierten:
    Die Mindestaufladung für die Vorauszahlungsklassen wurde ab 08.04.2020 fast auf 1/3 reduziert und beträgt laut der Website des Betreibers derzeit bei folgenden Werten:

    Vorauszahlungsklassen ab 08.04.2020:
    • Klasse 1 (Fahrzeuge von 0 – 8 Meter) – NOK 1 200 – entspricht etwa 105 EUR
    • Klasse 2 (Fahrzeuge von 8,01 – 17,50 Meter) – NOK 4 800 – entspricht etwa 420 EUR
    • Klasse 3 (Fahrzeuge über 17,51 Meter) – NOK 9 000 – entspricht etwa 788 EUR

    Das macht es wohl für alle noch attraktiver dieses Angebot in Anspruch zu nehmen da nicht soviel im Voraus aufgeladen werden muss.

    Viele Grüße
    Stefan

    • Lieber Stefan,
      vielen, vielen Dank für deine Nachricht mit dem netten Feedback und zugleich ein ganz großes Sorry für die extrem späte Rückmeldung. Wir hoffen da auf dein Verständnis, denn durch die Beschränkungen in der Reisefreiheit ist uns unser ganzes Geschäftsmodell quasi um die Ohren geflogen und es war in der letzten Zeit daher viel zu organisieren oder neu zu ordnen. Darüber hinaus wollten wir die Zeit gleich noch für ein Update unserer Webseite nutzen, was uns seit nunmehr vier Wochen zusätzliche technische Probleme beschert hat. Aber wie auch immer – wir hoffen zumindest, dass du gesund bist und auch deine / eure Reisepläne für Norwegen irgendwann umgesetzt werden können.

      Vielen Dank auch für deine wertvollen Ergänzungen bzw. das hilfreiche Update zu den neu festgelegten Vorauszahlungen. Diese Informationen helfen sicher auch vielen anderen Lesern und daher freuen wir uns umso mehr über diese Informationen. Da die Norwegische Krone derzeit sehr schlecht steht, lohnt es sich umso mehr, aktuell und auch auf lange Sicht, dieses Guthaben einzuzahlen bzw. aufzufüllen, denn die entsprechenden Werte in Euro sind derzeit niedriger denn je 🙂

      Also – nochmals vielen Dank und liebe Grüße – bis demnächst einmal,
      Conny und Sirko

  • Hallo,
    wir haben glücklicherweise diese wertvollen Hinweise vor unserer Wohnmobilreise durch den norwegischen Winter entdeckt und umgesetzt. Es war unsere vierte Norwegenreise, die dritte im Wohnmobil. Von früheren Reisen waren wir schon bei EPC registriert, aber nicht bei AutoPASS. In fünf Wochen sind wir von Kristiansand (Süd-Norwegen) an Nordsee und Atlantik entlang bis Tromsø (Nord-Norwegen) gereist. Hier ist ein kleiner Erfahrungsbericht:
    Beim Durchfahren der Mautstellen ist kein Unterschied zu bemerken, ob man nicht registriert, bei EPC registriert ist oder einen AutoPASS-Chip hat. Die Abrechnung der Mautgesellschaft zeigt allerdings, dass unsere 25 mautpflichtigen Passagen (Straßen, Brücken und Tunnels) 20% billiger waren, als ohne Chip.
    Auf vielen der Inlandsfähren wurden (vor der COVID-19-Pandemie) noch manuell Fahrkarten verkauft. Mitte März erhielten wir von AutoPASS for ferje eine Email, in der angekündigt wurde, dass zur Vorbeugung von Infektionen vorübergehend auf den nationalen Straßenfähren kein manuelles Ticketing durchgeführt werden dürfe. Laut einer weiteren Email ist diese Regelung wieder aufgehoben, aber die AutoPASS-Regelung für Fährentarife wird auf weitere Fährlinien ausgeweitet. Außerdem werden auf den nationalen und vielen regionalen Fähren die Preise gesenkt.
    Auf einer Fähre hat Personal unseren Chip mit einem Handgerät ge-skannt. Bei zwei Fähren gab es an der Zufahrt eine AutoPASS-Spur mit Schranke. Die öffnete sich, sobald der Chip eingelesen war (Erfassung wie für Maut), das Chip-Gerät gab dabei einen kurzen Pfeifton ab.
    Auf einzelnen Fähren konnten wir bargeldlos mit unserer autopassferje-Karte bezahlen. Allerdings haben wir nur zufällig bemerkt, dass dafür die Karte an den Ticketverkäufer übergeben werden musste. Möglicherweise haben wir vorher Fährfahrten mit Kreditkarte bezahlt (ohne Rabatt), wo die autopassferje-Karte funktioniert hätte.
    Die beiden längsten und teuersten Fährpassagen wurden von AutoPASS for ferje mit rund 50% Rabatt abgerechnet, die übrigen mit rund 40%.
    Auf der Rückreise der wegen COVID-19 abgebrochenen Tour sind wir durch Schweden und Dänemark gefahren. Die norwegischen Fährlinien zum Kontinent waren eingestellt. Wir wollten lange Fährfahrten ohnehin meiden, weil viele Passagiere in den Räumen der Fähre zusammen kommen. Wir haben daher, ohne uns vorher bei BroPas anzumelden, versucht mit unserem AutoPASS-Chip über die Öresund- und die Storebælt-Brücke zu fahren. Und es hat problemlos funktioniert. So konnten wir vollkommen kontaktlos (ohne Bargeld oder Kreditkarte) über die Ostsee fahren.
    Die Abrechnung der von uns gewählten Mautgesellschaft (Ferde, Bomringen Bergen) hat per Post eine Abrechnung in norwegischer Sprache gesandt. Nach dem ersten Schreck (wir können kein Norwegisch) hat Google Übersetzer geholfen, übrigens auch bei den erwähnten Emails.
    Herzliche Grüße aus Hamburg
    Reinhard

    • Ihr lieben Herumkommer,

      hier gilt zunächst das Gleiche, wie bei der Antwort auf euren anderen Kommentar in der Kategorie Kastenwagen: SORRY für die späte Antwort und zugleich herzlichen Dank – auch für diesen weiteren wertvollen Erfahrungsbericht, der sicher vielen Lesern helfen wird. Gerade da sich aktuell viele Dinge bei der Bezahlung der Fähren und im Umfeld der Ferjekort / Fergekort ändern, sind eure aktuellen Schilderungen umso wertvoller. Daher noch einmal vielen Dank für diese ausführlichen Schilderungen und weiterhin bzw. allzeit Gute Fahrt für euch.

      Liebe Grüße, alles Gute für euch und bis demnächst einmal,
      Conny und Sirko

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