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Mit dem Kastenwagen im Winter durch Norwegen (Teil 1: Kiel – Røros)

Wintercamping mit dem Kastenwagen in Norwegen.

In diesem ersten Teil nehmen wir euch mit auf eine Wintertour mit unserem Kastenwagen Mercedes Sprinter 4×4 durch das eiskalte Grenzgebiet zwischen Norwegen und Schweden – dem Winterwunderland in Skandinavien.

ALLE TEILE UNSERER WINTERWONDERLAND TOUR

Auf in den Norden…

Wir haben nichts dem Zufall überlassen und im Vorfeld getestet, geprobt, in Foren mitgelesen und auf Facebook in den Gruppen diskutiert. Eigentlich sollte nach diesen umfangreichen Vorbereitungen alles in Ordnung gehen. (Beitrag zu unseren Vorbereitungen auf diese Tour) Dennoch haben wir das Gefühl, dieses Mal nicht in den Urlaub zu fahren, sondern auf eine Expedition zu gehen. Täglich checken wir den Wetterbericht und die Straßenverhältnisse, ehe wir endlich unseren Kastenwagen einräumen. Entgegen unserer Befürchtungen passt selbst im Winter die umfangreichere Ausrüstung in das Auto. Selbst die warmen und dicken Sachen bringt Conny erfolgreich unter. Auf geht’s zur Fähre nach Kiel.

Bild vom Stenaline Terminal im Hafen Kiel (Deutschland).
Wenn man erst vom Deck der Stenaline Fähre auf das Terminal in Kiel schaut, beginnt der Urlaub…

Wir sind pünktlich im Hafen der Stenaline in Kiel. Die Fähre legt pünktlich um 18.45 Uhr ab und es folgt eine ruhige Überfahrt für uns. Um 9.15 Uhr werden wir in Göteborg ankommen. Perfekt, um sich über Nacht in der Kabine auszuruhen und zu schlafen. Von der Stenaline-Verbindung Oslo – Frederikshavn kennen wir das Bistro, wo man unter anderem für einen vertretbaren Preis Pizza und andere Tagesgerichte essen kann. Angebote dieser Form suchen wir dieses Mal zuerst vergebens und finden nur die etwas teureren Buffett-Restaurants. Schlussendlich gab es dann aber doch noch ein sensationelles Abendessen für einen sehr guten Preis:

INSIDER-TIPP: Selbst auf der eigenen Homepage weist Stenaline nur auf die teureren Restaurants und Bars hin (siehe hier). Es gibt aber zum Abendessen eine Möglichkeit, die Trucker-Lounge und das angeschlossene Bistro aufzusuchen, wo man unter anderem ein leckeres Tagesgericht und andere Gerichte auswählen kann. Wir hatten ein wirklich gutes Rinderfilet mit selbst gewählten Beilagen und Salat für gerade mal 119 SEK (Schwedische Kronen). Das Bistro ist aber nicht wie die anderen Restaurants und Shops regulär über die Flure von Deck 7 zu erreichen. Man muss dazu über Deck 6 oder Deck 8 zu dem GRÜNEN Treppenaufgang gehen, über den man direkt in die Truckerlounge kommt. Dort findet man auch das Bistro, welches in den Abendstunden für alle Passagiere geöffnet ist. Zum Frühstück ist der gesamte Bereich den Truckern / Fernfahrern vorbehalten.
Bild von der Einfahrt in den Hafen Göteborg (Schweden).
Ein bekannter Anblick: Die Fähre scheint gar nicht unter die Brücke im Hafen von Göteborg zu passen…

Die Fahrt durch Schweden

Am Morgen laufen wir pünktlich in Göteborg ein. Vom Deck genießen wir noch die Einfahrt in den Hafen der schwedischen Stadt. Dann geht es auch schon in unser Wohnmobil, runter von der Fähre und ab auf die Europastraße 6 Richtung Oslo (Norwegen). Wir stehen bereits kurz hinter Göteborg vor der schweren Entscheidung, dieser Strecke weiter zu folgen, oder lieber über die Europastraße 45 einen Umweg von einer halben Stunde durch Schweden zu fahren. Wir haben oft gelesen, dass im Winter die Straßenverhältnisse in Schweden besser als in Norwegen sein sollen und die Straßen gut geräumt sind. Angesichts der Wetterlage sind wir uns schnell einig. Wir fahren durch Schweden, da wir in Norwegen aufgrund der aktuellen Meldungen schwierigere Verhältnisse erwarten.

Bild vom winterlichen Schweden an der Europastrasse E45.
Eine traumhafte Winterlandschaft empfängt uns an der Europastraße E45 in Schweden.

Es geht durch eine traumhafte Winterlandschaft am See Vänern entlang. Die Sonne kämpft sich durch den Eisnebel und die Landschaft leuchtet strahlend weiß. So rollen wir entspannt und vergnügt unserem ersten Etappenziel, dem Campingplatz Båtstø Camping in Elgå entgegen.

Winterwunderland in Schweden mit viel Schnee und Sonne.
So haben wir uns die Anreise unserer Winterwunderland Tour vorgestellt

In Stöllet biegen wir von der Europastraße ab und folgen der Straße 62 in Richtung Trysil (Norwegen). Je weiter wir in das Gebirge kommen, um so höher liegt der Schnee. Unsere Außentemperatur-Anzeige zeigt mit einbrechender Dunkelheit ebenfalls immer tiefere Werte an. Haben wir uns das gut überlegt? Werden wir mit den extremen Bedingungen klarkommen?

An der Grenze von Schweden auch Norwegen mit unserem Kastenwagen auf der Winterwonderland Tour.
Kurz vor der Grenze nach Schweden liegt der Schnee bereits beeindruckend hoch.

Wir sind in Norwegen

Am frühen Abend kommen wir in Trysil, einem populären Wintersportort Norwegens, an. Wir müssen wie geplant tanken, denn wir sind bewusst nicht mit so vollen Tank ab Kiel gestartet. Aus Kostengründen hätte das Sinn ergeben. Allerdings müssen wir uns laut Wetterbericht auf extreme Temperaturen weit unter zwanzig Minusgraden einstellen. Daher tanken wir lieber vor dem ersten Campingplatz den norwegischen Diesel, da dieser mit seinen Zusätzen bis zu minus 40 Grad verkraften soll. Gleich noch das Wischwasser für die Scheibenwischer als auch das Wasser unserer Toilette mit einem Frostschutz-Konzentrat aufgefüllt und weiter geht es.

Wir fahren durch die Winterlandschaften in Schweden.
Roadtrip durch die scheinbar unendlichen Winterlandschaften im Grenzgebiet zwischen Schweden und Norwegen.

Gegen 20.00 Uhr kommen wir auf dem Campingplatz Båtstø Camping in Elgå an. Die Inhaber Tove und Bjørn Arvid wohnen direkt auf dem Platz. Ein kurzes Klopfen und wir werden herzlich begrüßt. Da man mit unserer Ankunft gerechnet hat, ist der Schnee geschoben und ein Stellplatz frei geräumt. Perfekt! Einparken, Strom anschließen, die Elektroheizung anschalten und noch etwas essen. Der Blick auf die Temperaturanzeige macht uns allerdings zunehmend Sorgen. Minus 20,5 Grad leuchten uns dort an. Dabei fängt die Nacht erst an. Wir müssen uns gleich zu Beginn also auf extreme Temperaturen vorbereiten.

Mehr als zwanzig Minusgrade zeigt das Thermometer unseres Mercedes Sprinter Kastenwagens an.
Oh je – dabei ist es erst am Abend und die klare, kalte Nacht steht uns noch bevor…

Wir befestigen die Isomatten an den Fenstern vom Fahrerhaus und ziehen zusätzlich die Vorhänge zu. Die Rollos von den Fenstern im Wohnbereich werden ebenso geschlossen. Über die Handbremse müssen wir eine Decke legen, da von dort kalte Luft reinzieht. Ebenso isolieren wir mit einer alten Decke den Einstieg an der Schiebetür, da dort auch eine offensichtliche Kältebrücke ist. Zum Schluß trennen wir den Fahr- und Wohnbereich mit einer Decke, die wir dort aufhängen. Nachdem die beiden Heizungen (Elektroheizung Ecomat 2000 und Dieselheizung) auf knapp 8 Grad für die Nacht gestellt sind, geht es mit Wollunterwäsche ins Bett.

Wir schlafen trotz geschlossener Fenster sehr gut. Am Morgen lässt sich draußen die Sonne erahnen. In der Tat ist es zwar eiskalt, aber windstill und sonnig. Ein Traumwetter! Winterwunderland – wir sind da! Nach einer kurzen Fotosession gibt es ein leckeres Frühstück. Wir entscheiden uns, aufgrund der frostigen Temperaturen, unsere Trinkwasserversorgung nicht in Betrieb zu nehmen und stattdessen alle Einrichtungen des Campingplatzes zu nutzen.

Der Stellplatz / Campingplatz Båtstø Camping

Eiseskälte auf dem Campingplatz am Femunden in Norwegen.
Nach einer eiskalten und klaren Nacht kann man am nächsten Morgen die Kälte fast sehen…
  • Stellplätze: über 20 Wohnmobil- und Caravan-Plätze / 8 Hütten mit verschiedenen Standards und Größen
  • Lage: in dem kleinen Ort Elgå direkt am Ufer des Femunden und dem Wald des Nationalparks Femundsmarka
  • Homepage des Platzes: Batsto Camping
  • Preise (2018): 230 NOK / Nacht + 50 NOK für Strom bei Bedarf (Wohnmobil) / Wochenpreise sind günstiger
  • Sonstige Ausstattung: Waschmaschine, Trockner, Gemeinschaftsküche, Duschautomat, Angelmöglichkeit am Ufer, gemütliche Gemeinschaftsstube (gemütlich eingerichtet)
  • Besonderheit: ganzjährig geöffnet / sehr persönliche Atmosphäre
  • Koordinaten / Lage: 663 Meter hoch gelegen / 62°10’13.98″N 11°56’24.75″E / Dezimalgrade: 62.17055, 11.94021
Auf dem Campingplatz Batsto Camping am Femunden.
Das historische Gebäude auf dem Campingplatz beinhaltet zugleich den urigen Aufenthaltsraum

Elgå – Winterparadies am Ufer des Sees Femunden

Vor uns liegen zwei Tage in dem kleinen Weiler Elgå. Wir lieben dieses Dörfchen am Ende der Straße an den See Femunden. Ohne Durchgangsverkehr liegt es friedlich und ruhig umgeben von zwei Nationalparks. Hier ist die Welt augenscheinlich noch in Ordnung und die unberührte Landschaft unendlich weit.

Langlauf auf der Loipe am Femunden in Norwegen (Conny Trentsch)
Die Loipen entlang des Seeufers am Femunden führen durch eine einzigartige Natur.

Das herrliche Wetter lädt trotz der Kälte zu einer Skitour ein. Die Loipe beginnt wirklich fast am Campingplatz und vorbei an der kleinen Kirche geht es am Ufer des riesigen Sees Femunden entlang. Nach knapp zwei Kilometern kommt man an eine Schutzhütte, in der man sich aufwärmen oder auch einen Kaffee aus der Thermosflasche genießen kann. Weitere zwei Kilometer später kommt man auf dieser Rundtour wieder im Dorf an. Es ist extrem kalt und selbst an den Wimpern haben wir inzwischen Raureif. So sind wir froh, als wir endlich wieder an unserem Kastenwagen sind. Da es zeitig dunkel wird, machen wir es uns gemütlich und genießen den Abend.

Sonnenuntergang an einem Winterabend in der Femundsmarka in Norwegen.
Gegen 15.00 Uhr wird es zu dieser Zeit dunkel. Die Sonne taucht die Landschaft dann in ein goldenes Licht.

Am nächsten Morgen ist es etwas „wärmer“, da es sich zugezogen hat und sich eine Wolkenfront mit Neuschnee zusammenschiebt. So entschließen wir uns, an diesem Tag die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Wir wollen dabei den kleinen Kaufmannsladen im Ort aufsuchen, denn wir müssen ohnehin unsere Vorräte auffüllen. Außerdem werden wir dort einen Kaffee trinken – den hier es mit lecker Kuchen und Teilchen gibt. Eigentlich hoffen wir aber auf Rentiere, die man hier im Winter oft sogar im Ort trifft. Aber augenscheinlich ist es zu kalt oder es liegt bereits zu viel Schnee. So sehen wir keine Rentiere, haben aber einen sensationellen Winterspaziergang.

Kaufmannsladen im Dorf am Femunden.
Der Kaufmannsladen bietet alles, was man zum Leben braucht – sogar Benzin für die Motorschlitten der Rentier-Hirten

Nach einem leckeren Abendessen mit frischen Zutaten aus dem Dorfkonsum studieren wir noch den Wetterbericht für den nächsten Tag und bereiten alles für die Weiterreise vor. Fakt ist: In der Nacht und für den kommenden Tag sind massive Schneefälle und Stürme angesagt. Wir wissen was das bedeutet: Schneeverwehungen werden die geplante weitere Tour am nächsten Tag stark behindern…

Die Reise geht weiter nach Røros

Am nächsten Morgen soll es nach dem Frühstück weitergehen. Eigentlich planen wir unsere Touren soweit als möglich frei und flexibel. Aber in diesem Fall müssen wir trotz massiver Schneefälle und der befürchteten Verwehungen dennoch weiter. Uns erwartet am nächsten Tag (Donnerstag) eine vereinbarte Hundeschlitten-Tour und der nächste Campingplatz bei Røros ist bereits fest gebucht.

Extreme Ruhe und Stille am Morgen in Norwegen.
Wintermorgen am Ufer des Femunden – eine Stille, die man hören kann…

Nach dem Frühstück wundern wir uns, dass Bjørn auf seinem Campingplatz noch keinen Schnee geschoben hat. Wir hatten bereits signalisiert, dass es nach dem Frühstück für uns weitergehen soll. Aber von der Betreiber-Familie des Campingplatzes ist niemand da. Hmmm? Was machen? Wir hängen einen Zettel an die Tür, dass wir unsere Rechnung gern per Überweisung bezahlen und uns dazu per Mail verständigen werden. Jetzt müssen wir uns nur noch mit unserem Sprinter und seinem 4×4 Antrieb durch den Schnee wühlen, um vom Campingplatz zu kommen. Nach zwei Anläufen klappt das auch und los geht es. Røros – wir kommen.

Von Elgå nach Røros - die nächste Etappe beginnt.
Wir haben uns durch den Schnee gewühlt und reisen heute weiter nach Røros.

Wir fahren in Richtung Idre (Schweden) und wollen dieses Mal bewusst diesen Umweg durch Schweden in Kauf nehmen. Die Landschaft soll dort wunderschön sein und den Weg durch Norwegen, westlich vom Femunden, kennen wir zur Genüge von früheren Fahrten. Als wir aber weiterhin den Wetterbericht sowie die Verkehrsmeldungen verfolgen, werden wir langsam unsicher. Ist das heute wirklich eine gute Idee, durch das Gebirge und noch dazu den Umweg zu fahren? Wir müssen uns bald entscheiden. Noch geben wir nicht auf und fahren auf den ersten Pass zwischen Elgå und Idre in Richtung der schwedischen Grenze.

Mit unserem Kastenwagen Mercedes Sprinter 4x4 Independent am Pass nach Idre (Schweden) auf der Winterwonderland Tour.
Wir stoppen noch einmal kurz am Pass nach Idre (Schweden) und entschließen uns dann aber, durch Norwegen zu fahren.

Die Bedingungen hier als auch die Einschätzung der gesamten Lage lassen die Vernunft siegen. Also ein kurzes Stück zurückgefahren und ab nach Drevsjø. Von dort aus geht es dann bei ständigen Schneefall weiter nach Røros.

Kastenwagen CS Reisemobile Independent im Schnee
Kurz vor der Ankunft auf dem Campingplatz: Schnee soweit man blicken kann – und es wird immer mehr….

Der Stellplatz / Campingplatz Røste Hyttetun og Camping (Os i Osterdalen)

Unser Stellplatz in der Nähe von Röros.
Wir stehen allein und ziemlich perfekt mit kurzen schnellen Wegen zum Duschen etc.
  • Stellplätze: über 15 Wohnmobil- und Caravan-Plätze / 11 Hütten mit verschiedenen Standards und Größen
  • Lage: etwas zurück gesetzt von der Strasse FV 30 (Rørosveien) in Os (Hedmark) unweit des Lachsflusses Glomma
  • Homepage des Platzes: Røste Hyttetun og Camping
  • Preise (2018): 190 NOK / Nacht + 45 NOK für Strom bei Bedarf (Wohnmobil) (auf Wunsch auch mit Stromzähler und Abrechnung nach Verbrauch)
  • Sonstige Ausstattung: Spielplatz mit Kletterwand, Gapahuk mit Grillplatz, Duschautomat, Angelmöglichkeit im nahe gelegenen Lachsfluss, gratis WLAN, im Winter Langlaufloipe direkt vom Campingplatz mit Ski erreichbar, Waschmaschine (Münze), Entsorgungsstation Wohnmobile, Gemeinschaftsküche
  • Besonderheit: im Winter geöffnet
  • Koordinaten: 613 Meter hoch gelegen / 62°30’9.4″N 11°15’23.64″O / Dezimalgrade: 62.50261, 11.25657
Conny mit unserem Van 4x4 im Schnee.
Conny manövriert unseren Kastenwagen oft und gern durch den Schnee.

Mit Einbruch der Dunkelheit kommen wir auf dem Campingplatz an. Er liegt nur knapp elf Kilometer von Røros entfernt und hat von den im Winter geöffneten Campingplätzen der Region die besten Bewertungen. Die nette Inhaberin begrüsst uns sehr herzlich. Es ist bereits Schnee geschoben für einen tollen Stellplatz in unmittelbarer Nähe zu dem ansprechenden Gemeinschaftsgebäude. Perfekt! Wir fühlen uns sofort wohl und richten uns häuslich ein. Bis zum Wochenende werden wir hier auch alleine sein, bevor weitere Gäste wegen dem stattfindenden Hundeschlitten-Rennen anreisen werden.

Von unseren Erlebnissen in Røros, unserer Pferdeschlittenfahrt, der Tour mit dem Hundeschlitten, unseren ersten Versuchen beim Eisangeln und vieles mehr berichten wir im zweiten Teil dieser Blogserie.

 

Auf der nachfolgenden Karte seht ihr die Strecke unserer WINTERWONDERLAND TOUR SKANDINAVIEN 2018 abgebildet:

 

ALLE TEILE UNSERER WINTERWONDERLAND TOUR

 

Hier könnt ihr sehen, in welcher Region der idyllische Ort Elgå liegt:

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Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

17 Kommentare

  • Hallo, danke für den wirklich interessanten Beitrag und die tollen Fotos.
    Ich habe Ende/Oktober eine Fahrt (allerdings mit dem PkW) von Bergen aus mit Hurtigruten bis Svolvaer auf die Lofoten und dann auf dem Landweg nach Oslo gemacht und die Landschaft (teilweise auch bereits mit Schnee) war total beeindruckend.
    Könnte man die Strecke, die Ihr gefahren seid, auch im Winter mit Allrad-PkW fahren ?
    Viele Grüße
    Friedhelm

    • Hallo Friedhelm,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar. Die von dir beschriebene und erlebte Tour klingt ebenfalls sehr faszinierend. Einige Abschnitte der Route kennen wir zumindest aus anderen Jahreszeiten und können uns daher gut vorstellen, was du erlebt hast und wie beeindruckend diese Reise gewesen sein muss. Aus unserer Sicht ist es gar kein Problem, im Winter in der Region südlich von Trondheim mit einem 4×4 PKW eine ähnliche Reise wie die hier beschriebene Tour zu machen. Wir waren vorher selbst bereits dreimal mit dem PKW (ohne Allrad) in der Region im Winter unterwegs und hatten nie Probleme. Für die Sicherheit ein paar Schneeketten und einen Spaten sowie zwei Decken – dann kann es losgehen 🙂 Wir wünschen dir eine tolle Tour und freuen uns auf weitere Feedbacks.

      Liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Für mich sind Eur Berichte sehr spannend.
    Was mich noch interessieren würde: wie hoch war das Gewicht mit der Beladung? Oder habt ihr vorsichtshalber gar nicht erst gewogen?
    Habt ihr die Scheeketten mal gebraucht? Wie waren Eure Erfahrungen mit den AT-Reifen im Schnee? Gab’s keine Probleme mit Kondenswasser? Viele Fragen, ich weiss, und ich bin auch schon ganz gespannt auf die Fortsetzung!
    Viele Grüsse Martin

    • Hallo Martin,

      vielen Dank für das nette und detaillierte Feedback. Wir nehmen es gern als Motivation für die Fortsetzungen, zumal das Wetter aktuell ohnehin ein Winterfeeling vermittelt.
      Wir haben in der Tat gewogen und das Bild sogar auf unserer Facebook-Seite als auch im Camperboard-Forum veröffentlicht: Es waren zu dem Zeitpunkt 3520 Kilogramm – also ein kleines, auch bei uns Menschen nicht unübliches Übergewicht auf der Rückfahrt… 😉 Es war aber tatsächlich einer Herausforderung, da das Wintergepäck mehr Platz braucht und alleine schon die Kleidung schwerer ist. Wir haben konsequent alle Sommer-Artikel (Zelt, Grillzeug, Fahrradwerkzeug, Fahrradträger etc.) ausgeräumt und entfernt. Damit sind wir dann gut klargekommen.

      Die Schneeketten haben wir nicht gebraucht, obwohl wir einige Schneeverwehungen und andere Herausforderungen zu meistern hatten. In der Tat haben sich die AT Reifen besser als erwartet und im „normalen“ Schnee extrem gut gemacht. Nur auf Eis (logisch) und bei Schneematsch kamen und kommen sie dann an ihre Grenzen. Aber für uns sind die AT`s gesetzt, solange es nicht für Wochen noch höher in den Norden geht. Dann würden wir über Spikes nachdenken.

      Das Kondenswasser ist tatsächlich eine der grössten Herausforderungen. Es hilft nur a) konsequent zu Lüften (unabhängig der höheren Heizkosten), b) das Auto richtig aufzuheizen (unabhängig der damit verbundenen höheren Heizkosten…) und c) nicht richtig zu kochen. Wir haben nur Wasser für den Kaffee aufbereitet (im Winter nicht im Kessel sondern im elektrischen Wasserkocher, da wir ohnehin auf Campingplätzen waren) und mal etwas Schnelles gekocht. Nudeln oder Kartoffeln haben wir bewusst nicht gekocht – da wir dann mit dem Kondenswasser nur Probleme gehabt hätten. Der Wasserdampf würde sofort an dem Metalldach gefrieren und nach der Tour hätte man aus dem Kastenwagen eine Tropfsteinhöhle gemacht 🙂

      Mehr Details gibt es dann auch in den Fortsetzungen…

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

      Conny und Sirko

      • Danke, ich freu mich drauf!
        Ich bekomme meinen Duo Independent im November, Eure Berichte steigern die Vorfreude ungemein!
        Ich möchte mit den Oltmännern noch abklären, ob man die Solarpanels nicht abnehmbar machen kann. Für eine solche Wintertour sind sie wohl eh unbrauchbar. Spart wieder etwas Gewicht!
        Viele Grüsse Martin

        • Hallo Alexandra, vielen Dank für deinen Kommentar und die nette Anfrage. Nein, wir haben (leider) keine Ablufthaube oder ähnliches in unserem Kastenwagen. Daher waren wir immer drauf angewiesen, trotz der Kälte gut zu lüften und so wenig wie möglich im Winter innen zu kochen. Daher haben wir das Wasser mit einem elektrischen Wasserkocher erwärmt, da das schneller und besser als auf dem Gaskocher geht / ging. Da wir im Winter fast nur auf Campingplätzen stehen bzw. standen, haben wir auch viel deren Möglichkeiten zum Kochen genutzt. Wir wollten und mussten um jeden Preis verhindern, dass die Luftfeuchtigkeit an das kalte Autodach aufsteigt, dort gefriert und wir im Frühjahr dann in einer „Tropfsteinhöhle“ stehen, wie es schon einigen Kastenwagennutzern ergangen ist. Liebe Grüße, Conny und Sirko

    • Hallo Clemens,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar. In der Tat ist gerade im Winter das Licht in Skandinavien atemberaubend. Die Farben der Natur kommen in der klaren Luft einfach umwerfend zum Vorschein.

      Es folgen weitere Berichte mit Bildern aus der Region und Jahreszeit 🙂

      Liebe Grüße, Conny und Sirko

    • Vielen Dank für deinen netten Kommentar und das tolle Feedback. Im Grunde genommen geht es uns wie dir – aber ein richtiger Winter, wie aus dem Bilderbuch, ist dann doch noch etwas Anderes und sehr faszinierend… 😉

      Liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Sehr schön geschrieben, man muss einfach weiterlesen. Die erste Etappe erinnert mich sehr an meine Wintertour im MB200 Diesel in Winter 1991/92 bis nach Kirkenes. Und habe alleine 3 Wochen bei bis zu -30°C im Auto geschlafen. Allerdings hatte ich oft Stromanschluss um meinen Motorwärmer und Coupewärmer zu speisen. Sonst wäre ich wohl erfroren. 🙂

    • Hallo Werner,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar und das tolle Feedback. Wenn du selbst bei diesen extremen Temperaturen im Norden unterwegs warst, dann kannst du unseren Bericht sicher gut nachvollziehen. Wir sind aber in jedem Fall von deinem Abenteuer beeindruckt, zumal die Infrastruktur damals in Norwegen sicher noch nicht so gut ausgebaut war. Respekt!! Gibt es von deiner Tour auch Berichte oder Bilder ?

      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend, Conny und Sirko

    • Hei Susi,

      vielen Dank für dein nettes Feedback. Es freut uns, wenn wir dich damit für Norwegen begeistern können / konnten. Wir arbeiten (unter anderem auch deshalb) mit Hochdruck an der Fortsetzung unserer Story… 🙂

      Wir haben uns soeben auch einmal deinen tollen Dänemark-Blog angeschaut. Wirklich beeindruckend und sehr liebevoll sowie professionell gemacht. Da werden wir noch öfter vorbeischauen… 🙂 Leider haben wir aktuell noch nicht soviel Content über und zu Dänemark – aber wir arbeiten, auch Dank der Hilfe unserer Gastautoren, daran… 🙂

      Man liest sich…

      Liebe Grüße, Conny und Sirko

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