Norwegen Wanderungen

Mit dem Rucksack durch das Jotunheimenvon der Olavsbu zur Gjendebu / Norwegen (3/7)

Bild mit einen wunderschönen Blick auf den Gjende, aufgenommen an der Gjendebu im Jotunheimen, Norwegen

Trotz des schlechten Wetters müssen wir weiter…

Das Wetter lässt uns an diesem Morgen tatsächlich im Stich und wir haben 15,4 Kilometer vor uns! Schneeregen und eiskalter Wind laden nur bedingt zur Fortsetzung unserer Tour ein. Aber wir müssen weiter und heute Abend an der Gjendebu ankommen, zumal wir dort unsere Ankunft per Mail angekündigt und zwei Schlafplätze vorab reserviert haben. So ziehen wir alles an, was wir an Bekleidung dabei haben und brechen auf. Wir folgen dem Wegweiser vor der Hütte und laufen lange Zeit im Rauddalen in südöstlicher Richtung.

ALLE TEILE UNSERER JOTUNHEIMENTOUR

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbe- / Provisionslinks, die mit einem (*) gekennzeichnet sind. Mehr dazu im Impressum.

Bild vom Höhenprofil der Strecke zwischen Olavsbu und Gjendebu
Höhenprofil Olavsbu – Gjendebu, ©DNT Oslo og Omegn / Originalkarte

Durch das Rauddalen

Nach einiger Zeit zieht es auf, der Regen lässt nach, der Wind wird dafür aber zum Sturm und wir blicken zurück zur Olavsbu, die sich in der Ferne unter einem Regenbogen erahnen lässt…. So kommen wir zu einer Abzweigung, wo man nach rechts dem Weg folgend zur Fondsbu kommen würde. Wir halten uns aber weiterhin, dem Weg über viele Steine geradeaus folgend, immer auf der linken Seite der unzähligen Seen und Wasserstellen, die hier nur Nummern und keine Namen haben.

Bald ist der See Gjende zu sehen

Bild vom Wegweiser im Jotunheimen. Das nächste Ziel ist die bekannte Gjendebu in Norwegen
Hier entlang zur Gjendebu…

Dann umqueren wir den See 1384 auf der rechten Seite, suchen uns einen windgeschützten Platz um unsere Brote essen zu können und sind kurze zeit später bereits im Veslådalen, wo wir das erste Mal in der Ferne den See Gjende (Bild unten links) sehen. Gigantisch !!! Das Schmelzwasser der Gletscher gibt ihm seine besondere grün-blau-türkise Farbe. Von hier aus geht es “nur noch” bergab in Richtung Seeufer, wo unser nächstes Quartier, die Gjendebu liegen muss. Wir durchqueren noch einige Sommerweiden, überqueren eine Brücke und kommen dann, bei herrlichem Sonnenschein an der Hütte an. Diese ist nur zu Fuß oder mit dem Boot über den Gjende zu erreichen – dafür um so ruhiger und paradiesisch an diesem Ende des See`s gelegen. Endlich da….

Die Gjendebu ist eine traumhafte Station unserer Tour

Wir bekommen eine “Doppelkammer” mit einem Doppelstockbett und sind froh, dass wir in dieser Nacht damit eine gewisse Privatsphäre haben. Die Frage, ob wir am “Mittagessen” (bedeutet in Norwegen eigentlich das Abendessen) teilnehmen wollen, bejahen wir sehr gern. Schnell noch eine Dusche am Duschautomaten (man benötigt Norwegische Kronen Münzen) genommen, ein leckeres 3-Gänge-Menü genossen und wieder (einmal) todmüde ins Bett gefallen…

Die Hütte Gjendebu ist mit 119 Betten nicht nur eine der größeren Hütten in Norwegen, sie hat auch eine sehr weit zurückreichende und in Norwegen sehr populäre Historie. So kann man noch heute die erste hier am Westufer des See`s geschaffene Behausung besichtigen, in der unter anderem das Mädchen Gjendine aufgewachsen ist.

Die Geschichte der Hütte

Kaia “Gjendine” Slaalien ist wohl die beeindruckendste Person, die bisher in Gjendebu gelebt hat. Im Frühsommer 1871 – also im Gründungsjahr – wurde sie in Gjendebu geboren. Sie war die Tochter des ersten Wirts-Ehepaares von Gjendebu, Anne und Erik Slaalien.
Edvard Grieg, der Gjendebu besuchte, lernte ihren Gesang und ihre Lieder kennen. Gjendine inspirierte ihn. In Griegs Opus 66 finden sich zahlreiche Motive aus Gjendines Liedern. Das letzte Stück dieses Opus trägt deshalb auch den Namen „Gjendines vuggesang“. Gjendine starb kurz vor ihrem 101. Geburtstag am 13. Mai 1972.

Bild mit historischer alten Hütte direkt am Gjendebu gelegen. Edward Grieg fand hier unter anderem seine Inspiration
Beeindruckend ein so altes Gebäude, so gut erhalten, bewundern zu dürfen

Morgen geht es zur Memurubu, eine privat bewirtschaftete Hütte. Wir sind gespannt, welche Überraschungen die dritte Etappe für uns bereit hält…..

Landkarte zur Wanderung:

Folgende Karten haben wir verwendet:

Jotunheimen Vest: Norwegen Wanderkarte Jotunheimen Vest/ West: Maßstab 1:50.000

Jotunheimen Aust: Norwegen Wanderkarte Jotunheimen Aust: Maßstab 1:50.000

NEWSLETTER ABONNIEREN

Wir informieren dich auf diesem Weg alle 4 Wochen über neue Beiträge, wertvolle Ratgeber, Gewinnspiele, Stellplätze und Aktionen – bis du dich mit einem Mausklick wieder abmeldest.  

Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren inzwischen über dreißig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Unseren Reiseblog Nordlandblog entwickeln und schreiben wir mit viel Liebe und Herzblut, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich ebenfalls dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

2 Kommentare

Klicke hier für dein Feedback, deinen Kommentar oder deine Frage

  • Hallo ihr zwei,
    Lese gerade sehr interessiert eure Hüttentour. Leider klappt der Link auf den nächsten Tag irgendwie nicht. Wollen nächstes Jahr auch den Jotunheimen NP erkunden. ?Grüße, Ulli

    • Hallo Ulli,

      TUSEN TAKK 😉 Vielen Dank für das nette Feedback, eurer Interesse an unserem Blog und den Hinweis auf den defekten Link… Diesen haben wir soeben korrigiert und insofern könnt ihr virtuell weiterwandern 🙂

      Weiterhin viel Spaß dabei und liebe Grüße,
      Conny und Sirko

Erhältlich im Shop

Magazine abonnieren

Wir sind dabei

 

Wir lesen / hören aktuell *

Der Kreis aller Sünden”

Spannender Lesestoff des Norwegers Torkil Damhaug.

“Loving Everywhere I Go”

Handgemachte Musik aus Irland – Hudson Taylor

(* Werbelink / mehr dazu im Impressum)

Reklame