Norwegen Wanderungen

Bergfest unserer Hüttentour durch das Jotunheimen in Norwegen – Von Gjendebu zur Memurubu (4/7)

Bild mit Blick auf den schön türkisfarbenen Gjende im Jotunheimen, Norwegen

Wir haben wunderbar geschlafen. Mit offenem Fenster, viel frischer Luft, Ruhe pur und todmüde vom Tag zuvor. Nun werden all unsere Sachen zusammen gepackt und Proviant sowie die Thermoskanne für den neuen Tag vorbereitet. Dann geht es auch schon wieder los… Ziel der heutigen Etappe ist die Hütte Memurubu über Bukkelæret (10,0 Kilometer Entfernung), die ebenfalls nur mit dem Schiff oder zu Fuß erreichbar.

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Die Etappe mit dem größten Höhenunterschied beginnt

Es ist bewölkt aber trocken und wir sind guter Dinge. Wir folgen dem Weg am Ufer des Gjende entlang und kommen schließlich an den berüchtigten Aufstieg zum Bukkelægret – um die 500 Meter geht es am nördlichen Seeufer steil hinauf. Mit den schweren Rucksäcken steigen wir teilweise an Ketten und Stahlseilen bergauf. Was bleibt uns Weiteres übrig ?

Im Nachhinein haben wir erfahren, dass man seine Rucksäcke an der Anlagestelle “Gjendebu” ablegen kann und diese dann vom täglich verkehrenden Boot auf dem Seeweg mit zur Memurubu mitgenommen werden. Wir können, nachdem wir uns bergauf und steil bergab damit geschleppt haben, jedem nur empfehlen, diese Option zu nutzen.

Geschafft – wir sind oben !

In jedem Fall sind wir froh, als wir es endlich geschafft haben und auf dem Bukkelægret ankommen. Diese Aussicht über den Gjende ist einfach unbeschreiblich! Wir treffen auf zwei Frauen aus Deutschland sowie zwei weitere Frauen aus Norwegen, die auf der gleichen Tour unterwegs sind und machen spontan gemeinsam unsere Pause mit Kaffee und Broten (Bild rechts). Die Atmosphäre dabei ist nicht mit Worten zu beschreiben. Alle Probleme dieser Welt scheinen hier oben vergessen.

Nach dieser Stärkung geht es weiter, denn wir müssen heute in jedem Fall auch wieder abwärts zum See kommen, da dort die nächste Hütte für uns, die Memurubu liegt. Wir folgen dem Weg hier oben auf dem Massiv bei wechselhaften Wetter.

Gerade deswegen genießen wir die faszinierenden Aussichten auf den See. Teilweise leuchtet sein türkisfarbenes Wasser sogar vom Sonnenlicht angestrahlt, während wir stolz und zufrieden auf dem Kamm bis zur Spitze des Sjugurdtinden laufen. An der Spitze angekommen genießen wir noch ein letztes Mal das gigantische Panorama.

Abstieg zur Memurubu

Ab hier ist dann auch Schluss mit lustig, denn der strapaziöse und steile Abstieg zur Hütte Memurubu beginnt, die wir von hier oben bereits ausmachen können.

Die von uns gewählte Richtung, also von der Gjendebu zur Memurubu in südöstlicher Richtung, wird vom DNT besonders dann empfohlen, wenn man diese Tour trotz Höhenangst gehen möchte.

(Bilder: Der Blick auf den See Gjende ist unbeschreiblich beeindruckend)

Ankunft in der Memurubu

Am frühen Abend kommen wir geschafft in der Hütte an und können es kaum glauben: Wir bekommen ein Doppelzimmer mit einer eigenen warmen Dusche und einer “richtigen” Toilette. Luxus pur !!! Zum Mittag (Ihr erinnert euch – das norwegische Abendessen) sitzen wir mit netten Leuten aus Norwegen und Schweden an einer großen Tafel und genießen gemeinsam ein leckeres 3-Gang-Menü.

Bild vom Höhenprofil der Wanderung zwischen Gjendebu und Memurubu im Jotunheimen, Norwegen
Höhenprofil Gjendebu – Memurubu ©DNT Oslo og Omegn / Originalkarte

Geschafft für heute

Anschließend fallen wir gleich todmüde ins Bett – wohlwissend, dass wir am kommenden Tag wieder das steile Ufer des Gjende in Richtung Besseggen hinauf kraxeln müssen. 

Wir merken jeden einzelnen Muskel und hoffen, dass wir uns morgen überhaupt noch bewegen können.

Landkarte zur Etappe von der Gjendebu zur Memurubu:

Folgende Karten haben wir verwendet*

Jotunheimen Vest: Norwegen Wanderkarte Jotunheimen Vest/ West: Maßstab 1:50.000

Jotunheimen Aust: Norwegen Wanderkarte Jotunheimen Aust: Maßstab 1:50.000

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Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren inzwischen über dreißig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Unseren Reiseblog Nordlandblog entwickeln und schreiben wir mit viel Liebe und Herzblut, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich ebenfalls dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

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