NORDLANDBLOG

Roadtrip Norwegen: Sognefjord – Westküste – Dovrefjell mit dem Wohnmobil

Der achte Stellplatz – Frei stehen am Bootshafen auf Kråkholmen

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Kråkholmen – eine kleine Insel an der Westküste, nicht weit entfernt von den populären Orten Molde und dem Fischerdorf Bud gelegen. (Siehe auch unsere Karte auf der letzten Seite dieses Blogs) Wir lieben diesen Platz, haben hier schon einige Sonnenuntergänge über der Schärenküste verfolgt und an der Grillstelle unser Picknick gemacht. Deshalb steuern wir, nach einem Einkauf im Supermarkt, gezielt diesen inoffiziellen Stellplatz im Bootshafen an.

Drohnenbild mit der Mavic Pro von DJI in Norge aufgenommen
Unser Stellplatz von oben und zugleich Suchbild: Wo steht Morten – unser Van ?

Perfekt !! Wir stehen direkt an den Picknickplätzen, stören niemand und genießen Lachs in Alufolie – ganz allein für uns und in der ersten Reihe mit Blick auf das Meer. Nach dem Essen und einem Check des Wetterberichtes sind wir uns schnell einig: Wir fahren noch das kurze Stück zum Atlanterhavsveien, um diese populäre Straße einmal mit der Drohne zu filmen, da für den nächsten Tag noch schlechteres Wetter angesagt ist….

Wir genießen einmal mehr die Fahrt entlang dieser Straße, wie sie sich von Holmen zu Holmen schlängelt und einem teilweise das Gefühl gibt, direkt auf dem Meer zu fahren. Auf den kleinen Inseln und den Parkplätzen stehen viele Wohnmobile, von den Brücken angeln die Menschen und an vielen Stellen sieht man die ersten Lagerfeuer für den Abend. Nach einer kurzen Suche finden wir den optimalen Platz, um ungestört die Drohne fliegen zu lassen (siehe Titelbild von diesem Blog). Mit der Drohne gelingt es uns auch, endlich ein Bild von dem gestrandeten Schiffswrack an einer der Inseln aufzunehmen, an das wir bisher auf anderem Weg noch nie herangekommen sind.

Foto Atlanterhavsveien / Atlantikstraße Norwegen
Das alte Wrack am Atlanterhavsveien mit der Drohne aufgenommen

Wir sind an diesem Abend noch lange unterwegs und fallen später todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen geht es nach einem ausgiebigen Frühstück durch den Atlanterhavstunnelen über Kristiansund und dann ostwärts in Richtung Oppdal. Bei fast durchweg schlechtem Wetter fahren wir in das Landesinnere in Richtung Dovrefjell. Auf dem Campingplatz der Insel Runde hatte uns jemand den Tip gegeben, dort den Campingplatz Furuhaugli Turisthytter zu nutzen. Da wir erkennen, dass wir dort sehr spät ankommen würden, entscheiden wir uns, von der Europastraße abzubiegen und am See Gjevillvatnet noch einmal frei zu stehen und den Abend zu genießen.

Der neunte Stellplatz – Frei stehen am See Gjevillvatnet (Oppdal)

Bild mit unserem Wohnmobil von CS Reisemobile am See Gjevillvatnet in Norwegen

Wir nutzen einen Bomveg (kostenpflichtiger Anliegerweg), um an den See zu kommen, wo wir nach kurzer Suche am Westufer des Sees diesen herrlichen Stellplatz mitten im Wald finden. Wir kochen uns noch eine Kleinigkeit und arbeiten etwas an unserem Nordlandblog, bevor wir schlafen gehen. Wir verbringen eine traumhafte und ruhige Nacht in der unendlichen Weite der norwegischen Natur. Den Blick über den See genießen wir am nächsten Morgen noch einmal:

Der See Gjevillvatnet - unser Stellplatz auf diesem Roadtrip in das Dovrefjell
Der See Gjevillvatnet – wolkenverhangen und den schneebedeckten Bergen des Gebirges Trollheimen umgeben

Es geht für uns weiter in den Nationalpark Dovrefjell. Auf unserer Fahrt zum Campingplatz Furuhaugli, der ziemlich zentral im Dovrefjell liegt, kommen wir durch die größere Stadt Oppdal, wo die Reichsstraße (Riksveien) 70 auf die bekannte Europastraße E 6 trifft. Von hier aus geht es ab jetzt nur noch in südliche Richtung…. In Oppdal halten wir spontan, gehen einkaufen und lassen uns in einer Bäckerei mit leckeren Teilchen und Kaffee verwöhnen. Am frühen Nachmittag kommen wir an unserem Ziel an:

Der zehnte Stellplatz – Campingplatz Furuhaugli im Nationalpark Dovrefjell

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  • Anzahl Stellplätze: 40 Stück
  • Preis: 280 NOK, Strom und Wasser inklusive
  • Lage: Im Nationalpark Dovrefjell/ Gebirge
  • Öffnungszeiten: Mai – Oktober
  • Sonstige Ausstattung: super Küche, Guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark
  • WC und Duschen in gutem Zustand
  • Versorgung Trinkwasser / Entsorgung Grauwasser und Fäkalien möglich
  • Link zur Homepage: Furuhaugli Turisthytter

Der Campingplatz befindet sich linker Hand von der E 6 und ist gut ausgeschildert. Wir werden freundlich von einer jungen norwegischen Frau begrüßt und finden einen Stellplatz etwas abseits, wo wir ruhig und bestens stehen. Da wir von den vielen Elchen in den Sümpfen von Dombås erfahren haben und hier sogar Elch-Safaris angeboten werden, überlegen wir uns, dass es sicherlich gut wäre nach dem Abendessen noch einmal die E 6 weiter in südlicher Richtung zu fahren. Sie führt nicht weit von unserem Campingplatz direkt durch das Sumpfgebiet – vielleicht die Chance, endlich einmal einen Elch vor die Kamera zu bekommen ?

Der Campingplatz hat auch ein gut besprochenes und bewertetes Restaurant. Kurz entschlossen lassen wir uns dort „verwöhnen“ bevor wir auf unsere eigene Elch-Safari gehen: Es gibt für Conny Lachsfilet und für mich einen Elchburger – das lässt hoffen…. Danach geht es los und wir richten mit einer gewissen Routine die Kamera ein: „Schussbereit“ bei Conny auf dem Beifahrersitz, mit dem Teleobjektiv aufgesetzt und die Blende auf 2,8 eingestellt fahren wir die Straße in südlicher Richtung.

Plötzlich steht er da – wie aus dem Bilderbuch. Kurzer Blick – wir sind allein auf der Straße, also anhalten, Fenster runter und Bild im Kasten:

Elchbild an der E 6 im Dovrefjell aufgenommen
Da steht er in den Sümpfen an der E 6 – ein beeindruckendes Erlebnis für uns…

Wow – endlich, nach knapp 30 Reisen durch Norwegen, haben wir einen Elch in dieser Art bewundern und fotografieren können. Selig fahren wir zurück und gehen schnell schlafen, denn morgen wartet noch ein weitere, letztes Highlight auf uns: Wir wollen den Snøhetta besteigen – mit 2286 Metern der höchste Berg in Norwegen außerhalb des Hochgebirges Jotunheimen.

Der Wecker klingelt um 6 Uhr und es geht an diesem Tag zeitig los, denn immerhin haben wir eine große Tour vor uns. Wir fahren mit unserem Van bis zum Parkplatz am Hjerkinnhus, von wo aus einige Male am Tag ein Shuttlebus die Besucher weiter in den Nationalpark bringt. Die Fahrt mit dem privaten Auto ist hier verboten und so lassen wir uns mit dem Bus, zusammen mit vielen Norwegern, bis zum Endpunkt an der Berghütte (Fjellstue im Norwegischen) Snøheimen bringen, von wo aus der Aufstieg auf den Gipfel des Snøhetta beginnt.

Foto von der Tour auf den Snøhetta
Auf dem Weg zum Gipfel des Snøhetta
Gipfelbild vom Snøhetta mit Conny und Sirko vom Nordlandblog
Wir haben es tatsächlich geschafft 🙂

Es wird eine strapaziöse Tour: Teilweise extrem steinig und steil führt der Weg nach oben. Dazu kommt an diesem Tag ein extrem wechselhaftes Wetter mit Regen, Nebel, Sturm und Schneefall. Wir sind auf Vieles vorbereitet und eigentlich gut ausgerüstet – aber an Handschuhe, die wir heute tatsächlich benötigen würden, haben wir im Traum nicht gedacht. Trotz aller Herausforderungen und der Widrigkeiten sind die Tour als auch der Ausblick während des Aufstiegs extrem beeindruckend für uns.

Bild vom Gipfel des Snøhetta
Eine scheinbar unendliche Landschaft….
Foto von Conny bei einer Flussüberquerung
Wasserläufe auf norwegisch überqueren

Nach unserer Gipfeltour sind wir an diesem Tag geschafft und gehen zeitig schlafen. Am nächsten Morgen beginnt die Rückfahrt in Richtung Deutschland. Wir fahren bewusst einen kleinen Umweg, um bei dieser Gelegenheit die landschaftlich sehr schöne Strecke „Nasjonal turistveg Rondane“ durch das Rondane-Gebirge zu fahren – eine Entscheidung, die wir nicht bereuen.

Wir fahren an Lillehammer vorbei und sind bereits wenige Stunden später in Oslo. Für die Rückfahrt nach Deutschland nutzen wir die gleichen Stellplätze in Südnorwegen und Dänemark, wie auf der Anreise.

Nach 14 Tagen liegen wir über 4500 Kilometer durch Norwegen, Schweden und Dänemark hinter uns. Türkisfarbene Fjorde, das ewige Eis der Gletscher, die unendlichen Wälder im Osten des Landes, die maritimen Fischerdörfer an der Küste und eine unbeschreiblich schöne Landschaft sowie die sagenhafte Freundlichkeit der Norweger – all das haben wir erleben dürfen und niemand kann uns die Eindrücke dieses Roadtrips mehr nehmen. Daher geben wir Graham Greene mit seiner Aussage Recht:

„Keiner kommt von einer Reise so zurück, wie er weggefahren ist.“

Auf unserer Landkarte kannst du diese Tour im Detail nachvollziehen:

 

ALLE TEILE UNSERES ROADTRIPS
Teil 1: Unser Abenteuer beginnt
Teil 2: Die Reise geht weiter
Teil 3: Von der Westküste in das Dovrefjell
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Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

8 Kommentare

    • Hallo Hans, du hast Recht: Die gibt es in der Tat nicht… Aber sieh es mal positiv: Wenn es das alles noch gäbe, dann wäre es in der Hochsaison wahrscheinlich kaum auszuhalten… 😉 🙂 Die Norweger lieben und pflegen daher ihr Matpakke mit eigenen Pausenbroten und wenn man dann, während einer Pause, so über den Fjord schaut, geht das wahrscheinlich auch in Ordnung. Liebe Grüße aus dem Norden Norwegens, Conny und Sirko

  • Guten Morgen ihr 2,

    wir waren 3 Wochen in Norwegen und sind letzte Woche zurück gekommen.
    Wir haben schon oft euren Blog besucht und viele Anregungen gelesen.

    Die Wanderung zum Molden, war überragend, danke für diesen Tipp.
    Ich habe noch eine Frage? 2019, oder 2020, wollen wir nach Tromsö, dort ein Auto mieten, und 14 Tage, die Lofoten und den Norden erkunden.

    Es ist nachvollziehbar, dass man dort öfter hinaufsteigt.

    Welche Fluglinie, Verbindung, sollten wir wählen? Preistipp?
    Lg Jutta und Werner

    • Hallo ihr Beiden,

      vielen Dank für das nette Feedback und die Anfrage. Es gibt verschiedene Optionen und Punkte als auch Empfehlungen, die wir nachfolgend in Stichpunkten gern an euch weitergeben:

      – Vermeidet in jedem Fall und egal wie die Einwegmiete (One Way) beim Mietwagen. Das ist in Norwegen unverschämt teuer, da es eine Dienstleistung (das Zurückführen der Autos) beinhaltet. Eine normale Anmietung ist über alle Anbieter und Vergleichsportale möglich und auch nicht viel teurer als im Rest von Europa – wenn man das Fahrzeug eben auch dort abgibt, wo man es angemietet hat.
      – Flüge frühzeitig buchen und aus unserer Erfahrung (nicht immer – aber in 80 Prozent der Fälle) ist es am günstigsten über NORWEGIAN mit einem Umstieg in Oslo. Die haben eine gute Homepage mit einem sogenannten Tiefpreiskalender, wo man sich gut orientieren kann.
      – Es gibt inzwischen von einigen deutschen Flughäfen im Winter Sonderflüge DIREKT nach Tromsö. Das kann noch günstiger sein – hängt aber davon ab, wo ihr wohnt…
      – Unsere beste und schönste Reise in den Norden: Flug bis nach Harstad / Evenes (Flugplatz neben den Lofoten) – ist meist günstiger als nach Tromsö, da nicht ganz so populär. Dort Mietwagen genommen, an Land nach Tromsö gefahren und dort eine Woche verbracht. (Quartier sehr gut: Lauklines Kystferie). Dann mit dem Schiff der Hurtigrute und dem Auto an Bord (kann man mitnehmen) auf die Lofoten gefahren, dort noch eine Woche verbracht und dann wieder zum Flughafen. Eine grandiose Rundtour.

      Sollten noch weitere Fragen sein, dann meldet euch jederzeit gern. Liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Hallo Conny und Sirko,
    haben heute – zuerst eurer Wohnmobil – dann euch in der Sognefjell Hütte gesehen. Ihr wart im Gespräch, hätten euch sonst angesprochen.
    Vielen Dank für eure schönen Berichte und Bilder zu diesem wunderbaren Land, die bei der Reisevorbereitung sehr geholfen haben. Gute Reise weiter! LG von Reinhard und Michaela

    • Hallo Michaela und Reinhard, vielen Dank für euren lieben Kommentar und das sehr nette Feedback. Wir hätten uns sehr gefreut, euch einmal persönlich kennenzulernen. Echt schade, dass wir schon „belagert“ waren… An diesem Tag wurden wir ohnehin merkwürdigerweise mehrmals erkannt und angesprochen. Wahrscheinlich können wir bald nicht mehr nur in unserem Outdoor-Look losziehen, sondern müssen uns immer adrett kleiden 🙂 🙂 Wir freuen uns, wenn Ihr uns weiter folgt und wir uns vielleicht tatsächlich einmal persönlich treffen. Liebe Grüße aus Norwegen, Conny und Sirko

    • Hallo Jonas und Franziska,

      wir haben sehr gern teilgenommen und finden eure Idee + Umsetzung gut. Vielleicht lesen wir in Zukunft noch mehr bzw. noch öfter voneinander.

      Liebe Grüße zurück nach Frankreich,

      Conny und Sirko

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