Schottland Highlights

12 imposante Leuchttürme in Schottland – faszinierende Lichter über dem Meer

Titelbild Mull of Galloway Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchttürme in Schottland – Tradition, Faszination und wunderschöne Fotomotive

Bei etwa 10.000 Kilometern Küstenlinie mit ungefähr 800 Inseln ist es wenig verwunderlich, dass Schottland die meisten Leuchttürme in Europa besitzt. Die teilweise rauen und unberechenbaren Gewässer vor der zerklüfteten Küsten von Schottland waren für die Seefahrer schon immer eine besondere Herausforderung. Etwa 200 verschiedene Leuchttürme. Leuchtfeuer und Nebelhörner sollten ihnen dann zumindest bei Dunkelheit, Nebel und Wetterunbilden den Weg weisen.

Heute faszinieren viele dieser wunderschöne Leuchttürme ihre Besucher als Zeugen der Vergangenheit, als maritime Denkmäler und zugleich als malerische Fotospots. Die oft einzigartige Architektur, die zumeist verwegene Lage auf schroffen Klippen sowie die faszinierenden Geschichten um und über diese historischen Leuchttürmen machen dabei nur einen Teil dieses besonderen Reizes aus. Oft ist es auch ihre besondere Erhabenheit, wie sie seit Menschengedenken einsam und kraftvoll allen Wetterunbilden, Orkanen und der ewig währenden Brandung strotzen.

Leuchtturm Neist Point auf der Isle of Skye (Scotland)
Halbinsel Neist Point auf der Isle of Skye

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Auf unserer Kastenwagen-Rundreise entlang der Küste haben wir einige der Leuchttürme in Schottland aufgesucht und möchten euch diese nachfolgend mit einigen Bildern, Hintergrundinformationen sowie den Koordinaten näher vorstellen. Auf unserer nachfolgenden, virtuellen Tour umrunden wir Schottland an seinen Küsten gegen den Uhrzeigersinn und beginnen daher im Süden an der Ostküste…

Leuchtturm St. Mary’s Lighthouse auf St. Mary’s Lighthouse Island

Jaaaaa, der Leuchtturm St. Mary’s Lighthouse auf der kleinen Insel St. Mary’s Island liegt natürlich nicht in Schottland, sondern stattdessen in der nordenglischen Provinz Northumberland. Da aber viele Schottland-Besucher mit einer der bekannten Fähren an- oder abreisen, liegt dieser wunderschöne Ort eventuell auf eurer Reiseroute. Auf alle Fälle haben wir ihn nicht mitgezählt und insofern ist er in unserer Übersicht quasi als Bonus enthalten.

Der malerisch weiß leuchtende Turm wurde bereits 1898 auf den Grundmauern eines Klosters aus dem 11. Jahrhundert errichtet. In der Vorzeit warnten bereits die Mönche des Klosters mit einer Laterne im Turm des Klosters die Seefahrer vor den Riffen der kleinen Felseninsel an der englischen Küste. Bis 1977 wurde das Leuchtfeuer auf St. Mary’s Lighthouse mit Paraffin betrieben und erst dann elektrifiziert.

Bei Ebbe erreicht man die Insel von dem recht großen Parkplatz aus zu Fuß und kann für 3,30 GBP / Erwachsenen die 137 Stufen auf den Turm erklimmen. Aber auch so sind die pittoresken Häuser der Insel sowie der Leuchtturm einen Abstecher wert, den man gut mit einem Spaziergang entlang des langen Strandes kombinieren kann.

Leuchtturm St. Mary’s Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm St. Abbs Head Lighthouse

Unweit von dem idyllischen Fischerdorf St. Abbs im Südosten Schottlands thront auf den mächtigen Klippen der Leuchtturm St. Abbs Head. Vom Dorf oder einem der umliegenden Parkplätze aus beginnt eine geniale Wanderung auf markierten Wegen entlang der Küste, auf denen man unter anderem den Leuchtturm erreicht. Im Hafen von St. Abbs gibt es zudem in traumhafter Lage einige offizielle Stellplätze für kleinere Wohnmobile, für deren Nutzung man direkt beim Hafenwärter bezahlt.

Wir sind vom Hafen in St. Abbs direkt zum Leuchtturm gewandert. Dieser wurde anstelle eines älteren Leuchtfeuers errichtet, nachdem im Jahr 1857 die “Martello” mit einem Felsen vor der Küste kollidierte und anschließend sank. Die beiden Brüder David Stevenson und Thomas Stevenson aus der bekannten Stevenson Leuchtturm-Erbauer Dynastie errichteten die neue Anlage, die 1862 in Betrieb ging. Thomas Stevenson ist dabei kein Geringerer, als der Vater von Robert Louis Stevenson, den man allgemein als Schriftsteller und Verfasser des Klassikers “Die Schatzinsel” kennt.

1867 wurde auf St. Abbs Head zusätzlich ein Nebelhorn in Betrieb genommen, da es hier immer wieder zu außergewöhnlichen und gefährlichen Wetterlagen mit dichtem, fast undurchdringlichen Nebel kam. Erst 1987 wurde der Signalton des Nebelhorns deaktiviert, durch andere Signale ersetzt und 1993 der gesamte Leuchtturm automatisiert.

Leuchtturm St. Abbs Head Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Die Wanderung zu diesem Cliff mit dem herrlichen Blick über die schottische Küste ist nach unserer Erfahrung absolut empfehlenswert und lässt sich mit einem Besuch in St. Abbs perfekt verbinden.

Leuchtturm Bass Rock Lighthouse auf dem Vogelfelsen Bass Rock

Der populäre Vogelfelsen Bass Rock, oft auch nur “The Bass” genannt, liegt als unbewohnte Insel vor der schottischen Küste im Meeresarm Firth of Firth. Die markante Form macht diese kleine Felseninsel ebenso wie seine Vielfalt an Seevögeln zu einem beliebten Ausflugsziel. Die fast einzigartige Kolonie der unzähligen beeindruckenden Basstölpeln hat ihn dabei sogar seinen Namen gegeben.

Der Leuchtturm auf Bass Rock wurde 1902 nach Plänen des Ingenieurs David Alan Stevenson errichtet, der ebenfalls aus der Stevenson Leuchtturm-Erbauer Dynastie stammt. Den Leuchtturm kann man auf einem der angebotenen Bootsausflüge zur Vogelinsel aus der Nähe betrachten oder auch vom Festland mit einem Teleobjektiv fotografieren.

Leuchtturm Bass Rock Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Todhead Lighthouse in Kinneff

Der Leuchtturm Todhead Lighthouse liegt südlich von Stonehaven und nördlich von Montrose an der Küstenstraße A92. Von einer kleinen Abbiegung führt eine holprige Straße direkt zum Todhead Lighthouse. Damit lässt sich ein Abstecher zum Leuchtturm perfekt mit einem Besuch am Schloss Dunnottar Castle und den Vogelfelsen im nahegelegenen Naturreservat RSPB Scotland Fowlsheugh bei Crawton verbinden. Von dort aus haben wir unser Bild dieses wunderschönen Leuchtturms aufgenommen.

Die Geschichte des Leuchtturms von Todhead reicht bis zum 8. November 1894 zurück, als die Handelskammer den Bau eines Leuchtturms und eines Nebelhorns bei Kinneff genehmigte. Auch in diesem Fall beaufsichtigte David Alan Stevenson die Bauarbeiten, die am 20. Dezember 1897 beendet wurden. Seitdem leuchtete sein Lichtstrahl alle 30 Sekunden bis zu 18 Meilen hinaus auf das Meer, bevor der Betrieb 2007 eingestellt wurde. Das mächtige Nebelhorn unterhalb vom Leuchtturm wurde hingegen von 1898 bis 1987 genutzt. Der Leuchtturm und auch die umliegenden Gebäude sind heute in Privatbesitz. Daher kann man sich nur in der näheren Umgebung umschauen.

Leuchtturm Tod Head Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Buchan Ness Lighthouse

Der Leuchtturm Buchan Ness Lighthouse markiert auf dem Kap Buchan zugleich den nordöstlichsten Punkt des britischen Festlandes. Direkt neben der schottischen Ortschaft Boddam und unweit der Stadt Peterhead gelegen, erreicht man den imposanten Leuchtturm über einen kurzen Spaziergang während eines Zwischenstopps. Obwohl auch Buchan Ness nach einem Entwurf von Robert Stevenson 1824 errichtet wurde, unterschiedet er sich in seiner Erscheinung deutlich von vielen anderen Leuchttürmen Schottlands.

Wie aus dem Bilderbuch und fast majestätisch thront Buchan Ness auf der kleinen Halbinsel an der schottischen Küste. Nachdem es dort vermehrt Schiffsunglücke gegeben hatte, ließ man den Turm bauen und 1827 schließlich in Betrieb nehmen. Er ist heute immer noch in Betrieb und seit 1988 automatisiert. Das alle 5 Sekunden aufblitzende Licht des 36 Meter hohen Leuchtturmes ist dabei noch in 52 Kilometer Entfernung zu sehen.

Die beiden Häuser unterhalb des Leuchtturmes am Kap Buchan können heute übrigens als Selbstversorger-Hütten von Feriengästen gebucht werden. Skerry und Dundonnie, so die Namen der beiden Ferienhäuser, bieten allen Komfort und dazu natürlich einen perfekten Blick auf die tosende See.

Leuchtturm Buchanness Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Chanonry Point Lighthouse

Nachdem man Edinburgh hinter sich gelassen hat, sollte man sich unbedingt einen Abstecher auf die Halbinsel Black Isle gönnen. Hier zeigt sich Schottland nochmals von einer anderen Seite. Die Black Isle ist zugleich die Kornkammer Schottlands und hat neben dem Leuchtturm am Chanonry Point einige sehenswerte Dinge zu bieten. Insbesondere am Kap, auf dem der Leuchtturm etwas oberhalb des Moral Firth errichtet wurde, bietet sich regelmäßig ein einzigartiges Schauspiel: Mit der einsetzenden Flut finden sich in der Bucht viele Delfine ein, um die Lachse zu jagen, die mit dem steigenden Wasser die Mündungen der verschiedenen Flüsse erreichen wollen.

Es gibt keinen besseren Platz in Schottland, um dieses Schauspiel und insbesondere die Tümmler aus der Nähe und vom Land aus zu beobachten. Wer im Vorfeld oder nach diesem Schauspiel in der Nähe einen ruhigen Stellplatz für sein Wohnmobil sucht, dem empfehlen wir diesen genialen Platz bei Sutors of Cromarty (Fortrose).

Der romantisch anmutende Leuchtturm Chanonry Point Lighthouse duckt sich etwas oberhalb der Felsen, die hier den Fjord begrenzen. Seit 1846 ist das Leuchtfeuer in Betrieb und wurde – ihr dürft raten – ebenfalls von einem Ingenieur der Stevenson-Dynastie errichtet. Alan Stevenson zeichnete für dieses Projekt verantwortlich, welches in der Architektur auch deutliche Parallelen zu weiteren Leuchttürmen entlang der Küste zeigt. Seit 1984 wird das Leuchtfeuer inzwischen automatisiert betrieben.

Vom großen Parkplatz sind es nur wenige Schritte bis zum Leuchtturm sowie den Felsen, von denen aus man die Delfine beobachten kann. Wenn ihr mehr darüber erfahren und unsere Aufnahmen von den Delfinen sehen möchtet, empfehlen wir euch unseren Erlebnisbericht von dieser Etappe unserer Schottland Reise mit dem Kastenwagen.

Leuchtturm Chanonry Point Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Tarbat Ness Lighthouse

Der Leuchtturm Tarbat Ness Lighthouse steht an der nördlichen Landspitze der Halbinsel Tarbat. Diese trennt den Fjord Moray Firth vom weiter westlich gelegenen Dornoch Firth. Der dritthöchste Leuchtturm von Schottland besticht durch eine ganz besondere, erhabene Schönheit. Auf dem felsigen Untergrund ragt er steil in die Höhe und ist somit bereits von Weitem auszumachen.

Nach einem heftigen Unwetter im Jahr 1826, bei dem im Moral Firth sechsundzwanzig Boote sanken, entschied man sich, an beiden Zugängen zum Fjord Leuchttürme zu errichten. Während man sich an der Ostseite dafür noch bis 1845 Zeit ließ, begannen die Arbeiten auf der Westseite für den Tarbat Ness Lighthouse deutlich früher. Robert Stevenson erhielt den Auftrag zum Bau des Turmes, der daraufhin bereits 1830 in Betrieb ging. Heute stehen der Leuchtturm als auch die umliegenden Häuser unter Denkmalschutz. Auf den Felsen an der umliegenden Küste kann man hervorragend klettern und wandern oder einfach in der Sonne relaxen.

In der Nebensaison, wenn hier weniger los ist, kann man bei entsprechender Rücksichtnahme auf andere Besucher den Parkplatz von Tarbat Ness für eine Nacht im Wohnmobil nutzen. Auf diese Weise lässt sich das magische Licht des Leuchtturms in der Dunkelheit beobachten und die Ruhe hier draußen am Meer genießen.

Leuchtturm Tarbat Ness Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Duncansby Head Lighthouse

Am nordöstlichsten Punkt des schottischen Festlandes warten nicht nur spektakuläre und ebenso populäre Felsformationen sowie Felsnadeln auf den Besucher, sondern auch – wie könnte es anders sein – ein wunderschöner Leuchtturm. Von hier aus kann man bis hinüber auf die Orkney Inseln schauen. Die brüchigen Klippen an diesem Küstenabschnitt sind ein Paradies für unzählige Seevögel, deren abendliches Konzert die Szenerie perfekt unterstreicht. Auf den Klippen kann man auf einer kurzen Wanderung einem markierten Weg zu verschiedenen Aussichtspunkten folgen, die immer wieder einen fantastischen Blick über diese Region eröffnen.

Unweit des 1924 errichteten Leuchtturmes am Duncansby Head liegt die zauberhafte Ortschaft John o’ Groats. Dort findet man einige Pubs, Geschäfte, das nördlichste Haus von Großbritannien und einige weitere Attraktionen. Insofern lässt sich eine Tour entlang der schottischen Küste perfekt mit einem Zwischenaufenthalt in dem kleinen Ort sowie einen Abstecher zum Leuchtturm kombinieren. Auf dem Parkplatz neben dem Leuchtturm Duncansby Head kann man mit seinem Wohnmobil eventuell auch über Nacht stehenbleiben und vor Ort übernachten.

Leuchtturm Duncansby Head Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Dunnet Head Lighthouse

Das Kap Dunnet Heads ist zugleich das Nordkap vom britischen Festland. Hier oben, auf den schroffen Klippen, bot es sich förmlich an, einen Leuchtturm zu errichten. 1831 war es soweit und Dunnet Head Lighthouse wurde in Betrieb genommen. Konstruiert wurde auch dieses Leuchtfeuer von keinem Geringeren als Robert Stevenson, womit sich diese Story wie ein roter Faden an der Küste Schottlands entlangzieht. Bis 1989 wurde der Dunnet Head Leuchtturm noch von einer mehrköpfigen Besatzung betrieben, die hier bei Wind und Wetter aushalten musste.

Dabei schlugen die Wellen der rauen See teilweise bis zu 105 Meter hoch und damit die Scheiben des Leuchtturms ein. Heute kann man hier mit Rangern auf geführte Exkursionen das angrenzende Naturreservat erkunden und viele seltene Seevögel beobachten. Natürlich gehört auch ein Erinnerungsfoto vom schottischen Nordkap mit dazu, bevor man seine Tour auf der naheliegenden Küstenstraße fortsetzt.

Leuchtturm Dunnet Head Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Strathy Point Lighthouse

Der Leuchtturm Strathy Point Lighthouse liegt etwas abgelegen an der Nordküste von Sutherland, Schottland, in der Nähe des Dorfes Strathy. Er hat keine so große Historie vorzuweisen, wie die meisten anderen Leuchttürme in Schottland. So wurde er erst 1958 fertiggestellt und war zugleich der erste Leuchtturm des Landes, der gleich für den elektrischen Betrieb konzipiert wurde. Sein Leuchtstrahl hat eine imposante Reichweite von immerhin rund vierzig Kilometern.

Vom offiziellen Parkplatz muss man zunächst ein Stück wandern, bevor man den Leuchtturm erreicht, da die Klippen nur zu Fuß erreichbar sind. Dort kann man dann noch einigen Wegen oberhalb der Steilküste folgen, um die faszinierende Landschaft zu erkunden. Wir haben dort, ruhig und abgeschieden, auf einem kleinen Parkplatz in unserem Kastenwagen die Nacht verbracht, bevor wir unseren Roadtrip an der schottischen Küste am nächsten Tag fortgesetzt haben.

Leuchtturm Strathy Point Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Neist Point Lighthouse auf der Isle of Skye

Ein absolutes Highlight ist die markante Halbinsel Neist Point im Westen der schottischen Insel Isle of Skye. Mit ihrem wunderschönen Leuchtturm markiert sie nicht nur den westlichsten Punkt der Insel sondern ist zudem ein sehr populäres Fotomotiv. In unserem separaten Beitrag über den Fotospot Halbinsel Neist Point verraten wir dir noch einige Insider-Tipps für deine perfekte Fotosession an diesem Ort.

Der Leuchtturm am Kap von Neist Point wurde 1909 errichtet und bis heute genutzt. Inzwischen ist der 19 Meter hohe Turm automatisiert und wird aus Edinburgh ferngesteuert. Die gesamte Anlage steht inzwischen unter Denkmalschutz, da es auch in diesem Fall die unverwechselbare Architektur von David Alan Stevenson zu erhalten gilt. Vom Parkplatz oberhalb der Halbinsel folgt man einem befestigen und markierten Weg bis zum Leuchtturm – eine unvergessliche und wunderschöne, kurze Wanderung. Gerade in den Abendstunden, während am Horizont die Sonne im Meer versinkt, ist die Landschaft unterhalb der steilen Klippe Waterstein Head (296 Meter hoch) besonders schön.

Leuchtturm Neist Point Isle of Skye Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Lismore Lighthouse auf Eilean Musdile

Der Leuchtturm Lismore Lighthouse ist nicht ohne Weiteres zu erreichen, da er auf einer unbewohnten Insel im Meer, unweit der Stadt Oban liegt. Wenn man die Fährverbindung von Oban auf die Hebrideninsel Isle of Mull nutzt, passiert man unweigerlich die kleine Insel mit dem wunderschönen Leuchtturm. Insofern sollte man an Bord immer seine Kamera dabei haben…

1829 wurde die Errichtung weiterer Leuchttürme an der schottischen Küste beschlossen – darunter auch der Bau vom Lismore Lighthouse auf der unbewohnten Insel Eilean Musdile. Diese kaufte man dafür ihrem Besitzer damals für 500 Pfund ab… Schlussendlich durfte und musste auch hier Robert Stevenson als Architekt dieses Projekt realisieren. 1833 ging der Leuchtturm in Betrieb. Vier Personen verrichteten fortan ihren Dienst auf dem abgelegenen Eiland. Nach jeweils sechs Wochen Dienst bekamen sie zwei Wochen Urlaub, bevor sie wieder zur Arbeit auf dem Leuchtturm mussten.

Ein Boot versorgte die Wärter während der Dienstzeit mit Lebensmitteln. Erst 1965 wurde der Leuchtturm Lismore Lighthouse automatisiert und somit entfiel die entbehrungsreiche Tätigkeit auf der kleinen Felseninsel Eilean Musdile.

Leuchtturm Lismore-Eilean Musdile Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Leuchtturm Mull of Galloway Lighthouse

Der Leuchtturm Mull of Galloway Lighthouse markiert ein weiteres Kap von Schottland. Hier, auf der steil aufsteigenden Klippe, befindet sich der südlichste Punkt von Schottland und der Leuchtturm ist somit zugleich das südlichste Bauwerk des Landes. Die Halbinsel Rhins of Galloway und das Südkap sind in jedem Fall einen Abstecher wert und man kann inmitten der grandiosen Landschaft traumhafte Küstenwanderungen unternehmen, in das naheliegende Café einkehren oder sich im Zentrum der schottischen Naturschutzvereinigung über die Fauna und Flora der teilweise geschützten Region informieren.

1830 wurde der Leuchtturm nach einer zweijährigen Bauzeit in Betrieb genommen. Auch bei diesem Projekt war der renommierte Architekt Robert Stevenson federführend. Die Anmutung des wunderschönen Leuchtturmes lässt dabei auch deutlich seine Handschrift erkennen. Inzwischen steht auch das Mull of Galloway Lighthouse unter Denkmalschutz, um es in seiner heutigen Form für die Nachwelt zu erhalten. 1944 wäre es bei einem Flugzeugunglück fast zerstört wurden, als im dichten Nebel ein Beaufighter in die Nebengebäude stürzte. Seit 1988 wird der Leuchtturm am Südkap Schottlands nunmehr automatisch betrieben.

Die Halbinsel Rhins of Galloway ist durchaus noch ein Geheimtipp für Schottland Besucher und bei Weitem nicht so touristisch erschlossen, wie andere Regionen. Die ganze Landschaft erscheint sehr ursprünglich und lädt zu ausgedehnten Wanderungen oder Spaziergängen ein. Der Westküste mit ihren hohen Klippen stehen wunderschöne Sandstrände im Osten der Halbinsel gegenüber. Von hier aus kann man bereits die Silhouette von Irland in der Ferne erkennen, liegt es doch lediglich nur 35 Kilometer entfernt.

Leuchtturm Mull of Galloway Lighthouse Leuchtürme in Schottland

Fazit

Das war unsere Übersicht mit 12 + 1 wunderschönen Leuchttürmen in Schottland. Wir hoffen, euch damit für eure Reiseplanung die ein oder andere Inspiration gegeben zu haben.

In jedem Fall freuen wir uns wie immer auf eure Feedbacks, Fragen und Kommentare unter diesem Beitrag. Und noch viel mehr freuen wir uns auf oder über eure Ergänzungen. Welchen Leuchtturm in Schottland müssen wir auf unserer nächsten Tour unbedingt sehen….?

Unsere Tipps für Literatur und Kartenmaterial in und über Schottland:

Wir haben auf unserer Tour unter anderem die Landkarte KuF Schottland im Maßstab 1:275000 verwendet. Neben allen Apps und Online-Tools eine hilfreiche Unterstützung auf der Reise mit einem perfekten Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Schottland.

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Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren inzwischen über dreißig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Unseren Reiseblog Nordlandblog entwickeln und schreiben wir mit viel Liebe und Herzblut, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich ebenfalls dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

2 Kommentare

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  • Vielen Dank für die schönen Bilder und die Informationen zu den Leuchttürmen. Einige davon, vor allem diejenigen im Norden und Westen haben wir selbst schon besucht. Für die nächste Tour hätten wir noch einen Tipp – Ardnamurchan Point and Lighthouse auf der Ardnamurchan Halbinsel.
    http://www.ardnamurchanlighthouse.com/

    Liebe Grüsse
    Stefan

    • Lieber Stefan,
      wir danken dir für deinen tollen Kommentar und noch viel mehr für den guten Tipp mit diesem weiteren Leuchtturm. Natürlich kommt ein Abstecher dorthin auf unsere Liste für die nächste Reise nach Schottland. Ardnamurchan Point and Lighthouse ist genau das, was wir mögen und in der Regel suchen. Während wir diesen Beitrag hier verfasst haben, ist uns übrigens noch ein weiterer toller Leuchtturm in Schottland aufgefallen, an dem wir leider auch noch nicht waren: Stoer Lighthouse, unweit vom Old Man Of Stoer, scheint in jedem Fall ebenfalls einen Abstecher wert zu sein und steht daher gleich neben deiner Empfehlung 🙂

      Nochmals vielen Dank und allzeit gute Fahrt sowie tolle Reisen.

      Liebe Grüße, Conny und Sirko

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