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Roadtrip durch Schottland mit dem Kastenwagen – von Edinburgh bis Inverness (Teil 2/5)

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ALLE TEILE UNSERES SCHOTTLAND ROADTRIPS
Teil 1: Die Anreise und ersten Tage: Von Rotterdam bis Edinburgh
Teil 2: Weiter entlang der Ostküste: Von Edinburgh bis Inverness

Huch, geschafft… Auf dem „Edinburgh Bypass“ haben wir die Metropole auf der westlichen Seite umfahren und das erste Mal in Schottland so etwas wie Verkehrstrubel erlebt. Wir sind froh, als wir den Fjord „Firth of Forth“ auf der imposanten und 2512 Meter langen Brücke „North Road Bridge“ bei Edinburgh überquert haben, um von hier aus auf der „Fife Coastal Route“ wieder an der traumhaften Ostküste Schottlands entlang zu fahren. Unser nächstes Ziel ist das Hafenstädtchen Crail.

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Crail – die kleine Hafenstadt nördlich von Edinburgh

Entlang der FIFE COASTAL ROUTE

Crail ist eine kleine romantische Stadt mit einem alten Hafen, viel Charme und historischem Flair. Nicht umsonst wurde der Ort in einigen Filmen bereits als Kulisse verwendet. Wir finden schnell einen kostenfreien Parkplatz oberhalb vom Hafen und schlendern kurze Zeit später durch einige Gassen und über Treppen hinunter zum Kai. Dort treffen wir am Sonntagnachmittag auf ein buntes Publikum: Fischer, die ihre Ausrüstung instand halten, Spaziergänger aus dem Ort und einige Touristen aus aller Welt. Wir essen ein Eis, beobachten das Treiben und genießen die Idylle.

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In den Gassen von Crail – als wäre die Zeit stehengeblieben

Es ist jetzt spät am Nachmittag und wir entscheiden uns, an einem der Strände in der Umgebung einen Stellplatz zu suchen. Das funktioniert auch hervorragend und nur wenige Minuten später und Kilometer weiter finden wir einen perfekten Platz direkt am Strand „Kingsbarns Beach“. Zwischen dem Golfplatz und den Dünen liegt ein öffentlicher Parkplatz mit Toiletten und einem Imbisstand, der auch über Nacht genutzt werden kann. Wir kochen uns leckere Nudeln und laufen danach noch ein Stück auf dem feinen Sand am Meer entlang.

Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne, die durch das Dachfenster in unseren Van scheint. Da hält uns nichts mehr lange am Ort. Nach dem Frühstück fahren wir in den nächsten Ort, Boarhills, parken auf dem Dorfplatz und wandern los. Unser Ziel ist die ausgefallene Felsenformation „Buddo Rock“, die man von hier aus auf dem Küstenpfad erreicht. Nach einer knappen halben Stunde stehen wir mächtig beeindruckt vor diesem Felsen. Wir gehen noch etwas weiter am Meer entlang, da wir diese Wege über die Klippen und durch die Wiesen lieben.

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Der Felsen Buddo Rock an der schottischen Ostküste

Im Anschluß an diesen „Morgenspaziergang“ geht unsere Tour im Kastenwagen weiter: Wir passieren auf der Küstenroute St. Andrews, die berühmte Wiege des Golfsports. Augenscheinlich gibt es hier auch in jedem zweiten Shop das passende Equipment und die größte Dichte an Golfplätzen in ganz Schottland… Wir wollen aber weiter, denn unser nächstes Ziel steht bereits fest. Hinter der größeren Stadt Dundee, die wir ebenfalls bewusst umfahren, biegen wir in westlichen Richtung in das Landesinnere nach Glamis („Glams“, denn das „i“ spricht man nicht mit) ab. Dort steht das populäre Schloss „Glamis Castle“ – ein Grund dort anzuhalten und Zeit für eine Besichtigung einzuplanen.

Nördlich von Dundee – „Glamis Castle“

Gleich am Eingang der Ländereien stehen Parkwächter, bei denen man den Eintritt bezahlt. Wir parken auf dem großen Gelände, staunen in dem Souvenir-Shop über das angenehm landestypische Sortiment und schauen wann die nächste Führung beginnt. Kurze Zeit später laufen wir mit einer Gruppe durch das Schloss, bestaunen die Räume sowie die Einrichtungen und ärgern uns einmal mehr über unser zu schlechtes Englisch…

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Ein typisch schottisches Schloss: Glamis Castle

Okay, das Thema kommt auf die Bucket List: Wir brauchen einen wirklich guten Englisch-Onlinekurs. Habt Ihr eventuell eine Empfehlung? Dann freuen wir uns über euren Kommentar unter diesem Beitrag.

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In den Gärten von Schloss Glamis

Nach der Schlossbesichtigung stöbern wir noch durch die vielen Gärten auf dem weitläufigen Gelände und sind extrem von den scheinbar uralten und mächtigen Bäumen beeindruckt. Kurze Zeit später sitzen wir bereits wieder im Auto und folgen ein Stück der A90 in nördlicher Richtung, um dann auf Höhe von Montrose wieder näher an die Küste zu fahren. Über die A935 und ab Montrose entlang der A92 bewegen wir uns weiter in Richtung Norden. Unser Ziel ist Dunnottar Castle – die berühmte Burgruine auf der Halbinsel. Wenn alles gut geht, sollten wir im Abendlicht dort sein…

Dunnottar Castle

Es geht alles gut… Der Parkplatz ist zwar kurz vor 18.00 Uhr noch gut gefüllt, das Licht aber optimal zum Fotografieren. Wir stellen uns auf einen der freien Busparkplätze und fragen aber den Parkplatzwächter, ob das in Ordnung geht. Und wieder sind wir total überrascht von der schottischen Freundlichkeit: „Ja, klar könnt ihr dort stehen. Ihr könnt auch über Nacht hier bleiben. Da vorn gibt es einen Frischwasser-Anschluss und die Toiletten sind über Nacht geöffnet“. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir bedanken uns mehrfach und laufen guter Dinge zur Schlossruine.

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Die Schlossruine von Dunnottar Castle ist immer einen Besuch wert

Im warmen Licht der Abendsonne laufen wir noch in der Bucht entlang und auf den Klippen zurück, um die beste Perspektive zu finden. Die Anlage aus längst vergangenen Tagen wirkt aus jeder Richtung beeindruckend und mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie es hier früher war…

Da es noch nicht so spät ist, entschließen wir uns, noch einmal ein kurzes Stück zurückzufahren. Etwa 5 Kilometer südlich von Dunnottar Castle liegt an der Küste das verträumte Dorf Crawton mit dem Fowlsheugh Naturreservat. Der Parkplatz oberhalb des Dorfes ist optimal gelegen und wir sind uns sofort einig: Hier bleiben wir auch über Nacht. (Link zur Stellplatz-Beschreibung mit allen Details)

Wir packen unsere Ausrüstung zusammen und laufen erst einmal über die Klippen durch das Reservat. Es ist traumhaft schön hier oben: Die Sonne geht gerade unter, taucht alles in ein warmes goldenes Licht und unzählige Seevögel veranstalten ihr abendliches Konzert. In einem kleinen Haus mit Panoramafenster kann man das Treiben wettergeschützt beobachten.

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Blick über die Klippen nach Crawton

Im Restlicht des Tages gehen wir zurück, fotografieren noch den Leuchtturm, den man in der Ferne ausmachen kann und legen uns dann in unserem Kastenwagen schlafen. Es ist absolut ruhig hier oben und die frische Seeluft trägt ihren Teil dazu bei, dass wir tief, fest und lange schlafen.

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Der Leuchtturm südlich von Crawton am Abend

Am nächsten Morgen fahren wir gleich nach dem Frühstück weiter. Ab Stonehaven nutzen wir die A90, auf schnellem Weg durch Aberdeen und anschließend weiter in nördlicher Richtung bis Rashiereive. Dort biegen wir auf die A975 ab und fahren bis Newburgh. In der dortigen Dünenlandschaft mit vielen Sandstränden und einem beeindruckenden Spiel aus Ebbe und Flut soll man Seerobben in freier Wildbahn beobachten können.

Seerobben im Forvie Naturreservat

Am Ortseingang ist das Reservat auch gut ausgeschildert. Da der Parkplatz eine Höhenlimitierung von maximal 2 Metern Fahrzeughöhe hat, parken wir etwas weiter zuvor am Pub. Von dort laufen wir durch die Dünen – und in der Tat. Man ist bereits nach kurzer Zeit in einer keinen intakten Naturlandschaft, bevölkert von Robben und unzähligen Seevögeln, die sich in diesem Delta aus Wasser und Sand wohlfühlen.

Minigalerie Naturreservat

Einige Robben liegen faul am Strand auf der anderen Seite der Landzunge, aber einige spielen im Wasser und passieren ganz offensichtlich für die Fotografen. Ein tolles Spiel, von dem man sich kaum trennen kann. So vergehen auch schnell einige Stunden und wir müssen weiter. In unserer Logik ist  jetzt wieder ein Schloss dran… 😉

Unser Kompass steht weiter auf Norden und wir folgen daher weiterhin der Coastal Road in dieser Richtung. Die Schlossruine von Slains Castle bei Cruden ist unser nächstes Ziel. Wir werden dort auch unseren nächsten Stellplatz suchen (müssen), denn es lohnt ich nicht, dann noch weiter zu fahren. Kurze Zeit später parken wir auf dem Parkplatz an der A975 und laufen zur Ruine. Dort warten zwei Überraschungen auf uns: Man könnte direkt an der Ruine mit Blick auf das Meer mit seinem Wohnmobil stehen und außerdem kann man sich frei in den alten Gemäuern der Ruine bewegen. Das ist extrem spannend. Wir laufen durch die Mauern und stellen uns vor, wie man hier früher gelebt hat.

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Slains Castle – stolz auf den Klippen über dem Meer

Nach unserer Besichtigung überlegen wir kurz, ob wir uns über Nacht an die Ruine stellen oder einen offiziellen kommunalen Stellplatz im Hafen von Cruden Bay nutzen sollen. Wir fahren die kurze Strecke in den Ort, um uns umzuschauen und bleiben dann auch gleich in dem schönen Hafen stehen, da die Bedingungen perfekt sind. Direkt an der Hafenmauer, mit Blick auf die Bucht und den langen Sandstrand bereiten wir unser Abendessen zu. Anschließend klettern wir noch einmal auf die Klippen am Hafen, genießen die Aussicht bis hin zur Schlossruine und über das Meer. Wundervoll hier zu stehen!

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Der östlichste Punkt des schottischen Festlandes: Leuchtturm in Petterhead

Am nächsten Morgen füllen wir im Hafen noch unser Frischwasser auf und fahren weiter, denn nur ein Stück in nördlicher Richtung liegt der östlichste Punkt des britischen Festlandes – der Leuchtturm in Petterhead. Dieser strahlt wie aus dem Bilderbuch auf einer vorgelagerten Klippe, die man über eine Brücke erreicht. Leider ist das Grundstück am Leuchtturm nicht zugänglich und auch der Ort selbst nicht so besonders sehenswert.

Daher fahren wir nach einigen obligatorischen Fotos auch schon weiter. Fraserburgh ist unser nächstes Ziel. Dort kaufen wir im großen TESCO Supermarkt am Stadtrand ein und besuchen anschließend das „The Museum of Scottish Lighthouses„. In dem sehenswerten Museum lernt man mehr über die Struktur und Bedeutung der Leuchttürme an der lange Küstenlinie Schottlands und kann nebenbei noch einen Kaffee trinken.

Unser nächstes Ziel an diesem Tag ist der kleine Küstenort Gardenstown. Der verlockende Name ist Programm: Steil schmiegt sich das Dorf an die Klippen und die alten Häuser mit den vielen bunten Vorgärten haben einen besonderen Charme. Uns geht es aber eigentlich um etwas Anderes – eher ein Insider-Tipp. Wir parken am Ortsrand, unweit des Hafens. Von hier aus beginnt der Wanderweg am Meer entlang nach Crovie. Crovie ist eine alte Siedlung am Meer und nicht direkt mit dem Auto zu erreichen. Die wenigen Bewohner und Feriengäste transportieren ihre Dinge mit Handwagen durch die engen Gassen und vorbei an den alten Häusern.

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Blick von Gardenstown in Richtung Crovie – dem romantischen Dorf am Meer

Wir sind extrem beeindruckt von diesem ziemlich abgeschiedenen aber extrem eindrucksvollen Ort. Jeder Stein, jedes Haus kann hier Geschichten aus hunderten von Jahren erzählen. In der Bucht findet man am Weg entlang der Klippen nach Gardenstown auch noch ein beeindruckendes Mahnmal: Die Einwohner Crovies  haben 1906 in einem schweren Wintersturm unter Einsatz ihres eigenen Lebens die Besatzungsmitglieder des havarierten Schiffes „SS Vigeland“ gerettet. Zum Dank wurde ihnen dieses Denkmal errichtet, was zugleich an das Schiffsunglück erinnern soll.

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Blick von Crovie in die davor liegende Bucht

Nach dieser kurzen Wanderung am Meer entlang setzen wir unsere Tour fort. Das Wetter wird besser und wie so oft wechseln sich jetzt dramatische Wolken, Sonnenschein und Regenschauer ab. Man merkt, dass Schottlands Klima massiv durch den Golfstrom beeinflusst wird. Auf jeden Fall kommen wir ein kurzes Stück weiter in Sandend vorbei und verlassen für einen kurzen Abstecher in den Ort die Küstenstraße. Hier gibt es ganz passend zum Ortsnamen Sandend einen herrlichen Sandstrand den wir entlang laufen. Dazu die frische Brise vom Meer – Erholung pur.

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Am Sandstrand unterhalb von Sandend

Das nächste Ziel vor Augen fahren wir nach dieser eher kurzen aber erholsamen Pause weiter. Portknockie geben wir in unsere Navigation ein und sind nach nur wenigen Minuten dort. Nach etwas Suchen im Ort finden wir einen Parkplatz und laufen von dort aus nur ein kurzes Stück zum bekannten Postkartenmotiv Bow Fiddle Rock. Dieser Felsen ist vom Meer dermaßen bizarr geformt, dass man ihn gesehen haben muss.

Wir warten, bis die Sonne noch einmal scheint, um besseres Licht für unsere Bilder zu haben. Die Zeit nutzen wir, um in den Felsen und auf den Klippen herumzuklettern. Auf diese Weise entdecken wir noch weitere Höhlen und Felsformationen, denn nicht nur der Bass Fiddle Rock war hier seit Menschengedenken dem Meer ausgesetzt.

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Bow Fiddle Rock zur einsetzenden Flut

Das Highlight für Conny: Sie sieht während unserer Fotosession draußen auf dem Meer Delphine. Stimmt – wir sind jetzt in der Region, wo man gute Chancen hat, tatsächlich einige dieser niedlichen Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Dermaßen motiviert fahren wir weiter nach Spey Bay. Dort befindet sich das „Scottish Dolphin Centre„, ein Beobachtungspunkt und zugleich eine Art Naturpark-Center zum Thema Delphine, die sich hier im Mündungsbereich des River Spey zahlreich im Meer aufhalten.

Unterwegs in Speyside – der Region am River Spey

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Unser Stellplatz an diesem Abend in Kingston

Das Center hat heute bereits geschlossen und wir überlegen kurz, hier zu übernachten. In dem Ort gibt es einen neuen kleinen Campingsite – einen einfachen aber ansprechenden Stellplatz für Camper und Wohnmobile. Da auf unserer geplanten Route ein weiterer Ort zum Beobachten von Delphinen kommt, entschließen wir uns, noch über die Brücke oberhalb am River Spey zu fahren und auf der anderen Flussseite in Kingston einen Stellplatz zu suchen. Den finden wir recht zügig und ganz ideal: Mit Blick auf das Meer und in das Naturschutzgebiet des River Spey Delta. (Alle Details zu diesem Stellplatz findest du über diesen Link)

Wir kochen uns nach diesem erlebnisreichen Tag noch leckere Nudeln, bearbeiten unsere Social Media Kanäle und den Blog, um dann nach dem erlebnisreichen Tag bald zu schlafen. Am nächsten Tag brechen wir erneut direkt nach dem Frühstück auf. Entgegen der Strecke in den letzten Tagen, die uns fast durchweg an der Küste entlang geführt hat, fahren wir heute bewusst in Richtung des Landesinneren.

In der Region Speyside gibt es die größte Dichte an Whisky Destillerien in Schottland und daher auch eine spezielle Touristenroute, den Whisky Trail, den wir zumindest teilweise nutzen wollen. Daher verlassen wir Kingston in südlicher Richtung auf verschiedenen Nebenstraßen, bis wir in Craigellachie auf die A 95 kommen. Dieser Straße folgen wir in Richtung Cairngorms Nationalpark, da wir gern durch diese waldreiche und teilweise unberührte Landschaft fahren wollen. Doch zuvor machen wir noch einen kleinen Umweg, verlassen die gut ausgebaute Fernstraße und biegen ab zur Cardhu Destillerie.

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Die Whisky Destillerie von Cardhu – nur eine von vielen in der Region

Die Damen im „Visitor Centre“ sind wieder einmal auffallend  – schon fast typisch schottisch – extrem nett. Wir probieren einige Whiskysorten und lassen uns einige Details zur Herstellung als auch den Unterschieden erklären. Bevor wir nicht mehr weiter fahren können oder besser gesagt dürfen, machen wir uns aber wieder auf den Weg. Weiter auf der A 95, verlassen wir diese in Höhe der Speybridge bei Grantown on Spey. Über die A 939 geht es wieder in nördlicher Richtung – zur Küste und zugleich in Richtung Inverness. Auf dem Weg liegt das Cawdor Castle. Ein gut erhaltenes Schloss mit großen Gärten und für uns das nächste Ziel an diesem Tag.

Cawdor Castle – ein Stück schottische Geschichte

Cawdor Castle kann man für einen überschaubaren Eintrittspreis besichtigen. Im Vergleich zu vielen anderen Schlössern in Schottland ist es möglich, sich alleine und in Ruhe – ohne Führung – umzuschauen. Die Gelegenheit nutzen wir natürlich und möchten nachfolgend einige unsere Eindrücke mit euch teilen.

Minigalerie Cawdor Castle

Noch beeindruckt von der Besichtigung des Schlosses setzen wir unseren Roadtrip durch Schottland fort. Wir wollen heute noch Inverness passieren und anschließend auf die Halbinsel Black Isle abbiegen. Hier, bei Fortrose, gibt es augenscheinlich die besten Möglichkeiten, um Delphine zu beobachten. Da es langsam Abend wird und die Flut einsetzt, haben wir ideale Bedingungen.

Delphine bei Fortrose beobachten

Den Fjord Moray Firth überqueren wir auf der westlichen Seite von Inverness und bleiben auf der A 9 bis es die Möglichkeit gibt, nach rechts, in Richtung Fortrose abzubiegen. Wir parken, wie in Schottland gelernt, auf dem größten Parkplatz im Ort und laufen motiviert los in Richtung Meer, um kurze Zeit später festzustellen, dass es ziemlich naiv und dämlich von uns war. Hier ist weit und breit kein Aussichtspunkt und schon gar kein Leuchtturm. Zurück zum Auto – neu recherchiert und die Erkenntnis: Wir müssen noch ein Stück fahren. Am Ortsausgang in Richtung Rosemarkie biegen wir etwas später rechts ab und erreichen direkt den Leuchtturm am Chanonry Point. Dort parken wir unseren Kastenwagen in einer der engen Parklücken millimetergenau ein und nur wenige Schritte entfernt erreichen wir die Spitze der Landzunge.

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Der Leuchtturm auf der Landzunge bei Chanonry Point

Es ist der perfekte Zeitpunkt: Die Flut hat gerade eingesetzt und mit ihr kommen die Lachse aus dem Meer durch die Meerenge, um in den mündenden Fluß zu schwimmen. Die Delphine warten hier, an der engsten Stelle, um die Lachse zu fangen. Was haben wir für ein Glück? Kaum um die Ecke gebogen, sind die ersten Delphinflossen kurz vor dem Ufer zu erkennen. Fast zwei Stunden können wir die Tiere, darunter ein ganz junges Delphinbaby, beim Schwimmen, Jagen und Spielen beobachten. Conny kann sich fast nicht trennen, aber irgendwann müssen wir los. Es wird langsam dunkel und wir brauchen noch einen Stellplatz für die Nacht…

Minigalerie Delphine in Schottland

Damit sind wir ein Stück oberhalb von Inverness und damit am Ende des zweiten Teils unseres Roadtrips durch Schottland angekommen. Über den unten folgenden Link (erscheint in Kürze) könnt ihr uns im dritten Teil dieser Beitragsreihe von Inverness über Ullapool an der Westküste bis nach Stirling folgen.

Die Route dieser Etappe im Überblick

ALLE TEILE UNSERES SCHOTTLAND ROADTRIPS
Teil 1: Die Anreise und ersten Tage: Von Rotterdam bis Edinburgh
Teil 2: Weiter entlang der Ostküste: Von Edinburgh bis Inverness

Einen Überblick unserer Tour, kannst du dir in unserer Übersichtskarte verschaffen:

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Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

2 Kommentare

  • Hallo Ihr Zwei,

    den „big loop“ durch England und Schottland haben wir mit den Kindern im letzten Jahr gemacht. Von Dover über Brighton, Oxford, Cambridge, York nach Durham, wo wir eine Ausgabe der Magna Carta bewundern konnten ging es über Edinburgh nach Schottland. Der reizvolle Loch Lommond Nationalpark und dann die Highlands zwischen Fort William und Sky … ein Muss für die Kinder: Der Hogwarts Express! Über Inverness ging es an die Ostküste, die im starken Kontrast zur Westküste steht. Die Rückfahrt ging dann über den wunderschönen Lake District zwischen Keswick und Windermere. Wir haben einige Orte auf Euren Bildern wiedererkannt! Vielen Dank für die schönen Erinnerungen.

    Herzliche Grüße
    Martin

    • Hallo Martin,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar und das Feedback zu unserem Artikel. Da seid ihr in der Tat fast die gleiche Runde, nur in entgegengesetzter Richtung gefahren. Wir sind inzwischen auf den Hebrideninseln, derzeit auf der Isle of Skye und sind beeindruckt, hier nochmals ein „ganz anderes“ Schottland kennenzulernen. In jedem Fall haben alle Regionen von Schottland einen ganz eigenen und irgendwie besonderen Reiz, sind aber kaum oder nur sehr schwer mit Norwegen vergleichbar. Wir werden unseren Bericht noch vervollständigen und hier weiter berichten.
      Liebe Grüße, Conny und Sirko

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