Island Ratgeber

Rundreise auf der Ringstraße um Island – die Vorbereitungen auf die Tour

Island – wir kommen

Seitdem wir 2014 Island über ein verlängertes Wochenende besucht haben, hatten wir immer während den Wunsch, dieses atemberaubende Land abermals zu besuchen. Die Insel aus Feuer und Eis im Nordatlantik hatte es uns angetan.

Damals waren wir mit einem Mietwagen unterwegs und erkundeten den populären Rundkurs “Golden Circle” mit seinen unzähligen Hotspots und Wundern der Natur. Im April 2019 wird es nunmehr endlich wieder soweit sein: Wir haben dieses Mal bewusst knapp 7 Wochen inklusive eines kurzen Aufenthalts auf den Färöer Inseln geplant. So können wir mit unserem Kastenwagen alle Highlights in Ruhe abfahren und vielleicht auch wieder so einige Insider Tipps entdecken.

Als Zeitpunkt für den Beginn unserer Reise haben wir bewusst den April gewählt. So erleben wir wahrscheinlich noch schöne Winterlandschaften und in der Nacht freuen wir uns auf die letzten magischen Nordlichter. Im Mai erwacht dann die Natur zu neuem Leben und wir können dabei sein, wenn der Frühling den Winter vertreibt. Ab Juni hoffen wir dann auf die ersten wärmeren Tage, grünere Landschaften und vielleicht auch bereits ins Hochland vordringen zu können….

Traumhafte Straßen und atemberaubende Landschaften – ein Eldorado für Fotografen

Planung und Buchung der Anreise

Wie kommt man eigentlich nach Island?

Variante 1: Der Flug nach Keflavik (dem Internationalen Flughafen auf Island) ist von den großen Städten (Berlin–Tegel, Köln/Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart & München) möglich. Nach Möglichkeit sollte man aber so zeitig wie möglich buchen, denn so kann man einige Euro sparen. Vor Ort bucht man sich entweder einen Mietwagen oder ein Wohnmobil, wenn man zum Beispiel auf der Ringstrasse die Insel umrunden möchte. Ob der Mietwagen mit Allrad ausgestattet sein muss, ist eine spannende und individuell zu beantwortende Frage. Wir hatten damals keinen Allradantrieb – waren aber in der kurzen Zeit auch nur auf den regulären und asphaltierten Straßen unterwegs. Ist man aber im Winter auf Island oder möchte man ins Hochland fahren, sollte man darauf nicht verzichten. Auch hier gilt es, so zeitig wir möglich zu buchen. Hier kannst du dir ein Überblick verschaffen: *Preisvergleich Check 24

*Affiliate Link mehr dazu im Impressum.

Unser Tipp: Falls du eine Flugreise nach Island planst, dann melde dich unbedingt beim Newsletter von Iceland Air an. Dort gibt es regelmäßig exklusive Top-Angebote für Newsletter-Abonnenten, die kaum zu toppen sind. Darüber haben wir damals ebenfalls unseren Wochenendtrip gebucht.

Einer der gigantischsten Wasserfälle auf Island: Gullfoss

Wir haben uns diesmal allerdings für Variante 2 entschieden: Die Fahrt mit der Smyril Line Fähre von Dänemark nach Island. Über zweieinhalb Tage ist man mit einem kurzen Zwischenstop auf den Färöer Inseln unterwegs. Das klingt spannend und ist für uns in der Form eine neue Erfahrung. Die Entfernung zwischen Hirtshals (DK) und Tórshavn (Färöer Inseln) beträgt 575 Seemeilen, was ungefähr 1065 Kilometern entspricht. Vom Hafen Tórshavn (Färöer Inseln) nach Seydisfjördur (IS) sind es nochmals 285 Seemeilen (ca. 528 km).

Freunde haben uns von zum Teil heftigen Überfahrten berichtet, so dass wir in jedem Fall Reisetabletten einpacken. Auf der Rückfahrt im Juni werden wir dann noch einige Tage auf den Färöer Inseln verweilen, bevor es wieder zurück an den Ausgangspunkt unserer Tour nach Hirtshals in Dänemark geht.

Unser Tipp: Auf der Isländischen Seite der Reederei die Fähre zu buchen spart nochmals einige 100 Euro… Außerdem ist es ratsam, bei der Buchung unbedingt auf den Saisonkalender zu achten. Einen Tag später oder früher mitzufahren, kann schon einen erheblichen Preisunterschied von einigen hundert Euro ausmachen.

Überlegungen zu unserer Route

Die Ringstrasse, die auch Strasse 1 genannt wird, ist 1332 Kilometer lang. Die Strasse ist nach unseren Informationen in der Regel das ganze Jahr über befahrbar. Allerdings werden im April noch einige Nebenstrassen gesperrt sein. Die reine Fahrzeit für die 1332 Kilometer um die Insel Island beträgt etwa 16 Stunden. Bei einer Fahrtzeit von 2 Stunden am Tag ist es sinnvoll mindestens 8 Tage einzuplanen. Um aber tief in das Land eintauchen zu können, einige Abstecher zu machen und eventuell schlechtes Wetter “auszusitzen” lassen wir uns deutlich mehr Zeit…

Wir möchten entspannt reisen und tief in das normale Leben auf der Insel eintauchen. Die Diskussion, ob man die Insel im oder gegen den Uhrzeigersinn umfahren sollte, ist eine immer wiederkehrende spannende Frage. Viele Island-Besucher entscheiden sich erst spontan nach der Ankunft auf der Insel und richten sich unter Umständen nach dem Wetter.

Nach vielen Recherchen, Ratschläge von Freunden und Bekannten wollen wir die Runde um Island im Uhrzeigersinn fahren. Folgende Gründe sprechen aus unserer Sicht dafür: Zum Einen wollen wir im April bei eher kühlerem Wetter noch im Süden unterwegs sein, die bekannten Attraktionen in dem Teil von Island vor der Hauptsaison besuchen und zum Anderen hoffen wir auf den Frühling, wenn wir dann später die Westfjorde erreichen.

Das Felsentor an der Halbinsel Dyrhólaey

Vorträge, Webseiten, Blogs und Bücher

Wir sind zwar Abenteurer und lieben es Neues zu entdecken, trotzdem möchten wir nicht unvorbereitet ein Land bereisen – noch dazu wenn es teilweise so rau und unwirtlich erscheint. Daher haben wir uns einige Anregungen und viele Tipps in verschiedenen Vorträgen über das Land geholt sowie bei erfahrenen Island-Profis geholt. Zusätzlich haben wir uns das kostenlose ADAC Tourenset bestellt. Dieses ist zwar recht informativ, enthält aber im Fall von Island dieses Mal leider keine Karte. Daher haben wir uns im Vorfeld eine hochauflösende Karte bestellt und noch einige Reise- sowie Wanderführer, die wir euch nachfolgende gern empfehlen wollen:

Literatur Rund um Island:

* Affiliate Links ( mehr dazu im Impressum )

Zusätzlich zur Literatur haben wir uns natürlich auch Appetit bei unseren Kollegen geholt.

  • So stellt zum Beispiel Andreas von reisewut.com in vielen Blogbeiträge jede Menge Tipps, Insiderwissen und Attraktionen zur Verfügung. Lest gerne mal rein…
  • Ines & Thomas von gindeslebens.com sind ebenfalls Island Spezialisten. Auch hier gibt es zahlreiche Informationen zu und über Island. Es lohnt es sich einmal vorbeizuschauen…
  • Und auch Katrin von viel-unterwegs.de verrät ihre Insider Tipps zum Thema Island. Die Fotos machen Lust auf die Insel mit den spektakulären Naturschauspielen. Schaut gern einmal vorbei…

Nützliche Helfer für unsere Tour

Bei unserer Recherche sind wir auf eine Vielzahl von nützlichen Seiten gestoßen, die wir uns gleich notiert haben, um gut gerüstet unsere Reise antreten zu können.

Da wäre zum einen die isländische Wetterseite, die wir nur jedem ans Herz legen können. Sie ist sehr detailliert und eine echte Bereicherung – zumal sie zusätzlich die Nordlicht-Aktivitäten vorhersagt: www.vedur.is

Außerdem haben wir uns die Seite vom isländischen Strassenverkehrsamt gut abgespeichert. Hier erhält man aktuelle Informationen zu den Strassenverhältnissen und eventuellen Strassensperrungen: www.road.is

Auf der Seite www.safetravel.is erhält man ebenfalls aktuelle Informationen zum Wetter und den Strassenverhältnissen. Darüber hinaus ist die Seite voll mit wertvollen Tipps für die eigene Sicherheit. (auch auf deutsch verfügbar)

Eine weitere interessante Seite, die wir entdeckt haben, ist www.hotpoticeland.com. Wie der Name schon verrät, findet man hier in einer Übersichtskarte Schwimmbäder, heiße Quellen und – warum auch immer – die Tankstellen auf Island.

Der berühmte Wasserfall Skógafoss an der Südküste

Das muss man wissen (und beachten)…

  • Island gehört zwar nicht zur EU, aber für die Einreise reicht trotzdem der Personalausweis. Island gehört zum Schengenraum.
  • Auf der Fähre kann man Zollfrei einkaufen 🙂
  • Unbedingt die mobilen Daten auf der Fähre ausschalten (kann sonst sehr teuer werden).
  • Auf Island fallen mit dem (bzw. “unserem”) Netzbetreiber Vodafone keine Roaming Gebühren an.
  • Die Währung ist die Isländische Krone – Kartenzahlung ist fast überall möglich und weit verbreitet. Trotzdem sollte man generell etwas Bargeld dabeihaben. Das lässt sich bequem und günstig am Automaten in Island ziehen.
  • Die Tankstellen auf Island sind meist automatisiert, daher ist ein PIN für die Kreditkarte wichtig!!
  • In Island ist es Pflicht auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren.
  • Camping mit dem Wohnmobil ist seit 2015 nur noch auf Campingplätzen erlaubt.
  • Mit der Campingkart lassen sich einige Euros sparen. Die Karte kann online oder aber auch auf der Fähre gekauft werden.
  • In Island ist kein offenes Feuer erlaubt.
  • Die Einfuhr von Lebensmitteln ist in Island streng geregelt (rohe Produkte sind nicht erlaubt).
  • Ein Stromadapter ist auf der Insel nicht notwendig.
  • Island liegt in der Greenwich Mean Time Zeitzone. Es gibt darüber hinaus keine Zeitumstellungen zwischen Winter- und Sommerzeit. Bei unserer Ankunft im April dürfen wir also unsere Uhren zwei Stunden zurückdrehen. 🙂
  • Wer in Island seine Drohne gewerblich nutzen möchte, muss diese vorher registrieren bzw. sich eine Genehmigung bei der isländischen Flugaufsicht holen (ACHTUNG! Empfindliche Strafen bei Zuwiderhandlungen.)
  • Aber auch für “private” Flieger gelten Regeln, die es zu beachten gilt. Das folgende Video zu diesem Regelwerk ist gut gemacht und lässt eigentlich keinen Interpretationsspielraum zu:
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Wir haben bei unserer Recherche für diesen Beitrag viel Wissenswertes in Erfahrung bringen können und fühlen uns für unser Abenteuer gut vorbereitet. Nun hoffen wir natürlich, das auch du diese Informationen für deine eigene Reisevorbereitung verwenden kannst.

Haben wir etwas Wichtiges vergessen? Oder hast du noch einen Tipp für uns? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren inzwischen über dreißig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Unseren Reiseblog Nordlandblog entwickeln und schreiben wir mit viel Liebe und Herzblut, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich ebenfalls dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

3 Kommentare

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  • Hallo Conny und Sirko,
    wir waren 2014 mit unserem Toyota RAV4 und Zelt für 5 Wochen auf Farör und Island. Es war sehr spannend mit dem eigenen Auto durch das Hochland zu fahren. Unseren Bericht darüber findet Ihr hier: https://www.ski-web24.de/island2014/frame.htm

    Gegenüber 1999, als wir Island zum ersten Mal besucht haben, hat sich sehr viel verändert. Im April werdet Ihr den Touristenmassen hoffentlich noch entgehen können. Wir drücken Euch die Daumen, dass die Straßen schon gut befahrbar sind. Island ist noch einmal eine andere “Hausnummer” als Norwegen. Passt auf, wenn es stürmt! Wir haben ein von der Straße gewehtes Belgisches Wohnmobil gesehen und würden uns bei entsprechender Wettervorhersage immer einen halbwegs geschützten Campingplatz suchen.

    Ansonsten wünschen wir Euch viel Spaß bei Eurer Reise durch die atemberaubenden Landschaften und freuen uns auf Euren Bericht und natürlich auf die Fotos.

    Viele Grüße von Uwe und Bianka

  • Wow! Mich beschäftigt doch die Frage, welche Beweggründe für die Anreise mit eigenem Wohnmobil sprachen. Die Fähre kostet doch so etwa > 2.000,– € je Richtung. Warum kam etwa Flugreise mit Mietwagen nicht in Frage?

    • Hallo Kurt,
      wir können deine Gedanken gut nachvollziehen, zumal wir uns die Entscheidung tatsächlich nicht leicht gemacht haben. Am Ende der Überlegungen sprachen aber tatsächlich einige Gründe für die Entscheidung eigener Kastenwagen inklusive Fähre vs. Flugzeug und Mietwagen. Nachfolgend möchten wir diese gern mit dir teilen:
      – Wie im Artikel geschrieben, gibt es einige entscheidende Details, die am Ende den Fährpreis für die Überfahrt massiv beeinflussen. So sind wir in unserer beschriebenen Konstellation auf einen Preis im Bereich von 1500.- € gekommen…
      – Das gesamte Paket hängt natürlich von der Zeit ab, die man auf Island verbringt: Bei 10 oder 14 Tagen spricht (fast) alles für einen Flug. Ist man länger unterwegs – so wie wir, relativiert sich das Ganze und da Mietwagen in Island nicht gerade sooooo günstig sind, geht es unter dem Strich auf. Wir haben dafür den Preis Fähre + Kosten eigener Kastenwagen mit dem Paket Flüge und Mietwohnmobil verglichen und das auf die Kosten / Tag umgelegt. Wie gesagt – der “Break Even” wird bei Jedem an einer anderen Stelle liegen, aber ab einem gewissen Zeitraum für den Aufenthalt in Island spricht vieles / alles für die im ersten Moment scheinbar teurere Fährüberfahrt.
      – Da wir auf dem Rückweg auf den Färöer Inseln noch einen 3-Tages-Aufenthalt planen, sind wir so flexibler, können den ganz einfach in die Fährüberfahrt mit einplanen und sind dann dort auch mit dem eigenen Kastenwagen unterwegs. Das wäre in einer Konstellation mit dem Flieger schwieriger geworden…
      – Unser Gepäck: Wir schleppen inzwischen auf unseren Reisen einige Kisten und Kilo an Technik-Ausstattung für unseren Blog mit. Das Handling dessen ist einfach im eigenen Wohnmobil besser als auf dem Flug (und wahrscheinlich auch preiswerter).

      In Summe haben uns diese Gedanken und Rechenexempel dazu gebracht, die eigene Anreise mit unserem Kastenwagen inklusive der Fährüberfahrt so zu organisieren. Die einzige und letzte Unwägbarkeit, die uns dabei nur beschäftigt, ist die wohl teilweise wirklich heftige Überfahrt im Nordatlantik – aber da fällt sicher noch eine Flasche Whisky zur Betäubung aus dem Duty-Free-Shop ab… 😉 🙂

      Liebe Grüße und bis demnächst – gern hier mit aktuellen Bildern und Berichten, Conny und Sirko

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