Kirche Strandakirka an der Südküste von Island (Titelbild Kastenwagen Rundreise Nordlandblog)
Island Rundreisen

Mit dem Kastenwagen um Island – Der “Goldene Ring” und die Hauptstadt Reykjavik (Teil IV)

Der Wasserfall in der Höhle: Gljúfrabúi – ein unglaublicher Wasserfall unweit vom Seljalandsfoss

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Auf unserer Kastenwagen-Tour rund um Island sind wir inzwischen an der Südküste unterwegs und auf dem Weg in Richtung Reykjavik.

Nach einer erholsamen Nacht auf dem wunderschön gelegenen Campingplatz neben dem Seljalandsfoss frühstücken wir noch ganz entspannt, bevor wir aufbrechen und das kurze Stück zu einer Höhle hinter dem Campingplatz laufen. Hier versteckt sich einer der beeindruckendsten Wasserfälle Islands, der Gljúfrabúi. Die Wassermassen stürzen von den Felsen des Hochplateaus direkt in eine Höhle, bevor sie sich ihren Weg durch das Tal bahnen. Ganz Unerschrockene ziehen ihre Schuhe und Hosen aus, um durch den kleinen Bach in die Höhle zu waten. Wir sind froh, dass wir unsere Gummistiefel dabei haben. Derart ausgerüstet stehen wir nur einen Augenblick später in der Grotte und sind einmal mehr sprachlos im Angesicht dieser Naturgewalten.

Wasserfall Gljúfrabúi in Island im Nordlandblog
In der Höhle des Wasserfalls Gljúfrabúi

Nach unzähligen erfolglosen Versuchen, einem endlosen Trockenreiben unserer Objektive und schon ziemlich pitschnass, gelingen uns endlich einige Bilder. Anschließend verlassen wir auch wieder zügig die Höhle, denn sonst brauchen wir heute keine Dusche mehr… Wir gehen das kurze Stück zurück zu unserem Kastenwagen auf dem Campingplatz, wärmen uns kurz auf, packen zusammen und machen uns auf den Weg. Vor uns liegt ein kurzer Abstecher ins Landesinnere, bevor wir unsere Route auf dem populären “Goldenen Ring” fortsetzen.

Wenn du zuvor noch mehr Details über den fantastisch gelegenen Campingplatz erfahren möchtest, dann schaue gern in unserer ausführlichen Beschreibung nach:

Klicke hier für alle weiteren Informationen / Fakten / Bilder und die detaillierte Landkarte von diesem Wohnmobil-Stellplatz

Über die Straße 250 zum Wasserfall Merkjárfoss

Zunächst fahren wir zurück zur Ringstraße 1 und folgen dieser ein kurzes Stück in Richtung Reykjavik, bevor wir nach rechts auf die unbefestigte Schotterstraße 250 abbiegen. Hier sind wie quasi alleine unterwegs und genießen die schiere Unendlichkeit der Landschaft. Unser Ziel auf diesem kleinen Umweg ist der Merkjárfoss, der auch Gluggafoss genannt wird. Wir parken auf dem kleinen Platz unterhalb der Wasserfälle und laufen ein kurzes Stück am Fluss entlang. Auf der linken Seite kann man ein Stück den Berg hinaufsteigen und den Blick über die Landschaft genießen.

Es ist wunderschön an diesem etwas abgelegenen Ort und dieser verträumte Landstrich den Umweg in jedem Fall wert. Wir können es kaum glauben, dass wir hier – gar nicht so weit entfernt von der populären Ringstraße – die Schönheit der Landschaft alleine genießen können. Aber wir wollen noch weiter und nach der obligatorischen Fotosession brechen wir daher zur nächsten Etappe auf. Es geht für uns weiter in Richtung Westen, bis wir den populären “Goldenen Ring” (“Golden Circle”) erreichen werden.

Gluggafoss (auch genannt Merkjárfoss) in Island
Gluggafoss (auch Merkjárfoss gennant) im Süden von Island

Tour der Wasserfälle – unser nächster Halt am Urriðafoss

Während wir über die Straße 261 und die Ringstraße 1 wieder unterwegs in Richtung Westen sind, recherchieren wir den weiteren Streckenverlauf und mögliche Sehenswürdigkeiten auf diesem Abschnitt der Route. Bisher haben wir lediglich geplant, auf den “Goldenen Ring” einzuschwenken und am Abend bereits auf dem Campingplatz am Geysir zu übernachten. Kaum verwunderlich: Das nächste Highlight ist ein Wasserfall unweit der Hauptstraße. Kein Wunder, denn hier auf der Südseite des isländischen Hochlandes sucht sich das Wasser seinen Weg zum Meer.

So biegen wir schon bald nach links ab, um den dritten Wasserfall an diesem Tag zu besuchen. Wir ahnen ja noch nicht, dass es heute noch mehr davon geben wird… Ein Weilchen später ist unser Kastenwagen geparkt und wir gehen den gut befestigten Weg oberhalb der Wasserfälle des Urriðafoss. Hier, kurz vor dem Meer, sind die Höhenunterschiede nicht mehr gigantisch. Dafür bahnen sich unglaubliche Wassermassen unaufhörlich ihren Weg. Das Wasser hat hier wiederum eine besondere Farbe, da es viele Sedimente aus dem Gebirge mit sich führt.

Urriðafoss im Süden von Island auf unserer Kastenwagen-Rundreise
Der Urriðafoss – nicht sonderlich hoch aber aufgrund seiner Wassermassen dennoch beeindruckend

Nach einer kleinen Mahlzeit im Kastenwagen, die wir noch ganz entspannt auf dem Parkplatz am Wasserfall genießen, machen wir uns erneut auf den Weg. Schließlich liegen noch etwa 60 Kilometer vor uns. Schon bald verlassen wir wieder die Ringstraße 1 in nördlicher Richtung, fahren über die Straßen 30, 31 und 35 nach Reykholt und bewegen uns damit nun auf dem “Goldenen Ring”.

Der “Goldene Ring” in Island

Korrekt heißt es auf isländisch: “Gullni hringurinn”. Vielen ausländischen Touristen ist diese populäre Route vielmehr als der “Goldene Ring” oder eben “Golden Circle” bekannt. Man erreicht auf dieser Strecke, von der Hauptstadt Reykjavik aus, eine Vielzahl der bekannten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten im Südwesten und Süden von Island. Die ursprüngliche Touristenroute ist etwa 300 Kilometer lang und man benötigt etwa 4 – 5 Stunden Fahrzeit für die ganze Strecke.

Landschaft im Südwesten von Island (Nordlandblog)
Typische, von Thermalquellen geprägte Landschaft im Südwesten von Island

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf dem “Goldenen Ring” sind die ehemalige Thing-Stätte Thingvellir-Nationalpark mit dem naheliegenden Wasserfall Öxarárfoss, das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem Geysir Strokkur, der recht zuverlässig etwa alle zehn Minuten ausbricht. Weiterhin zählt auch der Wasserfall Gullfoss dazu, dessen deutscher Name „Goldener Wasserfall“ den Begriff “Goldener Ring” wohl geprägt hat.

Wir passieren auf unserer Tour zunächst das verträumte und durchaus einladende Städtchen Reykholt, bevor wir wenige Kilometer weiter erneut stoppen. Rechts der Straße liegt ein kleiner Campingplatz mit einem Bistro, ein Parkplatz und ihr ahnt es schon – ein weiterer Wasserfall. Damit sind wir heute bei Nummer 4… Faxi heißt der wirklich sehenswerte und gut zu erreichende Wasserfall unweit der Straße 35. Erstaunlicherweise ist er in den Reiseführern und anderen Prospekten nicht so präsent, obwohl die touristische Infrastruktur um den Wasserfall gut ausgebaut ist.

Der Wasserfall Faxi in Island am Goldenen Ring
Fast schon monumental und mächtig: Langzeitbelichtung am Faxi mit seinen gigantischen Wassermassen.

Vom Wasserfall Faxi zum Geysir

Mit einem weiteren Fotografen wechseln wir uns an den schönsten Fotopunkten ab und machen mit unseren ND-Kamerafiltern von Lee einige Langzeitbelichtungen der atemberaubenden Wassermassen. Das Wetter wird inzwischen etwas schlechter und daher fahren wir nach dem Aufenthalt am Faxi direkt weiter zum Geysir, der von hier aus nur noch wenige Fahrminuten entfernt ist.

Der Campingplatz neben dem Geysir ist jetzt, am 07. Mai, immer noch geschlossen und so kann man diesen – wie zumeist in Island – mit Einschränkungen nutzen. Die Toiletten und der Vorplatz sind geöffnet und wir finden ein lauschiges Plätzchen neben einer Hecke – mit Blick in Richtung des Strokkur. Jetzt, am frühen Abend, wird es bereits etwas ruhiger hier und wir sind optimistisch, dass wir am nächsten Morgen die einzigartigen Naturschauspiele alleine genießen können. Das Wetter soll in jedem Fall morgen perfekt sein…

Alle Details und weitere Bilder sowie Informationen zum Campingplatz am Geysir in Island haben wir hier in unserer Stellplatz-Rubrik hinterlegt:

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Strokkur auf Island beim Ausbruch (Nordlandblog)
Ein absolut unvergessliches Erlebnis, wenn der Strokkur aus der Erde viele Meter in die Höhe schiesst

Die Highlights am “Goldenen Ring” – der Strokkur und der Gullfoss

Tatsächlich stehen wir am nächsten Morgen gegen 6.30 Uhr alleine am Strokkur. Im Licht der strahlenden Morgensonne genießen wir etwa alle 10 Minuten seinen Ausbruch. Mit einem Blubbern an der Wasseroberfläche kündigt sich immer wieder dieses unvergessliche Naturschauspiel an. Mit einem lauten Zischen und Dampfen spritzt dann das kochend heiße Wasser immer wieder fauchend bis zu 25 Meter in die Höhe. Wahnsinn!!

Der kleinere Geysir Strokkur befindet sich neben dem Großen Geysir, der diesen Wasserfontänen weltweit diesen Namen gegeben hat. Er bricht aber nur noch selten aus. Dennoch kann man sich hier, im Geothermalgebiet Haukadalur auf dem Gemeindegebiet von Bláskógabyggð, einen bewegenden Einblick über die urgewaltigen Kräfte verschaffen, die im Inneren unsere Erde wirken.

Geysir Strokkur in Island beim Ausbruch (Nordlandblog Reportage)
Mit unbändiger Kraft bricht das Wasser aus der Erde heraus

Wir könnten hier noch lange stehen und merken so erst zwei Stunden später, wie die Zeit vergangen ist. Langsam kommen die ersten Tagestouristen und es füllt sich im Gebiet um den Geysir zusehends. Also gehen wir erst einmal in unseren Kastenwagen zum Frühstück, bevor wir anschließend die knapp zehn Kilometer bis zum Gullfoss fahren. Hier laufen wir zunächst ein kleines Stück durch die ursprüngliche Landschaft der Umgebung, stärken uns im Restaurant oberhalb des Wasserfalls und beschließen, tagsüber an unserem Blog zu arbeiten, um im Abendlicht alleine und in Ruhe am Wasserfall fotografieren zu können.

Vom Wasserfall Gullfoss zum Thingvellir-Nationalpark

Tatsächlich geht unser Plan auf und inzwischen haben wir gelernt, dass es, zumindest im Mai, zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr selbst an den sehr populären Hotspots und Sehenswürdigkeiten ruhiger ist und man diesen Ort dann fast alleine genießen kann. Das führt dazu, dass wir unseren Tagesablauf bereits drauf ausrichten und eher am frühen Morgen oder späten Abend aktiv sind. Durch unseren Kastenwagen sind wir da flexibel…

Der mächtige Gullfoss im Süden von Island im Abendlicht
Der mächtige Gullfoss im Süden von Island im Abendlicht

Nach der abendlichen Fotosession am Gullfoss übernachten wir noch einmal auf dem Campingplatz am Geysir, da sich dieser Platz aufgrund der Entfernung als auch der Lage an unserer Route anbietet. Denn von hier aus geht es am nächsten Morgen weiter – auf den Straßen 35, 37 und 365 in Richtung Reykjavik. Auf dem Weg dorthin gibt es aber noch so Einiges zu sehen. Und so ist unser erstes Ziel am neuen Morgen der nächste Wasserfall…. Wir hatten in einigen Blogs bereits vorab über diesen ganz besonderen Wasserfall gelesen, der aufgrund seiner ganz besonderen blauen Wasserfarbe die Menschen fasziniert. Also geht es auf zum Bruarfoss.

Wir erreichen den Parkplatz am späten Vormittag, ziehen unsere Wanderstiefel an und gehen direkt los. 3,1 Kilometer benötigt man vom neu angelegten Parkplatz neben der Straße bis zum Bruarfoss. Nach unseren Recherchen wurde die Wegführung aufgrund der Intervention einiger Land- und Ferienhausbesitzer sowie wegen der stetig steigenden Besucherzahlen immer mal wieder geändert. Wir folgen in jedem Fall dem ausgeschilderten, gut markierten und in weiten Teilen befestigten Weg, der auch teilweise durch die Ferienhaussiedlung führt. Jedenfalls sind wir nach etwa einer halben Stunde an der Brücke oberhalb des blauen Wasserfalls Bruarfoss.

Der blaue Wasserfall Bruarfoss im Süden von Island
Für uns einer der fünf schönsten Wasserfälle von Island – der Bruarfoss

Thingvellir Nationalpark und UNESCO Weltkulturerbe

Am See Þingvallavatn liegt der Nationalpark, der nicht nur durch seine Landschaft beeindruckt, sondern auch eine große geschichtliche Bedeutung für Island hat. Bereits seit dem Jahr 930, kurz nach der Landnahme durch norwegische Wikinger, traf man sich hier jährlich zum Thing – einer demokratischen, gesetzgebenden und gerichtlichen Volksversammlung. Am 17. Juni 1944 wurde hier auch die Republik Island ausgerufen.

Viele Tafeln und Erklärungen begleiten einen auf den kurzen Wegen und Wanderungen durch den Nationalpark. So findet man hier den Wasserfall Öxarárfoss, die Silfra-Spalte (ein Tauchparadies zwischen den Kontinentalplatten), ein Nationalpark-Zentrum mit Campingplatz und natürlich die monumentalen Felsspalten um den alten Versammlungsort. Man kann hier ohne Weiteres gut und gerne einen Tag verbringen und auf gut markierten Wegen alle Highlights in der näheren Umgebung entdecken.

Wir übernachten direkt auf dem Campingplatz neben dem Nationalpark-Zentrum, der bereits im Mai geöffnet hat und auf einer großen Wiese ausreichend Platz bietet. Die weiteren Informationen zum Campingplatz findest du hier:

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Nationalpark und UNESCO Weltkulturerbe Thingvellir / Pingvellir bei Reykjavik in Island
Die typischen alten Häuser sowie die Holzkirche im Nationalpark Thingvellir

Am nächsten Morgen brechen wir noch vor dem Frühstück auf, um im Morgenlicht noch einige Bilder aufzunehmen. Nach der morgendlichen Fotosession frühstücken wir erst einmal ausgiebig auf einem der Parkplätze im Nationalpark, als auch schon ein Ranger an unsere Tür klopft und freundlich darauf hinweist, dass es verboten ist, wild zu campen. Wir zeigen ihm unseren Beleg vom Campingplatz und erklären, dass wir nur eine Pause machen. Daraufhin lacht er freundlich, wünscht uns noch einen schönen Tag und verabschiedet sich sehr nett.

Auf der Suche nach einem Campingplatz in Reykjavik

Für uns wird es dann aber auch bereits Zeit, unseren Roadtrip durch bzw. um Island fortzusetzen. Heute geht es in die Hauptstadt, nach Reykjavik. Wir haben im Vorfeld lange nach Campingplätzen recherchiert und dabei festgestellt, dass es direkt in Reykjavik eigentlich nur einen Campingplatz gibt. Dieser ist zwar ziemlich zentral und wirklich auch optimal gelegen, aber letzten Endes ziemlich teuer.

So wollen wir vorab im näheren Umfeld der Stadt noch weitere Optionen prüfen: Einen privaten Campingplatz in Mosfellsdalur, einen Platz in Norðurbær sowie die Plätze in Mosfellsbær und am Stadtrand von Reykjavik. Nach dieser “Ehrenrunde” wird schnell klar: Wir gehen doch lieber auf den zentralen Platz in der Hauptstadt, da die anderen Angebote für viel Geld noch weniger bieten.

Skyline von Reykjavik im Abendlicht
Die Skyline von Reykjavik im Abendlicht

Wir kaufen in einem der großen Supermärkte noch einmal richtig ein und nehmen unseren Stellplatz in Reykjavik in Beschlag. Nach einem kurzen Abendspaziergang am Meer machen wir es uns im Kastenwagen gemütlich und planen die beiden nächsten Tage in Reykjavik.

Weitere Informationen, Preisangaben und Details vom Campingplatz im Zentrum Reykjaviks findest du hier:

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Islands Hauptstadt Reykjavik – eine moderne Metropole am Meer

Reykjavik ist schwer zu beschreiben und steht für uns im harten Kontrast zum restlichen, naturverbundenen als auch ursprünglichen Island. Dennoch findet man auch hier viele kleine sowie liebevolle Details, die irgendwie typisch für Island sind und der Stadt wiederum einen ganz besonderen Charme verleihen. Ebenso beeindruckend ist die teilweise moderne Architektur, deren Typen, Formen und Materialien sich den Platz teilweise mit alten Holzhäusern und Fischerhütten teilen. Die oft bunten Dächer und Fassaden machen das urbane Bild einer modernen Stadt auf einer ganz besonderen Insel dann irgendwie rund.

Wie auch immer – man kann gut mehrere Tage hier verbringen und viel entdecken. In diesem Fall lohnt es sich, die Reykjavik City Card zu erwerben, mit der man viele Vergünstigungen in der Stadt erhält. Diese gibt es für 24, 28 oder 72 Stunden Aufenthalt in der City.

Minigalerie Reykjavik – Metropole im Südwesten von Island

Wir waren im alten und neuen Hafenviertel unterwegs, haben leckeren Fish and Chips in einem der vielen Fischrestaurants gegessen, sind durch die Fußgängerzone und die kleinen Straßen im Ortskern gebummelt, waren im Ausflugsgebiet der Hauptstädter am Leuchtturm Grótta Island Lighthouse und natürlich auch im einigen Penis-Museum der Welt. Aber bitte nicht weitersagen…

Unterwegs im Südwesten von Island

Nach einer langen Zeit in der ursprünglichen Natur Islands tat es wirklich gut, das urbane Leben und Treiben einer Großstadt zu genießen. Dennoch sind wir nach zwei Tagen auch froh, dass es wieder hinausgeht – an die Küsten, die Strände, kurzum – in die bezaubernde Landschaft der Insel.

Da wir gut im Zeitplan liegen, entschließen wir uns, nicht gleich und direkt der Ringstraße 1 in nördlicher Richtung zu folgen, um Island schlussendlich weiter zu umrunden. Vielmehr nehmen wir uns einen zusätzlichen Tag und fahren bewusst einen Umweg bzw. eher eine kleine Ehrenrunde im Süden von Reykjavik. Die dort zu findende Landschaft würde man auslassen, wenn man nur stur der Ringstraße oder eben dem “Goldenen Ring” folgt. Also – Kompass auf Süden und ab geht es…

Leuchtturm von Reykjanes im Südwesten von Island unweit von Reykjavik
Alleine schon jeden Umweg wert: Der schöne Leuchtturm von Reykjanes am Südwestkap von Island

Wir folgen der Straße 41 in Richtung Flughafen und biegen später auf die 43 nach Grindavik ab. An dieser Route findet man auch die weltberühmte “Blaue Lagune” – einen der populärsten Hotpots in Island. Wir lassen die aus unserer Sicht überlaufenen als auch überteuerte Touristenattraktion aus, da wir etwas abgelegenere und ruhigere Hotpots im Norden besuchen wollen, über die wir in unserem Beitrag “Die neun schönsten Hotpots in Island” ausführlich und mit allen Details – inklusive der Koordinaten – berichten.

In Grindavik biegen wir nach rechts ab und fahren von hier aus bis zu einer ganz besonderen Brücke: Die Brücke zwischen den Kontinenten verbindet über einem klar erkennbaren Graben hier tatsächlich die beiden Kontinentalplatten von Amerika und Europa. Ein markanter Punkt und somit auch ein touristisches Highlight in Island. Conny gibt sich auf unserem Bild richtig Mühe und hebt die Brücke an – ein klassisches Motiv dieser Szenerie.

Conny Trentsch und die Brücke zwischen den Kontinenten in Island
Ist Conny nicht wirklich kräftig…??

Im äußersten Südwesten von Island – auf der Halbinsel Reykjanes

Auf der Straße 425 fahren wir ein Stück zurück bis zum Südwestkap von Island. Auf der Halbinsel von Reykjanes findet man nicht nur den dazugehörigen Leuchtturm, sondern ein weiteres, extrem imposantes Thermalgebiet und sehr bizarre Felssäulen in der Brandung des Atlantiks. Zunächst fahren wir auf den Parkplatz direkt an den Klippen der Küste. Von hier aus hat man bereits einen einmaligen Blick über die Felsen sowie die Hochklippen mit den unzähligen Brutplätzen für Seevögel.

Wir folgen auf einer kleinen Runde den gut markierten und befestigten Wegen durch diese grandiose Landschaft.

Die Küste vor der Halbinsel Reykjanes im Südwesten von Island
Die Klippen und Felsen vor der Südwestküste auf der Halbinsel Reykjanes

Ebenso kann man von hier aus zum nahegelegenen Leuchtturm von Reykjanes oder auch zu den heißen Quellen im Thermalgebiet Gunnuhver gehen. Die Umgebung wirkt hier in gewisser Weise etwas surreal – der alte Leuchtturm hoch über dem Meer und dazu das heiße brodelnde Wasser sowie der Dampf, der mächtig nach Schwefel stinkt.

Der Dampf und die heißen Quellen im Thermalgebiet Gunnuhver
Der Dampf und die heißen Quellen im Thermalgebiet Gunnuhver

Auf einigen Tafeln erfährt man mehr über die Region und kann auch über die Sage von Gunnuhver lesen, nach der wohl die heißen Quellen benannt sind. Wir überlegen, ob wir hier noch bis zum Sonnenuntergang bleiben sollen oder doch noch die letzten Kilometer bis zum nächsten Fotomotiv an der Südküste fahren. Nach einer kurzen Recherche wird offensichtlich, dass es dort sogar einen kostenfreien Campingplatz gibt und so machen wir uns auf den Weg nach Strandakirkja.

Ein letzter Blick zum Leuchtturm von Reykjanes im Südwesten von Island unweit von Reykjavik
Der erhabene Leuchtturm von Reykjanes auf der gleichnamigen Halbinsel

Die alte Kirche am Meer: Strandarkirkja

Vor uns liegen nun etwa noch 50 Kilometer, bevor wir die romantische Kirche am Meer erreichen. Die Küstenlandschaft ist hier weitläufig und offen, nur selten von einem einzelnen Bauernhof unterbrochen. Insofern verirren sich hier auch nur wenige andere Touristen hin – vielleicht ein Grund für den Besitzer, seinen Campingplatz durch das Gratisangebot zu füllen. Offensichtlich lebt er nur davon, dass man bei ihm im Kiosk noch einige Dinge kauft oder die kostenpflichtigen Einrichtungen benutzt. In jedem Fall sind die Übernachtung bzw. der Stellplatz selbst kostenlos.

Auch diesen Platz an der malerischen Südküste stellen wir euch im Bereich der Stellplätze von Island näher vor:

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Nachdem wir uns eingerichtet und etwas zum Abend gegessen haben, gehen wir die kleine Straße am Meer entlang, um im letzten Licht des Tages einige Aufnahmen von der kleinen, alten Holzkirche zu machen, die hier bereits seit langer Zeit Wind und Wetter widersteht.

Am nächsten Morgen beenden wir mit unserem Frühstück die Etappe entlang der Südküste von Island, geben die Stadt Akranes in unsere Garmin Camper-Navigation ein und starten den nächsten großen Teil unserer Insel-Umrundung. Die Westküste entlang, über die Halbinsel Snæfellsnes und weiter hinauf in die entlegenen Westfjorde im äußersten Nordwesten von Island. Dazu laden wir euch im nächsten Teil unserer Reportage ein…

Strandakyrkja im Süden von Island
Am Abend nach einem schönen Spaziergang an der Strandakyrkja im Süden von Island

Empfohlene Literatur und eine optimale Landkarte für diese Rundreise*

Reise Know-How Landkarte Island – Maßstab (1:425.000) Ausgabe 2018

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Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

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