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Norwegen Highlights

Faszination Fjordnorwegen: 26 Highlights auf unserer Route durch die Fjorde

Faszination Fjordnorwegen Geirangerfjord Norwegen Rundreise Highlights in Norwegen (Titelbild)

Fjordnorwegen Rundreise: Von Kristiansund durch das Fjordland zurück in den Süden

Nach dem maritimen Flair an der Küste Westnorwegens verändert sich die Landschaft nun noch einmal spürbar. Vorgelagerte Inseln, Leuchttürme und kleine Hafenorte lassen wir zurück. Stattdessen rücken tief eingeschnittene Fjorde, steile Felswände, tosende Wasserfälle, Gletscherarme und Serpentinenstraßen in schwindelerregender Höhe in den Mittelpunkt. Dazu kommen immer wieder diese grandiosen Aussichten, bei denen man unweigerlich langsamer fährt, anhält, staunt und am Ende deutlich weniger Strecke schafft, als ursprünglich geplant.

Nordfjord Loen Skylift Norwegen Nordlandblog Beitragsbild - Rundreise durch Fjordnorwegen
Wir lieben diesen weiten Blick auf und über die Fjorde in Norwegen

In diesem dritten Teil unserer großen Norwegen Route nehmen wir euch mit von Kristiansund hinein in das spektakuläre Fjordland. Unsere Reise führt über Åndalsnes und den Trollstigen an den Geirangerfjord, weiter über den Nordfjord an den Sognefjord. Von dort geht es über eindrucksvolle Passstraßen und durch die Regionen rund um den Hardangerfjord zurück Richtung Süden.

Natürlich soll auch diese Route kein festgelegtes Programm sein, das man Punkt für Punkt abhaken muss. Fjordnorwegen lebt gerade davon, dass man unterwegs spontan entscheidet, ob man einen Abstecher macht, ein Museum besucht oder eine Wanderung einschiebt, denn hinter der nächsten Kurve wartet oft schon der nächste Grund anzuhalten. Einige von euch werden vor allem die bekannten Klassiker erleben wollen, andere hingegen suchen die ruhigeren Täler, kleineren Straßen und Aussichtspunkte abseits der großen Besucherströme.

Direkt nach Fjordnorwegen: Mögliche Einstiege in unsere Route

Wenn ihr nicht die gesamte Beitragsreihe nachfahren möchtet, könnt ihr natürlich auch direkt in diese Fjordnorwegen Route einsteigen. Besonders einfach ist das, wenn ihr mit der Fähre nach Stavanger oder Bergen reist. Von dort aus könnt ihr entweder noch einzelne Abschnitte unserer Westnorwegen Route mitnehmen oder direkt in Richtung Fjorde weiterfahren.

Blick von der Brücke einer Fjordline-Fähre auf dem Weg Dänemark nach Norwegen
Blick von der Brücke einer Fjord Line Fähre

Auch über Kristiansand, Larvik oder Oslo lässt sich das Fjordland gut erreichen. Ab Kristiansand bietet sich besonders die Fahrt durch das Setesdal und weiter Richtung Haukeli beziehungsweise Hardanger an. Wer über Larvik oder Oslo kommt, kann über die Hardangervidda in Richtung Eidfjord, Vøringsfossen und Hardangerfjord fahren und dort in den südlicheren Teil unserer Route einsteigen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise über Schweden. In diesem Fall bietet es sich an, über Trondheim nach Kristiansund zu fahren. Dort trefft ihr ziemlich genau auf den Ausgangspunkt unserer Fjordnorwegen Route und könnt sie anschließend in der von uns beschriebenen Richtung nach Süden fahren.

Unsere Fjordnorwegen Route im Überblick

Wir haben die Route in einzelne Etappen gegliedert und zu jeder Etappe die wichtigsten Stopps, Abstecher und Highlights ergänzt. Die Angaben zu Strecke und Fahrzeit können dabei nur eine Orientierung sein. In Fjordnorwegen bestimmen Wetterverhältnisse, Fähren, geöffnete Passstraßen, Fotostopps oder ein ungeplanter Abstecher am Ende oft den tatsächlichen Verlauf der Reise.

Die interaktive Karte mit allen genannten Orten findet ihr am Ende des Beitrags. Dort könnt ihr euch noch einmal einen Überblick verschaffen und eure eigene Route durch Fjordnorwegen zusammenstellen.

Blick vom Molden auf den Sognefjord in Norwegen / Nordlandblog - Reise durch Fjordnorwegen

Etappe 1: Von Kristiansund über den Trollstigen an den Geirangerfjord

Diese erste Etappe führt euch von Kristiansund hinein in eine der bekanntesten Landschaften Fjordnorwegens. Zunächst folgt die Route noch der Inselwelt und den Fjordarmen rund um den Romsdalsfjord, bevor sie über Åndalsnes in Richtung Trollstigen und weiter zum Geirangerfjord führt.

Der Trollstigen ist zweifellos einer der Höhepunkte dieser Etappe. Die Straße windet sich in engen Kehren hinauf in die Bergwelt des Reinheimen Nationalparks und gehört zur Norwegischen Landschaftsroute Geiranger Trollstigen. Gerade mit einem größeren Wohnmobil solltet ihr euch die schmale Straße, die engen Kurven und den Gegenverkehr allerdings zutrauen. Nicht selten wird es hier eng, und manchmal geht es nur mit Geduld und etwas Rangieren weiter.

Nach der Passfahrt über den Trollstigen führt die Route hinunter nach Valldal, wo viele Höfe Erdbeeren, Kartoffeln, Obst und Gemüse direkt ab Hof verkaufen. Für uns ist das fast immer ein guter Grund, kurz anzuhalten. Wenig später erreicht ihr den Storfjord und setzt mit der Fähre von Linge nach Eidsdal über. Danach geht es erneut hinauf in die Berge. Oben angekommen warten einige der bekanntesten Aussichtspunkte dieser Etappe auf euch.

Doch zuerst wartet unweit der Straße nach Åndalsnes bereits die erste Sehenswürdigkeit dieser Etappe:

1. Stabkirche von Rødven

Stabkirche Rodven Norwegen Nordlandblog

Noch bevor wir Åndalsnes erreichen, lohnt sich ein kurzer Abstecher von der Fv64 auf die Fv181 nach Eidsbygda. Die Straße führt hinunter an den Rødvenfjord, einen ruhigen Seitenarm des Romsdalsfjords. Dort gibt es einige Picknickplätze sowie mit Saltkjelsnes Camping einen schön gelegenen Campingplatz, der herrlich in einer Bucht direkt am Wasser liegt. Der Platz bietet außerdem einfache Hütten sowie den Verleih von Booten und Kajaks an.

Unweit des Campingplatzes befindet sich die Stabkirche von Rødven, eine der sogenannten Møre Stabkirchen. Auffällig sind vor allem die schrägen äußeren Stützen, die das Gebäude seitlich abfangen und der Kirche schon von außen ein ganz eigenes Erscheinungsbild geben.

Die Geschichte der Kirche reicht weit ins Mittelalter zurück. Teile des heutigen Bauwerks stammen aus verschiedenen Jahrhunderten, einzelne ältere Bauteile wurden vermutlich sogar von einer früheren Kirche an gleicher Stelle übernommen. Besonders spannend sind das alte Südportal sowie das mittelalterliche Kruzifix im Inneren der Kirche.

Gerade weil Rødven nicht zu den ganz großen Namen unter den norwegischen Stabkirchen gehört, wirkt der Ort angenehm ruhig. Für uns ist die Kirche ein lohnender erster Stopp auf dieser Etappe.

2. Åndalsnes – die Stadt am Isfjord

Andalsnes Stadt in Norwegen am Isfjord / © Pixabay.com
Blick auf Andalsnes und den Bahnhof der Raumabanen

Nachdem wir den Isfjord umrundet haben, erreichen wir Åndalsnes, das kleine Zentrum des Romsdalen. Der Ort liegt eindrucksvoll zwischen Fjord und steilen Bergen und ist für viele Reisende ein praktischer Stopp vor der Weiterfahrt zum Trollstigen. Hier kann man einkaufen, tanken, Frischwasser auffüllen sowie Grau- und Schwarzwasser entsorgen.

Allerdings wäre es schade, in Åndalsnes nur die Vorräte aufzufüllen. Der kleine Ort gilt als Basislager für die Bergwelt im Romsdalen. Von hier starten bekannte Touren wie die Wanderung zum Rampestreken oder die deutlich anspruchsvollere Tour über den Romsdalseggen. Wer sich den steilen Aufstieg sparen möchte, kann mit der Romsdalsgondolen hinauf zum Nesaksla fahren, dort den Blick über Åndalsnes, den Fjord und die umliegenden Berge genießen und wer mag anschließend zum Rampestreken absteigen.

In Åndalsnes startet mit der Raumabanen eine der schönsten Bahnstrecken Norwegens. Sie führt durch das enge Tal der Rauma, vorbei an steilen Berghängen, Wasserfällen und eindrucksvollen Brücken bis nach Dombås.

Bei schlechtem Wetter bietet Åndalsnes noch ein weiteres Highlight: Das moderne Gipfelmuseum Norsk Tindesenter zeigt nicht nur eine interessante Ausstellung über die Bergwelt und das Bergsteigen in Norwegen, sondern beinhaltet auch herrliche Indoor-Kletterwelten für die ganze Familie und in verschiedenen Schwierigkeitsklassen.

3. Trollstigen – über elf Haarnadelkurven hinauf in die Bergwelt

Die Serpentinen des Trollstigen in Norwegen (Nordlandblog) - Reise durch Fjordnorwegen
Die Serpentinen des Trollstigen überwinden einen Höhenunterschied von 405 Metern

Die Serpentinen des Trollstigen überwinden in elf Haarnadelkurven einen Höhenunterschied von rund 405 Metern. Heute gehört diese Straße zu den bekanntesten Bergstrecken Norwegens, doch ursprünglich war der Weg über das Gebirge alles andere als eine Touristenroute. Bevor der Trollstigen 1936 eröffnet wurde, führte hier mit dem Kløvstien ein alter Saumweg zwischen Romsdalen und Sunnmøre über die Berge. Über diesen Weg wurden unter anderem Pferde und Vieh zum großen Romsdalsmarkt bei Devold nahe Åndalsnes gebracht.

Oben am Trollstigen gibt es einen großen Parkplatz, ein Café und einen Shop, sodass sich der Halt gut mit einer kleinen Pause verbinden lässt. Bei klarer Sicht gehört der Blick auf die Serpentinen zu den großen Fotomotiven dieser Route.

Der Trollstigen ist nur saisonal geöffnet und kann je nach Schnee, Regen, Steinschlaggefahr oder Bauarbeiten auch kurzfristig gesperrt werden. Daher empfehlen wir vor Fahrtantritt einen Blick auf die aktuellen Straßeninformationen von Statens vegvesen.

Trollstigen bei Andalsnes in Norwegen (Nordlandblog)
Der Trollstigen führt durch eine unglaublich schöne Landschaft

4. Gudbrandsjuvet – die dramatische Schlucht

Nachdem wir dem Trollstigen einige Kilometer weiter in Richtung Valldal gefolgt sind, öffnet sich die Landschaft langsam wieder. Kurz darauf erreichen wir Gudbrandsjuvet, eine schmale und eindrucksvolle Schlucht direkt an der Fv63. Über Stege, Brücken und Aussichtsplattformen kommt man hier ganz nah an das Wasser heran und blickt hinunter in eine Felsspalte, die an manchen Stellen nur etwa fünf Meter breit, aber 20 bis 25 Meter tief ist.

Über Jahrtausende hat sich der Fluss Valldøla hier in den Fels gearbeitet. Dabei sind tiefe Gletschertöpfe, ausgewaschene Felsformen und enge Strudelbecken entstanden, durch die das Wasser mit enormer Kraft rauscht. Besonders spannend ist, dass die Schlucht unter der Wasseroberfläche ungefähr noch einmal so tief sein soll wie oberhalb.

Direkt an der Straße gibt es einen großzügigen Parkplatz. Nebenan liegt das Gudbrandsjuvet Café, das ebenfalls in der Sommersaison geöffnet ist. Wir fanden diesen Stopp etwas ruhiger und weniger touristisch als das Plateau am Trollstigen, sodass sich Gudbrandsjuvet gut für eine weitere Pause auf dem Weg nach Valldal eignet.

Gudbrandsjuvet Schlucht in Norwegen (Nordlandblog)
Eingebettet in eine gigantische Landschaft stürzen die Wassermassen durch die Schlucht

5. Ørnesvingen – Aussichtspunkt an der Straße hinab zum Geirangerfjord

Adlerschwingen Aussichtspunkt am Geirangerfjord in Norwegen
Der Blick von der “Adlerschwinge” auf Geiranger

Koordinaten für den Parkplatz am Aussichtspunkt: 62.126310, 7.166910

Nach der kurzen Fährfahrt von Linge nach Eidsdal folgt man weiter der Fv63 in Richtung Geiranger. Kurz bevor die steile Abfahrt über Serpentinen zum Geirangerfjord beginnt, erreicht man Ørnesvingen, die sogenannte Adlerschwinge. Der Parkplatz des Aussichtspunktes liegt an der obersten Kurve des Ørnevegen, der Adlerstraße, die 1955 eröffnet wurde und Geiranger erstmals eine ganzjährige Straßenverbindung gab.

Von der modernen Aussichtsplattform öffnet sich der Blick hinunter auf das Dorf Geiranger, weit in den Fjord hinein und bei guter Sicht bis zu den Wasserfällen der Sieben Schwestern und dem alten Berghof Knivsflå. Die heutige Anlage wurde 2006 im Rahmen der Norwegischen Landschaftsrouten gestaltet und mit Sitzbereichen und einem kleinen beeindruckenden Wasserlauf versehen.

Wer mit einem Wohnwagen Gespann oder einem sehr langen Fahrzeug unterwegs ist, sollte wissen, dass auf dem Ørnevegen eine maximale Fahrzeuglänge von 15 Metern gilt. Je länger das Fahrzeug oder Gespann ist, desto anspruchsvoller werden die engen Kehren und der Gegenverkehr. Für Wohnmobile ist die Strecke in der Regel gut machbar.

Blick auf die Straße hinab zum Geirangerfjord

Etwas oberhalb von Ørnesvingen liegt der Parkplatz Korsmyra. Von dort startet unter anderem die blau markierte Wanderung zum Møllsvatnet, einem kleinen See oberhalb des Geirangerfjords.

6. Geiranger / Geirangerfjord

Geiranger am Geirangerfjord in Norwegen
Blick auf das Dorf Geiranger am Ende des Fjordes

Geiranger ist ohne Frage einer der touristischsten Orte in Fjordnorwegen. Gerade wenn Kreuzfahrtschiffe im Fjord liegen und sich Reisebusse, Wohnmobile und Tagesgäste durch den kleinen Ort schieben, kann es hier ziemlich voll werden. Trotzdem bleibt die Lage am Ende des Geirangerfjords beeindruckend. Steile Felswände, Wasserfälle, alte Bergbauernhöfe hoch über dem Wasser und diese enge Fjordkulisse erklären ziemlich schnell, warum dieser Ort so bekannt geworden ist.

Nach der Abfahrt über die Serpentinen hinunter zum Fjord bietet es sich an, etwas außerhalb des eigentlichen Ortszentrums zu bleiben. Wir haben bereits im Grande Fjord Hotel übernachtet und auch den direkt am Wasser gelegenen Campingplatz Geirangerfjorden Feriesenter genutzt. Beide liegen angenehm abseits vom größten Trubel und bieten einen schönen Blick auf den Fjord. Hier kann man übrigens auch Boote ausleihen und so seine eigene Tour auf den Fjord starten oder einfach nur angeln.

Auf alle Fälle empfehlen wir euch eine Rundfahrt über den wunderschönen Geirangerfjord. Eine besonders unkomplizierte und oft auch preislich attraktive Möglichkeit, den Geirangerfjord vom Wasser aus zu erleben, ist die Autofähre zwischen Geiranger und Hellesylt. Die Überfahrt dauert gut eine Stunde und führt mitten durch die berühmte Fjordkulisse mit steilen Felswänden, alten Bergbauernhöfen und Wasserfällen wie den Sieben Schwestern. Wer die Fähre als Fußpassagier für eine Hin und Rückfahrt nutzt, profitiert zudem von einem Rabatt auf die Rückfahrt. Alternativ kann man die Fähre natürlich auch mit dem Fahrzeug nutzen und die Überfahrt (wie bereits erwähnt) direkt in die weitere Route einbauen.

Wenn ihr etwas mehr Zeit am Geirangerfjord verbringt, möchten wir euch die traumhafte Wanderung auf den Wegen oberhalb des Fjords zur Alm Homlongsætra empfehlen, die wir euch in der folgenden separaten Beschreibung näher vorstellen:

Etappe 2: Vom Geirangerfjord nach Loen am Nordfjord

Unsere gewählte Etappe ist auf dem Papier relativ kurz, gehört aber zu den Abschnitten, für die ihr trotzdem ausreichend Zeit einplanen solltet. Vom Geirangerfjord führt die Route zunächst hinauf in die karge Gebirgslandschaft rund um den Djupvatnet und zum Aussichtspunkt Dalsnibba. Anschließend geht es über Stryn weiter nach Loen am Nordfjord, wo mit dem Loen Skylift, dem Lodalen, dem Oldedalen und mehreren Gletscherzielen gleich eine ganze Reihe eindrucksvoller Abstecher wartet.

Alternative Routen zum Nordfjord

Für diese Etappe gibt es zwei landschaftlich besonders reizvolle Alternativen. Wenn ihr den Geirangerfjord noch einmal vom Wasser aus erleben möchtet, könnt ihr die Fähre von Geiranger nach Hellesylt nehmen und anschließend über die Fv60, E39 und Rv15 weiter nach Loen fahren. Diese Variante dauert inklusive Fährfahrt länger, ist aber landschaftlich traumhaft schön.

Eine weitere Möglichkeit ist die Fahrt über den Gamle Strynefjellsvegen. Diese historische Gebirgsstraße gehört zu den eindrucksvollsten Passstraßen in Fjordnorwegen, ist aber nur saisonal geöffnet und sollte vorab unbedingt auf die aktuelle Befahrbarkeit geprüft werden. Wenn sie offen ist und das Wetter passt, ist diese Variante ein absolutes Erlebnis. Dafür solltet ihr etwa 116 Kilometer und knapp 3 Stunden reine Fahrzeit einplanen.

Wenn ihr am Nordfjord länger bleiben möchtet, findet ihr in unserem ausführlichen Beitrag zur Region viele weitere Highlights, Wanderungen, Aussichtspunkte und praktische Tipps rund um Loen, Olden, Stryn, Nordfjordeid und die umliegenden Täler:

Aber zuerst geht es hinauf – zum Aussichtspunkt Dalsnibba…

7. Dalsnibba – 1476 Meter über dem Geirangerfjord

Blick vom Dalsnibba auf den Geirangerfjord in Norwegen (Nordlandblog)
Aussicht vom Dalsnibba auf den Geirangerfjord

Auf Höhe der Djupvasshytta zweigt der Nibbevegen von der Fv63 ab und führt hinauf zum Dalsnibba. Die private Mautstraße ist nur rund fünf Kilometer lang, hat es aber in sich: elf Haarnadelkurven, etwa zehn Prozent Steigung und eine karge Hochgebirgslandschaft aus Fels, Geröll, Schneeresten und dem nahen Djupvatnet.

Am Aussichtspunkt Geiranger Skywalk steht man auf rund 1500 Metern Höhe. Bei klarer Sicht reicht der Blick hinunter zum Geirangerfjord, auf die umliegenden Berge und weit hinein in diese gewaltige Fjordlandschaft und Bergwelt. Direkt am Aussichtspunkt gibt es Parkplätze, Toiletten, ein Café und einen Shop.

Die Auffahrt ist kostenpflichtig und nur saisonal möglich. Je nach Schnee und Wetter öffnet der Nibbevegen meist erst im späten Frühjahr und schließt wieder im Herbst.

Alle weiteren Informationen und Details zu diesem Aussichtspunkt haben wir für euch in einem separaten Beitrag über den Dalsnibba zusammengefasst.

8. Loen Skylift – in wenigen Sekunden hoch hinaus…

Bergstation Loen Skylift am Nordfjord in Norwegen (Nordlandblog)
Die Bergstation der Loen Skylift Bahn am Nordfjord

Nach der Überquerung der Berge und der Fahrt durch Stryn erreichen wir nun Loen am Nordfjord. Der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Lodalen, ins Oldedalen und zu den vielen weiteren Highlights rund um den Nordfjord. Eines davon ist der Loen Skylift. Dieser bringt euch in rund fünf Minuten vom Fjordufer hinauf auf den Hoven, 1011 Meter über dem Meer. Die Pendelseilbahn zählt zu den steilsten der Welt und wurde 2017 von Königin Sonja eröffnet. Oben wartet ein weiter Blick über Loen, den Nordfjord, den Lovatnet, die umliegenden Berge und bei guter Sicht bis in Richtung Jostedalsbreen Nationalpark.

Gerade weil man diesen Aussichtspunkt ohne lange Wanderung erreicht, ist der Loen Skylift eine spannende Alternative zu den klassischen Gipfeltouren der Region. In der Bergstation gibt es das Hoven Restaurant sowie weitere Angebote für eine Pause mit Aussicht. Wer danach noch ein Stück weiterlaufen möchte, findet auf dem Hoven mehrere markierte Wege und Rundtouren, von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Wanderungen.

Talstation vom Loen Skylift am Nordfjord (Norwegen)
Die Talstation der modernen Seilbahn Loen Skylift direkt am Fjordufer

9. Lodalen und Lovatnet – ein Traumtal am Nordfjord

Auf dem Campingplatz PlusCamp Sande Camping am Lovatnet (Norwegen) - Reise durch Fjordnorwegen
Auf dem Campingplatz PlusCamp Sande Camping direkt am Ufer des Lovatnet

Nur wenige Minuten von Loen entfernt öffnet sich mit dem Lodalen eines der eindrucksvollsten Täler am Nordfjord. Zwischen steilen Berghängen und dem türkisgrünen Lovatnet zeigt sich Fjordnorwegen von seiner fast schon unwirklichen Seite. Selbst die Fahrt entlang des Sees ist ein Erlebnis, denn hinter jeder Kurve wechseln Licht, Wasserfarbe und Perspektive.

Wer das Tal nicht nur von der Straße aus erleben möchte, kann zwischen Mitte Mai und September an ausgewählten Tagen mit der MS Kjenndal II über den Lovatnet fahren. Das historische Ausflugsboot verbindet Sande am unteren Ende des Sees mit Kjenndalsanden nahe der Kjenndalstova. Mit Aufenthalt am Talende dauert der Ausflug insgesamt etwa vier Stunden und lässt sich gut mit einem Abstecher zum Kjenndalsbreen verbinden.

Der Gletscher Kjenndalsbreen im Lodalen (Norwegen)
Der Gletscher Kjenndalsbreen ist für Familien gut zu erreichen

Alternativ folgt ihr mit dem Wohnmobil, Auto oder besser mit dem Fahrrad der schmalen Straße am Seeufer bis ans Ende des Tales. Von dort führt ein kurzer, einfacher Weg näher an den Kjenndalsbreen heran. Die kurze Wanderung ist auch für Familien gut geeignet, da sie ohne größere Steigungen und Schwierigkeiten auskommt.

Ein schöner Stopp im Tal ist die Kjenndalstova, eine Ausflugsgaststätte am oberen Ende des Lovatnet. Hier könnt ihr auf der Terrasse sitzen, den Blick in die Bergwelt genießen oder euch nach einer Kanutour, einer Radtour oder einem Ausflug über den See stärken.

So friedlich das Lodalen heute wirkt, dieser Ort ist auch mit einer tragischen Geschichte verbunden. In den Jahren 1905 und 1936 lösten sich gewaltige Felsmassen vom Ramnefjellet und stürzten in den Lovatnet. Die dadurch ausgelösten Flutwellen zerstörten Höfe und Siedlungen im Tal. Mehr als 130 Menschen verloren bei den beiden Katastrophen ihr Leben. Ein Mahnmal erinnert bis heute an die Opfer dieser Katastrophe.

Wir haben hier sehr betroffen innegehalten, denn Gefahren dieser Art sind weiterhin präsent und zeigen, dass man die Natur nicht kontrollieren kann.

Die Alm am Lovatnet - ein beliebtes Fotomotiv in Norwegen
Die Almhütten am Ufer des Lovatnet sind ein bekanntes und beliebtes Fotomotiv

Im Tal gibt es diverse Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel den Campingplatz PlusCamp Sande Camping, der auch schöne Hütten am Seeufer sowie Boote, Angelausrüstungen und Kajaks vermietet. Ebenso findet ihr hier einen kleinen Kiosk und ein Restaurant, welches die Campingplatz-Besitzer mit viel Liebe und Herzblut betreiben.

Mit dem Fahrrad am Lovatnet durch das Lodalen
Wir haben das Lodalen vom Campingplatz aus mit dem Fahrrad erkundet

10. Gipfeltour auf den Skåla – über 1800 Höhenmeter hoch über dem Nordfjord

Auf dem Gipfel des Skala am Nordfjord in Norwegen - Reise durch Fjordnorwegen
Die beiden DNT Hütten auf dem Gipfel des Skåla am Nordfjord und ein unvergessliches Panorama über den Wolken

Für alle Outdoor-Enthusiasten wartet hier am Nordfjord ein weiteres echtes Highlight – eine Wanderung auf den Gipfel des Skåla, der sich erhaben und majestätisch etwa 1850 Meter steil über dem Fjord erhebt. Wer bis ganz hinauf möchte, muss brutale 1800 Höhenmeter überwinden.

Die Tour startet bei Tjugen, unweit von Loen. Unterwegs öffnen sich mit jedem Höhenmeter neue Ausblicke auf den Nordfjord, das Lodalen, die umliegenden Berge und bei guter Sicht bis zum Jostedalsbreen. Spätestens hier versteht man, warum der Skåla für viele Wanderer zu den eindrucksvollsten Gipfelzielen in Fjordnorwegen zählt.

Allerdings sollte man den Skåla keinesfalls unterschätzen. Der Aufstieg ist lang, steil und konditionell fordernd. Gute Schuhe, ausreichend Verpflegung, wetterfeste Kleidung und eine realistische Einschätzung der eigenen Kräfte sind hier Voraussetzung.

Auf dem Gipfel stehen mit dem historischen Skålatårnet und der neueren DNT Hütte Skålabu zwei besondere Unterkünfte zur Verfügung. Eine Übernachtung in einer der Hütten ist eines der eindrucksvollsten Erlebnisse am Nordfjord.

Blick vom Gipfel des Skala in Norwegen (Nordlandblog)
Diesen Blick vom Gipfel im Abendlicht wird man nie wieder vergessen….

11. Oldedalen bei Olden – vom Oldevatnet zum Briksdalsbreen

Von Olden führt eine schmale Straße hinein ins Oldedalen, eines der eindrucksvollsten Gletschertäler am Nordfjord. Rund 20 Kilometer zieht sich das Tal südwärts in Richtung Jostedalsbreen Nationalpark. Unterwegs begleiten euch der blaugrüne Oldevatnet, steile Berghänge, Wasserfälle und gleich mehrere Gletscherarme, die sich von den umliegenden Bergen herabziehen. Diese Kulisse wirkt fast schon wie eine kitschige Mischung aus Wasser, Eis und den gewaltigen Bergen.

Ein schöner Ankerpunkt im oberen Tal ist der Aabrekk Gard. Der historische Bauernhof liegt nahe am Brenndalsbreen und bietet Übernachtungsmöglichkeiten in alten, restaurierten Häusern und Hütten. In der Hauptsaison ist hier zudem ein Café geöffnet, in dem ihr hausgemachte Speisen, Kaffee, Kuchen, Eis, Hofprodukte und sogar hofeigenes Bier bekommt.

Oldendalen in Norwegen - Reise durch Fjordnorwegen
Die Hütten am Bauernhof Aabrekk Gard im Oldendalen

Von hier aus startet auch die Wanderung zum Brenndalsbreen – eine wunderbare Alternative, wenn ihr die Gletscherwelt des Oldedalen etwas ruhiger erleben möchtet. Gerade wenn in Olden ein Kreuzfahrtschiff liegt, kann diese Tour eine sehr gute Wahl sein.

Den Weg zum Brenndalsbreen sowie Ausgangspunkt und weitere Details zur Wanderung haben wir ausführlich in einem separaten Beitrag beschrieben:

Wanderung zum Brenndalsbreen (Norwegen)
Wanderung zum Gletscher Brenndalsbreen (Norwegen)

Natürlich gehört auch der berühmte Briksdalsbreen zu den großen Highlights im Oldedalen. Am Talende findet ihr einen großen Parkplatz, ein Restaurant und einen Souvenirshop. Von dort führt ein befestigter Weg hinauf in Richtung Gletscher, für den ihr je nach Tempo etwa eine Stunde pro Strecke einplanen solltet. Alternativ könnt ihr euch mit den Troll Cars ein Stück hinauffahren lassen. Besonders ruhig ist es hier selten, denn der Briksdalsbreen zählt zu den bekanntesten Naturattraktionen am Nordfjord. Sehenswert bleibt er trotzdem – vor allem, wenn ihr früh am Morgen oder später am Nachmittag unterwegs seid.

Und noch ein kleines Detail am Rande: Aus dem Oldedalen stammt auch das bekannte OLDEN Wasser, das ihr in vielen norwegischen Supermärkten findet.

Blick zum Briksdalsbreen, den man in der Ferne bereits ausmachen kann - Reise durch Fjordnorwegen
Blick zum Briksdalsbreen, den man in der Ferne bereits deutlich erkennen kann.

12. Fjordpferde in Nordfjordeid – Begegnung mit Norwegens Nationalpferd

Fjordpferde in Nordfjordeid (Norwegen)
Conny im großen Reitzentrum auf einem Norwegischen Fjordpferd

Von Loen oder Stryn lohnt sich ein Abstecher entlang des Nordfjords nach Nordfjordeid. Der Ort gilt als eines der Zentren der norwegischen Fjordpferdetradition und ist damit ein spannendes Ziel für alle, die neben Fjorden, Bergen und Gletschern auch ein Stück lebendige Kultur erleben möchten.

Im Norsk Fjordhestsenter dreht sich alles um das Norwegische Fjordpferd – jene robuste, freundliche und charakteristische Pferderasse, die mit ihrer hellen Mähne und dem dunklen Aalstrich fast so sehr zu Norwegen gehört wie Stabkirchen, Fjorde und rote Holzhäuser. Nach vorheriger Buchung könnt ihr hier mehr über die Geschichte und Bedeutung der Fjordpferde erfahren, Reitstunden nehmen, an geführten Ausritten teilnehmen oder die Tiere bei verschiedenen Aktivitäten näher kennenlernen.

Gerade für Familien oder bei schlechtem Wetter ist das Fjordpferdezentrum eine schöne Ergänzung zur klassischen Fjordnorwegen Route. Weitere Informationen dazu und darüber findet ihr auf dieser deutschsprachigen Seite von Fjordhestsenter.

Norwegisches Fjordpferd in Nordfjordeid (Norwegen)
Norwegisches Fjordpferd in Nordfjordeid (Norwegen)

13. Sagastad in Nordfjordeid – Wikingergeschichte am Nordfjord

Bild von der Baustelle des Wikingerschiffs, die wir 2018 mit einer Ausnahmegenehmigung bereits besichtigen durften

Wenn ihr den Abstecher nach Nordfjordeid ohnehin einplant, lohnt sich neben dem Fjordpferdezentrum auch ein Besuch in Sagastad. Das moderne Wikinger Erlebniszentrum widmet sich der Geschichte der Region während der Wikingerzeit und zeigt, dass der Nordfjord nicht nur landschaftlich, sondern auch historisch einiges zu erzählen hat.

Im Mittelpunkt steht das Myklebust Schiff, die über 30 Meter lange Rekonstruktion eines gewaltigen Wikingerschiffes, dessen Spuren in einem Grabhügel bei Nordfjordeid gefunden wurden. Anders als die berühmten Schiffe von Oseberg oder Gokstad blieb hier kein nahezu vollständiger Schiffskörper erhalten, denn das Schiff wurde im Rahmen einer Brandbestattung verbrannt. Gerade deshalb ist die Rekonstruktion besonders spannend und vermittelt eindrucksvoll, welche Bedeutung Nordfjordeid in der Wikingerzeit gehabt haben muss.

Die Ausstellung ist modern und interaktiv gestaltet. Filme, digitale Elemente und das begehbare Schiff machen Sagastad zu einer abwechslungsreichen Ergänzung auf eurer Route durch Fjordnorwegen.

Sagastad ist in der Saison täglich geöffnet und bietet eine unterhaltsame Abwechslung für die ganze Familie, besonders in Kombination mit dem Norwegischen Kompetenzzentrum für die Fjordpferde. Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite von Sagastad. So bekommt ihr neben Gletschern, Wasserfällen und Passstraßen auch einen schönen Einblick in die Kultur und Geschichte dieser Region.

Für die Rückfahrt von Nordfjordeid zurück in Richtung Stryn oder Loen lohnt sich eine kleine Schleife über die E39 und die Fv 613. Die Strecke ist etwas länger als die direkte Verbindung, bietet dafür aber schöne Ausblicke über den Nordfjord und bringt noch einmal Abwechslung in diesen Abstecher.

Etappe 3: Von Loen am Nordfjord weiter an den Sognefjord

Diese Etappe führt euch vom Nordfjord über das Gaularfjellet weiter an den Sognefjord und damit an den längsten und tiefsten Fjord Norwegens. Mit Orten wie Balestrand, Fjærland, Solvorn und Lærdal, der Stabkirche von Urnes und dem Nærøyfjord wartet hier eine Region, in der Natur, Geschichte, Fjordlandschaften und spannende Orte so nah beieinanderliegen, dass man problemlos mehrere Tage bleiben kann.

Unsere gewählte Route folgt von Loen zunächst dem Nordfjord in Richtung Utvik. Anschließend geht es über die Fv60 in einigen Serpentinen hinauf in die Berge und weiter nach Byrkjelo. Von dort fahrt ihr auf der E39 bis Vassenden, bevor ihr auf die Fv13 abbiegt und über das Gaularfjellet weiter in Richtung Sognefjord gelangt.

Dort gibt es übrigens einen schönen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz, wo man gegen eine geringe Gebühr übernachten kann.

Abendstimmung am Wohnmobil-Stellplatz neben der RV 60 in Norwegen.
Abendstimmung am Wohnmobil-Stellplatz neben der Fv60 kurz vor Byrkjelo

Wenn ihr unterwegs einen kleinen, etwas kuriosen Zwischenstopp einlegen möchtet, könnt ihr in Skei bei Audhild Viken halten. Der Laden ist eine Mischung aus Souvenirgeschäft, Handwerksladen und Geschenkeshop – mit einem erstaunlich großen Weihnachtssortiment selbst im Sommer.

Kürzere Alternative über Fjærland nach Sogndal

Wenn ihr schneller vom Nordfjord an den Sognefjord gelangen oder mehr Zeit am Sognefjord selbst verbringen möchtet, könnt ihr zunächst ebenfalls von Loen über Utvik nach Byrkjelo und Skei fahren. Dort trennt sich die Route: Statt weiter der E39 zu folgen nehmt ihr die Rv5 über Fjærland direkt nach Sogndal.

Diese Verbindung ist etwa 128 Kilometer lang und dauert knapp zwei Stunden reine Fahrzeit. Besonders rund um Fjærland, den Fjærlandsfjord und den Bøyabreen ist auch diese Variante landschaftlich traumhaft schön. Sie ist aber eher die praktische Verbindung für alle, die an diesem Tag Strecke machen möchten oder ihren Schwerpunkt direkt auf den Sognefjord legen.

Norwegen Fjordnorwegen Idylle  Nordlandblog
Die Strecke führt durch eine unglaublich schöne und beeindruckende Landschaft

Wir folgen in dieser Etappe bewusst der längeren, landschaftlich abwechslungsreichen Route über das Gaularfjellet –eine weitere Norwegischen Landschaftsroute, die kurz hinter Vassenden beginnt. Die Passstraße folgt dem Gaularvassdraget, einem geschützten Wasserlauf rund um den Fluss Gaula, mit seinen Seen, Stromschnellen und Wasserfällen, bevor sie später über Utsikten hinunter in Richtung Sognefjord führt.

14. Fossestien am Gaularfjellet – unterwegs im Tal der Wasserfälle

Im Tal der Wasserfälle (Norwegen)
Im Tal der Wasserfälle (Norwegen)

Auf dem Weg vom Nordfjord in Richtung Sognefjord lohnt sich unbedingt der Umweg über die Landschaftsroute Gaularfjellet. Die Straße folgt einer überraschend grünen Landschaft, in der sich Flüsse, Stromschnellen, Bergseen und Wasserfälle immer wieder abwechseln. Nicht ohne Grund wird dieser Abschnitt oft als „Tal der Wasserfälle“ beschrieben.

Das Herzstück dieser Gegend ist der Fossestien – der Wasserfallweg. Der markierte Wanderweg verläuft entlang der Gaula und führt auf seiner gesamten Länge an 14 Wasserfällen und 7 Bergseen vorbei. Insgesamt ist der Fossestien rund 21 Kilometer lang und überwindet mehr als 500 Höhenmeter. Ihr müsst aber nicht die komplette Strecke gehen, denn der Weg lässt sich gut in einzelne Abschnitte unterteilen.

Dafür gibt es mehrere Ausgangspunkte mit Parkplätzen und Infotafeln, unter anderem bei Torsnesstølen, Longestølen, Likholefossen und Eldal. Einzelne Abschnitte eignen sich auch gut für Familien, während die komplette Strecke eher eine längere Tageswanderung ist.

Besonders lohnend ist ein Stopp am Likholefossen. Hier quert ihr den Fluss auf einer markanten Brücke direkt über dem Wasserfall und kommt der Kraft des Wassers ziemlich nah. Schon dieser kurze Abstecher vermittelt eindrucksvoll, warum diese Route so besonders ist.

Alte Almhütten am Bergsee Nystølsvatnet - Reise durch Fjordnorwegen
Alte Almhütten am Bergsee Nystølsvatnet im Tal der Wasserfälle

15. Utsikten am Gaularfjellet – der Blick hinab Richtung Sognefjord

Aussichtspunkt Gaularfjellet am Sognefjord in Norwegen
Der Aussichtspunkt Gaularfjellet oberhalb von Balestrand

Am oberen Ende des Anstiegs vom Vetlefjord erreicht ihr mit Utsikten einen der markantesten Punkte der Landschaftsroute Gaularfjellet. Der Name bedeutet schlicht “die Aussicht” – und ausnahmsweise ist das keine touristische Übertreibung. Die Plattform liegt rund 700 Meter über dem Meer und hängt förmlich über dem Tal, während sich tief unter euch die Straße in engen Serpentinen aus der Fjordlandschaft hinaufwindet.

Die Straße über das Gaularfjellet wurde bereits 1938 eröffnet und war lange eine wichtige Verbindung zwischen Sunnfjord und Sogn. Heute wirkt sie fast wie das Gegenteil einer schnellen Durchgangsstraße: Genau das macht ihren Reiz aus.

Für eure Planung wichtig: Die Passstraße über das Gaularfjellet ist in der Regel ab dem Frühjahr geöffnet und in den Sommermonaten gut in eine Fjordnorwegen Route einzubauen. Bei schlechtem Wetter, spätem Schneefall oder schwierigen Straßenverhältnissen kann es aber auch nach der Öffnung noch kurzfristig zu Sperrungen kommen. Im Winter und je nach Schneelage auch bereits im späten Herbst ist der Abschnitt über das Fjell dagegen komplett gesperrt. Prüft deshalb vor der Fahrt immer die aktuellen Straßeninformationen.

16. Balestrand – Sommerfrische am Sognefjord

Fjordidylle bei Balestrand
Am Vetlefjorden, einem Seitenarm des Sognefjord bei Balestrand

Vom Gaularfjellet kommend erreicht man Balestrand am Vetlefjorden einen Seitenarm des Sognefjords. Dieser Ort ist eng mit der frühen Geschichte des norwegischen Tourismus verbunden ist. Schon im 19. Jahrhundert zog Balestrand Künstler, wohlhabende Sommergäste und Reisende aus ganz Europa an. Viele kamen wegen des Lichts, der Berge, des weiten Fjordblicks und jener Mischung aus Abgeschiedenheit und Eleganz, die man hier bis heute spürt.

Das sichtbarste Symbol dieser Zeit ist das traditionsreiche Kviknes Hotel direkt am Fjordufer. Mit seiner weißen Holzfassade, den Balkonen und dem Blick über den Sognefjord wirkt es wie aus einer anderen Reiseepoche. Hier stieg sogar Kaiser Wilhelm II. ab, der Balestrand mehrfach besuchte und mit seinen Schiffen in den Sognefjord einlief. Noch heute erzählt der Ort an vielen Stellen von dieser Zeit.

Ein Spaziergang durch Balestrand lohnt sich deshalb besonders. Zwischen alten Villen im Drachenstil, gepflegten Gärten und dem kleinen Park mit dem Denkmal von König Bele entdeckt man immer wieder Spuren dieser besonderen Vergangenheit. Die St. Olaf Kirche wurde 1897 im Stil einer Stabkirche errichtet und soll den Machern des Disney Films „Frozen“ als Inspiration für Elsas Krönungskapelle gedient haben.

Im Sognefjord Aquarium hingegen kann man mehr über das Leben im Fjord erfahren oder im Ciderhuset lokale Produkte und Cider probieren.

Von Balestrand aus entscheidet ihr anschließend, wie ihr eure Route am Sognefjord fortsetzt. Entweder setzt ihr mit der Fähre über den Fjord in Richtung Vik über oder ihr nehmt die kurze Fähre über den Vetlefjord, um weiter in Richtung Sogndal und Sognefjellsvegen zu fahren. Welche Variante besser passt, hängt von eurer Zeit ab, denn rund um den Sognefjord gibt es so viel zu entdecken, dass man hier problemlos 14 Tage verbringen kann.

Daher haben wir die meisten Highlights davon in einem ausführlichen Beitrag zusammengefasst.

17. Sognefjord – wo ihr bewusst auswählen müsst

Der längste Fjord Norwegens ist nicht einfach nur ein weiterer Stopp auf der Route, sondern eigentlich ein eigenes Reiseziel. Wer hier alles mitnehmen möchte, verliert sich und das völlig zu Recht.

Molden Sognefjord Wanderungen in Fjordnorwegen

Für eure weitere Route müsst ihr deshalb bewusst auswählen. Rund um Flåm, den Aurlandsfjord und den Aussichtspunkt Stegastein erlebt ihr die bekanntesten Klassiker am Sognefjord. Eine Fahrt mit der Flåmbahn gehört für viele zu den großen Erlebnissen in der Region, besonders wenn ihr sie mit einer Radtour durch das Flåmsdalen kombiniert. Wer lieber wandert und grandiose Fjordblicke sucht, findet mit dem Molden oberhalb des Lustrafjords eines der eindrucksvollsten Ziele am inneren Sognefjord.

Daneben locken Orte wie Fjærland, Lærdal, Solvorn, Urnes, Vik oder Sogndal – jeder mit einem eigenen Charakter und guten Gründen für einen Abstecher.

Auch die Gletscher gehören fest zu dieser Region: Bei Fjærland rückt der Jostedalsbreen mit seinen Ausläufern wie dem Bøyabreen eindrucksvoll nah an den Fjord heran, während der Nigardsbreen im Jostedalen zu den bekanntesten Gletscherzielen am inneren Sognefjord zählt.

Genau deshalb haben wir dem Sognefjord einen eigenen ausführlichen Beitrag gewidmet. Dort findet ihr unsere wichtigsten Highlights, Wanderungen und Schlechtwetter Tipps.

Für unsere Fjordnorwegen Route gilt dagegen: Wenn ihr nur begrenzt Zeit habt, entscheidet euch lieber für wenige ausgewählte Ziele am Sognefjord, statt die Region im Schnelldurchlauf abzuhaken. Anschließend führt euch unsere Route über den Sognefjellsvegen weiter hinauf ins Hochgebirge und Richtung Jotunheimen.

Etappe 4: Vom Sognefjord über den Sognefjellsvegen bis zur Hardangervidda

Diese Etappe gehört zu den längsten Abschnitten unserer Route. Zwischen Sognefjord, Sognefjellsvegen, Lom, Jotunheimen, Valdresflye und Hardangervidda liegen so viele landschaftliche Höhepunkte, dass ihr die Strecke bei ausreichend Zeit gern auf zwei Tage ausdehnen könnt.

Wir verlassen die Region am Sognefjord über den höchsten Pass Skandinaviens, der durch den Nationalpark Jotunheimen führt. Auf der Strecke wird man immer wieder überwältigt von den Aussichten auf die schneebedeckten Gipfel im alpinen Hochgebirge. Bitte beachtet bei eurer Planung, dass diese Strecke witterungsbedingt zumeist nur von Anfang Juni bis Ende September für den Verkehr freigegeben ist. Die genaue Situation könnt ihr jederzeit auf der Homepage von Statens Vegvesen prüfen.

Wenn ihr weniger Zeit habt oder den großen Bogen über Sognefjellsvegen, Lom und Valdresflye auslassen möchtet, könnt ihr vom Sognefjord auch direkt Richtung Gol oder Geilo fahren und später ab Punkt 21 wieder in unsere Route einsteigen.

Fahrt auf dem Sognefjellsvegen in Norwegen
Eine Fahrt über den Pass Sognefjellsvegen gehört zu den großartigen Erlebnissen in Norwegen. Erkennt ihr unser Auto…?

Nach der Passfahrt erreicht ihr Lom, einen schönen Bergort am Rand mehrerer Nationalparks. Wenn es eure Zeit erlaubt, lohnt sich ein kurzer Aufenthalt mit Besuch der Stabkirche und einer Einkehr in der Bakeri Lom. Für uns gehört diese Bäckerei seit Jahren zu den besten Stopps in dieser Region. Die Einheimischen stehen hier Schlange und legen teilweise unglaubliche Entfernungen zurück, um in der Bäckerei einzukaufen oder einzukehren.
Unser Tipp: Pizza mit weißer Sauce und dann noch mindestens eine Zimtschnecken probieren…

Anschließend folgen wir ein Stück der Reichsstraße Rv15, bevor wir auf die Straße Fv51 abbiegen. Die Route führt nun entlang der Ostseite des Jotunheimen weiter Richtung Randsverk, Gjende, Bygdin und später über Gol nach Geilo. Sehr wahrscheinlich bietet sich unterwegs eine Zwischenübernachtung an, denn allein rund um das Jotunheimen liegen mehrere Ziele, die ihr erkunden könnt

18. Ridderspranget – der Rittersprung in der Schlucht der Sjoa

Ridderspranget am Jotunheimen in Norwegen - Reise durch Fjordnorwegen
Die beeindruckende tiefe Schlucht mit den bizarren Felsen am Ridderspranget

Auf der Fahrt entlang der Fv 51 lohnt sich südlich von Randsverk ein kurzer Abstecher zum Ridderspranget. Von einer unscheinbaren Abzweigung führt eine schmale Straße zu einem Waldparkplatz, von dem ihr die Schlucht nach wenigen Minuten zu Fuß erreicht. Plötzlich steht ihr über der Sjoa, die hier mit eiskaltem Wasser aus dem Jotunheimen durch eine enge Felsklamm tost.

Der Name Ridderspranget bedeutet „Rittersprung“ und geht auf eine alte Sage zurück. In einer der bekanntesten Varianten soll Sigvat von Kvie mit der schönen Skårvangssola auf der Flucht vor Ivar Gjesling über die schmale Schlucht gesprungen sein. Ob man diese Geschichte nun glaubt oder nicht: Wenn man dort steht und hinunter auf das schäumende Wasser schaut, versteht man zumindest, warum dieser Ort seit Generationen Stoff für Erzählungen liefert.

Heute ist Ridderspranget vor allem ein kurzer, aber eindrucksvoller Stopp auf dem Weg durch das Sjodalen. Ihr könnt ein Stück auf den markierten Wegen gehen, die Schlucht aus verschiedenen Perspektiven betrachten oder eine Pause am Picknickplatz einlegen. Ganz wichtig: Die Felsen sind teilweise glatt, die Kanten nicht überall gesichert und das Wasser hat enorme Kraft. Bleibt daher unbedingt auf Abstand, besonders wenn ihr mit Kindern unterwegs seid.

Wenn ihr in dieser Gegend übernachten möchtet, dann ist Randsverk Camping wenige Kilometer nördlich eine gute Möglichkeit für Wohnmobilreisende, Camper und Hüttenurlauber. Der Inhaber spricht deutsch und hat auch immer gute Tipps in der Region auf Lager.

19. Besseggen – die berühmte Gratwanderung in Jotunheimen

Blick von der FV 51 zum Jotunheimen
Blick von der Straße FV 51 hinüber zum Jotunheimen

Wenn ihr der Fv 51 weiter in Richtung Jotunheimen folgt, erreicht ihr nach kurzer Zeit die Abzweigung nach Gjendesheim. Hier direkt am türkisgrünen See Gjende, umgeben von der kargen, gewaltigen Bergwelt des Jotunheimen, befindet sich ein beliebter Ausgangspunkt für viele populäre Wanderungen in der Umgebung.

Gjendesheim ist ein bewirtschaftetes DNT Berghotel, Bootsanleger und Startpunkt für zahlreiche Touren. In der Sommersaison verkehren von hier die Boote über den Gjende, unter anderem nach Memurubu. Genau diese Verbindung nutzen viele Wanderer für die berühmte Tour über den Besseggen: Morgens mit dem Boot von Gjendesheim zur Memurubu und anschließend zu Fuß über den Grat zurück nach Gjendesheim.

Die Wanderung über den Besseggen gehört zu den beliebtesten Bergtouren in Norwegen. Berühmt ist sie vor allem für diesen unverwechselbaren Blick auf den grün schimmernden Gjende, den deutlich dunkleren Bessvatnet, den schmalen Grat dazwischen und die Berge des Jotunheimen ringsherum.

Wer diese Tour gehen möchte, sollte konditionsstark, trittsicher und schwindelfrei sein. Die Tour über den Besseggen ist lang, bei Wetterwechseln durchaus anspruchsvoll.

Blick über den Besseggengrat auf den See Gjende - Reise durch Fjordnorwegen
Blick über den Besseggengrat auf den See Gjende

In der Saison solltet ihr die Bootsfahrt nach Memurubu unbedingt vorab buchen, denn die Kapazitäten sind begrenzt. Die Details dieser Wanderung haben wir in einem ausführlichen Beitrag zusammengefasst:

20. Bygdin – historischer Bergsee am Rand von Jotunheimen

Nur wenige Kilometer südlich von Gjendesheim erreicht ihr an der Fv 51 den Bygdin, einen der großen Hochgebirgsseen am Rand von Jotunheimen. Der langgestreckte See liegt auf rund 1060 Metern Höhe und am östlichen Ende sorgen weite Ufer, Sandflächen und die umliegenden Berge für eine besondere Hochgebirgsstimmung.

Direkt am See liegt das traditionsreiche Bygdin Høifieldshotell, dessen Geschichte bis ins Jahr 1897 zurückreicht. Schon früh brachen von hier Wanderer, Bergsteiger und Sommergäste in die umliegende Gebirgswelt auf. Bis heute ist das Hotel ein schöner Ort für eine Einkehr, eine Übernachtung oder einfach eine Pause mit Blick auf See, Fjell und die weite Landschaft.

Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der historischen M/B Bitihorn, die bereits seit 1912 in der Sommersaison über den Bygdin verkehrt. Das Boot verbindet Bygdin mit Torfinnsbu und Eidsbugarden und macht den See nicht nur zu einem schönen Fotostopp, sondern auch zu einem echten Ausgangspunkt für Touren tiefer hinein nach Jotunheimen.

Danach führt euch die Route weiter durch die weite Berglandschaft Richtung Fagernes und später nach Geilo, wo die letzte Etappe dieser Fjordnorwegen Rundreise beginnt.

Blick auf den Nationalpark Jotunheimen - Reise durch Fjordnorwegen
Unendliche Weite und oft unberührte Natur am Rand des Nationalparks Jotunheimen

Etappe 5: Von der Hardangervidda über den Hardangerfjord zurück in den Süden

Die finale Etappe dieser Rundreise zeigt noch einmal, wie abwechslungsreich Norwegen auf vergleichsweise kurzer Strecke sein kann. Wir hoffen, ihr habt noch ein bisschen Zeit, denn auch auf diesem letzten Abschnitt warten einige lohnende Stopps und Abstecher.

Von Geilo aus nähern wir uns zunächst der Hardangervidda, jener weiten Hochebene, die rau, karg und fast endlos wirkt. Danach windet sich die Straße hinab an den Hardangerfjord, hinein in eine Landschaft, die im Frühjahr von Obstblüten geprägt ist und im Sommer zwischen Fjord, Apfelbäumen und steilen Berghängen fast schon südländisch wirkt.

Danach geht es über den Haukelipass noch einmal hinauf ins Gebirge, bevor sich die Straße langsam der norwegischen Südküste nähert. Für viele führt der Weg von dort weiter zu den Fährhäfen in Kristiansand, Larvik oder Oslo und damit zurück Richtung Deutschland.

21. Hardangervidda – über die größte Hochebene Nordeuropas

Der Weg ist das Ziel - die RV 7 in der Hardangervidda
Der Weg ist das Ziel – die RV 7 in der Hardangervidda

Auf der Hardangervidda verändert sich die Landschaft spürbar. Vor euch liegt eine offene Hochgebirgslandschaft aus Seen, Mooren, Felsen, Schneefeldern und kargem Fjell. Nicht umsonst gilt die Hardangervidda als größte Hochebene Nordeuropas.

Die Hochebene erstreckt sich über mehrere tausend Quadratkilometer und ist in großen Teilen als Nationalpark geschützt. Sie ist eine Landschaft der Weite, aber auch der Extreme: lange Winter, kurze Sommer, viel Wasser, wenig Schutz und eine Natur, die bis heute Lebensraum für eine der größten Wildrentier Herden Europas ist.

Wer die Hardangervidda wirklich erleben möchte, braucht Zeit, gute Ausrüstung und mehrere Wandertage. Auf unserer Route bekommt ihr aber bereits entlang der Straße einen starken Eindruck von dieser Weite. Bei guter Sicht zeigt sich am Horizont der Hardangerjøkulen, während die Rv 7 als Norwegische Landschaftsroute an Seen, kargen Hängen und offenen Fjellflächen vorbeiführt.

Erst am westlichen Rand verändert sich das Bild wieder deutlich. Die Straße zieht sich durch das Måbødalen hinunter Richtung Eidfjord und damit langsam zurück in die Welt der Fjorde, Wasserfälle und steilen Berghänge.

Die Hardangervidda - eine gigantische Hochebene in Norwegen
Eine wirkliche Perle – die Hardangervidda

22. Vøringsfossen – Norwegens berühmter Wasserfall am Rand der Hardangervidda

Nach der weiten Landschaft der Hardangervidda folgt mit dem Vøringsfossen ein spektakuläres Highlights dieser Etappe. Der Fluss Bjoreio stürzt hier vom Fjell hinab ins enge Måbødalen – insgesamt 182 Meter tief, davon 145 Meter im freien Fall.

Der Vøringsfossen zählt zu den bekanntesten Wasserfällen des Landes und ist sehr gut erschlossen. Rund um die Schlucht gibt es gesicherte Wege, mehrere Aussichtspunkte, Servicegebäude und Parkplätze. Besonders eindrucksvoll ist die Stufenbrücke, die seit 2020 die beiden Bereiche Fossli und Fossatromma verbindet und mit 99 Stufen direkt über die Schlucht führt. Dadurch lässt sich der Wasserfall gleich aus verschiedenen Perspektiven erleben.

Da der Vøringsfossen auf rund 700 Metern Höhe liegt, können Schnee, Eis und Wetter die Zugänglichkeit außerhalb der Hauptsaison beeinflussen.

Der Wasserfall Vöringsfossen -Reise durch Fjordnorwegen
Blick von der Aussichtsplattform auf die Wasserfälle

23. Eidfjord – vom Fjell zurück an den Hardangerfjord

Eidfjord am Hardangerfjord in Norwegen (Nordlandblog) - Reise durch Fjordnorwegen
Eidfjord am Hardangerfjord

Nach der Fahrt über die Hardangervidda, durch das Måbødalen und vorbei am Vøringsfossen erreicht ihr mit Eidfjord wieder das Fjordufer. Der kleine Ort liegt am inneren Eidfjord, einem Seitenarm des Hardangerfjords.

Eidfjord eignet sich gut für eine Pause, aber auch für einen längeren Aufenthalt. Wer mehr über die Landschaft erfahren möchte, durch die er gerade gefahren ist, findet im Norsk Natursenter Hardanger in Øvre Eidfjord einen sehr guten Anlaufpunkt. Das moderne Erlebniszentrum widmet sich der Natur, dem Klima und der Geschichte der Hardangervidda und ist zugleich offizielles Besucherzentrum für den Nationalpark.

Sehenswert ist auch die alte Steinkirche von Eidfjord aus dem Jahr 1309. Der Überlieferung nach soll sie von der wohlhabenden Rike Ragna als Sühnegabe gestiftet worden sein – ihr Grabstein ist bis heute in der Kirche erhalten. Im Ort könnt ihr euch außerdem Kajaks ausleihen oder mit einem lokalen Fjordsafari-Anbieter den Eidfjord und den Simadalsfjord vom Wasser aus erleben.

Ein besonders lohnender Abstecher führt ins Simadalen und hinauf zum Bergbauernhof Kjeåsen, der spektakulär über dem Simadalsfjord liegt. Ihr könnt entweder den steilen alten Wanderweg nehmen oder sogar mit dem Fahrzeug hinauffahren. Der Verkehr auf der schmalen Zufahrtsstraße ist sehr pragmatisch geregelt: Zur vollen Stunde fährt man hinauf, zur halben Stunde wieder hinunter. Schon allein diese Anfahrt durch Tunnel und enge Bergstraße macht den Besuch zu einem ziemlich besonderen Erlebnis.

Weiter hinten im Simadalen liegt außerdem der Skytjefossen. Der Wasserfall ist durch Wasserkraft reguliert und daher nicht immer gleich eindrucksvoll, aber im Frühjahr zur Schneeschmelze kann er sehr imposant sein.

24. Lofthus am Hardangerfjord – Obstgärten, Cider und Fjordblicke

Ullensvang am Hardangerfjord (Norwegen) Reise durch Fjordnorwegen
Die Kirche von Ullensvang am Hardangerfjord

Nach Eidfjord folgt ihr dem Hardangerfjord weiter in Richtung Kinsarvik und Lofthus. Zwischen Fjordufer, Berghängen und kleinen Orten liegen nun überall Obstgärten, Hofstände und kleine Plantagen. Kein Wunder, dass die Hardangerregion als größter Obstgarten Norwegens bezeichnet wird.

Auf dieser Strecke gibt es viele kleine Obststände, in denen Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Pflaumen oder Äpfel angeboten werden. Bezahlt wird vielerorts noch ganz unkompliziert über eine Geldkasse oder über Vipps. Da Letzteres für ausländische Reisende keine Option ist, sollte man auf dieser Strecke etwas Bargeld griffbereit haben.

Ein besonders schöner Ort für eine Pause ist Lofthus am Sørfjord, einem Seitenarm des Hardangerfjords. Direkt am Wasser liegt das traditionsreiche Hotel Ullensvang, das mit seiner Lage zwischen Fjord, Obstgärten und Bergen fast sinnbildlich für diese Region steht. Sehenswert ist außerdem die alte Ullensvang Kirche, und wer sich ein wenig die Beine vertreten möchte, kann auf dem Fruktstien durch die Obstlandschaft rund um Lofthus spazieren.

Wenn ihr oberhalb des Fjords wandern möchtet, findet ihr mit dem Dronningstien eine der eindrucksvollsten Panoramatouren am Hardangerfjord.

Eine weitere tolle Wanderung führt bei Kinsarvik in das Husedalen mit seinen vier Wasserfällen. Wer sich auf den Weg macht, wandert durch ein wildes, uriges Wasserfalltal, das mit jedem Abschnitt ursprünglicher und eindrucksvoller wird. 

Perfekt nach einem Sommertag: Ein Glas leckeren Weißwein mit norwegischen Freunden auf der Terrasse des Hotels genießen…

25. Buarbreen und Låtefossen – zwei Highlights rund um Odda

Wasserfall Låtefossen in Norwegen - Reise durch Fjordnorwegen

Auf der Weiterfahrt vom Hardangerfjord in Richtung Süden passiert ihr Odda, eine kleine Stadt am Ende des Sørfjords. Odda ist kein klassischer Bilderbuchort wie Lofthus oder Balestrand, aber ein wichtiger Ausgangspunkt für einige der bekanntesten Naturerlebnisse in der Region. Viele denken hier zuerst an die Trolltunga, doch rund um Odda gibt es noch weitere Ziele, die wir euch gern vorstellen möchten.

Eines davon ist der Buarbreen, eine Gletscherzunge des Folgefonna oberhalb von Odda. Schon die Fahrt ins Buardalen führt hinein in eine wilde, grüne Landschaft aus Felswänden, Wasserläufen und alten Höfen. Vom Parkplatz aus führt eine markierte Wanderung näher an den Gletscher heran. Der Weg ist landschaftlich großartig, aber stellenweise geht es über Felsen, Brücken und steilere Passagen, bei denen Trittsicherheit gefragt ist.

Hier bekommt man einen eindrucksvollen Eindruck von der Gletscherwelt des Folgefonna, ohne dafür gleich eine der großen Touren auf dem Eis unternehmen zu müssen.

Nach Odda folgt die Straße weiter durch das Oddadalen, ein Tal, in dem sich gleich mehrere Wasserfälle von den steilen Hängen stürzen. Der bekannteste davon ist der Låtefossen. An diesem mächtigen Zwillingswasserfall rauscht das Wasser rund 165 Meter in die Tiefe, bevor es unter der alten Steinbogenbrücke hindurch dem Tal folgt.

Der Låtefossen liegt direkt an der Rv 13 und ist daher extrem leicht erreichbar. Genau das ist Fluch und Segen zugleich. Der Wasserfall ist beeindruckend und die Kulisse mit Brücke, Felsen und Wasser einmalig. Gleichzeitig ist der Parkplatz klein, der Verkehr dicht und in der Saison teilen sich viele Besucher diesen engen Raum.

26. Haukelifjell und Haukeliseter – über das Gebirge Richtung Süden

Haukeliseter DNT Hütte in Norwegen (Nordlandblog)
Haukeliseter – DNT Hütte am Haukelipass in Norwegen

Nach dem Låtefossen folgt ihr der Straße weiter durch das Oddadalen in Richtung Røldal. Über die E134 erreicht ihr das Haukelifjell, eine offene, karge und wettergeprägte Gebirgslandschaft, in der selbst im Sommer Wetterumschwünge und Schneefall möglich sind.

Ein idealer Stopp auf dieser Strecke ist die Haukeliseter. Die traditionsreiche DNT Fjellstue liegt direkt an der E134 auf rund 1000 Metern Höhe und ist für uns seit vielen Jahren ein fester Anlaufpunkt auf dem Weg durch Südnorwegen. Wir kehren hier gern ein, trinken Kaffee oder essen eine Portion Rømmegrøt – diesen typisch norwegischen Sauerrahmbrei, nachdem wir süchtig sind.

Die Haukeliseter ist aber nicht nur eine Einkehr an der Straße. Rund um die Fjellstue beginnen zahlreiche Wanderwege, von kurzen Runden bis zu längeren Touren hinein ins Haukelifjell und in Richtung Hardangervidda. Wir selbst sind von hier unter anderem auf den Kista gewandert, eine schöne Tour mit weitem Blick über die karge Berglandschaft rund um Haukeliseter. Wenn ihr also noch einen halben oder ganzen Tag Zeit habt, lohnt sich dieser Stopp auch als kleine Wanderpause auf dem Weg Richtung Süden.

Auch für Wohnmobilreisende ist die Haukeliseter praktisch. Nach aktueller Regelung könnt ihr dort mit dem Wohnmobil übernachten und die Einrichtungen der Fjellstue nutzen.

Von der Haukeliseter führt die E134 weiter Richtung Telemark und Südküste. Je nach weiterer Planung geht es von dort zu den Fährhäfen in Kristiansand, Larvik oder Oslo, oder ihr hängt noch eine weitere Etappe durch Schweden oder Dänemark an.

Rezeption Haukeliseter DNT Norwegen - Reise durch Fjordnorwegen
Eingangsbereich der Haukeliseter DNT Hütte

Fazit: Fjordnorwegen bleibt eine Reise voller Kontraste

Mit Haukeliseter und dem Haukelifjell endet unsere große Rundreise durch Fjordnorwegen und zugleich auch diese Beitragsreihe. Von Südnorwegen über Westnorwegen bis in die Fjordlandschaften zwischen Stavanger, Bergen, Nordfjord, Sognefjord, Hardangerfjord und Haukelifjell haben wir euch durch einige der eindrucksvollsten Regionen Norwegens mitgenommen.

Was diese Reise für uns so besonders macht, ist nicht nur die Dichte an bekannten Highlights. Es ist vor allem der ständige Wechsel der Landschaften: eben noch Küste und Inseln, dann enge Fjorde, historische Orte, steile Passstraßen, Gletscherzungen, Wasserfälle, Obstgärten und am Ende noch einmal das offene, karge Fjell. Kaum eine andere Region in Norwegen zeigt auf vergleichsweise engem Raum so viele unterschiedliche Gesichter.

Wir hoffen, dass euch diese Beitragsreihe bei eurer Planung hilft, euch inspiriert und vielleicht auch Lust macht, unterwegs nicht nur die bekannten Klassiker anzusteuern, sondern immer wieder rechts und links der Route eigene Entdeckungen zu machen. Denn genau dort beginnt oft das, was eine Norwegenreise wirklich unvergesslich macht.

Unsere interaktive Landkarte der Reise durch Fjordnorwegen:

Auf unserer Landkarte siehst du noch einmal die von uns empfohlene und schönste Strecke für deine Reise durch Fjordnorwegen – von Kristiansund im Nordwesten bis in den Süden von Norwegen. Alle im Beitrag genannten Highlights und Sehenswürdigkeiten oder Wanderungen (mit einem Klick öffnest du diese) sind hier nochmals eingetragen, sodass du dir mithilfe unserer Karte perfekt deine eigene Tour zusammenstellen kannst:

Haben wir aus eurer Sicht auf dieser Strecke etwas vergessen? Habt ihr spezielle Fragen? Dann freuen wir uns wie immer auf eure Kommentare unter diesem Beitrag und wünschen euch erst einmal “God tur”….

Sognefjord Fjordnorwegen im Abendlicht - Reise durch Fjordnorwegen
Sognefjord in Fjordnorwegen im Abendlicht nach Sonnenuntergang

Literaturtipps für deine Reise nach Norwegen

Autoatlas für Norwegen
Stellplatzführer Europa 2026
Norwegen mit dem Wohnmobil
Lonely Planet Norwegen

Wohnmobil | PKW Vermietung:

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Conny & Sirko

... schreiben sich hier ihr ewig währendes Fernweh nach dem Norden Europas von der Seele - wenn sie nicht gerade mit ihrem Wohnmobil durch die atemberaubenden Landschaften Nordeuropas reisen, um ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit euch in ihrem Nordlandblog zu teilen. Besucht uns gern im Bereich "ÜBER UNS" :)

32 Kommentare

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  • Hallöchen. Wir werden von Hirtshals nach Stavanger fahren. Von dort aus innerhalb 4 Tagen nach Bergen. Wir wollen zur Trolltunga. Ab Bergen hab ich uns Hurtigruten bis Ålesund gebucht. Wir fahren durch die Fjorde und dann noch bis nach Molde. Am nächsten Tag über die Atlantikstraße und dann entspannt Richtung Oslo. Ob wir die Color Line oder Stena Line nehmen ab Göteborg, weiß ich noch nicht

  • Hallo zusammen
    Tolle Beiträge, vielen Dank!
    Wieviel Zeit muss mein einrechnen, um den ganzen südlichen Teil, die Westküste und dann durch die Fjorde zurück zu befahren?
    Liebe Grüsse an euch

  • Toller Artikel, vielen Dank!

    Mich würde interessieren wieviel Kilometer das sind, wenn man die Strecke, so wie auf der Karte zu sehen, fährt.

  • Hallo, ihr schreibt weiter unten in einem Kommentar vom Mai 23, dass ihr bis zum Jahresende plant (müsste also Ende 23 sein ;-), in euren PDF Guide die Tour als GPX aufzunehmen.
    Da ich den PDF Guide gekauft habe, der GPX aber (noch) nicht enthalten ist, möchte ich fragen, ob es den quasi als “upgrade” nachträglich geben könnte?
    Für die Planung wäre es schon klasse, wenn man euren GPX als Grundlage hätte.
    Vielen und viele Grüße! Und außerdem natürlich ein großes Lob für euren tollen Blog! In der Qualität gibt’s nur wenige!

  • Hallo Conny und Sirko,
    vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Infos auf eurem Blog, dadurch konnten wir einen unvergesslichen Trip durch Fjordnorwegen erleben!
    Kleine Ergänzung noch zur Fossestien-Wanderung im Tal der Wasserfälle: wir wanderten die komplette Tour und wollten dann wie bei euch beschrieben, mit dem lokalen Bus vom Eldal-Parkplatz zurück zu unserem Ausgangspunkt (Torsnessstølen-Parkplatz) fahren. Jedoch kam kein Bus, an den Haltestellen hingen auch keine Fahrpläne aus. Auch trampen blieb leider erfolglos. Nach 2 Stunden warten, erbarmte sich dann ein Einheimischer, der sich hier zufällig mit Freunden traf, uns die 20 km zu unserem Auto zu fahren. Er war sich sicher, dass hier überhaupt keine Busse fahren.
    Später haben wir zufällig in einem ausgelegten Flyer in Balestrand gelesen, dass es wohl doch einen Shuttle-Service gibt, welchen man kontaktieren muss: Täglicher Transportservice entlang dem Fossestien um 10:00 Uhr, 40 NOK/Person, Kontakt: Hov Hyttegrend, Tel. 57 71 79 37

    Liebe Grüße
    Tabea

  • Hallo Conny und Sirko,

    wir starten im Juni unsere erste Tour nach Norwegen mit unserem Wohni.
    Start ist Hirtshals nach Kristiansand und nach 3 Wochen wieder mit der Fähre zurück.
    Chip Skyttell Pass und Ferjecard haben wir bereits. Zudem haben wir auch viel in Euem wunderbaren Blog gelesen.
    Zunächst war so ein Traum bis zu den Lofoten doch wir wollen das ganze nicht in Stress ausarten lassen und dies vielleicht im nächsten Jahr über Schweden wie Ihr vorschlagt angehen. Wir waren letztes Jahr in Schweden und es war auch wunderschön.

    Jetzt haben wir in Eurem Blog „Die ziemlich perfekte Rundreise“ angeschaut und auch schon das Hörbuch runter geladen.

    Die Frage an Euch wäre von drei wunderschönen ausgearbeiteten Zusammenstellungen
    Südküste-Westküste-Fjordnorwegen wie wir es am besten angehen und ob es machbar ist die drei Touren zusammen zu schweißen.

    Denkbar wäre von Kristiansand den Teil nach Oslo weglassen, dann die 9 gen Nordwärts bis Haukeliseter Fjellstue und hier die Fjordtuour beginnen nur andersrum.
    Anschließend am Ende bei Alesund in die Tour Westküste fortfahren und bei Stavanger in den Teil Südküste zurück bis Kristiansand (Fähre).

    Was meint Ihr aus Eurer Erfahrung, oder wäre es andersrum sinnvoller und schöner von den ganzen Eindrücken ? Wir werden bestimmt nicht alle Highlights anfahren können, sind auch keine
    Großen Museumsgänger oder Städteanschauer da wir die Natur und die wunderschöne Landschaft und Ruhe genießen möchten. Wir fahre sehr gerne auch Passstraßen und dergleichen wo wir uns heute schon darauf freuen. Zudem haben wir zwei Hunde mit denen wir schöne Touren unternehmen wollen.

    Über Eure Info würden wir uns riesig freuen.
    Vielen lieben Dank schon mal im Voraus und Euch viel Spass in Norwegen.

    Liebe Grüßen

    Alex & Jürgen Kober

    • Hallo ihr Beiden,

      zunächst einmal herzlichen Dank für euren ausführlichen Eintrag auf unserem Blog, das nette Feedback und euren Einkauf in unserem Shop. Wir möchten euch vorab darin bestärken, bei der ersten dreiwöchigen Norwegen-Reise nicht gleich bis auf die Lofoten zu fahren. Es gibt im Süden und in Fjordnorwegen so viel zu sehen und zu entdecken, dass es einfach ein unnötiger Stress wäre, diese Route so zu fahren. Aber selbst für Fjordnorwegen und den Süden gilt: Weniger ist mehr und gerade in Norwegen ist alleine schon der Weg oft das Ziel.

      Daher würden wir euch vorschlagen, über den Rv9 von Kristiansand durch das Setesdalen zu fahren (könnt ihr bei uns im Übrigen gerade live auf Facebook verfolgen) dann weiter: Haukeli > Odda > Eidfjord > Hardangervidda und dann einen Einstieg auf unsere empfohlene Route durch Fjordnorwegen zu finden. Dann würden wir die Küste entlang in südlicher Richtung fahren und wahrscheinlich schon ab Bergen oder dann spätestens von Stavanger auf schnellstem Weg nach Kristiansand zurückkehren. Ansonsten wird wahrscheinlich die Zeit knapp und ihr habt so die meisten Tage im schönsten Teil – in Fjordnorwegen. Das sollte und müsste so ziemlich perfekt für euch passen – schaut aber gern einmal wie wir aktuell fahren, denn daraus ergeben sich eventuell auch noch einige Ansätze für eure Route 🙂

      Herzliche Grüße aus Norwegen, Conny und Sirko

    • Hallo Ihr beiden,
      Vielen lieben Dank für die ausführliche Info. Das hilft uns sehr weiter. Wir starten am 09.06. und werden nachschauen was ihr auf Eure Tour interessantes schreibt.
      Viel Spaß euch noch und viele schöne Eindrücke und Momente.
      LG. Alex&Jürgen

  • Hallo Conny und Sirko,
    gibt es vielleicht eine Möglichkeit, euer Kartenmaterial, das ihr hier für die drei Teile der “Norwegen-Rundreise” bereitgestellt habt, zur weiteren Bearbeitung und Modifikation zu nutzen? Das wäre sicherlich extrem hilfreich, bei unserer Reiseplanung! Kann man da irgendwie direkt bei OpenStreetMap drauf zugreifen?
    Gruß
    Lars

    • Hallo Lars,

      aktuell verarbeiten wir alle geographischen Daten mit verschiedenen Wordpress-Plugins, sodass diese nicht frei zur Verfügung stehen. Wir arbeiten aber aktuell daran, in Zukunft diese Kartendaten und Routen als GPX Dateien in unsere kostenpflichtigen PDF-Guides einzubinden. Allerdings wird dies leider erst zum Ende des Jahres möglich sein…

      Wir wünschen dennoch viel Spaß bei der Reiseplanung und senden liebe Grüße, Conny und Sirko

  • Hallo,
    Kompliment, ihr macht das echt toll! Super Informationen, tolle Homepage.

    Wir fahren Anfang Juni mit dem Wohnmobil von Götheburg dann die Küste entlang
    bis Starvanger und eventuell weiter bis Bergen. Anschließend würden wir gerne Hardangervidda und Voringfossen machen. Könnt ihr hier eine Strecke empfehlen? Geiranger und Trollstigen möchten wir vermeiden.

    Vielen Dank schon im Voraus
    Barbara Woratschek

    • Hallo Barbara,

      hab vielen Dank für dein nettes Feedback. Wir hoffen allerdings auf dein Einsehen, dass uns mittlerweile die Zeit als auch die Ressourcen für die individuelle Beantwortung der mittlerweile nicht mehr zu bewältigenden Anzahl an Fragen nach individuellen Routen und Ähnlichem fehlen.

      Inzwischen investieren wir täglich bereits mehrere Stunden in die Beantwortung der täglichen Kommentare auf unserer Webseite und in den verschiedenen sozialen Medien. Wertvolle Zeit, die uns zunehmend für die notwendige Arbeit an unserem Blog, die Erstellung neuer Beiträge für alle Leser sowie für die Umsetzung entsprechender Aufträge fehlt, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten und die Kosten für unsere Webseite zu kompensieren.

      Daher bitten wir dich um dein Verständnis, dass wir alle darüber hinausgehenden, sehr individuellen Fragen inzwischen nur noch im Rahmen unserer kostenpflichtigen Beratungsangebote (LINK zu den möglichen Optionen) oder nach Erhalt einer individuellen Spende (LINK zu unserem Paypal Konto) beantworten können. Sehr gern finden wir auf diese Weise einen Weg, um dich bzw. euch ausführlich als auch individuell zu beraten und entsprechende Tipps, Informationen sowie Antworten auf all deine Fragen zu finden.

      Wir bedanken uns im Voraus für dein Verständnis sowie eine eventuelle Buchung und senden liebe Grüße,
      Conny und Sirko

  • Hallo ihr Lieben,

    super Seite – tolle Inspirationen, hab absolutes Fernweh 🙂

    Ich plane aktuell eine Rundreise durch Norwegen im August. Ich würde dabei gerne nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln, sondern lieber Ferienhäuser buchen und von dort Tagestouren starten. Finde es super schwierig, die Entfernungen einzuschätzen und zu planen. Habt ihr vielleicht einen Tipp für einen geeigneten, zentralen Stand-/Wohnort, von dem aus man Touren nach Bergen, Flam, Hardanger, Stegastein etc. starten kann?

    Und vielleicht einen zweiten Punkt weiter nördlich, von dem aus man dann Alesund, Runden, Loen etc. ansteuern kann?

    Im Voraus lieben Dank & liebe Grüße,
    Pia

  • Hallo, Ihr habt hier eine tolle Seite und ich habe schon viel gelesen. Vor allem die schönen Fotos machen sofort Lust auf Urlaub im Norden.
    Wir möchten gerne in diesem Sommer mit unseren Kindern (9 und 12 Jahre) nach Südnorwegen fahren. Wir kommen mit der Fähre in Oslo an und möchten ins Fjordland, Richtung Bergen oder Ålesund und haben 16 Tage Zeit in Norwegen. Da wir nicht jeden Tag weiterziehen wollen, würden wir gern zwei größere Aufenthalte (bis 5-7 Tage) einplanen, von wo aus wir Tagesausflüge machen können.
    Habt Ihr hier eine Idee, welche Gegenden sich dafür anbieten würden und auch für Kinder nicht langweilig werden?
    Liebe Grüße
    Sabine

  • Liebe Veronika,
    eine tolle Route, die ihr da zusammengestellt habt. Wir wollen von Oslo nach Kristiansund fahren und dann die von euch beschriebene Route nach Oslo an den Fjorden entlang zurück fahren. Reichen dafür 14 Tage? Wo kann man auf der Strecke Oslo Kristiansund gut die erste Übernachtung einlegen (nach 3-4 Stunden) und was sollte man sich auf der weiteren Strecke nach Kristiansund unbedingt ansehen?
    Ganz wichtig wäre für uns zu wissen, ob man Mittelklassehotels im Mai vorab buchen muss oder sich einfach treiben lassen und schauen kann, wie weit man kommt, um dann vor Ort ein Hotel zu buchen.
    Liebe Grüße und vielen Dank im voraus
    Nicole

    • Hallo Nicole,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar und die damit verbundenen Fragen an uns, auf die wir leider erst heute – etwas verzögert – antworten (können), da wir in den letzten Tagen durch unseren eigenen Umzug nach Norddeutschland, die Fertigstellung der Inhalte für den NORD-CAMPER 2022 und die Reiseplanungen für eine Wintertour massiv eingespannt waren. Aber nun zu den eigentlichen Fragen:

      Um es einfach zu machen, fangen wir mal von “hinten” an: Für den Mai muss man in der Regel die Hotels nicht im Voraus buchen – allerdings damit rechnen, dass einige Hotels zu dieser Zeit noch nicht geöffnet haben. Viele Anbieter in Norwegen öffnen nur von Mitte Juni bis Ende August während der Hauptsaison. Nutze am Besten einfach ein Buchungsportal wie Booking.com und dann siehst du schnell, was in der Umgebung verfügbar ist.

      Welche Highlights es im Süden, zwischen Kristiansund und Oslo gibt findest du im ersten Teil dieser Beitragsreihe. die sich mit den Highlights im Süden Norwegens (LINK) beschäftigt. Daraus ergeben sich dann auch einige Ansätze / Ideen für eine Übernachtung in der Region. Wir persönlich lieben das “Bücherhotel Lyngørporten” in Gjeving bei Tvedestrand 🙂

      Aus unserer Sicht müsst ihr aber unsere komplett empfohlene Rundreise (alle drei Teile dieser Beitragsreihe Südnorwegen / Westküste / Fjordnorwegen) deutlich abkürzen, denn in 14 Tagen wird das zu stressig und ihr wärt dann quasi nur im Auto unterwegs. Aus unserer Sicht nicht optimal… Eventuell nur die Südküste bis an die Fjorde bei Stavanger oder das “richtige” Fjordland nördlich vom Sognefjord – dann aber eben keine Südküste.

      Wir hoffen, dir bzw. euch damit geholfen zu haben und senden liebe Grüße,

      Conny und Sirko

  • Guten Tag,
    ich finde die Seite sehr gut gelungen und sehr informativ und bin ständig am lesen.
    Wir planen Ende Mai bis Ende Juni einen Norwegenreise. Leider wissen wir noch nicht genau ob wir lieber den Süden oder den Norden bevorzugen sollen.
    Wir sind Ruheständler und müßen nicht zwingend zum Norkap, vielmehr möchten wir wo es besonders ist, auch ruhig mal eine Nacht länger bleiben. Wenn wir dann am Nordkap landen sollten ok. Alles kann nichts muss. Eine Fähre nach Oslo hinwärts ist schon gebucht- Ebenso zurück über Trelleborg.
    Was würdet Ihr uns raten?
    Vielen Dank schon mal im voraus.
    Eberhard

    • Hallo Eberhard,

      vielen Dank für euren netten Kommentar und die damit verbundene Frage an uns, auf die wir leider erst heute – etwas verzögert – antworten (können), da wir in den letzten Tagen durch unseren eigenen Umzug nach Norddeutschland, die Fertigstellung der Inhalte für den NORD-CAMPER 2022 und die Reiseplanungen für eine Wintertour massiv eingespannt waren. Aber nun zur eigentlichen Frage: Tatsächlich würden wir uns, sehr stark abhängig vom Wetter, treiben lassen und vorab keinen nördlichsten Punkt der Tour festlegen. Sobald ihr in Oslo ankommt, überlegt ihr – abhängig der Wetterprognosen – ob ihr in Richtung Fjordnorwegen (z.B. über Fagernes) fahrt und Fjordnorwegen erkundet oder direkt die E 6 nach Trondheim fahrt, um dann von hier aus den Norden Norwegens – eventuell bis zum Nordkap – zu erkunden. Aber im Prinzip könnt ihr diese Zeit auch perfekt in Fjordnorwegen verbringen, werdet viel sehen und erleben, ohne dabei etwas im Norden Norwegens zu verpassen. In jedem Fall solltet ihr dort eine gewisse Zeit für die Küste (Haugesund / Bergen / Bremanger / Molde) und dann eben auch für das Hinterland der ganzen Fjorde einplanen. Da sind vier Wochen eine gute Zeit und gerade ab Ende Mai ist es hier wunderschön, wenn an den Fjordufern die Obstbäume blühen, während auf den Bergen noch Schnee liegt. Allerdings könn(t)en nach einem eventuell harten Winter noch einige Bergpässe gesperrt sein.

      Wir hoffen, euch bei euren Überlegungen etwas unterstützt zu haben und senden liebe Grüße,

      Conny und Sirko

  • Hallo ihr Lieben 🤗

    Vermutlich schaffe ich es endlich dieses Jahr im November zwei bis drei Wochen nach Norwegen zu fahren! Nicht die ideale Zeit, ich weiß, aber hilft ja nix, erst dann ist der Urlaub eben möglich.
    Im Vorfeld lasse ich mich mal wieder von euch inspirieren und genieße es, durch eure Berichte zu klicken!

    Dazu hier eine Frage: seid ihr schon mal von Roldal aus die 520 über Sauda gefahren? Und wenn ja, wisst ihr ob das im November ( mit einem Pkw!) noch möglich ist?

    Schon mal herzlichen Dank im voraus!!

    Liebe Grüße Veronika

    • Liebe Veronika,

      zunächst herzlichen Dank für deinen netten Kommentar und die damit verbundene Frage: Ja – wir sind diese wunderschöne Strecke bereits gefahren und fanden sie spektakulär. Nicht umsonst gehört diese Passage zu einer der 18 Nationalen Touristenrouten in Norwegen. Allerdings wird die Route im Winter gesperrt. Wann genau, hängt vom Wetter ab, wobei der November sicherlich bereits dazu zählt. Aktuelle Sperrungen aufgrund der Witterung findest du immer auf der Übersichtsseite von “Statens Vegvesen” und unter dem folgenden LINK kommt du zu einer tollen deutschsprachigen Seite mit mehr Informationen über die 520. Dort wird auch auf die Wintersperrung hingewiesen…

      Wir wünschen dir in jedem Fall eine gute Reise und wenn noch eine Frage ist, dann melde dich jederzeit gern.

      Liebe Grüße,

      Conny und Sirko

    • Liebe Conny, lieber Sirko!

      Meine Reise ist in vollem Gange und ich genieße jeden Tag!
      Ich hatte das große Glück nach ein paar Tagen der Sperrung genau DANN von Røndal aus kommend am Abzweig zum alten Ryfylkenvei – die 520 -zu sein, als die Schranke doch wieder offen war! Somit bin ich zwei Stunden lang mit ständigem Staunen und Juchzen der Nachmittagssonne entgegen gefahren und dann in der Dunkelheit die 13 zurück.
      Leider kann ich euch hier keine Fotos zeigen, aber wenn ihr mögt, dürft ihr gerne meine Tour bei Find Penguins anschauen.

      https://findpenguins.com/0rdzesdxm9gnx/trip/61860a5e4943e7-77542661?s=d7aed34ed75bd4ecfb57e76854362ce578353777

      Auf jeden Fall lässt sich festhalten: im November scheint die Strecke nicht immer geschlossen zu sein, sondern je nach Wetter.

    • Liebe Veronika,

      wir verfolgen deine Strecke bzw. die Reise zwischenzeitlich ohnehin auf ganz verschiedenen Wegen, Medien und Portalen. Insofern vielen Dank für diesen Link, deinen wertvollen Tipp bzw. eben die hilfreiche Schilderung deiner Erfahrung und das du uns sowie die Nordlandblog-Leser an deiner Reise teilhaben lässt.

      Wir wünschen dir weiterhin ganz stilecht “GOD TUR” und freuen uns auf viele weitere Impressionen – eventuell ja auch sogar auf einen Blogbeitrag von deiner Reise, den du als Gastautorin gern hier veröffentlichen könntest 🙂

      Liebe Grüße,

      Conny und Sirko

  • Moin !
    Wir sind die Tour vom Gaularfjell her gefahren. Spannende Streckenführung, Mega-Aussichten und imposante Landschaft !!! Das Tal der Wasserfälle haben wir aus Unwissenheit durchfahren. Und wenn ich bei euch nicht vom Gamle Strynefjellsvegen gelesen hätte, wäre ich durch die elendig langen Tunnel gefahren… Auch hier: Mega-Landschaft und irre Ausblicke !!!
    Bei euch kann man sich echt geniale Tipps abseits der Haupt-Touristen-Routen holen !
    Daumen hoch und Danke dafür !!!

    Gruß
    Ralf

    • Hei Ralf,

      aller guten Dinge sind drei… Auch für dieses nette Feedback bedanken wir uns sehr herzlich. Das Tal der Wasserfälle ist einfach großartig und wir freuen uns sehr, dass es euch dort oben in gleicher Weise gefallen hat – ebenso wie auf dem Gamle Strynefjellsvegen. Tatsächlich ist in Norwegen meist auch der Weg das Ziel – was du uns quasi auch bestätigst.

      Wir hoffen, du kannst noch eine zeitlang die grandiosen Landschaften in Fjordnorwegen genießen. Alles Gute dafür und eine erlebnisreiche Reise für dich. Liebe Grüße,

      Conny und Sirko

  • Hallo Ihr Lieben, ihr habt da eine sehr nützliche Seite über Norwegen zusammengestellt, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Von Eurer Reise werden ich und meine Familie sicherlich profitieren. Unser Ziel ist es, im Sommer nach Norwegen mit 4 (erwachsenen) Personen zu reisen. Da wir ein Erdgas Kastenwagen haben (mit einem Mini-Benzintank von etwa 13 l), ist da die Frage, ob und wie viele Benzin-Tankstellen (kein Erdgas, darüber weiß ich Bescheid, dass es in Norwegen sehr wenige bis gar keine gibt) es in Norwegen gibt (wie häufig entlang der größeren Straßen). Wenn dies keine Option ist, dann müssen wir uns wohl ein Auto mieten, hierfür danke für den Tipp, ein Auto bereits in Deutschland zu mieten, den ich sicherlich beherzigen werde. Ob nun mit eigenem PKW oder Mietwagen – ich habe für die Reise 3 Wochen geplant – werden wir von Solingen bis Hirtshals durchfahren und von dort aus die Fähre nach Bergen nehmen. Von Bergen aus wollen wir Eurer vorgeschlagenen Route bis Kristiansund folgen. Wir werden auf Campingplätzen in Hütten (Kat 2-3) übernachten. Für diesen Teil der Reise habe ich etwa 7 Tage geplant. Die zweite Frage an Euch wäre, ob ihr eine Reisebeschreibung von dort aus bis zu den Lofoten habt – denn dort ist mein angedachter Endpunkt für diese Reise. Bis auf 3 Nächte auf der Durchreise – 1 in Nähe Trondheim und 2 in Nähe Bodo – wollten wir zügig auf den Lofoten ankommen, um dort weitere 7 Nächte zu verbringen. Die restlichen 4 Tage würden wir für die Rückreise durch das Landesinnere (die etwas schnellere Straße nach Süden) einplanen. Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn ihr zu den zwei Punkten (Tankstellen und Reisebeschreibung Norwegen westlicher Norden) Antworten habt. Vielen Dank im voraus und liebe Grüße

    • Hallo Christine,

      wir danken dir sehr herzlich für dein nettes Feedback zu unserem Blog und freuen uns gleichermaßen, dass die Impressionen, Inspirationen und Informationen dir bzw. euch bei der Reiseplanung unterstützen. Das ist eine schöne Bestätigung unseres Engagements, denn dafür veröffentlichen wir letzten Endes all diese Dinge hier auf unserer Webseite.

      Aber nun zu den eigentlichen Themen bzw. deinen Fragen: Generell kann man Norwegen bei der Dichte an Tankstellen dreiteilen. Im Süden (bis etwa Trondheim) entspricht die Dichte deutschen Verhältnissen und liegt in einigen Regionen sogar noch deutlich darüber. In der Mitte (von Trondheim bis etwa Tromsø) ist die Anzahl an Tankstellen in etwa gerade noch vergleichbar mit Deutschland, wobei es durchaus einige längere Passagen ohne Ortschaften gibt, auf denen auch keine Tankstellen zu finden sind. Hier hilft vorausschauendes Fahren bzw. Verhalten und die Eingabe von “Bensinstasjon” oder “Gasstasjon” in Google Maps, um die nächsten Tankstellen auszumachen. Aber aus unserer Sicht sollte das erst einmal kein Problem sein. Noch nördlicher, in der Finnmark, also nordöstlich von Tromsø, wird es tatsächlich sehr weitläufig und ursprünglich. Somit sind nur noch wenige Tankstellen zu finden und die Dichte liegt weit unter der von Mitteleuropa.
      Generell muss man aber wissen, dass in Norwegen in vielen, auch entlegenen Regionen die Tankstellen eine ganz andere Bedeutung als bei uns haben und für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind. Dort gibt es Angelzubehör, Outdoor-Equipment, Lebensmittel, Brennholz, Ausstattung für die abgelegenen Ferienhütten und vieles mehr. Sie sind somit oft das soziale, kulturelle, wirtschaftliche und wichtigste Zentrum in vielen abgelegenen Gebieten und daher bis heute in hoher Anzahl vorhanden – was man oft zunächst nicht erwartet. Das sollte also für euch – auf einer Tour bis zu den Lofoten – passen.

      Was die Empfehlungen entlang der Strecke anbelangt, wollen und werden wir noch im ersten Halbjahr 2021 etwas dazu veröffentlichen. Aktuell haben wir erst einmal die offensichtlich wichtigeren Inhalte zu den Lofoten fertiggestellt und wollen dann die Region um das Nordkap bearbeiten. Anschließend soll die Strecke entlang der Helgelandskysten (Kystriksveien / FV17) in eine gute Übersicht gebracht werden. Bis dahin können wir erst einmal nur auf unseren Erlebnisbericht unserer Kastenwagen-Reise entlang der Helgelandskysten (Region nördlich von Trondheim bis etwa Bodø) verweisen. Dort könnt ihr euch sicherlich erste Gedanken, Anregungen und einige Eindrücke “holen”…

      Falls noch nicht geschehen, kannst bzw. solltest du gern unseren Newsletter abonnieren, da du auf diese Weise etwa alle 4 Wochen immer über aktuelle Beiträge von uns informiert wirst. Wir hoffen, dass wir dir erst einmal weiterhelfen konnten und ihr eure Reisepläne in diesem Jahr umsetzen könnt.

      Liebe Grüße,

      Conny und Sirko

  • Hallo Conny und Sirko
    Ich habe das PDF „eine perfekte Rundreise durch Norwegen“ gekauft. Kann man im PDF wo die ganze Route dargestellt ist einen Link anklicken damit man die Karte detaillierter anschauen kann (S.62)?

    Viele liebe Grüsse und weiterhin eine schöne Reise!
    Andreas

    • Hallo Andreas,

      zunächst erst einmal herzlichen Dank für deine Bestellung unseres PDF-Guides, mit der du unsere Arbeit an diesem Blog sehr unterstützt. Leider gibt es bisher noch keine Möglichkeit, über einen Link den Zugriff auf eine größere Karte zu nutzen. Wir finden aber den Gedanken bzw. den Wunsch ganz toll und werden daher nach unserer derzeitigen Reise diese Möglichkeit schaffen, denn damit entsteht ganz sicher ein Mehrwert für den Leser. Daher schon einmal vielen Dank für diese Anregung.

      Bis dahin gibt es – speziell auch in deinem Fall – eigentlich nur eine behelfsmäßige Lösung, da die Google Maps Karten unter einigen Beiträgen die jeweilige detaillierte Teilstrecke aus dem PDF Guide zeigen und sich natürlich zoomen lassen. Dazu müsstest du aber bitte in die entsprechenden drei Beiträge gehen und dort jeweils ganz unten die Karte nutzen. Wir verlinken dir nachfolgend einmal die dazugehörigen Beiträge, damit es für dich einfacher ist bzw. schneller geht:

      1. Südnorwegen
      2. Westnorwegen
      3. Fjordnorwegen

      Wir hoffen, dass du auf diese Weise deine Reise perfekt planen kannst. Solltest du dazu oder generell für deine Reiseplanung Fragen haben oder diese auftauchen, dann melde dich sehr gern jederzeit bei uns – wir können da in den meisten Fällen helfen 🙂

      Liebe Grüße aus Finnland,
      Conny und Sirko

  • Liebe Conny und Sirko,
    zuerst möchten wir Euch zu dieser wirklich außergewöhnlichen Website gratulieren. Sie ist mit viel Liebe zum Detail und echt professionell gemacht, und enthält sehr wertvolle Beschreibungen und Hinweise für eine Reise durch Norwegen. Es macht Spaß, darin zu lesen, weil man spürt, dass da viel Herzblut und Liebe zum Land drinsteckt.
    Wir möchten im nächsten Sommer zum ersten Mal nach Norwegen fahren und tasten uns erst an die Materie heran. Aber man merkt gleich, dass man da viel planen muss.
    Wir hätten eine Frage zum 3. Teil der Reise Südnorwegen (Fjordnorwegen und Rückfahrt nach Südnorwegen). Bei den beiden ersten Etappen habt Ihr ungefähre Angaben gemacht, wieviele Tage man jeweils veranschlagen muss (4-7 bzw. 7-10 Tage). Beim dritten Teil habe ich diesen Hinweis nicht gefunden.
    Wir werden nur knappe 3 Wochen für Norwegen haben, weil wir auf dem Rückweg einen Besuch bei Freunden in Schweden (150 km nördlich von Göteborg) machen möchten. Daher werden wir uns entscheiden müssen, welche Teile wir aus Eurer tollen Rundreise rausnehmen müssen.
    Herzliche Grüße, Chris und Bine

    • Hei Bine und Chris,

      da wir hier in Finnland gerade den ersten Schnee haben, können wir schnell und gern euren lieben Kommentar beantworten. Auch wenn es für euch die erste Reise nach Norwegen und dabei tatsächlich Einiges zu beachten bzw. zu planen ist, werden wir ganz sicher Wege finden, dass ihr eine einzigartige und unvergessliche Tour durch dieses Land habt. In jedem Fall wird es ohnehin nicht die letzte Reise sein – versprochen… 🙂 🙂
      Von der Sache her hängt unsere Empfehlung stark von zwei Faktoren ab, die wir noch nicht kennen: 1. Wandert ihr gern ? 2. Von wo aus reist ihr an bzw. gibt es schon Gedanken zur Anreise nach Norwegen ?
      Unabhängig von den möglichen Antworten können wir nur eine erste grobe Empfehlung abgeben: Anreise nach Bergen mit der Fjordline, dann unserer empfohlenen Route die Küste entlang bis nach Kristiansund folgen (1 Woche) und von dort aus der Route aus diesem Teil hier durch die Fjorde folgen. Dafür würden wir zwei Wochen einplanen, da es einfach ein grandioses Stück Norwegen ist und viele Highlights bietet. Auf Höhe des Hardangerfjords würden wir dann “beidrehen” und der empfohlenen Route laut Google Maps zu euren Freunden nach Schweden folgen. Rückfahrt dann entweder aus Oslo oder mit der Stena Line Fähre aus Göteborg. Das wäre ein erster grober Tipp, der 3 Wochen ziemlich optimal aufteilt und vor allen Dingen eine perfekte Verbindung aus den maritimen Erlebnissen an der Küste als auch den Fjorden (Gletscher, Wanderungen, Berge etc.) im Inland bietet. Solltet ihr Wanderungen absolut nicht mögen, dann würden wir noch einmal neu denken… 🙂
      Insofern freuen wir uns auf ein weiteres Feedback und senden liebe Grüße aus Finnland,
      Conny und Sirko

    • Hallo Conny und Sirko,
      danke vielmals für Eure ausführliche Antwort, die wir leider erst jetzt beantworten können. Um gleich mal Eure beiden Fragen zu beantworten:
      1. Wir reisen von Berlin aus an und hatten eigentlich vor, mit der Fähre von Hirtshals nach Stavanger und von dort nach Norden zu fahren.
      2. Große Wanderer sind wir nicht. Wir können nur kürzere und nicht so anstrengende Wanderungen (also keine Tageswanderungen) ohne zu große Höhenunterschiede machen.
      Nun ist ja die Strecke von Stavanger bis Kristiansund in Eurer Beschreibung mit 7-10 Tagen veranschlagt. Da Ihr für den 2. Teil von Kristiansund bis zum Hardangerfjord 2 Wochen empfehlt, müssten wir wohl irgendwo kürzen. Entweder nicht ganz bis Kristiansund hochfahren, sondern schon früher umdrehen, oder auf der Fahrt das eine oder andere Ziel links oder rechts liegen lassen bzw. sich weniger lang aufhalten? Bis zum Hardangerfjord möchten wir natürlich auf jeden Fall fahren.
      Heimfahren wollten wir vielleicht von Göteborg nach Kiel, wobei das mit unserem 2,45m hohen VW-Bus ganz schön teuer wird, deshalb haben wir uns noch nicht entschieden.
      Wir hoffen, Ihr hattet es nicht allzu kalt in Finnland, aber Ihr seid ja hartgesottene Nordlandfahrer und Wintercamper.
      Vielen Dank für Eure Ideen und Tipps!
      Schöne Grüße, Chris und Bine

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