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Die Fortsetzung: Weihnachtsmarkt in der norwegischen UNESCO Stadt Røros (Teil 2/2)

Titelbild Röros Weihnachtsmarkt Julemarked (Norwegen) Nordlandblog

Der Weihnachtsmarkt in Røros – Ein Traum aus einer anderen Welt und Zeit

Ihr erinnert Euch an die letzten Zeilen unseres ersten Teils:

….als wir uns wieder auf den Weg machen, wird es bereits dunkel (dabei ist es erst gegen 15.00 Uhr). Im Licht der frühen Dämmerung wirkt die ganze Stadt wie aus einem Märchen. Wir laufen daher noch eine Runde, erst aufwärts zur imposanten Kirche, die zu den drei größten Bauwerken ihrer Art in Norwegen zählt, und anschließend noch einmal über den Weihnachtsmarkt in Richtung unserer Unterkunft.

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Wie wir unseren Abend und den nächsten Tag erlebt haben, könnt ihr gern hier im zweiten Teil unseres Blogposts lesen und im Video könnt ihr einige Impressionen des ersten Tages auf dem Weihnachtsmarkt (Julemarked) in Røros sehen…

Überwältigt von den vielen Eindrücken kommen wir durchgefroren wieder in unserer Unterkunft an. Nun heißt es, kurz aufwärmen, einen warmen Tee trinken und etwas Schickeres für das Abendessen anziehen. Bereits gegen 18:00 Uhr machen wir uns erneut auf den Weg in die Stadt.

Gemütliches Abendessen in der Stadt

Es hat nochmals kräftig geschneit. Wir genießen es, durch den frischen Schnee zu stampfen und an den alten, hübsch geschmückten Häusern vorbei zu gehen. Im Zentrum ist bereits Ruhe eingekehrt, denn der Weihnachtsmarkt hat zwischenzeitlich geschlossen – nur einige Aussteller packen noch ihre restliche Ware zusammen. Die Straßen sind jetzt wie leer gefegt, dafür tobt jetzt in den Gasthäusern das Leben. Wir entscheiden uns für einen Besuch im Restaurant Skanckegården, einem Haus mit einer langen Historie und viel Charme, treten ein und werden sofort von einer urigen Gemütlichkeit eingenommen.

Welch eine Atmosphäre…

Es ist unglaublich voll und so können wir nur hoffen, noch einen Platz zu ergattern. Eine nette Kellnerin erklärt uns mit Bedauern, sie habe leider keinen Platz mehr frei, es sei denn, wir würden uns einen großen Tisch mit anderen Gästen teilen. Für uns gar kein Problem, zumal wir so vielleicht ein wenig unsere Norwegisch-Kenntnisse ausbauen können. Wir werden schnell neben zwei älteren norwegischen Damen platziert und genießen die tolle Atmosphäre.

Es herrscht eine gelöste, fröhliche und dennoch vorweihnachtliche Stimmung in dem Restaurant. Nach kurzer Zeit erhalten wir die Speisekarten mit speziellen Angeboten für die Zeit des Weihnachtsmarktes. Wir stöbern in unseren Karten: Sirko hat es sofort das Filet vom Elch angetan und ich bestelle mir einen riesigen Burger. Als die zwei netten Damen bemerken, dass wir wohl aus Deutschland kommen, werden wir umgehend in ein Gespräch verwickelt.

Verdammt leckeres Filet vom Elch

Wir werden mit vielen Fragen gelöchert: Warum man aus Deutschland zum Weihnachtsmarkt nach Røros kommt, wie wir Zuhause Weihnachten feiern und vieles mehr….. So verrennt die Zeit bis das Essen kommt – das Interesse der Norweger ist einfach nur niedlich.

Sirko ist sehr zufrieden mit seinem Essen und schwärmt in einer Tour von seinem zarten Elch-Filet. Als er bemerkt, daß ich meinem Burger wohl nicht schaffen werde, huscht ein vielsagendes Lächeln über sein Gesicht. Wir unterhalten uns noch eine Weile angeregt, genießen den Abend, als uns langsam die Müdigkeit packt und so brechen wir auf.

Die Kirche – Wahrzeichen der Stadt

Wir treten ins Freie und genießen die frische Winterluft. Es riecht förmlich nach Schnee und uns bietet sich eine traumhafte Atmosphäre: Die ganze Stadt liegt unter einem weißen Teppich aus frischem Schnee, unzählige Lichter und Kerzen brennen in den Gassen, Fenstern und Häusern, es ist absolut windstill und die Straßen der mittelalterlich anmutenden Stadt sind menschenleer.

Dazu rieselt weiterhin der Schnee, als hätte jemand das Ganze für uns arrangiert oder als wären wir mitten in einem romantischen Weihnachtsfilm aus Hollywood. Über dieser unwirklichen Szenerie thront die beleuchtete Kirche der Stadt, die dieses Panorama noch grandios vervollständigt. Leider haben wir kein Stativ und keine Filter dabei, aber mit einigen Tricks und kniffen gelingen uns doch einige stimmungsvolle Aufnahmen dieser magischen Welt, die wir sicher auch so nie vergessen werden.

Man wünscht sich, den ganzen Winter oder zumindest die Weihnachtszeit in dieser Stadt zu verbringen, denn eins ist für uns sicher: Hier, ganz in der Nähe muss tatsächlich der Weihnachtsmann wohnen, oder wozu gibt es hier so viele Rentiere ??

Durch die winterstille Stadt zurück in unser Hotel

Wir stampfen durch den Schnee zurück in unser Hotel Solheim Pensionat: Euren Aufenthalt dort könnt Ihr gleich über diesen Link hier organisieren ( *Affiliate Link/ mehr dazu im Impressum) Dort angekommen, lassen wir noch einmal den Tag Revue passieren. Uns kommt diese Stadt vor, wie aus einem alten Märchen, denn hier scheint die Zeit tatsächlich stehen geblieben zu sein. Mit diesem Gedanken fallen wir todmüde ins Bett.

Der Wecker klingelt um halb acht und wir hoffen inständig, daß unser Gemeinschaftsbad frei ist. Tatsächlich, wir haben Glück: Schnell die Morgentoilette und dann zum Frühstück. Wir können es kaum erwarten, den Weihnachtsmarkt erneut zu besuchen…

Es gibt selbst gebackene Brötchen und viele regionale Delikatessen – lecker. Der Frühstücksraum ist wie eine Wohnstube aus vergangenen Tagen gestaltet. Generell ist das ganze Haus sehr liebevoll im Stil der Dreißigerjahre eingerichtet: Geblümte Sofas, gehäkelte Tischdecken, alte schwere Tische und Vitrinen lassen dieses Hotel sehr authentisch wirken und damit passt es perfekt in diese Stadt.

Nur noch schnell auschecken und dann geht es sofort wieder auf den Weihnachtsmarkt…

Am nächsten Tag auf dem Weihnachtsmarkt

Perfektes Wetter auf dem Weihnachtsmarkt

Obwohl das Markttreiben an diesem Tag gerade erst begonnen hat, sind schon viele Besucher auf dem Weihnachtsmarkt. Wir lauschen der Weihnachtsmusik, beobachten die Kinder und schlendern durch die Gassen. Plötzlich hören wir laute Musik – aaah, das kommt von der Bühne, wo Kinder und Jugendliche aus der Stadt einige Szenen aus einem populären Musical präsentieren… Wir gesellen uns dazu und sind wahnsinnig beeindruckt, wie professionell das Ganze wirkt.

Ein Bild von unglaublichen Wert: Conny mit dem norwegischen Weihnachtsmann in der wunderschönen alten Stadt Røros. Diese gehört zum Unesc

Nach einer Weile bekommen wir Hunger und so machen wir uns auf dem Weg, um etwas Essbares zu finden. Just in diesem Moment wird Sirko an einer Bude von einem Metzger angesprochen. Er fragt freundlich, ob wir etwas von seinen Angeboten kosten möchten. So viele Delikatessen: Schinken und Wurst vom Elch, Rentier und Hirsch.

Nachdem Sirko einiges probiert hat, entscheiden wir uns, eine Hirschrolle zu kaufen. Diese nehmen wir eigentlich für das Weihnachtsfest mit, nur das sie wahrscheinlich bis dahin nicht reichen wird… Die ist so lecker, dass sie oder wir (je nach Betrachtung) permanent gefährdet sind 🙂

Viele Leckereien vom Rentier

Skandinavische Leckereien und Delikatessen

Wir gehen weiter, bis uns erneut ein leckerer Duft in die Nase steigt. Rentierburger !! Es riecht fabelhaft, aber wird Conny wirklich etwas von einem dieser niedlichen Tiere essen? Das ist ihr Konflikt, bis der Hunger schließlich doch die Oberhand gewinnt und es schmeckt dann auch wirklich so lecker wie es riecht. Mmmmh.

Reges Treiben an den Ständen

Es fängt jetzt auch wieder an zu schneien und wir merken, dass wir komplett die Zeit vergessen haben. Doch bevor wir die Heimreise antreten, möchte ich unbedingt mal mit so einem Spark, einem dieser typischen Schlitten fahren, mit dem sich hier wohl Jung und Alt im Winter fortbewegen.

Für die Einheimischen sind diese Sparks ganz normal, fast jeder hat wohl einen. Jedes Sportgeschäft bietet die unterschiedlichsten Varianten und Designs an. In dem frischen Schnee scheint es auch allen Spaß zu machen, wenn sie mit ihrem Spark durch die Straßen unterwegs sind. Andererseits gibt es im Winter wohl auch kaum eine Alternative, da überall Schnee liegt. Ob die Kinder oder die Einkäufe – es gibt nichts, was nicht auf einem Spark transportiert wird.

Spark – der typische Schlitten der Region

Als wir einen Norweger fragen, ob wir seinen Schlitten eben mal kurz leihen dürfen, schaut er uns erst mit großen Augen an. Nach kurzer Erklärung bekommt Conny den Schlitten und dreht eine kleine Runde. Sensationell ! Schlagartig ist man wieder ein Kind.

So nun wird es aber Zeit: Wir haben einen langen Weg zurück in unsere Hütte im Nationalpark Femundsmarka (hier geht es zu unserem Blogbeitrag über den Aufenthalt dort) vor uns und außerdem schneit es ununterbrochen. Da sich bereits die herannahende Dämmerung ankündigt, heißt es Abschied nehmen von dieser wundervollen Märchenstadt und es schwingt ein bisschen Wehmut mit. Man hat das Gefühl, hier ist die Welt noch in Ordnung, denn alle Sorgen und Probleme scheinen irgendwie weit, weit weg….

Alle Jahre wieder gibt es die Gelegenheit, in diese Welt einzutauchen:

Der Weihnachtsmarkt von Røros (Norwegen)

Jedes Jahr im Dezember kann man sich auf dem Weihnachtsmarkt in der UNESCO Stadt verzaubern lassen. Für alle, die verrückt auf Weihnachten sind oder nur einfach mal wieder so eine richtige vorweihnachtliche Stimmung erleben möchte, ist ein Besuch in Røros einfach nur empfehlenswert.

Du findest dieses idyllische Städtchen mit den folgenden Koordinaten: 62.575032, 11.384240
Weitere Informationen findet Ihr auf der deutschsprachigen Homepage von Røros: http://www.roros.no/de/
Die Homepage vom Hotel Solheim Pensjonat findet Ihr hier:http://www.solheimpensjonat.no
Der Weihnachtsmarkt hat auch eine eigene Homepage mit weiteren Informationen: http://julemarkedroros.no
Wenn ihr mehr über die Traditionen und Bräuche zu Weihnachten in Norwegen erfahren möchtet, empfehlen wir euch den Beitrag “God Jul” in unserem Blog.

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Autor / Autoren:

Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren inzwischen über dreißig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Unseren Reiseblog Nordlandblog entwickeln und schreiben wir mit viel Liebe und Herzblut, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich ebenfalls dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

4 Kommentare

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    • Vielen Dank für deine liebe Rückmeldung. Wir können dir eine Tour in diese Region, idealerweise verbunden mit dem Nationalpark Femundsmarka wirklich nur empfehlen. Wir haben uns im “Gegenzug” gleich einmal deinen tollen Blog angeschaut und ein Lesezeichen gesetzt 🙂 Kompliment zur ansprechenden und übersichtlichen, ja professionellen Aufmachung. Wir schauen die kommende Woche gern einmal in Ruhe vorbei, um mehr zu lesen und vielleicht auch einige Anregungen zu holen….

      Liebe Grüße,

      Conny und Sirko

  • Schön euren beitrag zu lesen wir fahren dieses jahr zum weihnachtsmarkt u freuen uns sehr darauf! Liebe grüsse u DANKE für das teilen!! Marianne

    • Liebe Marianne,
      vielen Dank für dein nettes Feedback. Ihr werdet von Røros begeistert sein – eine kleine Stadt, die sich ihren eigenen Charme bewahrt hat und zurecht UNESCO Weltkulturerbe ist. Wir freuen uns für euch und wünschen jetzt schon eine gute Reise 🙂

      Liebe Grüsse, Conny und Sirko

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