Gastbeitrag Norwegen Wanderungen

Wanderung auf den Volandstind – den markanten Lofoten-Gipfel bei Fredvang

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Der Gipfel des Volandstind ist einer dieser Berge auf den Lofoten, die von ihrer prominentesten Seite aus extrem steil und für Wanderer kaum begehbar ausschauen. Er scheint dabei wie eine spitze Wand direkt aus dem Meer zu ragen und erinnert ein bisschen an den Gipfel des Matterhorns in der Schweiz. Eine Wanderung auf den Volandstind stellt sich damit zunächst als eine nur schwer zu bewältigende Herausforderung dar.

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Blick auf den markanten Volandstind

Aber wie so oft auf dieser schönen Inselkette, erfolgt der dann doch erstaunlich einfache Aufstieg auf der Rückseite des Berges. Selbst für wanderbegeisterte Kinder sollte die Tour daher kein Problem sein. Und es lohnt sich – am Ende werdet ihr mit Ausblicken auf die Bucht von Fredvang mit den legendären Brücken, hinüber ins Dorf Ramberg sowie viele weitere wundervolle Lofoten-Gipfel belohnt. Versprochen!

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Atemberaubende Aussicht vom Gipfel nach Fredvang

Die Wanderung auf den Volandstind ist mit 2,5 bis 3 Stunden recht kurz und bietet sich somit gut als Halbtagestour an. Durch seine Lage ist der Berg allerdings besonders stark den Wetterveränderungen auf den Lofoten ausgesetzt und nicht selten zieht plötzlich Nebel herein. Wegen des ausgesetzten Gipfels sollte man die Tour daher besser bei schönem Wetter machen, soweit das auf den Lofoten überhaupt planbar ist….

Auf den Berg hinauf gibt es zwei offizielle Wege, einen von Osten und einen von Westen, die auf dem Sattel zusammenlaufen, von wo aus der weitere Aufstieg derselbe ist.

Ausgangspunkt der Wanderung auf den Volandstind

Bei meiner ersten Wanderung auf den Berg bin ich von Osten aus aufgestiegen. Hierzu biegt man vor dem Volandstind von der E10 nach links ab und folgt der Nebenstraße ein kurzes Stück, bis rechts an einem kleinen Haus ein Parkplatz erscheint. Beim zweiten Mal bin ich von Westen aus aufgestiegen. Dabei parkt man an einer kleinen Parkbucht rechts an der E10 und sieht den schmalen Pfad direkt auf der anderen Straßenseite. Ich könnte kaum sagen, welcher Weg besser ist. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die erste Route ist etwas kürzer, aber verläuft etwas unschön parallel zu einem Stromkabel. Die zweite Option auf dem westlichen Trail ist vielleicht etwas länger, bietet aber idyllischere Eindrücke, weswegen ich diesen hier beschreiben möchte.

Der Aufstieg zum etwa 457 Meter hohen Gipfel des Volandstind

Zuerst gehen wir an einem Bachlauf entlang, bevor es – wie so oft bei den Wanderungen auf den Lofoten – über einen steilen Pfad kontinuierlich aufwärts geht. Mit Wanderstöcken fällt uns dies aber nicht allzu schwer. Anschließend umrunden wir einen kleinen See. Dieser bietet nicht nur schöne Ansichten, sondern auch einige zusätzliche Abenteuer, denn an solchen Seen ist der Boden oft etwas sumpfig. Wir halten uns hier rechts und wandern entlang der Bäume. So schaffen wir es trockenen Fußes zum Sattel. Dennoch können wasserfeste Wanderschuhe bei dieser Tour nicht schaden.

Kurz vor dem Sattel wird der Untergrund felsiger, aber auch flacher, und Steinmännchen helfen nun bei der Orientierung.

Fast am Ziel

Kaum am Sattel angekommen, bekommen wir wunderschöne Ausblicke auf den Skjelfjorden mit seinem türkis leuchtendem Wasser. Direkt dahinter erhebt sich der Gebirgskamm mit dem beeindruckenden, 938m hohen Stjerntinden. 

Eine-der-moderaten-Lofoten-Wanderungen

Unser heutiges Ziel, der markante Gipfel des Volandstinden, liegt nun links vor uns.

Der-ausgetretene-Pfad-ist-nicht-zu-verfehlen

Wir laufen parallel zur Gratkante weiter aufwärts und müssen zunächst ein Geröllfeld durchqueren.

Das ist einer der schwereren Abschnitte auf der Tour, denn einen sichtbaren Weg können wir nicht immer sehen und suchen uns eine eigene Route über die Felsen. Danach wird der Pfad zum Glück wieder deutlich besser sichtbar. Nach links blickt man in den von Bergen eingerahmten Selfjorden.

Traumhafte-Ausblicke-während-der-Wanderung-zum-Volandstind

Kurz vor dem Gipfel drehen wir uns um und plötzlich ziehen wunderschöne Nebelschwaden über den Sattel. Ein Phänomen, das an dieser Stelle häufiger vorkommt. Eine gute Gelegenheit zum Verweilen und um diese mystische Stimmung zu genießen.

Nebel-zieht-auf-typisch-Lofoten

Der Volandstind hat von seiner längeren Seite aus betrachtet einen Gipfelkamm mit drei Erhebungen, die ersten beiden erreicht man ohne Schwierigkeiten.

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Gipfelkamm des Volandstinden aus der Ferne mit seinen 3 Erhebungen
Wanderpfad-auf-den-Volandstind-(Lofoten)
An der ersten Gipfel-Erhebung

Da wir aber den fantastischen Blick auf die Bucht vor Fredvang mit seinen Brücken bekommen möchten, steigen wir noch auf die dritte Erhebung.

Das ist die vielleicht schwierigste Stelle der Tour, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind nötig – ebenso eventuell auch ein kurzer Einsatz der Hände, denn der Aufstieg ist sehr steil. Hier ist also Vorsicht geboten.

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Die markante Spitze des Volandstind

Und dann endlich stehen wir auf der kleinen Gipfelfläche, die sehr exponiert an fast allen Seiten steil abbricht. Ein beeindruckender Ausblick auf das türkisfarbene Wasser, die Berge um uns herum und in die Bucht von Ramberg.

Nach einer ausgiebigen Gipfelpause mit einer Zimtschnecke, die bei uns auf den Lofoten auf dem Gipfel schon fast zur Tradition geworden ist, geht es über denselben Weg wieder zurück zum Parkplatz.

Am Ziel habe gibt es als Belohnung eine Zimtschnecke.

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Cover-Reiseguide-Lofoten-Produktbild

Fakten, GPX Daten und Details der Wanderung auf den Volandstind

SKJELFJORD / FLAKSTADØY

ETWA 3 STUNDEN

GESAMT 5,1 KILOMETER

476 HÖHENMETER

MITTEL

DOWNLOAD GPX DATEN

Höhenprofil dieser Wanderung
Beste Zeit für diese Wanderung: Sommer (Juni – September)
Ausgangspunkt Koordinaten: 68.064194, 13.194250 
Übernachtungstipp: Übernachten kann man zum Beispiel auf dem nahegelegenen Campingplatz Fredvang
Empfohlene Ausstattung und Ausrüstung: Wanderstiefel, Regenponchos, Wanderstöcke (für sie | für ihn), Proviant, zusätzliche warme Kleidung, Stirnlampen
Sonstige Hinweise: Wetterveränderungen unbedingt im Blick behalten, Nebelbildung ist nicht unüblich
Einstufung der Schwierigkeit dieser Wanderung: Alle Kriterien und Details zur Einstufung findet ihr in unserem Beitrag mit allen Informationen über Wanderungen in Norwegen

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Lofoten & Versterålen – 60 Touren

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Autor / Autoren:

Julia Mrozek

Ich bin Julia, und ich habe es vor allem in den letzten Jahren geschafft, drei meiner größten Interessen und Leidenschaften zu verbinden: Fotografieren, Wandern und die nördlichen Länder zu erkunden. Länder wie die in Skandinavien, Island, Kanada, aber auch die kargen Berglandschaften der Alpen faszinieren mich besonders. Seit 2015 habe ich es bereits drei Mal nach Norwegen geschafft, neben einem Roadtrip im hohen Norden auch zwei Mal auf die Lofoten. Inzwischen fotografiere ich meine Touren nicht nur, sondern filme sie auch, möglichst in fotografischer Qualität, und möchte auf Youtube Eindrücke meiner Touren vermitteln, die dem Zuschauer helfen, sich selbst ein Bild einer Wanderung zu machen: die Wege, die Schwierigkeiten, die Aussichten auf dem Weg und natürlich am Ziel.

1 Kommentar

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  • Hallo Julia,
    wir haben ja die Videos gesehen, waren ja echt super. Und jetzt hier noch auf dem Blog mit den super tollen Bildern. Da will man eigentlich nur direkt hin. Sehr schön beschrieben. Topp. Liebe Grüße Sarah und Marco von Strauchs Wanderlust

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