NORDLANDBLOG

Unsere ersten Eindrücke von der DJI Drohne Phantom 4

Bild einer Drohne Phantom 4 von DJI (Testbericht Nordlandblog)

Wir haben die Drohne Phantom 4 (Quadrocopter) vom populären Hersteller DJI ausgiebig in Norwegen getestet und berichten hier über alle Vor- und Nachteile

Eigentlich ist es mit neuen Technologien fast immer das Gleiche: Sie polarisieren und führen zwangsläufig zu den bekannten Diskussionen, ob und warum man bisher auch ohne  diese Erfindungen ausgekommen ist oder es diese neuen Dinge überhaupt braucht….

Bild von einer Drohne. Phantom 4 von DJI.
Ein Wunderwerk der Technik

Wenn es dann dabei noch um Drohnen geht, wird die Diskussion darum oft noch intensiver und emotionaler, weil bereits jetzt erkennbar ist, dass hier eine Technologie in den nächsten Jahren einmal mehr unser Leben maßgeblich beeinflussen wird und bereits heute, nach kurzer Zeit, kaum noch aus dem Alltag wegzudenken ist. Ob Paket-Lieferungen, Immobilienaufnahmen aus der Luft oder wissenschaftliche Einsätze – alles scheint mit Drohnen möglich.

Auch wir waren bis vor Kurzem mit unserem klassischen Equipment zufrieden und haben eine Drohne nie wirklich vermisst – bis zu jenem Tag, als wir das erste Mal testweise eine DJI Inspire fliegen konnten und anschließend unsere ersten Aufnahmen mit einem leihweise überlassenen Phantom 4 gemacht haben: Danach waren wir infiziert und können hier nur ausdrücklich vor der Suchtgefahr warnen….

Die intelligenten Flugfunktionen führen dazu, dass man einerseits problemlos mit der Drohne klarkommt und andererseits vollkommen neue Möglichkeiten und Perspektiven im Bereich der Foto- und Videografie eröffnet werden. Das möchten wir wirklich nie wieder missen….

Steigen wir ein ! Hier folgen vorab unserer Erfahrungen in einer schnellen Übersicht:

PLUS

  • einfach zu fliegen und zu bedienen – gutes Handling
  • tolle Verarbeitung
  • erstaunlich gute Bild- & Tonqualität bei guten Lichtverhältnissen
  • präzises Schweben
  • Kamera ermöglicht tolle Videos in 4K bei 30 fps (Bilder je Sekunde)

MINUS

  • erste Inbetriebnahme verbunden mit vielen Firmware-Updates
  • ausgeprägte Kälteempfindlichkeit der Akkus
  • Kamera benötigt für gute Aufnahmen optimale Lichtbedingungen

 

Ein Foto von der Drohne von DJI noch in der Verpackung.
WOW – ganz schön klein

Vorstellen wollen wir euch heute den Phantom 4 vom führenden Anbieter in dem Segment, der chinesischen Firma DJI. Der Phantom 4 ist ein Modell aus dem mittleren Preissegment mit einer integrierten 12 Megapixel Kamera, die sogar Videos in 4 K aufnehmen kann. Als sogenannter Quadrocopter (4 Propeller) ist der Phantom 4 einfach und sicher zu fliegen.

Im Modelljahr 2017 wurde die Phantom 4 Serie um die Modelle Phantom 4 Pro (mit 20 Megapixel Kamera und einem verbesserten Antikollisions-System) und Phantom 4 Pro Plus (mit einem 5,5 Zoll Display im Controller) erweitert. Die Preise reichen damit von ca. 1200.- € bis zu knapp 2000.- € – je nach Wunsch und Ausstattung.

Der Quadrocopter kommt in einer an-sprechenden Premiumverpackung daher, die in Optik und Haptik dem Anspruch der Marke mit dem angebissenen Apfel in nichts nachsteht… Nach dem Entfernen der Umverpackung hält man ein recht stabiles Transport-Case aus Kunststoff in den Händen.

Foto von der neu ausgepackt und noch ohne montierte Flügel.
Die Spannung steigt

Geliefert wird die Drohne mit einem umfangreichen Zubehör: Ladegerät, Ladekabel, Akku, Transportkoffer, Ersatzpropeller, Gimbal- und Kameraschutz für den Transport, microUSB – USB-Kabel, 16 Gigabyte microSD-Karte, USB-OTG-Kabel und Fernsteuerung. Damit benötigt man nur noch ein Smartphone oder Tablett als Controller und für die ersten Firmware-Updates eine Internetverbindung. Wenn die Akkus das erste Mal geladen sind, bei DJI ein Account eingerichtet und die unweigerlichen Firmware-Updates durchgeführt sind, geht es noch an die ersten grundlegenden Einstellungen in der DJI App. Noch schnell die Flügel montiert (die dunkel markierten Flügel auf die ebenfalls dunkel markierten Motoren und die silbernen Flügel entgegengesetzt) und dann kann es auch schon losgehen:
Sobald die Motoren surren, schlägt unser Herz höher – gleich kann / wird er abheben….

Dieses Foto zeigt die montierten Flügel und die leuchtenden Positionslichter der Drohne.
Die Positionslichter leuchten…

Vor dem ersten Flug sollte man sich mit Hilfe der DJI Tutorials auf der Homepage mit der Drohne und den wichtigsten Bedienelementen vertraut gemacht haben. So gibt es bei der ersten Inbetriebnahme in der App auch die Möglichkeit weitere Videotutorials anzuschauen oder in einen Flugsimulator-Modus zu wechseln, in dem man sich mit der Drohne und dem Flugverhalten gut und sicher auseinandersetzen kann.

Zu Beginn ist die Grundeinstellung in der App auf “Beginner Mode” gesetzt, womit zum Beispiel erst einmal Flughöhe, Reichweite und Geschwindigkeit begrenzt sind – eine durchaus sinnvolle Maßnahme, die man nicht vorsätzlich und nicht zu früh außer Kraft setzen sollte….

Dann gilt es freies Terrain zu finden, sicherheitshalber außerhalb von Ortschaften und ohne Menschen oder Tiere zu gefährden, um dann unter Einhaltung der aktuell geltenden Regeln (siehe Übersicht und Link ganz unten) die ersten Flugversuche zu unternehmen.

Wir haben uns eine Waldlichtung in Norwegen ausgesucht, aus übertriebener Vorsicht noch eine Decke ausgelegt (für den perfekten Startplatz 🙂 ) und uns dann wie die Kinder gefreut, als wir das gute Stück in der Luft hatten und uns von oben filmen konnten, aber seht selbst….

In den darauffolgenden Tagen wurden wir souveräner, entfernten den “Anfängermodus” und flogen so immer höher, schneller und weiter. Die Faszination wurde dabei nicht geringer sondern mit jedem Tag stärker. Wir waren und sind immer wieder aufs Neue begeistert, welche ungeahnten Möglichkeiten und Perspektiven sich einem mit dem Phantom 4 bieten. Selbst bei schlechten Witterungsverhältnissen und Windgeschwindigkeiten von 8m/s konnten wir noch problemlos fliegen und aufnehmen, da die Konstruktion ein derart stabiles Flugverhalten ermöglicht.

Der Gimbal (Aufhängung) für die Kamera mit seiner 3-Achsen-Stabilisierung liefert dabei erstaunliche Ergebnisse und demonstriert eindrucksvoll, warum DJI in diesem technologischen Umfeld führend ist. Bei entsprechend professionellen Flugmanövern und guter Kameraführung entsteht damit bereits ein Feeling und ein Style in den Videos, den man nur sehr viel teureren Systemen oder eben den Profis aus Hollywood zutraut. Wahnsinn !!

Sonnenaufgang über der Hüttensiedlung mit der Drohne aufgenommen
Sonnenaufgang mit der Drohne aufgenommen

Zu empfehlen ist in jedem Fall, die Standbilder im Adobe DNG Format aufzunehmen, um zumindest ausreichendes Rohdatenmaterial für die Entwicklung und kleine Korrekturen  in Lightroom oder anderen Programmen zu haben. Die Kamera liefert aus unserer Sicht für diese Preisklasse beeindruckende und wirklich sehenswerte Ergebnisse, kommt aber zwangsläufig aufgrund der Sensorgröße als auch der einfachen Optik bei schlechteren Lichtverhältnissen mit ihrem Dynamikumfang als auch dem Rauschverhalten schnell an ihre Grenzen. Aber dafür gibt es ja die bereits eingangs erwähnte Variante Phantom 4 Pro mit der etwas besseren Kamera am Gerät.

Ein Photo, aufgenommen mit der Drohne von DJI. Das Modell Phantom 4 läßt sich sehr leicht fliegen.
Leichte Steuerung ist garantiert

Von den Flugeigenschaften sind wir restlos begeistert und werden dazu in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich noch viele Anwendungen, Einsätze und Manöver ausprobieren – eventuell auch für eine Fortsetzung dieses Blogs.

Zu den technischen Daten des Phantom 4:

Fluggerät

  • Gewicht (+ Akku & Propellern): 1380 g
  • Diagonale Größe (Ohne Propeller): 350 mm
  • Max. Steiggeschwindigkeit S-Modus: 6 m/s
  • Max. Sinkgeschwindigkeit S-Modus: 4 m/s
  • Max. Fluggeschwindigkeit S-Modus: 20 m/s
  • Max. Höhe über NN: 6000 m
  • Max. Flugzeit: ca. 28 Minuten
  • Betriebstemperatur:  0° bis 40°C
  • Positionsbestimmung: GPS/GLONASSFoto von der Flugbereiten Drohne DJI Phantom 4.
  • Die Drohne ist mit der App auf unserem Tablett verbunden und nach einigen grundlegenden Einstellungen (Aufnahmeformate, Aufnahmequalität, GPS etc.) kann bereits nach kurzer Zeit mit den Vorbereitungen für den ersten Flug begonnen werden.

Kamera

  • Sensor:  1/2.3” CMOS
  • Effektive Pixel: 12,4 M
  • Objektiv Sichtfeld: (FOV) 94° 20 mm (entspricht 35-mm-Format)
  • f/2.8 Fokus bis ∞
  • ISO-Bereich: 100-3200 (video) 100-1600 (photo)
  • Elektronischer Verschluss: 8 – 1/8000 s
  • Max. Bildgröße: 4000×3000 PixelVideoaufnahmemodi UHD:4096×2160 (4K) 24 / 25p3840×2160 (4K) 24 / 25 / 30p2704×1520 (2.7K) 24 / 25 / 30p
  • Videoaufnahmemodi FHD: 1920×1080 24 / 25 / 30 / 48 / 50 / 60 / 120p
  • Videoaufnahmemodi HD: 1280×720 24 / 25 / 30 / 48 / 50 / 60pMax.
  • Video-Bitrate: 60 MbpsUnterstützte Dateisysteme: FAT32 (≤32 GB); exFAT (>32 GB)
  • Foto:  JPEG, DNG (RAW)
  • Video:  MP4, MOV (MPEG-4 AVC/H.264)
  • Unterstützte SD-Speicherkarten:  Micro-SDMax.
  • Kapazität: 64GB
 

Folgt uns mit unseren ersten Testaufnahmen in die unendliche Weite der vielleicht letzten echten Wildnis in Europa – der Femundsmarka, im Osten von Norwegen

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Fazit: Wer sich ernsthaft mit der Anschaffung einer Drohne beschäftigt, um Foto- und / oder Videoaufnahmen in guter Qualität zu realisieren oder einfach sein Portfolio in diesem Bereich erweitern möchte, kommt nicht umhin, sich ernsthaft mit dem Phantom 4 von DJI auseinanderzusetzen. Gerade durch die Erweiterung der Produktfamilie mit weiteren Modellen, gibt es das Einsteigermodell in diese Liga, den klassischen Phantom 4 zwischenzeitlich öfter in den einschlägigen Angeboten der großen Händler. Auch wenn sich diese Drohne kinderleicht fliegt und bedienen lässt, ist sie weit mehr als nur ein nettes Spielzeug. Für uns ist sie vielmehr die Chance, sich neue Räume und Perspektiven zu schaffen und daraus Bilder und Filme entstehen zu lassen, die es so nicht geben würde oder geben könnte. Gerade die geplante neuen und erstmals klaren Vorschriften zum Umgang mit Drohnen bieten dem privaten Anwender für die Zukunft mehr Rechtssicherheit, so das einer Anschaffung
dieses tollen Gerätes nichts mehr im Wege steht.

Dafür gibt es von uns die volle Punktzahl und damit unsere fünf Sterne:

Bild mit fünf Sternen zur Bewertung

Service: Auf der nachfolgenden Übersicht aus dem aktuellen Flyer des Bundesministeriums für Verkehr seht Ihr in gut strukturierter Form die Neuregelungen 2017 und damit die generellen Vorschriften für den Betrieb von Drohnen in Deutschland. Weiterführende Details und Informationen erhaltet ihr über den unten folgenden Link direkt auf die Homepage des BMVI. In den skandinavischen Ländern gelten davon abweichende Vorschriften und Regelungen.
Das Bild zeigt die deutsche DrohnenverordnungCopyright: PDF-Flyer des BMVI 2017 / Originaldatei zu erhalten auf: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html

Für die hier beschriebenen Erfahrungen und Einschätzungen wurde uns zu Testzwecken ein Phantom 4 leihweise überlassen. Unabhängig davon gibt dieser Blogbeitrag unsere unabhängige, kritische und jederzeit objektive Meinung wieder.

LINK ZUR HOMEPAGE DER DISTRIBUTION

LINK ZUR ÜBERSICHT MIT DEN GEPLANTEN RECHTLICHEN VORGABEN FÜR DEN BETRIEB VON DROHNEN

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Conny und Sirko

Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

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