Wer mit dem Camper durch Norwegen reist, sucht oft mehr als nur einen Parkplatz für die Nacht. Man will in das Land eintauchen, die Menschen kennenlernen und den Moment genießen. Genau hier setzt die großartige Idee von Nortrip an – mit derzeit mehr als 200 exklusiven Stellplätzen bei Gastgebern, die mehr bieten als nur einen Platz mit Aussicht. Es geht um Begegnungen, um Geschichten, um echten Genuss und um ein Norwegen, wie man es in keinem Reiseführer findet.
In diesem Beitrag nehmen wir euch mit hinter die Kulissen von Nortrip, zeigen, was das Konzept so besonders macht und stellen euch einige unserer Lieblingsstellplätze vor.
Selbst im dünn besiedelten Skandinavien führt der anhaltende Campingboom während der Hauptsaison mittlerweile zu teils überfüllten Campingplätzen und zunehmenden Einschränkungen, einschließlich zahlreicher Verbote des bislang zumindest geduldeten Wildcampens. Wer Norwegen weiterhin abseits klassischer Campingplätze und intensiv erleben möchte, braucht deshalb immer öfter gute Alternativen.

Genau deshalb bietet das norwegische Stellplatz-Konzept von Nortrip ganz neue Möglichkeiten des Reisens, indem es Wohnmobil-Reisende mit lokalen Gastgebern zusammenbringt. Hinter der Idee steckt das bewährte Prinzip von France Passion, das bereits seit 1993 in Frankreich erfolgreich Landwirte, Winzer und Manufakturen mit Reisenden zusammenbringt. Seither ist es europaweit gewachsen – als Landvergnügen in Deutschland, Pintrip in Dänemark oder Brit Stops in Großbritannien.
Seit 2020 gibt es mit Nortrip nun endlich auch ein dementsprechendes norwegisches Angebot mit inzwischen mehr als 200 Gastgebern im ganzen Land. Diese bieten zumeist ländliche Stellplätze – exklusiv für Nortrip-Mitglieder – auf Bauernhöfen, bei kleinen Manufakturen, Museen, Restaurants, Destillerien oder Brauereien. Und mit dem Launch von Nortrip Schweden 2025 ist das Netzwerk nun auch über die Landesgrenzen hinaus gewachsen.

So funktioniert Nortrip
Nortrip funktioniert über eine kostenpflichtige Jahresmitgliedschaft – vergleichbar mit einem Club für alle, die Norwegen ganz individuell und intensiv erleben möchten. Mit dem Erwerb einer Jahres-Mitgliedschaft erhaltet ihr nicht nur das Recht, die darauffolgenden 365 Tage auf den Nortrip-Stellplätzen eine Nacht kostenlos zu übernachten, sondern fortan auch Zugang zur Nortrip-App. Diese erweist sich regelmäßig als unverzichtbarer Begleiter auf Wohnmobil-Reisen in Norwegen.
In der App könnt ihr gezielt nach Stellplätzen in eurer Umgebung suchen und nach Merkmalen (z.B. “Hunde erlaubt”) filtern. Zudem gibt es zu allen 200 Gastgebern alle relevanten Details und auch Bewertungen. Seit Kurzem besteht sogar die Möglichkeit, bei vielen Gastgebern einen Stellplatz unkompliziert direkt über die App zu reservieren – meist am selben Tag, ganz entspannt am Nachmittag vor der geplanten Ankunft.
Darüber hinaus sind in der App beispielsweise alle 18 offiziellen norwegischen Landschaftsrouten integriert – ebenso wie nahezu sämtliche norwegische Entsorgungsstationen für Schwarzwasser und Grauwasser. Ein echter Mehrwert für alle, die autark unterwegs sind und dennoch gut planen wollen.

Weitere Extras wie Strom, Frühstück oder eine Dusche bieten viele Gastgeber ganz individuell an. Zumeist wird dann eine kleine Gebühr fällig, oft reicht aber auch ein Lächeln oder ein nettes Gespräch … Generell gibt es keinen Konsumzwang. Wer möchte, kann regionale Produkte – wie leckere Zimtschnecken zum Frühstück – probieren oder sich für den Hof beziehungsweise die Angebote interessieren, muss aber nicht.
Nortrip Gastgeber
Gratis Parkplätze
24 Stunden bleiben
Einzigartige Erlebnisse
Nortrip Abonnement
Digitale Mitgliedschaft
365 Tage
Sofort Zugang
Nortrip App
IOS, Android und Web
Mit Suchfunktion
Infos und Navigation
Mittlerweile wurde das Angebot auch für Reisende mit Dachzelt oder Wohnwagen ausgebaut, sodass mittlerweile gut die Hälfte der Gastgeber entsprechende Stellplätze sowie die dafür notwendige Infrastruktur anbieten.

Die Vorteile auf einen Blick – oder besser gesagt: auf einen Stellplatz
Was Nortrip so besonders macht, lässt sich nicht nur in Zahlen messen, sondern vor allem in Momenten. In der Stille einer abgelegenen Molkerei im nordnorwegischen Pasvikdalen. Im Duft von frisch gebackenen Zimtschnecken aus einer kleinen Hofbäckerei bei Trondheim. Oder im Lächeln der Gastgeberin, die am Abend noch ein paar frische Eier vorbeibringt.

Und trotzdem lohnt sich auch der nüchterne Blick: Über 200 Gastgeber in ganz Norwegen öffnen ihre Höfe, Brauereien, Ateliers oder Gärten für euch – ohne zusätzliche Übernachtungskosten. Die Stellplätze sind exklusiv für Mitglieder, meist ruhig gelegen, umgeben von Natur und doch nah dran am echten Leben im Land.
Viele Plätze sind auch für große Wohnmobile geeignet, zahlreiche Gastgeber erlauben Hunde und wer mit Dachzelt oder Wohnwagen unterwegs ist, wird ebenfalls fündig. Die Nortrip-App hilft dabei, ganz bequem den passenden Platz zu finden, je nach Fahrzeuggröße, Ausstattung oder Vorlieben.

Statt Gedränge auf dem Campingplatz erwartet euch hier ein kleines Stück echtes Norwegen. Persönlich. Individuell. Und wunderbar unkompliziert. Wir lieben es und stellen daher im nächsten Absatz unsere Nortrip-Favoriten vor.
Unsere Erfahrungen mit Nortrip – unterwegs und angekommen
Was uns an Nortrip von Anfang an gefallen hat? Dass man selbst in den entlegensten Ecken Norwegens plötzlich das Gefühl bekommt, angekommen zu sein. Oft waren es ganz einfache Plätze, irgendwo im Nirgendwo – aber immer mit dem Gefühl, dass man willkommen ist.
Wir haben bei Nortrip nicht nur gut gestanden, sondern viele Menschen kennengelernt, die ihre Höfe, ihre Produkte, ihr Stück Norwegen mit uns geteilt haben. Und genau das macht das Reisen mit Nortrip für uns so besonders: Es geht nicht nur darum, wo man übernachtet – sondern darum, wem man dabei begegnet.

Deshalb waren es meistens die Gastgeber, die den Unterschied gemacht und uns oft fernab unserer Heimat ein Zuhause auf Zeit gegeben haben. Manchmal gab’s ein frisches Bier, ein Stück hausgemachten Kuchen oder einfach nur ein nettes Gespräch inklusive einiger unbezahlbarer Tipps abseits der ausgetretenen Pfade. Und nicht selten endete der Tag mit einem wirklich guten Essen – sei es im samischen Restaurant Sámi Siida bei einem Rentier-Schnitzel oder unglaublich leckeren Dorschzungen in einem Hafenrestaurant an der Barentsee.
Gerade in der Nebensaison, speziell auf unseren Winterreisen mit dem Wohnmobil, haben wir Nortrip besonders schätzen gelernt. Wenn reguläre Campingplätze längst geschlossen sind, finden sich über die App trotzdem verlässliche Stellplätze.

Im Laufe der Jahre haben wir viele dieser Plätze besucht und die folgenden Gastgeber sind uns in besonderer, teils herzlicher Erinnerung geblieben:
Restaurant Sámi Siida in Alta

Authentisch samisches Abenteuer: Wer bei Sámi Siida anhält, kann eine Nacht auf dem Gelände verbringen und tagsüber tief in die samische Kultur eintauchen. Zudem lockt ein kleines samisches Restaurant mit Rentier- und Lachsgerichten.
Leuchtturm und Restaurant Tranøy Fyr

Ein traumhaft gelegener Stellplatz mit Blick aufs Meer (Titelbild) direkt am historischen Leuchtturm Tranøy fyr. Wer hier übernachtet, kann im kleinen Restaurant mit regionaler Küche einkehren und spektakuläre Fotos schießen.
Hofbäckerei Eidum bei Trondheim

Ein ruhiger Platz auf dem Land unweit von Trondheim und morgens gibt’s frisches Brot und himmlisch duftende Zimtschnecken direkt vom Hof. Ideal für alle, eine entspannte Zwischenübernachtung unweit der E6 suchen.
Juhls Silberschmiede in Kautokeino

Die berühmte Silberschmiede in der Finnmark kreiert seit 1959 handgemachten Sámi‑Schmuck — ein echtes Highlight für Liebhaber nordischer Kunst und Kultur. Auch im Winter geöffnet und immer einen Besuch wert.
Restaurant Båtsfjord Brygge

Nordnorwegen wie aus dem Bilderbuch: ein Hafen, ein Stellplatz direkt am Wasser und ein Restaurant, das für seine frischen Dorschzungen sowie die Königskrabben bekannt ist. Unbedingt probieren!
Molkerei Øverli im Pasvikdalen

Bauernhof im Pasvikdalen, wo Ivar traditionellen norwegischen Gårdsost herstellt — ideal für alle, die regionalen Käse genießen oder kaufen möchten und ländliche Ruhe suchen.
Adventurecamp Mehamn Nordnorwegen

Wem der Sinn nach Outdoor-Erlebnissen steht, ist bei Vidar genau richtig: Der Campingplatz bietet spannende Touren mit Jetski und Schneemobil sowie für Nortripper eine Gratisnacht obendrauf.
Bauernhof Raaum Gard am Sognefjord

Unbezahlbarer Blick über den Sognefjord inklusive: Auf der Wiese eines traditionellen Hofes übernachtet ihr als Nortrip-Gäste kostenlos – mit Hot Tub, Sauna und Wanderwegen vor der Tür.
Nortrip auch in Schweden
Mittlerweile übernahm Nortrip auch den schwedischen Anbieter Swede Stopp mit etwas mehr als 100 Stellplätzen. Wer auf seinen Roadtrip Norwegen und Schweden bereisen möchte, kann ein Abonnement gleich für beide Länder buchen. Dann kostet die Mitgliedschaft etwa 69 Euro (je nach Umrechnungskurs) und man spart im Vergleich zur einzelnen Buchung dann ungefähr 17 Euro.

EXKLUSIV IM NORDLANDBLOG: BUCHEN UND SPAREN.
Nortrip Norwegen im Überblick:

FAQ: Nortrip im Überblick
Interview mit Bjørnar Valbø, Gründer und Inhaber von Nortrip
Bjørnar Valbø, neben Patrik Alesand und Eivind Briseid einer der Köpfe hinter Nortrip, hat uns im nachfolgenden Interview einige Fragen zu den Hintergründen sowie dem Konzept beantwortet und einen Ausblick gegeben.
Hej Bjørnar, wir freuen uns sehr, dass wir dir einige Fragen zum norwegischen Landvergnügen-Pendant Nortrip stellen dürfen … Kannst du unseren Lesern bitte zunächst die Grundidee und Vorteile des Nortrip-Konzepts erläutern?
Bjørnar: “Der Nortrip-Guide ist der perfekte Begleiter für Wohnmobil- und Wohnwagenreisende, die das authentische Norwegen erkunden möchten. In dem als Buch und App erhältlichen Reiseführer präsentieren wir Nortrip-Gastgeber im ganzen Land, die kostenlose Übernachtungsplätze für eine Nacht zur Verfügung stellen. Diese Gastgeber sind zumeist kleine charmante Unternehmen, die ihren Gästen Einblicke in die norwegische Kultur und Lebensweise ermöglichen.
Ähnliche Konzepte existieren seit den 90er Jahren in Europa, wie France-Passion seit 1993 und Landvergnügen in Deutschland seit 2003. Nortrip beginnt 2024 bereits seine vierte Saison, um diese besondere Art des Reisens zu ermöglichen.”

Für wen ist das Nortrip-Konzept besonders interessant bzw. gedacht?
Bjørnar: “Wir haben sehr gute Rückmeldungen von Reisenden erhalten, die besondere Orte entdeckt haben, von denen sie nicht ahnten, dass sie existieren. Mit dem Nortrip-Guide findet man meist abseits der viel besuchten Touristenmagnete verborgene Schätze und trifft auf nette einheimische Gastgeber, die gern weitere Tipps für die Region geben.
Überdies richtet sich unser Guide speziell an Wohnmobil- und Wohnwagenreisende, die daran interessiert sind, gutes lokales Essen und Trinken zu genießen und neue Orte zu erkunden. Der Nortrip-Guide ist hingegen nicht als Leitfaden für das kostenlose Parken von Wohnmobilen gedacht.”

Welche Unternehmen kann ich neben den klassischen Bauernhöfen unter den Nortrip-Gastgebern finden?
Bjørnar: “Neben Bauernhöfen gibt es bei uns Gastronomiebetriebe (Cafés und Restaurants), Hotels und Pensionen, Museen, Brauereien sowie Destillerien. Daneben haben wir tatsächlich einige Campingplätze, die Nortrippern die erste Übernachtung kostenlos anbieten.”
Was sind deine Erwartungen und Wünsche an die Nortrip-Camper?
Bjørnar: “Wir möchten gern eine Win-win-Situation herstellen. Deshalb hoffen wir natürlich, dass Nortrip-Reisende Interesse an den Produkten und Dienstleistungen haben, die von unseren Gastgebern angeboten werden. Ein Beispiel: Normalerweise isst man jeden Tag zu Abend, und dann ist es für alle Beteiligten wunderbar, in einem charmanten Bauerncafé essen zu können, auf dessen Gelände man übernachten wird.
Wir haben eine Reihe goldener Regeln aufgestellt, um deren Einhaltung wir alle Nortripper im Interesse der Gemeinschaft bitten. Sie sind sowohl in der App als auch im Buch zu finden.”
Die Grundidee hinter Nortrip hat mittlerweile viele begeisterte Unterstützer gefunden. Wie sehen deine Ziele bzw. Prioritäten für die Zukunft aus?
Bjørnar: “Wir sind sehr dankbar für die tolle Resonanz, die Nortrip erhalten hat, und wir arbeiten ständig daran, unser Konzept weiter zu entwickeln und die Angebote auszubauen. Das Gastgeber-Netzwerk wächst stetig und bestand zum Ende der Sommersaison 2025 aus mehr als 200 Anbietern.”














Hallo Conny, hallo Sirko,
wir sind aktuell in Norwegen und haben jetzt Nortrip und was soll ich sagen, es sind tolle Erlebnisse. Man kommt leichter mit den Norwegern ins Gespräch, kommt in Gebiete, wo Tourismus nicht so ausgeprägt ist und kann immer wieder besondere Leckereien erwerben.
Wir werden es wieder kaufen. Danke für den Tipp.
Liebe Grüße Doris
Hallo liebe Conny , lieber Sirko,
ich wollte wissen, ob Hunde bei Nortrip-Stellplätzen erlaubt sind. Wir haben einen kleinen Hund dabei. Bisher haben wir Campingplätze und Stellplätze genutzt, wo es nie Probleme mit einem Hund gab. Das Hunde in Restaurants, etc. nicht erlaubt sind, ist mir bekannt.
Liebe Grüße
Doris
Liebe Doris,
vielen Dank für dein Interesse und die entsprechende – mehr als berechtigte – Nachfrage: Die überwiegende Zahl der Gastgeber akzeptiert Hunde, gerade auch, weil sich die Stellplätze oft in ländlichen Gebieten, auf Bauernhöfen oder vergleichbaren Arealen befinden. In der APP erkennt man an einem Hundesymbol im Voraus perfekt, ob man mit seinem tierischen Begleiter willkommen ist – geht also kein Risiko ein und kann entsprechend planen. Der Vorteil ist, dass man bei den NORTRIP Gastgebern in der Regel meistens fernab der Touristenmassen unterwegs ist und daher auf den Stellplätzen eine entsprechende Ruhe findet.
Liebe Grüße und eine wunderbare Reise für euch,
Conny und Sirko
Das ist ja toll aber da diese Stellplätze nun so stark beworben werden, wird es bald nicht mehr so idyllisch sein.Und es wird nicht mehr nur ein Auto auf den Plätzen stehen-wie auf den schönen Fotos-sondern es wird bald auch total überfüllt sein.Lieben Gruß Christine
Sind die Plätze auch für große Womo geeignet8,5×2,55×3,3?
Kann man die App möglicherweise einmal für den Camper oder für die Familie mit 2 Kindern und deren Kindern kaufen? Eltern 3 Wo Kind 1 2,5 Wo Kind 2 3 Wo nacheinander mit verschiedenen Endgeräten? Lösung? 3 x kaufen ist zu teuer.
Liebe Conny, lieber Sirko,
wieder ein toller und sehr hilfreicher Tipp! Vielen Dank dafür!
Wir haben uns auf eurem Workshop am letzten Sonntag auf dem Globetrotter-Testival in Hamburg/Norderstedt getroffen, wo ihr u.a. auch schon das Nortrip-Angebot vorgestellt habt.
Das war eine tolle Veranstaltung mit wie immer vielen tollen Tipps von euch, die wir auf unserer bevorstehende langen Bulli-Tour durch Skandinavien in diesem Sommer gut gebrauchen können. Wie alles aus dem Nordlandblog!
Viele Grüße aus Hamburg
Reiner und Claudia