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DJI Mavic Pro – ausgepackt und probiert

Bild DJI Drohne Mavic Pro für den Testbericht auf dem Nordlandblog

Wenn der erste Eindruck zählt – der DJI Quadrocopter Mavic Pro

Nachdem wir Ende des vergangenen Jahres bereits unsere ersten Erfahrungen mit dem Quadrocopter Phantom 4 von DJI sammeln konnten, waren wir nunmehr extrem auf das neue Modell Mavic Pro gespannt, welches in etwa die gleiche Preisklasse belegt, aber deutlich kleiner und handlicher sein soll. Als wir dann unser Testgerät zum ersten Mal in der Originalverpackung in der Hand halten, können wir es kaum glauben: In diesem kleinen Karton soll wirklich alles enthalten sein ?

Gedanklich sehen wir die großen Verpackungen vom Inspire oder Phantom 4 vor uns – gepaart mit dem Verständnis, dass so ein Fluggerät und diese Technologie nun einmal gewisse Abmessungen voraussetzen. Und jetzt sollen Netzteil, Controller und die Drohne in diesem Karton sein, in dem man eventuell eher ein Paar Kinderschuhe vermuten würde….

Mavic gegen Karma ?

Nachdem der Hersteller von Actioncams, die amerikanische Firma GoPro, mit dem Quadrocopter Karma im Jahr 2016 seine erste Drohne angekündigt hatte und mit einer besonders kleinen Bauform als auch einigen Ausstattungsdetails die Nische in diesem Marksegment für sich besetzen wollte, kam die Antwort vom Marktführer DJI prompt: Mit dem Mavic Pro setzte er zeitnah ein Zeichen in Hinsicht auf Größe und Eigenschaften. (Unser Vergleichstest Karma vs. Mavic folgt in Kürze)

Bild der DJI Magic Pro direkt nach dem auspacken
Die Grösse des Mavic Pro ist extrem beeindruckend – besonders in Hinsicht seiner Flugeigenschaften und technischen Daten

Wird diese kleine Bauform Nachteile mit sich bringen, werden die Qualität und der Spaßfaktor an den Phantom 4 – der uns restlos begeistert hat – heranreichen ? Wir sind extrem gespannt und entschließen uns, noch vor der Fahrt nach Norwegen, den Mavic Pro auszupacken, zu begutachten und für seinen Einsatz im Norden von Europa vorzubereiten.

Die Angebote

Erhältlich ist der Mavic Pro in der Standard-version derzeit für etwa 1199.- Euro bei allen bekannten Anbietern, nachdem die ersten Lieferengpässe überwunden scheinen. Es gibt zwischenzeitlich noch ein „Pro flight more“ Paket mit Rucksack, zusätzlichen Akkus, einem 12 Volt Autoladegerät und einigem Zubehör mehr – ein Paket, was sich für den ambitionierten Anbieter durchaus lohnen kann….

Kurzfazit

Plus

  • extrem einfach zu fliegen und zu bedienen
  • selbst im Rucksack gut zu transportieren
  • erstaunlich gute Fotoqualität bei normalen Lichtverhältnissen
  • sensationelle Flugeigenschaften- vergleichsweise schnelle und einfache Startvorbereitung
  • fast punktgenaue Landung bei automatischer Rückkehr-Funktion

Minus

  • erste Inbetriebnahme verbunden mit vielen Firmware-Updates
  • Werkseinstellungen für Kamera nicht optimal
  • Videomodus in FullHD keine optimale Encoding-Qualität / in 4K derzeit nur 30 fps möglich
  • Transportsicherung für Kamera-Gimbal etwas hakelig
Bild der fertig installierten DJI Magic Pro in ihrer vollen Schönheit
Irgendwie hat das Teil etwas von einem futuristischen Insekt

In unserem Standardpaket, welches uns freundlicherweise für Testzwecke zur Verfügung gestellt wurde, sind die Drohne, ein Akku, das Ladegerät, der Controller, eine 16 GB SD Karte und ein USB Kabel enthalten.

Wir sind beim Öffnen der Originalverpackung einmal mehr beeindruckt, was DJI in Bezug auf die Bauform geleistet hat: Die exakten Abmessungen mit eingeklappten Rotoren betragen nur 19,8 cm x 8,3 cm x 8,3 cm bei einem Gewicht von nur 743 Gramm. Dabei lassen sich die Rotoren ohne Werkzeug und in Sekundenschnelle auf- und auch wieder einklappen, so das man diese Drohne problemlos fast überall mit hinnehmen kann. Wirklich beeindruckend !!

Die Werte

Im Vergleich zum fast sechs mal größeren Phantom 4, sind dennoch kaum Abstriche bei der Leistung zu machen. Der Mavic Pro kann mit seinen starken Lithium Akku bis zu 27 Minuten fliegen und kehrt, wie bei den anderen DJI Modellen üblich, selbständig zu seinem Startplatz zurück, solange die restliche Ladung dafür noch ausreicht. Aufgrund ihrer aerodynamischen Bauform fliegt der Quadrocopter im Sportmodus bis zu 64 Stundenkilometer schnell – unvorstellbar.

Diese Bauform sorgt aber neben der hohen Geschwindigkeit auch für ein extrem stabiles Flugverhalten, welches sogar das des Phantom 4 übertrifft. So liegt die Drohne selbst bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 38,5km/h noch stabil in der Luft liegen. Das die Reichweite mit den angegebenen sieben Kilometern ebenfalls so gut wie einzigartig in dieser Klasse ist, erscheint dabei fast nur noch als Randnotiz.

Augenscheinlich haben sich die Chinesen mit dieser Drohne der Superlative selbst übertroffen……

Die Inbetriebnahme

Die erste Inbetriebnahme verläuft wie erwartet und zwischenzeitlich auch fast üblich: Firmwareupdates für die Drohne und die App, bevor sich überhaupt etwas tut. Wenn ihn also für die ersten Aufnahmen in die Wildnis ziehen wollt, solltet ihr alle Systeme im Umfeld einer verfügbaren Internetverbindung updaten, da ansonsten eventuell ein Start unmöglich ist.

Jetzt sind wir bereit für unsere Testflüge – auf nach Norwegen….

Bild vom ersten Flug mit der DJI Malik Pro

Der erste Flugversuch mit der DJI Magic Pro

Die Bedingungen an der norwegischen Südküste sind hervorragend und wir können uns mit dem Mavic Pro gleich noch einen Traum erfüllen: Endlich einmal die auf den Schäreninseln vorgelagerten Leuchttürme aufnehmen, an die wir sonst nie herankämen….
Wir wählen einen abgelegenen und zu dieser Zeit noch ungenutzten Campingplatz für unsere ersten Testflüge und Einstellungen – und ab geht es.

Ein wahnsinnig tolles Fluggefühl

Was fällt (uns) sofort auf ? Die Flugeigenschaften sind grandios – anders kann man es nicht bezeichnen. Dieser kleine Quadrocopter reagiert sofort und sehr angenehm auf jeden Steuerungsbefehl der Joysticks auf dem Controller, der ebenfalls angenehm und gefällig in der Hand liegt. Noch mehr erstaunt uns, wie ruhig der Mavic Pro trotz des frischen Windes hier an der Küste in der Luft liegt.

Wir haben hier im Vergleich zum Phantom 4 eigentlich in der Bauform bedingte Nachteile erwartet – aber nein, im Gegenteil: In dem neuen Flight-Autonomy-System des Mavic werden zwei GPS-Streams, Ultraschallsysteme und 5 Kameras benutzt, um die Drohne stabil in der Luft zu halten und das ist den Chinesen echt gelungen. Die Hinderniserkennung ist ebenfalls weiterentwickelt wurden und soll in 15 m Entfernung Hindernisse bei einer Geschwindigkeit von bis zu 36 km/h erkennen – wir werden diesen Punkt später einmal testen….

Vollkommen neu und im ersten Moment gewöhnungsbedürftig ist der werkseitig hinterlegte manuelle Autofocus, den man immer wieder nachjustieren muss, um scharfe Aufnahmen zu erhalten. An und für sich ist das kein Problem, nur war uns diese Einstellung vom Phantom 4 bisher nicht geläufig. Damit wären wir auf bei dem – zumindest für uns – wichtigsten Feld, den Kameraeigenschaften….

Die Bildqualität (Standbild / Fotografie)

Für Fotos wählen wir wie bereits bei dem Phantom 4 von DJI das DNG Format und lassen ansonsten alle werksseitigen Einstellungen unverändert, damit wir so unverfälschte und umfangreiche Daten wie möglich zur späteren Entwicklung in Lightroom erhalten. Aus unserer Erfahrung lassen sich auf diesem Weg tatsächlich die besten Aufnahmen realisieren, da man auf diesem Weg den Dynamikumfang und einige andere Punkte noch korrigieren kann. In jedem Fall sind wir von den ersten Aufnahmen dieser kleinen, fast unscheinbaren Kamera restlos begeistert.

Augenscheinlich muss man sich in Zukunft nur noch für extreme Situationen, den geplanten Ausdruck von Bildern im Großformat und professionelle Anwendungen mit anderen, größeren Drohnen herumschleppen….

Videoaufnahmen mit dem Mavic Pro (Filmaufnahmen)

Nicht so im Videomodus: Hier müssen wir feststellen, dass die werksseitigen Einstellungen eigentlich nicht zu gebrauchen sind. Man hat für einen ersten oberflächlichen Eindruck alle Parameter, insbesondere die Schärfe, so ausgereizt, dass es zu einem grässlichen Kantenflimmern kommt (siehe auch unseren Clip dazu). Erst nachdem wir die Schärfe in den Stiles auf -1 setzen, sind die Ergebnisse akzeptabel. Aber seht selbst:

Bild äug´genommen mit der DJI Mavic Pro die selbst bei schwierig´gen Lichtverhältnissen einen guten Job macht
Auch mit schwierigen Lichtverhältnissen – wie hier beim Sonnenaufgang an Norwegens Südküste – überzeugt die winzige Kamera
Bild aufgenommen mit der DJI Mavic Pro , fantastische Bildqualität zeichnet die kleine Drohne einmal mehr aus
Lindesnes Fyr – einer der wohl bekanntesten Leuchttürme Norwegens. Die Fotoqualität der kleinen Kamera ist fantastisch

Allerdings haben wir bis heute zugegebenermaßen noch nicht unsere Idealeinstellung gefunden: Im FullHD Modus mit 1080P, in dem wir nach wie vor oft und gern arbeiten, ist erkennbar, dass man den Encodingprozess auf Geschwindigkeit optimiert hat, um bessere FPV (FlightPerView) Eigenschaften zu erreichen.

Es geht darum, dass Bildsignal der Kamera so schnell als möglich und ohne Verzögerung für das Fliegen per Display, insbesondere mit der DJI eigenen FPV Brille GOGGLES, zu verarbeiten. Das wäre an und für sich in Ordnung, wenn dann im 4K Modus wenigstens auch 60 fps (Bilder je Sekunde) zur Verfügung stehen würden – aber genau das ist aktuell nicht der Fall und damit aus unserer Sicht das einzige echte Manko.

Man muss sich mit der aktuellen Firmware (Stand Mai 2017) also entscheiden zwischen Videoaufnahmen mit FULL HD 1080p und 60fps aber mit einem qualitativ nicht so guten Encoding (Artefakte und andere Qualitätseinschränkungen) oder eben in der Originalauflösung des eingesetzten SONY Prozessors, in 4K mit zwar mageren, aber ausreichenden 60Mbit/s Datenrate und eben nur 30fps (Bilder pro Sekunde), was aus unserer Sicht nicht eben ganz zeitgemäß ist.


Die technischen Daten des DJI Mavic Pro

FLUGGERÄT

Gewicht (Mit Akku & Propellern): 734 g (ohne Gimbal Abdeckung)
Diagonale Größe (Ohne Propeller): 335 mm
Max. Steiggeschwindigkeit S-Modus: 5 m/s
Max. Sinkgeschwindigkeit S-Modus: 3 m/s
Max. Fluggeschwindigkeit S-Modus: 64,8 Km/h
Max. Höhe über NN: 5000 m
Max. Flugzeit: ca. 27 Minuten
Betriebstemperatur: 0° bis 40°C
Positionsbestimmung: GPS/GLONASS
Akkuladezeit: 60 Minuten

Speicherkarte: MICRO-SD Karte / max. 64 GB Speicherkapazität / Class 10 oder UHS-1

KAMERA

Sensor: 1/2.3” CMOS
Effektive Pixel: 12,35 M
Objektiv Sichtfeld: (FOV) 78,8° 28 mm (entspricht 35-mm-Format)
f/0,5 Fokus bis ∞
ISO-Bereich: 100-3200 (video) 100-1600 (photo)
Max. Bildgröße: 4000×3000 Pixel
Videoaufnahmemodi UHD:
4096×2160 (4K) 24p / 3840×2160 (4K) 24 / 25 / 30p
2704×1520 (2.7K) 24 / 25 / 30p
Videoaufnahmemodi FHD:
1920×1080 24 / 25 / 30 / 48 / 50 / 60 / 96p
Max. Video-Bitrate: 60 Mbps
Foto: JPEG, DNG (RAW)
Video: MP4, MOV (MPEG-4 AVC/H.264)


FOLGT UNS MIT UNSEREN ERSTEN TESTAUFNAHMEN MIT DEM MAVIC PRO AN DIE SÜDKÜSTE VON NORWEGEN, MIT EINER EINZIGARTIGEN KÜSTENLANDSCHAFT UND DEN FASZINIERENDEN LEUCHTTÜRMEN

Music: Dexter Britain – Walking up Instrumental (Quelle: freemusicarchive.com) License: CC BY-NC-SA 3.0 US

Fazit

Auch wenn die kleine Bauform mit den ausklappbaren Flügeln den Gedanken nahelegt: Der Mavic Pro ist bei weitem mehr als nur ein Spielzeug und behauptet sich gut in der Liga und Preisklasse um die 1000 Euro. Gerade für mobile Anwendungen, wenn der Weg zum Einsatzort erst einige Kilometer zu Fuß zurückzulegen ist, empfiehlt sich diese ultraleichte und dennoch leistungsfähige Drohne.

Die Flugeigenschaften und auch die angegebenen Parameter hinsichtlich Reichweite, Geschwindigkeit und Flughöhe sprechen dabei ebenfalls für sich. Die Fotos, die mit der kleinen Kamera aufgenommen werden, entsprechen in etwa der Qualität führender Smartphones, die oft genug – zumindest unter normalen Bedingungen – erstaunlich gute Ergebnisse liefern.

Im DNG Format aufgenommen und in Lightroom entwickelt, sind die Ergebnisse oft genug bemerkenswert gut und aufgrund der besonderen Perspektiven allemal ein Highlight. Im Videobereich muss man jedoch mit einigen Kompromissen leben, auch wenn festzustellen ist, dass auch hier der Mavic Pro vielen anderen Quadrocoptern in diesem Preissegment überlegen ist.

Wer hier eine deutlich bessere Qualität sucht, kommt nicht umhin, sich mit dem Phantom 4 Pro zu beschäftigen, der eine deutlich bessere Kamera mit einem 1 Zoll Sensor mitbringt. Dafür sind dann aber auch noch einige hundert Euroscheine mehr auszugeben. Also, wer Spaß haben möchte, seine Urlaubserlebnisse aus anderen Perspektiven festhalten möchte, eine Drohne im Rucksack mit auf Tour nehmen will und überhaupt in diese faszinierende Welt einsteigt – der sollte sich durchaus ernsthaft mit dem Mavic beschäftigen.

Gerade die geplante neuen und erstmals klaren Vorschriften zum Umgang mit Drohnen bieten dem privaten Anwender für die Zukunft mehr Rechtssicherheit, so das einer Anschaffung dieses tollen Gerätes nichts mehr im Wege steht.
Dafür gibt es von uns die volle Punktzahl und damit unsere fünf Sterne:

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Service

Auf der nachfolgenden Übersicht aus dem aktuellen Flyer des Bundesministeriums für Verkehr seht Ihr in gut strukturierter Form die geplanten Neuregelungen ab dem Herbst 2017 und damit die generellen Vorschriften für den Betrieb von Drohnen in Deutschland. Weiterführende Details und Informationen erhaltet ihr über den unten folgenden Link direkt auf die Homepage des BMVI. In den skandinavischen Ländern gelten davon abweichende und aktuell sehr unterschiedliche Vorschriften und Regelungen.

Bild zur besseren Übersichtlichkeit der Flugregeln mit einer Drohne in DeutschlandCopyright: PDF-Flyer des BMVI 2017 / Originaldatei zu erhalten auf: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html

Link zur deutschen Handelsvertretung / Distribution

Link zur offiziellen Seite mit den Regeln für den Betrieb von Drohnen

Für die hier beschriebenen Erfahrungen und Einschätzungen wurde uns zu Testzwecken ein DJI Mavic Pro leihweise überlassen. Unabhängig davon gibt dieser Blog unsere unabhängige, kritische und jederzeit objektive Meinung wieder.

 

 

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Conny und Sirko

„Ja, wir lieben dieses Land…“- so beginnt die norwegische Nationalhymne, und ja, auch wir – Conny & Sirko – lieben dieses Land, die Einwohner, die grandiose Landschaft, den Frieden und die Ruhe, die wir dort und in ganz Skandinavien finden. Wir waren über zwanzig Mal im Norden unterwegs – zu verschiedenen Zeiten, in vielen Regionen und in allen Variationen. Die Idee für diese Homepage kam uns im letzten Jahr, denn so haben wir die Möglichkeit, uns das permanente Fernweh nach dem Norden von der Seele zu schreiben und euch hoffentlich dafür zur begeistern. Also: Kurs auf Norden !

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