Fotoausrüstung Gastbeitrag

So kannst du mit Objektivfiltern besondere Effekte erzeugen

Objektivfilter bestehen aus Glas oder Kunststoff und sind Aufsätze, welche man entweder vor das Objektiv schraubt oder in spezielle Filterschubladen im hinteren Teil des Objektivs anbringt. Für verschiedenste Anwendungen und Effekte gibt es Unmengen an Filter. Beispielsweise werden Farbfilter wie Rot, Blau oder Grün in der analogen Fotografie eingesetzt, um den Kontrast in der Schwarz-Weiß-Fotografie zu beeinflussen.

In diesem Artikel erfährst du, welche Objektivfilter es gibt und welche besonderen Effekte diese erzeugen können. Außerdem wirst du erfahren, warum sich die Verwendung von Objektivfiltern trotz digitaler Bildbearbeitung noch lohnt.

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Objektivfilter
Objektivfilter bestehen aus Glas oder Kunststoff und werden meist vorne auf das Objektiv geschraubt. (Foto: panmukola0 / Pixabay)

Lohnt sich ein Objektivfilter in der digitalen Fotografie?

In der digitalen Fotografie ist es oft ratsamer, spezielle Effekte am PC nachzubearbeiten, denn bei Digitalkameras werden oft die Sensoren durch die jeweiligen anderen Farben blockiert und die Auflösung wird dadurch reduziert.

Obwohl es in der Digitalfotografie endlos viele Möglichkeiten gibt, um die Fotos zu überarbeiten, gibt es aber immer noch einige Objektivfilter, welche nicht digital nachgestellt werden können.

Welche Objektivfilter gibt es?

Objektivfilter können ganz einfach vorne auf das Objektiv geschraubt werden und erzielen einen tollen Effekt, auch ohne digitaler Nachbearbeitung. Im Folgenden erklären wir welche Filter es gibt und wie diese funktionieren.

UV Filter

Heutzutage sind UV-Filter überflüssig, da alle modernen Objektive hochwertig vergütet sind. Allerdings wird dieser Filter noch oft als Schutz für die Frontlinse verwendet, obwohl dieser auch die Bildqualität negativ beeinflussen kann.

Unter den Obektivfiltern gibt es auch sogenannte UV-Filter.
Gerade auf Reisen werden UV-Filter häufig genutzt, um die Linse des Objektivs zu schützen. (Foto: Pixabay / Pexels.com)

Polarisationsfilter

Verwendet man einen Polfilter, dann verhindert dieser den Lichteinfall von bestimmten Lichtwellen. Dabei werden vor allem unerwünschte Reflexionen unterdrückt, beispielsweise kann man das bei Wasseroberflächen oder glatten Oberflächen sehr gut erkennen. Fotografiert man den Himmel, so hilft der Filter, den Himmel mit Wolken etwas dunkelblauer festzuhalten und den Kontrast zu den Wolken zu verstärken.

Über den Sucher lassen sich die Veränderungen des Polfilters sehr gut beobachten. Der Polfilter wird so lange gedreht bis man den gewünschten Effekt erzielt hat. Durch das Filtern von Streulicht wirkt sich dies auch positiv auf die Farbsättigung aus. Die Fotos sowie deren Farben wirken insgesamt klarer als ohne Filter.

Diesen Objektivfilter nenn man Polarisationsfilter.
(Durch das Filtern von Streulicht wirkt das Fotomotiv bzw. die Farben klarer. (Foto: Victor Koldunov / 123rf.com)

Graufilter

Ein Graufilter (Neutraldichte-Filter) reduziert die einfallende Lichtmenge, ansonsten verhalten sich diese farbneutral. Diese Filter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und sie tragen die Bezeichnung N1 bis N4 oder 10, 100, 1000. Dabei gibt diese Benennung an, um wie viele Blenden die Lichtmenge reduziert wird. Eine Blende entspricht N1 oder 10, drei Blenden hingegen bedeuten N3 bzw.1000.

Lässt die Lichtmenge nur eine kurze Verschlusszeit zu, die Bildgestaltung erfordert aber eine lange Verschlusszeit, dann wird ein Graufilter eingesetzt. Vor allem in der Natur- und Streetfotografie wird dieser Filter häufig verwendet.

Je stärker der Graufilter, desto mehr Bewegungsunschärfe ist möglich. Zum Beispiel ist es bei Architekturaufnahmen möglich, dass man vorbeigehende Menschen komplett ausblenden kann oder Bäche und Flüsse zu einem unscharfen Nebel werden.

Bei Graufiltern gibt es viele Punkte zu beachten, einen Vergleich von ND-Filter vor dem Kauf ist äußerst ratsam.

ND-Objektivfilter
Durch den ND-Filter (Graufilter) wird das Wasser zu einem unscharfen Nebel. (Foto: INKIE / Pixabay)

Verlaufsfilter

Verlaufsfilter funktionieren wie Graufilter, allerdings wird nicht die gesamte Filterfläche eingefärbt. Der gefärbte Teil geht in einem sanften Verlauf in einen ungefärbten Teil über. Grauverlaufsfilter werden vor allem in der Landschaftsfotografie häufig verwendet, da es häufig zu großen Helligkeitsunterschieden kommt.

Ist der Himmel richtig beleuchtet, so kommt es zu einem viel zu dunklen Vordergrund. Ist der Vordergrund hingegen richtig beleuchtet, so wird der Himmel zu hell wiedergegeben. Durch den Verlaufsfilter können diese Kontraste ausgeglichen werden.

Man könnte die richtige Belichtung auch mit digitaler Bildbearbeitung ausgleichen, indem man zwei Aufnahmen macht. Einmal mit dem korrekt beleuchtetem Himmel und einmal mit korrekt belichteter Landschaft und später werden beide Fotos zusammengefügt. Dies funktioniert allerdings nur mit statischen Motiven und enormen Aufwand in der Nachbearbeitung. Durch den Filter kann man diesem Prozedere ausweichen.

Verlaufsfilter
Der Verlaufsfilter sorgt für eine optimale Belichtung und gleicht Helligkeitsunterschiede in einem Bild aus. (Foto: Joshua_seajw92 / Pixabay)

Fazit

Wie man in diesem Beitrag erkennen kann sind Objektivfilter für spezielle Effekte auch in Zeiten der digitalen Fotografie und Nachbearbeitung von großer Bedeutung. Beispielsweise kann man sich durch die Verwendung von einem Verlaufsfilter viel Zeit in der Nachbearbeitung der Bilder ersparen. Außerdem sieht man bei der Verwendung der Filter auch gleich das Ergebnis durch den Sucher der Kamera, was natürlich auch ein großer Vorteil ist.

Literaturtipp*

Fotografieren für Einsteiger

Der Fotokurs für Anfänger mit der Spiegelreflex-, System- und Kompaktkamera

Die Digitale Fotografie

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Autor / Autoren:

Alexander Eser

Alexander Eser

Alexander ist freier Autor und Online-Unternehmer, der in verschiedenen Gastbeiträgen Themen aus unterschiedlichen Bereichen aufgreift.

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