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Besuch im Schloss Egeskov auf der Insel Fünen (Dänemark)

Bild vom Schloss Fünen in Dänemark.

Auf der wunderschönen dänischen Ostseeinsel Fünen liegt das Märchenschloss Egeskov. Gastautorin Heike berichtet von ihren Erlebnissen und Eindrücken während ihres Besuches im Schloss mit seinem berühmten Garten und den zahlreichen Museen. Außerdem erfahrt ihr, was es mit dem Holzmännchen im Schlossturm auf sich hat….

Das Schloss Egeskov auf Fünen

„Seit 460 Jahren liegt Egeskov in landschaftlich reizvoller Umgebung im Süden der Insel Fünen. Der Name Egeskov stammt ursprünglich von einem Hof gleichen Namens. Heute ist Egeskov als Europas besterhaltene Wasserburg bekannt. Schloss Egeskov, das Gebäude, wie wir es heute sehen, wurde von Frands Brockenhus erbaut und 1554 fertig gestellt. In den mehr als vierhundert vergangenen Jahren wohnten hier verschiedene Geschlechter. 1784 wurde Egeskov an Henrik Bille verkauft, dessen Nachkommen es noch heute besitzen. 1962 öffnete das Schloss seine Türen für die Öffentlichkeit – für einen Tag mit der Familie in abenteuerlicher Umgebung.“

Blick auf das Schloss Egeskov in Dänemark.
Das imposante Schloss Egeskov

Mit großen Erwartungen betreten wir die riesige Schlossanlage. Wir sind überrascht von der Vielfalt der Möglichkeiten, die hier laut Wegweiser geboten werden. Unmittelbar hinter der schmucklosen Eingangshalle befindet sich ein riesiger toller Spielplatz mit Baumwipfelpfad. Wir passierten diesen, um dann an der kleinen alten Schmiede einen Orientierungsstop einzulegen. Schon der Anblick der riesigen Hallen und der Ausblick auf das Schloss löste bei uns Begeisterung aus. Das Schloss liegt hinter einem Teich und einer Wiese majestätisch in der Landschaft. Manchmal werden Märchen wahr…

Auf Entdeckungstour durch das Schlossgelände

Wir begannen unsere Tour mit dem Falckmuseum. In zwei riesigen Hallen sahen wir eine große Sammlung von Rettungsfahrzeugen von 1906 bis heute. Plank geputzt leuchtete das Rot der Feuerwehren und begeisterte sogar mich. So eine Ausstellung, so eine Vielzahl an Rettungsfahrzeugen, hatten wir noch nie gesehen. Danach brauchten wir erst einmal eine Pause, auf einer der zahlreich vorhandenen Sitzgelegenheiten.

Auf ging es in die dritte riesige Halle. Schon beim Eintritt in die Halle waren wir geplättet. Von der Decke hängend, also schwebend, waren hier reihenweise Motorräder zu bestaunen. „Zu sehen ist alles – von Unikaten bis hin zu Maschinen, die bei den meisten Männern ab 40 Jungenträume wahr werden lassen.“ (zitiert aus den Prospekten des Schlosses) Wir sahen Motorräder aus 80 Jahren Geschichte und 38 Marken. Die alten Harley – Davidsons waren unser persönlicher Hit.

Das Oldtimer-Museum im Schloss

Jetzt war das Oldtimermuseum an der Reihe. Oh mein Gott – Männerträume wurden wahr. Aber selbst ich, als Frau konnte meine Begeisterung auch nicht verbergen. Oldtimer, gut erhalten und restauriert vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 80ziger Jahre. Eine alte Autowerkstatt, alte Emailleschilder und ein Selfiefotostand komplettierten die Ausstellung. Am Ende der Halle fanden wir auch ein paar alte Rennflitzer. Ein Oldtimer – Selfie von uns haben wir natürlich auch gemacht und sofort an die Kinder geschickt.

Gegenüber der Oldtimerhalle besuchten wir danach die „neuere“ alte Zeit. Hier sahen wir Fahrräder von 1860 bis 1900, vom Einrad bis Dreirad und die passend bekleideten Modepuppen dazu, in einer Stadtkulisse. Darüber hinaus bestaunten wir das „Zurück in die Zukunft“ – Auto, den DeLorean DMC – 12 von 1981, den Aston Martin DBS mit dem auch James Bond im Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ unterwegs war, einen Renault Caravelle und einen Ferrari 308. Einen alten Kaufmannsladen gab es auch zu sehen.

Wir brauchen erst einmal eine Pause

Unser Füße waren platt, der Rück schmerzte und wir hatten Hunger. Unsere Picknicktasche war, für uns unerreichbar, im Auto. Was nun? Wir setzten uns in das Schlosscafé, das schön gestaltete Gartenplätze bietet. Ein leckeres Stück Torte und eine Tasse Kaffee besänftigte unseren Hunger.

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Das Schloss ist umgeben von herrlichen Blumen in dem riesigen Garten

Die Zeit war viel zu schnell verronnen und wir wollten unbedingt noch in das Schloss. Von den Gartenanlagen haben wir deshalb nicht viel gesehen. Dabei sind diese sehr populär und sogar ausgezeichnet: „Egeskov erhielt in 2012 Europa Garden Award. CNN präsentiert den Schlosspark von Egeskov als einen der 12 schönsten Garten der Welt“. Es gibt 16 verschiedene Themengärten in der Schlossanlage. Nur einem davon haben wir, auf dem Weg zu Schloss, einen kurzen Besuch abgestattet. Hinter dem Schlosscafé, versteckt hinter übermannsgroßen Hecken bestaunten wir die Farbenpracht von Geranien.

Endlich geht es ins Schloss

Das Schloss empfängt uns mit seiner prachtvollen Gestalt. In zwei Etagen und auf dem Dachboden konnten wir uns umsehen. Wir wandelten durch Jagdzimmer, das gelbe Zimmer, Rittersaal, Rigborgstube, wilhelminische Stube, Musikzimmer, Turmzimmer, Admiralsstube und den Speicher mit seinen verschiedenen Ausstellungen.

Es gab viel zu sehen und zu schauen: Jagdtrophähen, Bilder, Fotos, Nippes, Teppiche, Chippendale-Möbel und holländische Möbel, japanische Vasen und altes Familienporzellan. Die Ausstellungen auf dem Speicher fanden wir nicht so interessant. Wir bestaunten den Titanias Palast: „…das wahrscheinlich märchenhafteste Puppenhaus der Welt. Titanias Palast, wurde vom englischen Maler und Offizier Sir Nevile Wilkinson und einem Stab hervorragender Handwerker gebaut. Sir Neviles kleine Tochter Guendolen hatte sich von ihrem Vater ein Haus für die Elfchen gewünscht, die sie draußen im Garten gesehen hatte“.

Wir bewunderten die Papierpuppe Augusta Snorifass: „Der Geschichtenschreiber Hans Christian Andersen entwarf 1860 eine kleine Anziehpuppe. Er nannte Sie Augusta Snorifass. Eine seiner größten persönlichen Leidenschaften war es, kleine märchenhafte Papierschnitte auszuschneiden, während er den Kindern fantasievolle Geschichten erzählte. H. C. Andersen hatte immer seine Schere bei sich. Augusta Snorifass wurde 1860 entwickelt, Ihr Kopf ist ein fotografischer Ausschnitt und sie verfügt über eine komplette Garderobe von über 44 Teilen.“

Zum Schluss fanden wir auf dem Speicher das Holzmännchen. Es liegt unter der Turmspitze auf einem Kissen. Von ihm wird erzählt, dass, wenn man es von seinem Platz entfernt, das Schloss in der Weihnachtsnacht im Wassergraben versinkt.

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So endet unser Schlossbesuch wie ein Märchen: „… und wenn das Holzmännchen keiner holt, liegt es noch heute da und beschützt das Schloss.“

Besucht man Schloss Egeskov mit Kindern, ist es sicherlich schwierig den Tag zu beenden. Auch für Kinder gibt es, neben dem oben erwähntem Spielplatz, verschiedenste Spielplätze und Möglichkeiten.

Voller Emotionen und Eindrücke fahren wir zurück zum Ferienhaus. Der Eintrittspreis war jede Öre wert!

Heike Pfennig

 

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Heike Pfennig

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