Die Sonne strahlt, auf dem Außendeck gibt es Livemusik und an der Bar werden exotische Cocktails gemixt. Urlaubsfeeling pur. Während die “Nordic Pearl” langsam vom Fährterminal in Oslo ablegt, machen wir es uns zunächst auf dem Sonnendeck gemütlich und genießen bei herrlichem Sommerwetter die entspannte Fahrt durch den Oslofjord.
Hinter uns liegen viele erlebnisreiche Wochen in Norwegen sowie intensive Recherchen in der Finnmark. Doch nun geht es heimwärts – an Bord der Go Nordic Cruiseline Fähre, die uns über Nacht von Oslo nach Kopenhagen bringt.
Dort wollen wir den skandinavischen Sommer noch ein wenig verlängern und nach den arbeitsreichen Wochen im hohen Norden ein paar entspannte Tage auf den dänischen Ostseeinseln Seeland und Lolland genießen.

Was – auch für uns – zunächst nach einer praktischen und naheliegenden Verbindung zwischen zwei skandinavischen Hauptstädten klingt, entwickelt sich schon kurz nach dem Ablegen zu einer herrlich entspannten Seereise. Besser könnte unsere Reise von Norwegen nach Dänemark kaum beginnen … Doch der Reihe nach.
Check-in am Go Nordic Cruiseline Terminal in Oslo
Gegen Mittag erreichen wir mit unserem Kastenwagen das Terminal von Go Nordic Cruiseline an der Akershusstranda in Oslo. Von hier ist es nicht weit bis ins Zentrum der norwegischen Hauptstadt – gerade für Reisende ohne Fahrzeug oder Gäste auf einer MiniCruise ein echter Vorteil.
Für uns heißt es allerdings zunächst warten, denn der Check-in-Schalter ist zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen. Eine günstige Möglichkeit, die Wartezeit mit dem Fahrzeug in unmittelbarer Nähe des Terminals zu überbrücken, finden wir nicht. Die Parkplätze rund um den Hafen sind kostenpflichtig und die Gebühren entsprechend hoch.

Bereits am Vorabend haben wir per SMS einen Link zum mobilen Check-in erhalten und darüber direkt eingecheckt. Daraufhin erhalten wir je einen QR-Code als Boarding Pass auf unserem Smartphone.
Für unsere nächtliche Überfahrt öffnet der Check-in-Schalter gegen 14.30 Uhr. Der Ablauf ist angenehm unkompliziert und freundlich: Wir müssen lediglich unsere QR-Codes und die deutschen Personalausweise zur Kontrolle vorlegen. Eine Buchungsnummer oder weitere Unterlagen werden nicht verlangt.
Nach kaum einer Minute ist alles erledigt und wir reihen uns mit unserem Kastenwagen in die Warteschlange ein. Lange stehen wir dort allerdings nicht, denn schon kurz darauf beginnt das Boarding und wir können auf das Autodeck im Rumpf der “Nordic Pearl” fahren.
Tipp: Wenn ihr mit einem Fahrzeug reist, würden wir deshalb nicht unnötig früh zum Terminal fahren. Aktuell beginnt das Boarding für Fahrzeuge ab 15.00 Uhr – ein guter Zeitpunkt, um am Fährhafen einzutreffen und sich teure Parkgebühren vor der Abfahrt zu sparen.

Wir gehen an Bord der “Nordic Pearl”
Aufgrund der Höhe unseres Kastenwagens “Morten” werden wir auf dem Fahrzeugdeck im Bereich der Lkw eingewiesen. Nach wenigen Handgriffen steht alles sicher, wir nehmen unser Gepäck für die Nacht und machen uns auf den Weg zu unserer Kabine auf Deck 9.

Schon auf den ersten Metern fällt uns auf, wie großzügig und aufgeräumt die “Nordic Pearl” wirkt. Dieser Eindruck setzt sich in unserer Commodore De Luxe Außenkabine fort: Ein bequemes Doppelbett, ausreichend Platz und vor allem ein großes bodentiefes Fenster mit freiem Blick aufs Meer lassen die Kabine hell und erstaunlich geräumig wirken.

Viel Zeit verbringen wir dort allerdings zunächst nicht. Wir stellen nur unser Gepäck ab und machen uns gleich wieder auf den Weg nach draußen. Auch am späten Nachmittag ist es noch sommerlich warm und vom Sonnendeck ist bereits Livemusik zu hören.
Dort füllen sich die Plätze inzwischen schnell, also gesellen wir uns dazu, lassen uns die frische Seeluft um die Nase wehen und freuen uns auf die bevorstehende Fahrt durch den Oslofjord.

Mit der “Nordic Pearl” durch den Oslofjord
Das Ablegen verfolgen wir auf dem Sonnendeck an der Bar auf Deck 11. Unseren Platz behalten wir allerdings nicht lange. Zu verführerisch sind die Ausblicke auf den Oslofjord, sodass es uns auch immer wieder an die Reling auf der anderen Schiffsseite zieht.

Inseln, kleine Häfen und Uferlandschaften gleiten an uns vorbei. Norwegen verabschiedet sich mit einer regelrechten Parade sommerlicher und maritimer Impressionen, die wie ein Film an uns vorbeiziehen. Wir könnten noch ewig so schauen, doch irgendwann meldet sich allerdings der Hunger und wir machen uns auf den Weg zum Restaurant auf Deck 7.

Abendessen im Skagerak Buffet Restaurant
Für 19.30 Uhr haben wir einen Tisch im Skagerak Buffet Restaurant reserviert. Für das Abendessen ist ein Zeitfenster von anderthalb Stunden vorgesehen – was uns zunächst durchaus sportlich erscheint, nachdem wir sehen, was hier alles aufgetischt wird.
Denn das Buffet ist riesig und fast schon ein kulinarischer Streifzug durch den Norden Europas. Den Ton geben eindeutig Fisch und Meeresfrüchte an: Krabben, Garnelen und Muscheln, dazu Räucherfisch und Hering in verschiedenen Variationen, ganz so, wie man es von einer skandinavischen Tafel erwartet.

Ergänzt wird das Ganze durch warme Fleischgerichte, knackige Salate, verschiedene Käsesorten und eine üppige Auswahl an Desserts.. Wir können vor allem den frischen Salaten nicht widerstehen, aber auch Lachs und frisch aufgeschnittenes Rinderfilet wandern auf unsere Teller.
Also probieren wir uns in aller Ruhe durch die unterschiedlichsten Köstlichkeiten, holen uns immer wieder nach und entdecken dabei ständig neue sündhafte Verführungen. Spätestens beim Dessert ist dann jede Zurückhaltung dahin, denn neben Kuchen sowie anderen süßen Leckereien wartet auch noch eine Softeis-Maschine darauf, ausgiebig getestet zu werden.

Beim Probieren und Erzählen vergeht die Zeit so schnell, dass wir irgendwann überrascht feststellen, wie spät es inzwischen geworden ist. Nach den vielen Wochen in der Finnmark, in denen wir unterwegs oft eher spartanisch gelebt haben, genießen wir diese kulinarische Vielfalt umso mehr. Kein Wunder also, dass das Skagerak Buffet für uns zu den Höhepunkten dieser Überfahrt zählt.

Schließlich leeren wir langsam ein letztes Glas, genießen noch einmal den Blick hinaus aufs Meer und machen uns satt und zufrieden auf den Weg, die “Nordic Pearl” noch ein wenig genauer zu erkunden.
Ein Abend an Bord der “Nordic Pearl”

Nach dem üppigen Buffet können ein paar Schritte sicher nicht schaden. Also ziehen wir los und schauen uns an, was die “Nordic Pearl” am Abend noch zu bieten hat.

Weit kommen wir nicht. Schon in der Salon Cocktail & Wine Bar bleiben wir hängen. Kein Wunder, denn allein die Einrichtung macht Lust, in einem der Sessel zu versinken und den Abend bei einem guten Glas Wein oder einem Cocktail ausklingen zu lassen.
Und dann erst die Auswahl: hochwertige Weine, Champagner, besondere Jahrgänge und sogar einige echte Raritäten in imposanten Magnum-Flaschen. Damit hätten wir auf einer Fähre tatsächlich nicht gerechnet.

Gleich nebenan im Club Liva gibt es das volle Kontrastprogramm. Hier wird zu Livemusik getanzt, und die Stimmung ist entsprechend ausgelassen. Feiern können die Skandinavier, das muss man ihnen lassen.
Noch ein Abstecher in den Go Shop
So langsam macht sich bei uns aber die Müdigkeit bemerkbar. Doch bevor wir in unsere Kabine verschwinden, müssen wir natürlich noch „kurz“ im Bord-Shop vorbeischauen. Aus dem kurzen Abstecher wird dann (mal wieder) eine kleine Shoppingtour, denn sowohl die Größe als auch das Sortiment überraschen uns.
Neben Parfüm, Kosmetik, Kleidung, Wein und Spirituosen entdecken wir hier auch Elektronik, Schmuck, Spielzeug und Wohnaccessoires. Genug Auswahl also, um noch das eine oder andere Mitbringsel zu finden und natürlich verlassen auch wir den Shop am Ende nicht mit leeren Händen.



Danach ist für diesen Tag tatsächlich Schluss. Wir ziehen uns in unsere Kabine zurück, fallen ins Bett und genießen vom Bett aus noch einen letzten Blick hinaus aufs dunkle Meer. Eine wohlige Müdigkeit legt sich über uns wie die Nacht über die Dünung.
Sonnenaufgang und Frühstück auf See
Noch vor Sonnenaufgang sind wir wieder auf den Beinen und machen uns auf den Weg nach draußen. Das frühe Aufstehen lohnt sich. Über dem Meer beginnt der Himmel langsam zu leuchten, und wenig später sehen wir an Deck zu, wie die Sonne aus dem Wasser steigt.

Anschließend geht es für uns direkt zum Frühstück ins Restaurant Kull, das in unserer Kabinenkategorie bereits inbegriffen ist. Dort erwartet uns ein reichhaltiges Buffet, das von Müsli über Käse, Aufschnitt und Konfitüren bis hin zu typisch skandinavischen Zimtschnecken alles bietet, was wir uns für einen ausgiebigen Start in den Tag wünschen.

Also schenken wir noch einmal Kaffee nach, bedienen uns ein weiteres Mal am Buffet und genießen dabei die morgendliche Ruhe an Bord. Draußen zeichnet sich inzwischen die dänische Küste ab, und Kopenhagen rückt immer näher …

Ankunft in Kopenhagen
Nach dem Frühstück geht es noch einmal zurück in die Kabine. Wir packen die letzten Sachen zusammen und machen uns wenig später auf den Weg zu Morten aufs Fahrzeugdeck.
Kurz darauf rollen wir in Kopenhagen von Bord – ausgeschlafen, bestens verpflegt und ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, wie schnell die Stunden auf See vergangen sind.

Hinter uns liegt eine herrliche Überfahrt von Oslo nach Kopenhagen mit richtig gutem Essen, Livemusik und einem traumhaften Sonnenaufgang über dem Meer. Vor uns liegen nun Seeland und Lolland und damit genau die Sommerfrische, auf die wir uns nach den intensiven Wochen in der Finnmark so gefreut haben.
Was aus unserer Sicht für die Fährverbindung Kopenhagen – Oslo spricht
- Entspannt über Nacht reisen: Ihr schlaft an Bord statt im Hotel oder auf einem Stellplatz und kommt ausgeruht am Ziel an.
- Viele Straßenkilometer sparen: Die lange Fahrt durch Schweden entfällt. Das spart Fahrzeit, Kraftstoff und je nach Route auch die Gebühren für die Øresundbrücke.
- Tägliche Abfahrten: Dadurch lässt sich die Verbindung flexibel in eine Rundreise einbauen.
- Mit dem eigenen Fahrzeug weiterreisen: Auto, Motorrad, Wohnmobil oder Kastenwagen kommen mit an Bord, und nach der Ankunft kann die Reise direkt weitergehen.
- Oslo und Kopenhagen erkunden: Die Überfahrt lässt sich wunderbar mit ein paar Tagen in einer oder beiden Hauptstädten verbinden und eignet sich damit auch gut für einen Städtetrip oder eine MiniCruise.

Häufige Fragen zur Fähre zwischen Oslo und Kopenhagen
Literaturtipps für deine Reise nach Norwegen
Wohnmobil | PKW Vermietung:
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