Wow !! War das eine schwere Entscheidung…. In unserem Beitrag “Unser Traum vom Kastenwagen wird Wirklichkeit” haben wir darüber berichtet, wie und warum wir uns nach einer langen Recherche für den “Independent” von CS-Reisemobile entschieden haben. Aber welche Ausstattung und welches Zubehör sollen wir ordern? Wie sollen wir das Fahrzeug konfigurieren? Lest nachfolgend, wie unser Kastenwagen schlussendlich ausgestattet und produziert wurde.
Die Konfiguration von unserem Wohnmobil (Mercedes-Sprinter)
UNSER Sprinter ist auf dem Werksgelände von CS-Reisemobile eingetroffen
Die Konfiguration des Basisfahrzeuges erfolgte unabhängig von den Überlegungen zum eigentlichen Wohnmobil. Wir informierten uns in Foren, Testberichten und bei Freunden, die den Mercedes-Sprinter nutzen, erst einmal generell zu diesem Lieferwagen. Uns interessierten insbesondere Erfahrungen und eventuelle Schwachpunkte in Hinsicht auf die Motorisierung, das Fahrwerk und andere Aspekte des Basisfahrzeuges. Die dabei gesammelten Informationen waren dann die Basis für die Bestellung. Selbstverständlich haben wir aber auch hierbei die folgenden Kriterien unseres gesamten Projektes “Kastenwagen” berücksichtigt:
Langlebigkeit, Solidität, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit
Eignung für extreme Touren zu verschiedenen Zeiten (z.B. Nordeuropa im Winter)
relativ hohe Unabhängigkeit von Medien und Versorgung (Wasser, Strom etc.)
ein gewisses Understatement von außen (nur aus der Nähe als Wohnmobil auf Anhieb erkennbar)
eine gewisse Geländegängigkeit um auch unbefestigte Straßen und Wege nutzen zu können
möglichst hoher Wiederverkaufswert
Eignung für Touren über mehrere Wochen auf kleinstem Innenraum
Wendigkeit und damit einhergehend geringe Baumaße (Maut- und Fährgebühren sparen)
Geeignet für unsere Anforderungen als Blogger (Lademöglichkeiten für viele Geräte etc.)
So entstand folgende Konfiguration für einen Sprinter von Mercedes als Basis für unseren Kastenwagen (Übersicht / bei Interesse für detaillierte Erklärungen die Felder einfach aufklappen):
Mercedes Sprinter mit 3665 mm Radstand
Die daraus resultierende Länge von 5,91 Metern ist für uns einerseits vollkommen in Ordnung und im Innenraum für zwei Personen auch ausreichend. Darüber hinaus muss man berücksichtigen, dass viele Mautgebühren (zum Beispiel auf der Öresundbrücke) als auch die Preise vieler Fährgesellschaften ab 6 Meter Fahrzeuglänge deutlich höher ausfallen.
Farbe: Graphitgrau-Metallic 7759
Die Uni-Lacke beim Sprinter sollen qualitativ und besonders in Bezug auf die Korrosions-Eigenschaften deutlich schlechter sein. Außerdem wollten wir definitiv keinen weißen Kastenwagen… 🙂
Motor: 2,2 Liter 163 PS CDI / Euro VI
Eine schwere Entscheidung, da wir auch lange und intensiv mit dem 6-Zylinder Diesel geliebäugelt haben. Allerdings gaben viele Testberichte und die nachgesagte Unverwüstlichkeit des “Arbeitstieres” 4-Zylinder mit 163 PS den Ausschlag, genau diesen Motor zu nehmen. Weiterhin mussten wir auch wegen dem Gesamtgewicht aufpassen (da der sinnvolle Allradantrieb auch einiges an Gewicht mitbringt) und da schlägt der 6-Zylinder schon mit einigen Kilogramm mehr zu Buche.
Zulässiges Gesamtgewicht 3880 Kilogramm
Mit 3,8 Tonnen mögliches Gesamtgewicht haben wir unseren Sprinter produzieren lassen um dann aber gleich für die Zulassung per TÜV-Gutachten wieder auf 3,5 Tonnen “abzulasten”, da es andersrum extrem aufwändiger und komplizierter wäre, falls wir feststellen, dass wir auf Dauer mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht nicht auskommen. So sind wir flexibel und für die Zukunft gerüstet, und können jederzeit relativ problemlos wieder auf 3,8 Tonnen “auflasten”, wenn wir merken, dass die 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht nicht ausreichen. Generell hat es aber erst einmal viele Vorteile, wenn wir nur mit einem 3,5 Tonner unterwegs sind (Maut, Führerschein, Einschränkungen für LKW etc.)
Allradantrieb zuschaltbar
Siehe unsere geplanten Touren…. Die Entscheidung bereuen wir auch nicht, denn auf einer aufgeweichten Wiese waren wir bereits einmal froh, dass wir diese Option haben. Da wir keinen permanenten Allradantrieb haben, sondern diesen zuschalten können, halten sich die Nachteile wie Geräuschentwicklung oder Dieselverbrauch auch in Grenzen.
Lenkrad verstellbar
Für uns ein Standard und damit von vornherein klar
Anhängersteckdose
Brauchen wir erst einmal nicht, aber als Option sehr gut. Später wäre eine Anhängevorrichtung bzw. die Anschlussdose nur mit viel Aufwand und sehr viel teurer nachzurüsten, da dann ein kompletter Kabelbaum gelegt werden muss. In der Produktion des Fahrzeuges macht das hingegen kaum etwas aus.
Radio Audio 15
Dieses ist erst einmal in Ordnung. In Norwegen fehlt uns aber eine DAB Empfangsmöglichkeit (sollte man in Zukunft gleich mit bestellen). Aktuell stört uns noch der Fakt, dass sich das Radio nach einigen Minuten auf dem Stellplatz von selbst ausschaltet. Das können und werden wir aber zur ersten Durchsicht bei Mercedes neu programmieren lassen.
Die Sinnhaftigkeit haben wir lange diskutiert, aber nach inzwischen 11000 Kilometern sind wir sehr froh es zu haben, gerade wenn man das Fahren in Fahrzeugen dieser Größe nicht gewohnt und man oft in Norwegen unterwegs ist (schmale Straßen, viel Dunkelheit etc.).
Windschutzscheibe beheizbar
Die Wahl dieser Option war für uns selbstverständlich, da wir um die Herausforderungen wissen, wenn man im Winter im Norden von Skandinavien unterwegs ist.
Klappdeckel für Ablagefach
Augenscheinlich nur eine Kleinigkeit, aber wir sind sehr froh, diese Option gewählt zu haben. So können wir Speicherkarten und 1000 andere kleine Dinge jederzeit in das große Ablagefach auf dem Armaturenbrett werfen, ohne das es im Fahrzeug unordentlich wirkt. In der gesamten Anmutung machen diese Details irgendwie auch den Unterschied zwischen dem Sprinter als Lieferfahrzeug oder eben als “Wohn”-mobil…
Rückfahrtkamera
Bei einem Fahrzeug dieser Dimension oft die einzige Orientierung nach hinten und damit für uns unabdingbar. Es gäbe die preiswerte Option, diese Kamera von einem Zubehöranbieter nachzurüsten (zum Beispiel WAECO), aber wir wollten hier keinen Kompromiss machen und lieber die Mercedes-Originalvariante haben. Aus heutiger Sicht war diese Entscheidung auch goldrichtig.
Alarmanlage
Bei einem Fahrzeug dieser Klasse mehr als sinnvoll – wenn nicht sogar notwendig. Wir werden aber darüber hinaus noch in weitere Sicherheitsoptionen wie Aufsatzschlösser für die Hecktüren investieren, was wir in unserer Konfiguration leider versäumt haben.
5-Gang Automatik
Wir sind es gewohnt mit Automatik-Getriebe zu fahren und gerade für ein entspanntes Fahren in Norwegen als auch das Anfahren am Berg (mit 3,5 Tonnen) ist es sehr angenehm, auf die durchaus gut ansprechende Automatik von Mercedes setzen zu können. Daher war diese Option für uns sofort eindeutig.
Wärmeisolierung Fahrerhaus
Für uns ebenfalls selbstverständlich, zumal wir das Fahrzeug auch im Winter nutzen wollen und werden.
Fahrer- und Beifahrersitz beheizbar
Wir lieben einfach die wohlige Wärme, die man auf diese Weise genießen kann. Gerade nach einiger Zeit im Freien, ist es immer wieder angenehm und wohltuend, die Sitzheizungen zu aktivieren.
Klimaanlage Tempmatik
Da wir auf den vielen geplanten Kilometern auf einen gewissen Komfort einfach nicht verzichten wollen, war es für uns klar, dass die Klimaautomatik bestellt werden muss. Im Wohnmobil ist im Sommer wie im Winter oder der Weg das Ziel – da sollte es auch angenehm und mit einem gewissen Komfort zugehen.
Bi-Xenon Scheinwerfer
Wer schon einmal im Winter im Norden von Skandinavien unterwegs war, weiß, warum wir bei den Scheinwerfern keinen Kompromiss gemacht haben. Stundenlange Fahrten bei stockfinsterer Nacht erfordern hier eine gewisse Mindestausstattung. Für die Zukunft und abhängig davon, wie wir dauerhaft mit dem Gewicht klarkommen, erwägen wir noch die Installation von Zusatzscheinwerfern oder einer LED Leiste auf dem Dach.
Tempomat
In Deutschland fast überflüssig – aber zum Beispiel im fließenden Verkehr in der Nacht durch Dänemark durchaus hilfreich, entspannend und sinnvoll. Außerdem hilft es auch oft in Norwegen, um bei Strecken mit einer dauerhaften Geschwindigkeitsüberwachung nicht ausersehen zu schnell zu fahren 🙂
Reserverad und Reserveradhalter inkl. Hydraulik-Wagenheber
Für unsere geplanten Touren, die durchaus mal weitab der Zivilisation und in unwegsamen Gelände stattfinden sollen / werden, ist das durchaus gut investiert. Wir hoffen trotzdem, es nie zu brauchen…
Komfort-Kopfstützen für Fahrer und Beifahrer
Wie bereits angemerkt, ist oft der Weg das Ziel. Da gehört für uns etwas Mindestkomfort dazu. Mit diesen Kopfstützen kommt schon etwas mehr “PKW-Feeling” im Kastenwagen auf.
Haltegriff für Einstieg B-Säule Schiebetür
Wollten wir erst weglassen (“Wir sind doch noch jung und sportlich…”) und haben auf Anraten vom Verkäufer den Griff dann doch bestellt. Gott sei Dank ! Man hat kaum eine Vorstellung wie hoch das Auto mit Allrad und zusätzlicher Bodenfreiheit ist… Solltet ihr unbedingt mitbestellen.
Licht- und Regensensor
Auch hier ging es um den Komfort auf langen Strecken und die Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse in Skandinavien. Was wir in diesem Zusammenhang vergessen haben: Da wir oft in Skandinavien unterwegs sind, wäre es sinnvoll gewesen, das Abblendlicht als Tagfahrlicht schalten zu lassen, da es in den meisten Ländern ohnehin Pflicht ist, damit zu fahren. Lassen wir bei der nächsten Durchsicht korrigieren.
Scheinwerfer-Reinigungsanlage
Auch hier haben wir uns bewusst für diese Ausstattungsvariante entschieden, da wir durchaus schon erlebt haben, unter welchen extremen Bedingungen man mitunter im Norden Europas unterwegs ist. Wir sehen als Investition in Sicherheit und eine entspannte Fahrt.
Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht
In Verbindung mit unserem Allradantrieb war nur diese Option für die Nebelscheinwerfer möglich, da unser Fahrzeug einige Zentimeter höher als der gewöhnliche Sprinter liegt. Die Nebelscheinwerfer machen durchaus Sinn, da wir nicht nur im Hochsommer und bei Sonnenschein unterwegs sein wollen und werden. Auch dieser Punkt geht für uns auf das Konto “Sicherheit”.
Elektrische Zuziehhilfe Schiebetür
Haben wir im ersten Moment als unnötig eingestuft. Erst der freundliche Hinweis vom Verkäufer: “…dass es die Nachbarn auf dem Stellplatz uns sicher danken werden” hat uns veranlasst, diese Option zu wählen. In jedem Fall hatte er Recht und wir würden jederzeit wieder diese Ausstattung bestellen.
So haben wir den Mercedes-Sprinter am 05.03.2017 bei CS-Reisemobile bestellt und Ende Mai traf dann “unser” Fahrzeug dort ein. Jetzt geht es an den Ausbau….
Aus dem Mercedes-Sprinter wird unser “Independent” von CS-Reisemobile
Unser Sprinter kommt in die Werkstätten von CS-Reisemobile und der Ausbau beginnt
Bevor wir gleich auf die gewählte Ausstattungen und Kombinationen im Innenbereich eingehen, möchten wir euch auf den nachfolgenden Bildern einige Eindrücke von den ersten Ausbauarbeiten vermitteln. Wir waren in jedem Fall extrem beeindruckt, mit welcher Liebe zum Detail und welcher Präzision die Fahrzeuge ausgebaut werden. CS-Reisemobile ist dabei eher als Manufaktur zu verstehen, die im Rahmen der eigenen Modellpalette und Standards dennoch stark auf individuelle Kundenwünsche eingeht.
Oh Gott – unsere Karosserie wird für die zusätzlichen Fenster und Medienöffnungen aufgesägt…Okay – das soll unser Wohnmobil werden… Da braucht man noch eine Menge Phantasie 🙂
Bevor wir den Innenausbau weiter dokumentieren, wollen wir die Details unseres Fahrzeuges “Independent” (Modell von CS-Reisemobile) in der nachfolgenden Übersicht mit euch teilen (Gesamtübersicht / bei Interesse kann man die einzelnen Punkte öffnen):
Ausstattungspaket Independent
Wir entscheiden uns für dieses Modell von CS-Reisemobile, da es im Gegensatz zum fast baugleichen “Rondo” einige Ausstattungsmerkmale serienmäßig beinhaltet, die uns sinnvoll erscheinen. Darüber hinaus ist der Modellname Programm und so bringt der “Independent” Einiges mit, was uns wichtig oder zumindest sinnvoll erscheint. Die 140 Watt Solaranlage ist zum Beispiel serienmäßig verbaut und wir möchten sie bereits nach zwei Touren nicht mehr missen. Alles Weitere zu den Modellen und Unterschieden solltet ihr der Homepage des Herstellers entnehmen (Link am Ende des Beitrages)
Zusätzliche Hartal Multi 90 Hebe- und Schiebeluke über dem Bett
Wir wollen einfach noch etwas mehr Tageslicht im Fahrzeug haben und die Platzierung über dem Kopfende vom Bett ist perfekt. Wann kann man sonst beim Einschlafen den Sternenhimmel im Norden oder sogar das Nordlicht beobachten. Außerdem haben wir so einen tollen Beobachtungsposten: Einfach aufschieben, ins Bett stellen und die Umgebung beobachten oder aus dieser Perspektive sogar fotografieren…. Toll !!
Gaskocher mit 2,8 Kg Gasflasche statt Dieselkocher
Der “Independent” hat serienmäßig sowohl die Heizung als auch die Kochgelegenheit auf Dieselbasis konzipiert. Das passt für uns generell und funktioniert im Bereich der Heizung auch überzeugend. Allerdings ist der Brennwert von Gas höher, was sich beim Kochen bemerkbar macht. Da wir keine halbe Stunde auf kochendes Wasser vom Diesel-Ceranfeld warten wollen, lassen wir zumindest unser Kochfeld auf Gas umrüsten.
Klapptisch Massivholz (Ahorn)
Der Tisch ist eines der Highlights im Fahrzeug: Extrem flexibel zu verschieben und von der Fläche her dreiteilig zu klappen, so das man immer die Fläche hat, die man wirklich braucht. Bei Bedarf kann man den Tisch auch schnell aus seiner Schiene im Inneren des Fahrzeuges aushängen und in einer weiteren Schiene an der Kücheneinheit außen befestigen. Damit bleiben kaum Wünsche offen – perfekt durchdacht 🙂
Sitzbank 501 / 85 cm breit (2-sitzig)
Hier gibt es viele Optionen und wir haben uns für diese Variante entschieden, damit nicht immer eine noch größere Sitzbank in den engen Gang ragt, wir aber bei Bedarf dennoch vier vollwertige Plätze während der Fahrt haben. Darüber hinaus lässt sich diese Sitzbank ohnehin ebenfalls verschieben, klappen und bietet so noch Stauraum darunter. Auch hier scheint alles perfekt gelöst und durchdacht.
Sinus Wechselrichter 1500 Watt mit Vorrangschaltung
Wir haben ständig eine Vielzahl an Geräten zu laden und auch auf freien Stellplätzen zu betreiben (unter anderem für diesen Blog). Deshalb haben wir uns hier für eine der größeren und leistungsstarken Ausführungen entschieden, um jederzeit genug Leistungsreserven bei der 230 Volt-Stromversorgung zu haben. Die Vorrangschaltung hat den Vorteil, dass automatisch erkannt wird, wenn wir auf einem Stellplatz einen 230 Volt Landstrom-Anschluß nutzen und sich der Wechselrichter dann solange abschaltet.
Lithiumbatterie 2x100 Ah inklusive Ladebooster
Als Standard werden in den meisten Reisemobilen noch die klassischen Gel-Batterien für die Bordversorgung eingesetzt. Nur wenige Ausbauen bieten aktuell überhaupt die Option an, die technologisch überlegenen Lithiumbatterien zu verwenden. Gerade im Zusammenspiel mit unserer Solaranlage bietet sich das aber aufgrund des Lade- und Entladeverhaltens an. Wir sind froh uns dafür entschieden zu haben, da wir aufgrund dieser Kombination noch unabhängiger sind.
Elektrische Einstiegstufe Omnistep
Erschien uns anfangs eigentlich überflüssig… Zwischenzeitlich müssen wir anerkennen, dass wir aufgrund unserer besonderen Bodenfreiheit und damit einhergehender Fahrzeughöhe darauf nicht verzichten können. Ohne diese zusätzliche Trittstufe wäre jedes Einsteigen mit einer Kletterpartie zu vergleichen 🙂
Gassteckdose außen
Für das richtige Camping-Feeling: Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, ohne weiteren Aufwand und Stress außerhalb des Fahrzeuges jederzeit einen (weiteren) Gaskocher oder einen Grill zu betreiben, der nur an diesem Anschluß angesteckt wird.
Fahrradträger für zwei Fahrräder
Da die fachgerechte Montage eines soliden Trägers an der Hecktür nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen ist (Rostgefahr am Übergang zur Karosserie) haben wir diesen gleich mit geordert und bei CS montieren lassen. Aus unserer Sicht hat sich das System bereits gut bewährt und wir sind froh, wenn wir unsere Räder mit dabei haben.
Moskitonetz für die Schiebetür
Eigentlich selbsterklärend und aus unserer Sicht ein “Must have”. Wenn an einem Sommerabend am Meer die Schiebetür noch etwas länger aufstehen soll, dann weiß man um die Vorteile dieses Mückenschutzes. Die von CS verarbeitete Variante erscheint auch sehr praktisch und gut durchdacht (mit Magnetverschluss).
AT-Reifen BF Goodrich 245/75 R 16
Um ehrlich zu sein, waren es im ersten Moment wirklich nur optische und damit eigentlich überflüssige Erwägungen. Zwischenzeitlich haben wir aber auch den praktischen Nutzen dieser Ganzjahres-Reifen mit M&S Einstufung zu schätzen gelernt. Die Laufgeräusche halten sich für das grobe Profil durchaus im Rahmen und über die weiteren Fahreigenschaften können wir bisher nur Gutes berichten. Dazu kommt, dass wir uns nicht mit zusätzlichen Winterreifen auseinandersetzen müssen. Den ersten Test im Schnee haben unsere AT Reifen demnächst vor sich… 🙂
C-Schienen für Dachträgeraufnahme
Diese haben wir nur vorsichtshalber geordert, da wir davon ausgehen (müssen), dass wir demnächst sicher einmal etwas auf dem Dach befestigen. Auch unter dem Aspekt Wiederverkauf erschien es uns sinnvoll, auf diese Ausstattung nicht zu verzichten.
SOG Toilettenentlüftung
Dicke Luft hat niemand gern, schon gar nicht im Wohnmobil. Deshalb haben wir uns für dieses moderne Entlüftungssystem entschieden. Gleichzeitig wird mit solch einem elektrischen Entlüftungssystem der Einsatz von Toilettenzusätzen komplett überflüssig – und das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
USB Steckdosen am Bett und am Tisch
USB Steckdosen können wir nicht genug haben. Ständig ist etwas zu laden und bevor man unnötig Energie durch Ladegeräte vergeudet, haben wir uns direkt vom Bordnetz versorgte Steckdosen am Kopfende vom Bett und am Esstisch setzen lassen, um jederzeit alle Geräte – auch mal gleichzeitig – laden zu können.
220 Volt Steckdose am Küchenblock nach außen
Diese Steckdose können wir nur bei geöffneter Schiebetür nutzen, wenn wir zum Beispiel vor dem Fahrzeug sitzen und dort Strom für Notebook oder andere Gerätschaften benötigen. Eine tolle Idee – gern genutzt 🙂
Zusätzliche Steckdose 12 Volt in der Sitzgruppe
Auch dieses Merkmal ist unseren speziellen Anforderungen für den Nordlandblog geschuldet, da sich viele Geräte problemlos mit 12 Volt betreiben lassen und wir damit den Wechselrichter umgehen und schonen können. So müssen wir nicht erst die 12 Volt vom Bordnetz mit einigen Verlusten in 230 Volt umwandeln lassen, um sie dann wieder mit den Netzteilen der Geräte auf 12 Volt herunter zu transformieren. Eine Anwendung die sicherlich nicht jeder Nutzer / Besitzer benötigt.
In Summe erreichen wir damit ein Gewicht von 3150 Kilogramm inklusive gefüllten Kraftstofftank, 20 Litern Frischwasser im Tank und einem angenommenen Fahrergewicht von 75 Kilogramm – was bei Sirko zumindest mal nicht reicht…. 🙂
Der Ausbau unseres Kastenwagens “Independent” bei CS Reisemobile
Jetzt hat unser Independent bereits seine richtige Bereifung montiert bekommen und der Innenausbau kann beginnen, nachdem alle Karosseriearbeiten abgeschlossen sind.Die Kabelbäume sind eingezogen und man glaubt nicht, wie viele Meter Kabel in so einem Wohnmobil verlegt werden.Die Decke wird eingezogen und mit viel Phantasie sind erste Konturen zu erkennen.
Langsam wird zu diesem Zeitpunkt erkennbar, dass wir uns bewusst für helle Farben im Innenraum entschieden haben. Unsere Kombination scheint nach dem Feedback von Herrn Oltmanns (CS-Reisemobile) nicht unbedingt weit verbreitet zu sein. Nachdem wir uns aber im Vorfeld intensiv Gedanken dazu gemacht und einige Vorführfahrzeuge sowie Muster verglichen haben, sind wir immer noch restlos von unserer Entscheidung überzeugt. Auf jeden Fall würden wir wieder die nachfolgende Kombination wählen:
Holzdekor: Ahorn mit Bucheleisten abgesetzt
Polster: Anthrazit 187
Deckenverkleidung: Grau (Hell)
Fußboden: Stäbchen Buche
Seitenverkleidung: Grau (Hell – analog zur Decke)
Arbeitsplatte: Ahorn
Inzwischen ist unser Kastenwagen als Wohnmobil zu erkennen und links im Bild sieht man bereits die Wände vom Bad (Dusche, Toilette und Waschbecken)Die Rohbauten vom Bad als auch von der Küche stehen bereits…Ein letzter Blick von außen auf den nunmehr fast fertigen Ausbau. Wir vereinbaren unseren Termin für die Übergabe….
Ende Juli ist es endlich soweit: Wir fahren nach Henstedt-Ulzburg, um unseren “Independent” zu übernehmen. Von dort aus geht es sofort weiter auf die erste Jungfernfahrt – einen Roadtrip durch Norwegen. Entlang der Westküste und auf dem Rückweg durch das Dovrefjell testen wir unseren Kastenwagen 4500 Kilometer auf Herz und Nieren – und lieben ihn jeden Tag etwas mehr… 🙂
Nachfolgend noch einige Bilder vom fertigen Fahrzeug…
Da ist er endlich… Der große Moment – wir übernehmen unseren ersten Kastenwagen in den Räumen von CS-Reisemobile in Henstedt-UlzburgAuf der ersten Tour durch Norwegen – wir lieben ihn unglaublich und freuen uns, dass wir augenscheinlich alles richtig gemacht haben.Ein unbeschreiblich tolles Gefühl von Abenteuer und Freiheit – wir kommen jetzt überall und jederzeit dorthin, wo wir wollen…Inzwischen ist er als “Dienstfahrzeug” mit Magnetschildern unseres Logos versehen
Wir haben aus heutiger Sicht vieles richtig gemacht und würden lediglich im Detail (Autoradio, Tagfahrlicht) anders entscheiden. In jedem Fall freuen wir uns auf viele Kilometer, endlose Roadtrips und jede Menge Abenteuer mit unserem Kastenwagen, von denen ihr hier dann bald wieder lesen könnt….
Weitere Informationen, mögliche Konfigurationen und die jeweilige Preisliste findet ihr auf der Homepage von CS-Reisemobile.
Wenn es dich interessiert, mit welchen Utensilien wir unseren Kastenwagen für die erste Fahrt bestückt haben, findest du die kompletten Übersichten – auch als Einkaufsliste zum Herunterladen – in den folgenden Beiträgen:
Nach vielen Reisen in den Norden Europas hat unser Kastenwagen bereits 60.000 Kilometer auf dem Buckel. Über unser Fazit sowie unsere Feedback berichten wir daher in unserem Erfahrungsbericht über diese Zeit im Kastenwagen.
Alle Bilder aus der Produktion mit freundlicher Genehmigung von CS-Reisemobile aus der Dokumentation zur Herstellung unseres FahrzeugesDieser Bericht gibt unsere freie Meinung, Erfahrungen und Einschätzungen wider, die in keiner Form durch Zugaben oder Zuwendungen von CS-Reisemobile beeinflusst wurde. Sprinter ist eine eingetragene Marke der Daimler Benz AG.
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... schreiben sich hier ihr ewig währendes Fernweh nach dem Norden Europas von der Seele - wenn sie nicht gerade mit ihrem Wohnmobil durch die atemberaubenden Landschaften Nordeuropas reisen, um ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit euch in ihrem Nordlandblog zu teilen. Besucht uns gern im Bereich "ÜBER UNS" :)
Hallo Conny, hallo Sirko
Da ihr oft im Norden unterwegs sind hätte ich eine Frage bezüglich der Ausrüstung an Euch beide.
– Habt ihr an der Frontscheibe eine Auss- oder Innenisoliermatte falls ja welches Produkt
– Habt ihr zusätzlich in der Fahrerkabine eine weitere Isolation z.B. Fussraum der Pedale.
Für eine kurze Info wäre ich Euch sehr dankbar.
Grüsse aus der Schweiz
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Hallo Conny, hallo Sirko
Da ihr oft im Norden unterwegs sind hätte ich eine Frage bezüglich der Ausrüstung an Euch beide.
– Habt ihr an der Frontscheibe eine Auss- oder Innenisoliermatte falls ja welches Produkt
– Habt ihr zusätzlich in der Fahrerkabine eine weitere Isolation z.B. Fussraum der Pedale.
Für eine kurze Info wäre ich Euch sehr dankbar.
Grüsse aus der Schweiz